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Do, 15:29 Uhr
18.06.2020
nnz-Forum:

Die Chancen nutzen

Seit gestern sind in der nnz mehrere Artikel zur Digitalisierung an der Lessingschule und der damit verbundenen Anschaffung von iPads erschienen. Dazu die Meinung einer Leserin...


Mein Sohn besucht eine der 7.Klassen der Lessingschule.
Wir haben den Elternbrief erhalten. Im ersten Moment war ich auch ein wenig verunsichert, dann habe ich mich zusätzlich auf der Schulhomepage informiert und mir die Mühe gemacht auch wirklich alle Punkte die dort veröffentlicht wurden zu lesen.

digital
Es ist sehr schön erklärt, warum es ein iPad sein sollte. Die einzelnen Betriebssysteme Windows, Android und iOS wurden miteinander verglichen und wer es genau betrachtet hat, erkennt den Vorteil der iOS Geräte. Die verantwortlichen Lehrer haben sich sehr viel Mühe gegeben es verständlich darzustellen.

Die letzten Monate haben gezeigt, dass es ohne Digitalisierung sehr schwer ist auf solche Situationen, wie sie durch die Corona Pandemie verursacht wurde, zu reagieren.
Die ersten Wochen nach Schließung der Schulen waren für Schüler, Eltern und auch die Lehrer sehr schwer.

Die Aufgaben wurden nach und nach auf der Homepage veröffentlicht. Es war für die Kinder recht schwierig die Zeit entsprechend der Aufgaben einzuteilen. Es gab auch nicht direkt Feedback von Seiten der Lehrkräfte. Mit Einführung der Schulcloud hat sich das schlagartig verbessert. Es gab zwar hier und da noch ein paar Problemchen, die aber aus meiner Sicht schnell beseitigt wurden, ganz einfach da die Kommunikation über die Cloud besser gestaltet werden konnte. An dieser Stelle möchte ich den Lehrkräften danken, die es in relativ kurzer Zeit geschafft haben, den Kindern das Lernen über die Cloud zu ermöglichen.

Ein großes Thema war in den vorangegangenen Artikeln die Anschaffung eines iPad und dessen Finanzierung. Ich kann das verstehen, es ist keine unerhebliche Summe die aufgebracht werden muss, aber es gibt Möglichkeiten. Zum Einen kann man eine Finanzierung mit einem 0%Zinssatz in Anspruch nehmen und zum Anderen gibt es für jedes Kind im September und Oktober ein erhöhtes Kindergeld. Warum dieses Geld nicht für die Finanzierung des iPad nutzen? Das Geld ist für die Kinder bestimmt und so kommt es auch direkt bei den Kindern an.

In der Zukunft wird die Digitalisierung der Schule alltäglich sein. Warum unseren Kindern schon jetzt ein fortschrittliches Lernen verwehren?
Gaby Steinmetz, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare

18.06.2020, 17.45 Uhr
SeniorRepente | Und was hat das mit dem IPad Monopol zu tun?
Viele schöne Worte. Aber was hat das mit dem ungerechtfertigten Apple Monopol zu tun?

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18.06.2020, 18.35 Uhr
Psychoanalytiker | Sehr geehrte Frau Steinmetz ...
... wie stehen denn Sie zu der Aussage, dass die potentiell zum Einsatz kommenden Laptops durch Lehrer, Schulleitung (und vielleicht auch Schulbehörde) dafür Sorge tragen könnten, die Schüler zu überwachen?

Wenn ich in dieser Zeitung lese, dass die Geräte automatisch ins W-Lan-Netz eingebucht werden, persönliche App's nicht nutzbar sind, der Lehrer bestimmen kann, welche Apps gerade genutzt werden und sogar die Monitore einsehen kann, wird zumindest mir "Angst und Bange"!!!

"Deutschland" schimpft auf China, will auch die Corona-App nicht, aber nutzt WhatsApp und die Kinder sollen in der Schule mittels einer "Apple-App" (Server in den USA ???) überwacht werden.

Deutschland ist für mich zusehends "doof", zumindest in Sachen Digitalisierung und Datenschutz ...

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18.06.2020, 21.27 Uhr
Pe_rle | Frau Steinmetz
hier sollen ganz einfach Kosten auf die Eltern abgewälzt werden. Wer hat sich denn Bildung auf die Fahnen geschrieben ?? Das Bildungssystem ist einfach nicht in der Lage etwas auf die Beine zu stellen .
Stellt erst mal ein System her ,welches für jedes iPad geeignet ist ,egal welche Preisklasse.
Frech find ich Frau Steinmetz, Eltern mit einem Kredit zu ködern,wo sich so manche Eltern grad so über Wasser halten können. So schnell können Eltern das Geld nicht verdienen wie die Erhöhungen überall zu nehmen .

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18.06.2020, 21.28 Uhr
NKB79 | Leider wahr.
Ich sehe es ähnlich wie Psychoanalytiker. Da die Geräte privat angeschafft werden sollen, sehe ich die Zugriffsmöglichkeiten durch den Lehrkörper kritisch. Da hat niemand irgendwas zu sperren und mich ohne Autorisierung in ein Wlan einzuwählen. Ich verstehe durchaus die Hintergründe, aber einen solchen Eingriff in private Endgeräte kann ich nicht gutheißen.
Eines möchte ich mal noch anmerken: nur weil man an jeder Ecke zinsfreie Kredite in Anspruch nehmen kann, bedeutet dies noch nicht, dass ein jeder als kreditwürdig eingestuft wird u diesen erhält. Vermutlich ist auch hier denen der Zugang verwehrt, die diesen bräuchten, um an ein solches Gerät zu kommen.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass sich manche Familie von der zusätzlichen finanziellen Zuwendung des Staates lieber den Kühlschrank füllen oder Kleidung für die Kinder anschaffen anstatt des nun fast schon geforderten IPods...für mich absolut nachvollziehbar.

