Di, 13:00 Uhr
21.06.2005
Strafanzeige gegen Nobas?
Nordhausen (nnz). Über die wenig erfreulichen Entwicklungen in der Nordhäuser Nobas hatte die nnz vor einigen Tagen berichtet. Jetzt kündigt die IG Metall an, eventuell Strafanzeige gegen die Geschäftsführung zu stellen. Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz.
Als Skandal und völlig irrational hat der für Thüringen zuständige IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild die Vorgänge beim Baumaschinenbauer Nobas bezeichnet. Er kündigte gegenüber der nnz an, seine Gewerkschaft werde Strafanzeige gegen die Geschäftsleitungen der Nobas GmbH und der Günter Papenburg AG prüfen. Damit solle dem dortigen Treiben Einhalt geboten werden, gleichzeitig sollen die Rechte der Beschäftigten und des Betriebsrates geschützt werden. Am 10. Juni hatten ein Schlosser und der Vorsitzende des Betriebsrates, Eberhard Klaus eine fristlose Kündigung erhalten. Beide hatten zuvor bei einer Verhandlung ihrer Leistungsklagen (siehe nnz-Archiv) vor dem Amtsgericht Nordhausen auf Zahlung der ihnen zustehenden Tarifleistungen bestanden und ein Versäumnisurteil erwirkt.
Gewerkschafter Schild vermutet nun, dass den 19 Arbeitnehmern, deren Leistungsklagen ebenfalls bei einem Kammertermin anstehen, das gleiche Schicksal widerfahren wird. Die Gewerkschaft behauptet in einer Pressemitteilung weiter, dass auf rund 100 der insgesamt 138 Beschäftigten, die ebenfalls auf Nachzahlung geklagt hätten, ein massiver Druck zur Rücknahme ihrer Klagen ausgeübt worden sei. Parallel dazu habe man sie zur Unterzeichnung neuer Arbeitsverträge gedrängt.
Gleichzeitig soll die Geschäftsleitung gedroht haben, dass man einen Insolvenzantrag stellen und die Produktion nach Tschechien verlagern würde. Erst gestern soll Geschäftsführer Aribert Kupsch gesagt haben, dass zwei Drittel der Produktion künftig ins Ausland gegeben werden sollen.
Für die Bezirksleiter der IG Metall ein bizarres Spiel mit der Angst der Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze. Um dieses irrationale verhalten zu beenden und um eine mögliche Strafanzeige abzuwenden, bleibe die Gewerkschaft bereit, mit dem Thüringer Metall-Arbeitgeberverband eine Lösung zu verhandeln, heißt es abschließend in einer Pressemitteilung.
Autor: nnzAls Skandal und völlig irrational hat der für Thüringen zuständige IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild die Vorgänge beim Baumaschinenbauer Nobas bezeichnet. Er kündigte gegenüber der nnz an, seine Gewerkschaft werde Strafanzeige gegen die Geschäftsleitungen der Nobas GmbH und der Günter Papenburg AG prüfen. Damit solle dem dortigen Treiben Einhalt geboten werden, gleichzeitig sollen die Rechte der Beschäftigten und des Betriebsrates geschützt werden. Am 10. Juni hatten ein Schlosser und der Vorsitzende des Betriebsrates, Eberhard Klaus eine fristlose Kündigung erhalten. Beide hatten zuvor bei einer Verhandlung ihrer Leistungsklagen (siehe nnz-Archiv) vor dem Amtsgericht Nordhausen auf Zahlung der ihnen zustehenden Tarifleistungen bestanden und ein Versäumnisurteil erwirkt.
Gewerkschafter Schild vermutet nun, dass den 19 Arbeitnehmern, deren Leistungsklagen ebenfalls bei einem Kammertermin anstehen, das gleiche Schicksal widerfahren wird. Die Gewerkschaft behauptet in einer Pressemitteilung weiter, dass auf rund 100 der insgesamt 138 Beschäftigten, die ebenfalls auf Nachzahlung geklagt hätten, ein massiver Druck zur Rücknahme ihrer Klagen ausgeübt worden sei. Parallel dazu habe man sie zur Unterzeichnung neuer Arbeitsverträge gedrängt.
Gleichzeitig soll die Geschäftsleitung gedroht haben, dass man einen Insolvenzantrag stellen und die Produktion nach Tschechien verlagern würde. Erst gestern soll Geschäftsführer Aribert Kupsch gesagt haben, dass zwei Drittel der Produktion künftig ins Ausland gegeben werden sollen.
Für die Bezirksleiter der IG Metall ein bizarres Spiel mit der Angst der Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze. Um dieses irrationale verhalten zu beenden und um eine mögliche Strafanzeige abzuwenden, bleibe die Gewerkschaft bereit, mit dem Thüringer Metall-Arbeitgeberverband eine Lösung zu verhandeln, heißt es abschließend in einer Pressemitteilung.


