Do, 08:58 Uhr
30.06.2005
Peters and friends
Nordhausen (nnz). Es gab in den zurückliegenden Jahren schon mehrere Veranstaltungen in einem der Autohäuser von Helmut Peter. Die gestrige hatte jedoch eine ganz außergewöhnliche Note. Sie hatte privaten Charakter, man war so zusagen in Familie.
Peters and friends (Foto: nnz)
Gemeinsam sind wir stark – so stand es auf der Einladung für diesen Abend. Darunter ein alter Mercedes, der von einem jungen Mann gezogen wird, am Heck des Autos Helmut Peter. Er will seit gestern einen Teil seines Geschäfts abgeben. An Andreas, seinen Sohn. Der ist nach achtjähriger Wanderschaft an die Wurzeln zurückgekehrt. Andreas Peter war in die weite Autowelt gegangen, um zu lernen, Erfahrungen zu sammeln, Menschen kennen zu lernen und letztlich – wieder ins Unternehmen nach Nordhausen zu kommen. An der Seite seines Vaters, der sich keineswegs zurücklehnen wird, soll Andreas Peter die Vertriebsverantwortung aller Marken übernehmen.
Helmut und Andreas Peter begrüßten am Abend rund 200 Freunde und Geschäftspartner, zu zweit saßen sie hinter einem kleinen Podium. Man hatte den Eindruck, zwei Männer präsentieren eine Lesung. Der Vater war für den Rückblick zuständig, erzählte Episoden aus der Zeit, da beide zum Beispiel mit einem Schlitten fürchterlich verunglückten. Andreas übernahm den Part des Bedankens an die Partner, die ihm während der Wanderschaft Unterkunft gewährten. Wichtige Stationen waren Heilbronn und Wiesbaden. Ein Vertreter von Taunus Auto bezeichnete den gestrigen Tag als schweren Tag für ihn und sein Unternehmen: Wir verlieren Andreas Peter! Damit war eigentlich alles gesagt. An diesem Abend und als Vorschuss für die Zeit ab morgen.
Schmunzelnd saß der Senior daneben und meinte, dass man in Frankfurt oder Wiesbaden womöglich doch leichter Autos verkaufen könne als in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Das, was Andreas Peter in den vergangenen Jahren gelernt hat, das muss er ab heute anwenden. Hier in Thüringen, wohin er so gern zurückgekehrt ist. Und auch in punkto Partnerschaft haben sich die Wanderjahre gelohnt, wie der Vater meinte. Nach einer Schwäbin und einer Hessin, ist jetzt mit Anja ein Thüringer Mädel an seiner Seite.
Nach dem Zwiegespräch zwischen Vater und Sohn waren dann andere dran. Sie waren und sind Weggefährten der Peters, manche von der Stunde Null an, manche schon aus DDR-Zeiten. Für die Nordthüringer Handwerker freute sich deren Geschäftsführer Dr. Bernhard Senft, dass in der Familie Peter der Generationswechsel bravourös geklappt habe und der Eichsfelder zitierte natürlich ein paar Sprüche aus der Bibel, die sich aber vorwiegend den Themen Essen und Fortpflanzung widmeten.
Sie, die Sprüche, waren locker, wie der ganze Abend eigentlich unter dem Motto Peter and friends stand. Ab heute wird und muß sich zeigen, wie der Youngster in das Unternehmen integriert wird. Ab heute ist für Andreas Schluß mit lustig. Doch Andreas Peter kann sich nicht nur auf über 400 motivierte Mitarbeiter verlassen, er hat auch seinen Vater an der Seite, der – wie es auf der Einladung abgebildet war – das Auto nicht nur mit schiebt, sondern mit seinem Gewicht auch aufhalten kann, wenn es denn einmal bergab gehen sollte.
Autor: nnz
Peters and friends (Foto: nnz)
Gemeinsam sind wir stark – so stand es auf der Einladung für diesen Abend. Darunter ein alter Mercedes, der von einem jungen Mann gezogen wird, am Heck des Autos Helmut Peter. Er will seit gestern einen Teil seines Geschäfts abgeben. An Andreas, seinen Sohn. Der ist nach achtjähriger Wanderschaft an die Wurzeln zurückgekehrt. Andreas Peter war in die weite Autowelt gegangen, um zu lernen, Erfahrungen zu sammeln, Menschen kennen zu lernen und letztlich – wieder ins Unternehmen nach Nordhausen zu kommen. An der Seite seines Vaters, der sich keineswegs zurücklehnen wird, soll Andreas Peter die Vertriebsverantwortung aller Marken übernehmen.
Helmut und Andreas Peter begrüßten am Abend rund 200 Freunde und Geschäftspartner, zu zweit saßen sie hinter einem kleinen Podium. Man hatte den Eindruck, zwei Männer präsentieren eine Lesung. Der Vater war für den Rückblick zuständig, erzählte Episoden aus der Zeit, da beide zum Beispiel mit einem Schlitten fürchterlich verunglückten. Andreas übernahm den Part des Bedankens an die Partner, die ihm während der Wanderschaft Unterkunft gewährten. Wichtige Stationen waren Heilbronn und Wiesbaden. Ein Vertreter von Taunus Auto bezeichnete den gestrigen Tag als schweren Tag für ihn und sein Unternehmen: Wir verlieren Andreas Peter! Damit war eigentlich alles gesagt. An diesem Abend und als Vorschuss für die Zeit ab morgen.
Schmunzelnd saß der Senior daneben und meinte, dass man in Frankfurt oder Wiesbaden womöglich doch leichter Autos verkaufen könne als in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Das, was Andreas Peter in den vergangenen Jahren gelernt hat, das muss er ab heute anwenden. Hier in Thüringen, wohin er so gern zurückgekehrt ist. Und auch in punkto Partnerschaft haben sich die Wanderjahre gelohnt, wie der Vater meinte. Nach einer Schwäbin und einer Hessin, ist jetzt mit Anja ein Thüringer Mädel an seiner Seite.
Nach dem Zwiegespräch zwischen Vater und Sohn waren dann andere dran. Sie waren und sind Weggefährten der Peters, manche von der Stunde Null an, manche schon aus DDR-Zeiten. Für die Nordthüringer Handwerker freute sich deren Geschäftsführer Dr. Bernhard Senft, dass in der Familie Peter der Generationswechsel bravourös geklappt habe und der Eichsfelder zitierte natürlich ein paar Sprüche aus der Bibel, die sich aber vorwiegend den Themen Essen und Fortpflanzung widmeten.
Sie, die Sprüche, waren locker, wie der ganze Abend eigentlich unter dem Motto Peter and friends stand. Ab heute wird und muß sich zeigen, wie der Youngster in das Unternehmen integriert wird. Ab heute ist für Andreas Schluß mit lustig. Doch Andreas Peter kann sich nicht nur auf über 400 motivierte Mitarbeiter verlassen, er hat auch seinen Vater an der Seite, der – wie es auf der Einladung abgebildet war – das Auto nicht nur mit schiebt, sondern mit seinem Gewicht auch aufhalten kann, wenn es denn einmal bergab gehen sollte.