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18.06.2020, 21.34 Uhr
osmosemike | Apple VS Universal anzuwendene Software
Warum neue Geräte.... die Software die benutzt werden soll, sollte doch Platformunabhängig sein. Das ist heute kein großes Problem. Einen entsprechenden Compiler (ein Programm der eine Eingabe in Maschinensprache umsetzt) als Unterbau gibt es für fast jede Programmiersprache. Selbst ein Browser basiertes Programm ist dank PHP (Server basiert) und HTML (Client basiert) auf dem Endgerät relativ sicher und vor allem deutlich unabhängiger, weil dabei kein Code auf dem Endgerät ausgeführt werden muss.
Ich will damit nur sagen, das die meisten Familien entsprechende Endgeräte sicher bereits zu Hause haben und daher ein Bedarf an teuren Endgeräten eigentlich wirklich nicht da ist. Wenn eine Software (App) zum lernen sein soll, so finde ich, hat dies nichts direkt mit dem Endgerät zutun. Hier könnte man meinen, dass Menschen mit Endnutzerwissen ein Pilotprojekt starten und durchziehen wollen. Ich habe nichts gegen Apple Tablets, um dies anzumerken darf es dies gern sein aber ob ich an einem Windows PC oder Android bzw. I-OS lerne spielt keine Rolle. Wobei ich als Randbemerkung die deutlich längere Geräteunterstützung bei Linux bzw. Windows sehe. Denn leider ist es so das gerade Android (liegt am Hersteller) und Apple kaum über 5 Jahre hinweg einen Support bieten. Bei vielen dieser Geräte ist nach 2 Jahren Schluss (Android). Apple bietet etwas mehr Software Support, hat aber für das viele Geld leider nur 1 Jahr Garantie. Fragen über Fragen die geklärt sein wollen, bevor ein Elternteil 500-600 Euro je Kind ausgibt.

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18.06.2020, 22.55 Uhr
VreDe13 | Ich sehe es ganz genau so... Chancen nutzen
Liebe Frau Steinmetz,
Danke für ihre Worte... genau so sehen wir das auch...
Chancen nutzen und nicht ausgebremst werden.

Auch ich, habe heute schon mehrere Kommentare abgegeben zu diesem Thema und bin der Meinung das wir Unterstützung benötigen, sei es aus der Politik und nicht gegen die Politik sowie aus der Elternschaft.

Die Chancen, die den Kindern geboten werden stehen an oberster Stelle!

Und die Frage, nach dem WIE kann es funktionieren geben wir gern an die Politik zurück. Zuschüsse, Fördergelder usw.

Natürlich sind es Anschaffungen für unsere Kinder, die einen hohen Nutzen haben, aber mal ganz ehrlich...
Wieviele Kinder haben das neuste Smartphone, die neuste Spielekonsole und das neueste Tablet.

Wir reden hier immer noch über ein Informationsschreiben. Nicht über einen Kaufvertrag. Wir reden über Lösungsansätze.

Liebe Frau Steinmetz, wir sind völlig der gleichen Meinung...
DIESE Schule bietet Chancen, da sie es geschafft hat, als erste Schule Nordthüringens, ein Konzept vorzulegen, welches überzeugend war und wo ganz viel Kraft drin steckt.
PILOTSCHULE ...bedeutet nun mal der ERSTE zu sein!
Und genau DAS, sollte sich nicht negativ auswirkend,
sondern alle sollten unterstützen.
Danke für Ihren Beitrag! Und so viele Eltern denken genau so. GEMEINSAM sind wir stark und wir wissen, dass es für UNSERE Kinder DIE Chance ist.
ganz Liebe Grüße

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19.06.2020, 08.51 Uhr
Flitzpiepe | Konzeptproblem
Genau das ist es. Die Schule hat als Pilotschule etwas Fördergeld bekommen. Und das war es. Seht zu.
Sie hatte nun Geld aber kein Konzept. Das Konzept dazu hat eine Firma mitgebracht. Das ist IOS basiert, die Schule ist nun davon abhängig aber das Fördergeld reicht dafür nicht.
Das ist der falsche Weg.
Die Bildungsministerien müssen mit dem Geld auch das (ein einheitlich landesweites) Konzept mitbringen. Das Geld darf nicht nur für einen Teil der Hard- und Software reichen sondern auch weiter für den Service drumherum. Die einzelne Schule kann (und darf) das nicht leisten.
Die Hardware darf nicht die Software bestimmen. Die spezielle Software muss also plattformunabhängig sein.
Apple ist dafür mehr als ungeeignet.
Ebenso muss diese Schulsoftware quelloffen sein wegen des Datenschutzes.
Es muss EIN Konzept geben. Wenigstens im gesamten Bundesland.
So wie es hier ist. 'Eltern kauft das teurere IPad, damit ihr auch privat damit was machen könnt' geht irgendwie gar nicht. Dann müssen die 2 vorhandenen Klassensätze eben reichen...
Die Politik versagt hier. Deren 'Konzept' ist es nur Geld zu verteilen, weil das am einfachsten geht und wenig Arbeit macht...

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