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Fr, 07:15 Uhr
01.07.2005

Das Ding mit den Nummern

Nordhausen (nnz). Donnerstags - 8:00 Uhr, nein nicht in Deutschland, wie man denken mag, sondern in der Uferstrasse bei der ARGE. Was man dort gegebenenfalls erleben kann, hat ein nnz-Leser für Sie erfahren und seine Erlebnisse aufgeschrieben.


Wie immer, so waren auch gestern viele Menschen in der Agentur für Arbeit Nordhausen versammelt, um dort Hilfe, Informationen und Unterstützung zu erfahren. Auch Herr Z. suchte um diese Zeit die ARGE auf. Er hatte seiner Meinung nach nur ein kleines Problem. Er brauchte für die GEZ-Befreiung eine behördliche Bestätigung darüber, dass die Kopie des Bewilligungsbescheides dem Original entspricht.

Im ersten Obergeschoß versuchte er sein Anliegen nach einem freundlichen "Guten Morgen" vorzutragen. Dass dieser Gruss von der Dame hinter dem Tresen unbeantwortet blieb, soll nicht das Problem sein. Diese Dame schraubte sich aus ihrem Sessel und sah den vermeintlichen Kunden an, als wolle dieser gleich irgendein Instrument aus der Tasche ziehen, welches geeignet sein könnte ihr nach dem Leben zu trachten oder gar den Betrieb der ARGE lahm zu legen.

"Haben sie eine Nummer" war die Frage in einem Tonfall, der nur aus diesem mürrischen Gesicht kommen konnte. "Ich wollte eigentlich nur...", hauchte der eingeschüchterte Herr Z. "Sie brauchen hier eine Nummer, wenn sie jemanden sprechen wollen". "Ich will niemanden sprechen", versuchte es Herr Z. erneut. "Sie sprechen doch gerade mit mir, und auch dafür brauchen Sie eine Nummer."

An diesem „Nummerngirl“ der ARGE war also nicht vorbeizukommen, dass musste nun Herr Z., der Kunde der ARGE, wütend eingestehen. Auf dem Weg nach Hause machte er sich so seine Gedanken: „Tausende hoch qualifizierte Menschen sind auf der Suche nach Arbeit und einige, die scheinbar nicht über eine entsprechende Qualifikation verfügen, werden auf die Arbeitssuchenden losgelassen. Welch' verkehrte Welt.“

Und dann noch der Anspruch der ARGE, Kunden zu betreuen. Kunde?" War ich heute an dieser Stelle Kunde, mit dem Prädikat "König", waren seine weiteren Gedanken. Nein, in den Augen dieser Dame hinter dem „Tresen der Macht“, war ich wohl so etwas nicht. Aber, und damit schloss er seine Überlegungen, aber wenn ich in der Bäckerei Müller von der Verkäuferin so angefahren worden wäre, hätte ich wenigsten die Alternative: Zu diesem Bäcker Müller gehst du nie wieder. Leider gibt es eine solche im Fall des Unternehmens ARGE nicht. Eigentlich schade, meint Herr Z., dessen Name der Redaktion bekannt ist..
Autor: nnz

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