Di, 15:01 Uhr
09.06.2020
Tischner: Erneute Kraftanstrengung hätte durch klaren Kurs vermieden werden können
Thüringer CDU kritisiert späte Öffnung der Kitas
Kaum sind die neuen Lösungen für die Thüringer Bildungseinrichtungen von der Landesregierung verkündet, da regt sich schon heftige Kritik von Seiten der CDU. Viel früher hätte man schon das "sächsische Modell" anwenden müssen, so der Vorwurf der Christdemokraten...
Die Lockerung der Infektionsschutzmaßnahmen an Kindergärten und Grundschulen ist für die Eltern ein längst überfälliger Schritt zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Leider hat die Landesregierung mit diesem späten Richtungswechsel wertvolle Zeit verstreichen lassen. Mit diesen Worten hat der stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Christian Tischner, die heutige Kabinettsentscheidung kommentiert, ab dem 15. Juni wieder ein tägliches Betreuungsangebot für alle Kindergarten- und Hortkinder im Umfang von sechs bis acht Stunden vorzuhalten.
Tischner dankte den Erzieherinnen und Erziehern, den Lehrerinnen und Lehrern und auch den Leiterinnen und Leitern der Kindergärten und Grundschulen, die in den letzten Wochen umfassende Konzepte erarbeitet haben, wie der Kindergarten und Schulbetrieb unter diesen schwierigen Bedingungen und strikten Vorgaben funktionieren kann.
Dass die Landesregierung nicht, wie von der CDU-Fraktion gefordert, schon vor einem Monat für die sächsische Lösung entschieden habe, falle den Pädagogen und Betreuern jetzt auf die Füße: Dass die Betreuungssituation nun nach nur zwei Wochen erneut umstrukturiert werden muss, ist auch ein Schlag ins Gesicht derer, die sich mit viel Aufwand in den letzten Wochen um die Organisation der Betreuungsangebote gekümmert haben. Diese erneute Kraftanstrengung hätte durch einen klaren Kurs vermieden werden können, sagte Tischner. Auch hätten die Schulen früher einbezogen und informiert werden müssen, um die jeweiligen Regelungen umsetzen zu können, so Tischner weiter.
Eine strikte Trennung von Lerngruppen nach sächsischem Vorbild wäre von Anfang an sinnvoller gewesen als die Beschränkung der Gruppengrößen. Vor allem hätte sie die tage- oder wochenweisen Wechselmodelle in den Einrichtungen überflüssig gemacht, erklärte der CDU-Politiker. Auch dürfe die Tatsache nicht unter den Tisch fallen, dass Eltern bei einem täglichen Betreuungsangebot von sechs bis acht Stunden nach wie vor in vielen Fällen nicht Vollzeit arbeiten könnten. Ziel muss es sein, möglichst zeitnah zu einer vollständigen Gewährleistung des Rechtsanspruchs auf Bildung und Betreuung zurückzukehren, machte Tischner deutlich.
Autor: redDie Lockerung der Infektionsschutzmaßnahmen an Kindergärten und Grundschulen ist für die Eltern ein längst überfälliger Schritt zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Leider hat die Landesregierung mit diesem späten Richtungswechsel wertvolle Zeit verstreichen lassen. Mit diesen Worten hat der stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Christian Tischner, die heutige Kabinettsentscheidung kommentiert, ab dem 15. Juni wieder ein tägliches Betreuungsangebot für alle Kindergarten- und Hortkinder im Umfang von sechs bis acht Stunden vorzuhalten.
Tischner dankte den Erzieherinnen und Erziehern, den Lehrerinnen und Lehrern und auch den Leiterinnen und Leitern der Kindergärten und Grundschulen, die in den letzten Wochen umfassende Konzepte erarbeitet haben, wie der Kindergarten und Schulbetrieb unter diesen schwierigen Bedingungen und strikten Vorgaben funktionieren kann.
Dass die Landesregierung nicht, wie von der CDU-Fraktion gefordert, schon vor einem Monat für die sächsische Lösung entschieden habe, falle den Pädagogen und Betreuern jetzt auf die Füße: Dass die Betreuungssituation nun nach nur zwei Wochen erneut umstrukturiert werden muss, ist auch ein Schlag ins Gesicht derer, die sich mit viel Aufwand in den letzten Wochen um die Organisation der Betreuungsangebote gekümmert haben. Diese erneute Kraftanstrengung hätte durch einen klaren Kurs vermieden werden können, sagte Tischner. Auch hätten die Schulen früher einbezogen und informiert werden müssen, um die jeweiligen Regelungen umsetzen zu können, so Tischner weiter.
Eine strikte Trennung von Lerngruppen nach sächsischem Vorbild wäre von Anfang an sinnvoller gewesen als die Beschränkung der Gruppengrößen. Vor allem hätte sie die tage- oder wochenweisen Wechselmodelle in den Einrichtungen überflüssig gemacht, erklärte der CDU-Politiker. Auch dürfe die Tatsache nicht unter den Tisch fallen, dass Eltern bei einem täglichen Betreuungsangebot von sechs bis acht Stunden nach wie vor in vielen Fällen nicht Vollzeit arbeiten könnten. Ziel muss es sein, möglichst zeitnah zu einer vollständigen Gewährleistung des Rechtsanspruchs auf Bildung und Betreuung zurückzukehren, machte Tischner deutlich.

