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Mi, 12:00 Uhr
17.06.2020
WIRD ERHALTEN, WAS GEPFLANZT WIRD? (Teil 5/Schluss)

Wohnen in grünem Umfeld? - Blick hinter Kulissen der WBG

Es hat geregnet. In manchen Gegenden zuviel, in weiten Teilen Deutschlands zuwenig, um das Defizit der vergangenen Jahre auszugleichen. Im Landkreis im Schnitt um die 48 Liter auf den Quadratmeter bisher im Juni. Ein guter Wert. Über 80 Prozent der sonst normalen Monatsmenge. Natur, Land -und Forstwirtschaft nebst Kleingärtnern atmen auf. Wird das so bleiben?

WBG-Teamleiter Objektmanager Helbing freut sich über die schöne Rabatte, die Jutta  Schulze aus der Spiegelstraße 25 in Obhut hat. (Foto: Kurt Frank) WBG-Teamleiter Objektmanager Helbing freut sich über die schöne Rabatte, die Jutta Schulze aus der Spiegelstraße 25 in Obhut hat. (Foto: Kurt Frank)
Nordhausen. Was gepflanzt wird, muss die Chance zum Überleben erhalten, will bewässert und gepflegt sein. Auch in einem Dürresommer 2020, sollte er kommen. Das ist unser Anliegen. Wir waren im Park Hohenrode, im Stadtpark, im Gehege und berichteten über die fleißige Arbeit der Stadtgärtner und Baumpfleger im Territorium der Stadt. Heute widmen wir uns der Wohnungsbaugenossenschaft (WBG), ihrem grünen Anliegen.

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Wir sind auf Tour. Mit Detlef Helbing, Teamleiter Objektmanager des Großvermieters. Ein zugänglicher, sympathischer Mann. Die Fahrt führt in die Spiegelstraße 25. Hier pflegt Jutta Schulze eine Rabatte gleich neben dem Balkon. Sie hegt jede Blume, jedes Gewächs. Alles, was sie in den Boden setzte, ist ihr heilig.

Erst im Vorjahr zog die Frau im Ruhestand hier ein, nahm sich der schmucklosen kleinen Rasenfläche an. Heute verschönern Nelken, Fette Henne, Rosen und weitere Gewächse den Anblick. Sollte der Sommer 2020 die der Jahre 2018/19 noch übertreffen, werde überleben, was Jutta Schulze lieb ist.

Überhaupt macht der Hinterhof der Spiegelstraße einen tadellosen Eindruck. Grün dominiert. Eine Farbe, die dem Auge gut tut. Die Bewohner legen auf ein sauberes Wohnumfeld großen Wert, sagt Detlef Helbing. Im Bild neben der Schulze-Rabatte. Es werde allgemein gehegt und gepflegt. Jede Haugemeinschaft bemühe sich um eine Optik, die sich sehen lassen kann: Schmale Blumenstreifen in bunter Vielfalt unterm Fenster. Schmucke Hochbeete, Farbenpracht neben dem Wäscheplatz, Mini-Park, Nisthilfen für Vögel. Solche Mieter seien der WBG besonders lieb, weiß der Teamleiter. Sie komme auch gern den Mietern finanziell beim Kauf der Blumen und Gewächse entgegen.

Bernd Telemann auf der Hang-Rabatte hinter seiner Wohnung in der Weberstraße 25. (Foto: Kurt Frank) Bernd Telemann auf der Hang-Rabatte hinter seiner Wohnung in der Weberstraße 25. (Foto: Kurt Frank)
In der Weberstraße 25 ist Bernd Telemann rege. Ein ehemaliger Tischlermeister. Die Idee seiner Frau Christina war es, einen unansehnlichen Hang in ein Prachtstück zu verwandeln. Silberdisteln, Buntblatt, Leberblümchen, Kuhschelle und kleine Schalen auf eisernem Gestellt als Vogeltränke prägen ihn. Als Abgrenzung ein grüner Buxbaumzaun. Bewässert wird das alles aus einem gewaltigen Regenfass. Um die Ecke nebenan der hintere Bereich der Lindenstraße 2 bis 8. Macht was her: Begrünter Hang. Dazwischen eine Bank. Auffallend ein blühender gelber Rosenstrauch. Beeindruckend die kugelförmigen Bäume, eine Akazienart.

