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Mi, 18:00 Uhr
05.08.2020
Wacker-Coach Philipp Seeland im Gespräch mit Olaf Schulze

„Frischen Wind in den AKS bringen!“

Bevor am Samstag um 14 Uhr mit dem Pokalkracher gegen Jena das erste Fußballspiel nach dem Corona-Lockdown im Albert-Kuntz-Sportpark angepfiffen wird, hatten wir Gelegenheit mit dem neuen Verantwortliche auf der Wacker-Bank zu sprechen. Der eigentlich ein „alter“ Bekannter ist…

Philipp Seeland ist der neue "alte" Wackertrainer (Foto: B.Peter) Philipp Seeland ist der neue "alte" Wackertrainer (Foto: B.Peter)


Der 30-jährige Trainer Philipp Seeland ist bereits seit 2016 beim FSV Wacker als Trainer eingestellt gewesen und hatte im Januar seinen Abschied aus Nordhausen vollzogen. Doch nun ist er wieder da und erstmals in seiner Karriere als Cheftrainer einer ersten Männermannschaft. Als Oberligacoach der II. Mannschaft erreichte er in der letzten regulären Saison der NOFV-Oberliga zum Abschluss einen sensationellen 5. Tabellenplatz. Nun greift Philipp Seeland mit einem Gros der jungen Wilden und bei Wacker ausgebildeten Spieler wieder an. Vor dem Pokalspiel am Samstag (14 Uhr, Albert-Kuntz-Sportpark) sprachen wir mit ihm.

Willkommen zurück in Nordhausen, Philipp Seeland. Wie verlief die bisherige Vorbereitung der neuen Mannschaft auf die kommende Saison aus deiner Sicht?
Für die Kürze der Zeit war das bisher sehr ordentlich. Wir konnten erst sehr spät in die sportlichen Planungen einsteigen und die Jungs haben die ganze komplizierte Situation im Verein und dem Umfeld sehr gut angenommen. Alle sind in einem hervorragenden Fitness-Zustand und haben hart gearbeitet. Jetzt heißt es nach intensiven Trainingseinheiten die Kräfte zu sammeln für das erste Pflichtspiel, den Pokalfight am Samstag.

Du bist vom Trainer der U23-Mannschaft aufgerückt zum Chefcoach bei Wacker. Was ändert sich durch diese Konstellation im Gegensatz zu deiner früheren Tätigkeit hier?
So viel ist das gar nicht. Im Prinzip haben wir die gleiche Konstellation, kennen die Gegner recht gut und bis auf wenige Ausnahmen kenne ich auch meine Spieler schon seit mehreren Jahren. Letztlich wissen alle, worauf sie sich hier eingelassen haben. Andere Vereine mit neuen Trainern und vielen neuen Spielern haben da bestimmt mehr Probleme als wir, sich zu finden.

Resultieren daraus auch schon die guten Testspielergebnisse?
Ja, durchaus. Wir wollen mit viel Tempo und Ballbesitz spielen und die junge Truppe will frischen Wind in den AKS bringen. Die Ergebnisse gegen niederklassige Vereine dürfen aber auch nicht überschätzt werden. Die Tests diente ja auch dafür, Selbstvertrauen zu tanken.

Wie sind deine persönlichen Aussichten auf die anstehende Oberliga-Saison?
Das wird eine interessante Liga mit spannenden Spielen und guten Vereinen. Es gibt nur noch eine II. Mannschaft (CZ Jena) und eine Reihe ambitionierter Teams. Für meine Jungs ist es eine tolle Aufgabe, die da wartet. Wir wollen den freien Fall des Vereins stoppen und uns ordentlich in der Liga etablieren.

Seeland und sein Co-Trainer Ingo Görke (links) feuern ihr Team an (Foto: B.Peter) Seeland und sein Co-Trainer Ingo Görke (links) feuern ihr Team an (Foto: B.Peter)


Habt ihr schon einmal das Durchschnittsalter des neuen Wacker-Flaggschiffs ausgerechnet?
Das liegt so um die 20 Jahre. Wenn wir Robert Knopp und Markus Vopel herausrechnen würden, wäre es wohl deutlich unter 20 Jahre.

Damit kann Wacker in dieser Saison bestehen?
Alle Spieler im Kader haben das Potential für die Oberliga und eine gute Ausbildung. Es wird sicherlich im Saisonverlauf auch mal Rückschläge geben, aber generell haben wir ein starkes Fundament von jungen Amateurspielern, die sich präsentieren wollen. Nun liegt es an jedem selbst, etwas daran zu machen.

Ist der Kader für die Saison schon komplett?
Mit 20 Spielern verfügen wir derzeit über einen vernünftigen Kader. Mit Pascal Köhler und Jonas Erst haben wir zusätzlich zwei Langzeitverletzte, die hoffentlich bald zurückkehren können. Die momentane Konstellation passt also ganz gut. Ein bis zwei Plätze wären eventuell noch zu vergeben, aber da will ich nichts übers Knie brechen.

Am Samstag hast du dein erstes Pflichtspiel als verantwortlicher Wacker-Trainer. Und dann gleich so einen Krachergegner wie Carl Zeiss Jena im Pokalhalbfinale. Welche Chancen rechnest du euch aus?
Wir sind natürlich krasser Außenseiter, aber wir freuen uns auf das Spiel und wollen es genießen. Wenn man nur Jenas Transfers der letzten Zeit betrachtet, mit den Ex-Nordhäusern Felix Müller, Lucas Stauffer oder Matti Langer, wird schnell klar, was da auf uns zukommt. Aber der Club hatte auch seine Problem in letzter Zeit mit dem großen Umbruch nach dem Abstieg. Sie werden für uns in gewisser Hinsicht eine Wundertüte sein. Natürlich bieten Pokalspiele immer einen kleine Chance für den underdog, aber um diese Profitruppe zu schlagen muss bei uns am Spieltag wirklich alles passen. Da herrscht ein anderes Spieltempo als wir es gewohnt sind und unsere Spieler werden sich da erst einmal umgucken. Aber wenn wir den Fight annehmen, wer weiß, was dann möglich ist.
Das Gespräch führte Olaf Schulze
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Kommentare

05.08.2020, 18.34 Uhr
Herr Schröder | Philipp Seeland
Genau der richtige Typ für Wacker.
Ich freue mich schon auf Samstag. Endlich wieder Stadionluft!

6   |  2     Login für Vote
06.08.2020, 17.03 Uhr
Bubo bubo | Unbegreiflich...
Wessen Geistes Kind macht eine negative Bewertung in Form von "Daumen runter" unter so einen fröhlichen und positiven Kommentar, wie dem von Herrn Schröder?
Neid? Missgunst? Verblödung?
Ich freue mich ebenfalls sehr, dass ein talentierter, junger Trainer wie Herr Seeland sich diese Bürde zumutet.
Alles Gute dem Trainerteam und selbstverständlich auch der jungen, hungrigen Truppe für das bevorstehende Pokalspiel!
Immer mutig voran!

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