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Di, 13:53 Uhr
21.06.2005

Unter der Gürtellinie

Nordhausen (nnz). Die Rolandsgruppe hatte während ihrer Auftritte beim diesjährigen Rolandsfest die Neuausrichtung des Tabakspeichers kritisiert. Jetzt kommt die Kritik zurück – von höchster Stelle der Stadtverwaltung.


Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) wies den auf dem Rolandsfest mehrfach geäußerten Vorwurf der Rolandsgruppe zurück, die mit Blick auf die Diskussionen um den „Tabakspeicher“ von einer mangelnden Bewahrung des Erbes der Alten gesprochen hatte. „Das war ein Schlag unter die Gürtellinie – das möchte ich so nicht stehen lassen“, so die Oberbürgermeisterin.

„In Thüringen schließen die Städte reihenweise ihre Museen – wir in Nordhausen gehen den umgekehrten Weg und investieren in die Museen“. Dabei sei die Museums- und Kulturkonzeption eine wichtige Handhabe, da mit ihrer Hilfe die Mittel gezielter eingesetzt werden könnten.“ Allein für den „Tabakspeicher“ zahle die Stadt an den Eigentümer des Gebäudes pro Jahr 30.000 Euro Miete – „das ist über Jahre hinweg gewiss keine kleine Position im Haushalt, die wir allein für dieses Museum aufwenden“, so die Oberbürgermeisterin.
Autor: nnz

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