Marlis Scharfe aus der Sangerhäuser Straße 1 vor ihrem prachtvoll blühenden roten Rosenstrauch. (Foto: Kurt Frank) Marlis Scharfe aus der Sangerhäuser Straße 1 vor ihrem prachtvoll blühenden roten Rosenstrauch. (Foto: Kurt Frank)
Vor drei Jahren verstarb der alte Herr, der die Rabatte neben seinem Hauseingang in der Sangerhäuser Straße 1 in Schuss hielt. Sie wäre verwildert, hätte sich nicht Marlis Scharfe ihrer erbarmt. Sie brachte es nicht übers Herz, vergammeln zu sehen, was der ehemalige Mitmieter in fleißiger Arbeit zuwege gebracht hatte. Sie nahm sich der Aufgabe an, kaufte, pflanzte, erneuerte.

 Blumen auf der Rasenfläche, im Bild Margeriten, fallen im Hof der Hardenbergstraße 18 nicht dem Mäher zum Opfer. Als Nahrung für Insekten bleiben sie stehen. (Foto: Kurt Frank) Blumen auf der Rasenfläche, im Bild Margeriten, fallen im Hof der Hardenbergstraße 18 nicht dem Mäher zum Opfer. Als Nahrung für Insekten bleiben sie stehen. (Foto: Kurt Frank)
Mieter der Hausgemeinschaft 18 in der Hardenbergstraße kümmern sich um ihr Umfeld selbst. Hortensien vor dem Haus, dahinter ein kleiner Garten. Schmetterlingsflieder, Obstbäume, Flieder, Blumen zieren ihn. Gut sollen es Insekten haben. Sie können sich nicht nur an den Blüten der Bäume und Sträucher laben. Was auf der Rasenfläche blüht, fällt nicht dem Schneidwerk des Rasenmähers zum Opfer. Er macht einen Bogen. Einen wie abgeleckt aussehenden Rasen mögen die Mieter nicht.

Auch der hintere Bereich der Lindenstraße 2-8 macht was her. (Foto: Kurt Frank) Auch der hintere Bereich der Lindenstraße 2-8 macht was her. (Foto: Kurt Frank)
Beispiele, beliebig fortsetzbar. Alles in allem macht das Umfeld der WBG-Wohnbauten was her. Das Unternehmen bemüht sich um den Anspruch: Wohnen in einem gepflegten grünem Umfeld! Auch im Bereich von Plattenbauten. Doch auch Schattenseiten offenbaren sich. Auch in der Sangerhäuser Straße. Kleine blumenfreudige Oasen im Balkonbereich der Hinterhöfe, daneben ungepflegte Rasen-Rechtecke. Bilder, die sich nicht runden und die sich auch in anderen Bereichen finden.

Es sind die schwarzen Flecken auf einer weißen Weste. Unbestritten: Dominant der schöne Anblick, doch unschöne Punkte bleiben nicht unbemerkt. Gleichgültigkeit? Kein Interesse? Ungenügend der Anreiz des Wohnungsvermieters? Vielleicht von jedem etwas. Auch das könnte Ursache sein: Wer und aus welchen Gründen auch immer aus Hausgemeinschaften später einmal Hacke, Harken und Gießkanne aus der Hand legt und keiner übernimmt, wird es auch immer etwas Unschönes geben.
Kurt Frank
So macht Wohnen Spaß und bringt viel Freude (Foto: Kurt Frank)
So macht Wohnen Spaß und bringt viel Freude (Foto: Kurt Frank)
So macht Wohnen Spaß und bringt viel Freude (Foto: Kurt Frank)
So macht Wohnen Spaß und bringt viel Freude (Foto: Kurt Frank)
Autor: psg

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Kommentare
Thommy
17.06.2020, 12:38 Uhr
Falsches Bild
Wenn sie schreiben so macht Wohnen keinen Spaß in der Sangerhäußer Straße, dann veröffentlichen sie bitte dazu kein Bild vom Hof der Lindenstraße 2 -8.

Unsere riesigen wunderschön duftenden Rosenbüsche scheinen dabei Ihrer Aufmerksamkeit entgangen zu sein!
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