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So, 14:36 Uhr
31.05.2020
Ilfeld

Der Wonnemonat im Sonnenhof

Der Rotary Club Nordhausen hat eine kleine Gartenkonzert-Tournee organisiert, um Senioren in regionalen Pflegeheimen eine Freude zu bereiten. Natürlich war man auch im Ilfelder Sonnenhof zu Gast. Und das war nicht das einzige Highlight im Wonnemonat...

„Wir möchten unsere Senioren überraschen und emotional bewegen ihnen zeigen, dass ihr Leben auch in der aktuellen Krisenzeit auf diese Weise Würdigung verdient und sie das Gefühl der Isolierung für einen Moment verdrängen können“ so der Rotary Club während der Planung des Gartenkonzertes.

Dies ist absolut gelungen! Am Freitag, den 29.05., waren die Musiker Melissa Hart (Violoncello) vom Philharmonischen Orchester Erfurt und Artur Hubert (Bratsche) vom Loh-Orchester Sondershausen bei schönem Wetter im Sonnenhof-Garten zu Gast. Ob Beethovens „Ode an die Freude“ oder „Tears in Heaven“ von Eric Clapton, für jeden musikalischen Geschmack war etwas dabei. Bewohner, Mitarbeiter und auch einige „Zaungäste“ waren erfreut und berührt von dieser musikalischen Darbietung, welche mit sattem Applaus belohnt wurde.

Musik für Senioren -  im Mai war der Rotary Club zu Gast im Sonnenhof (Foto: Danny Kais) Musik für Senioren - im Mai war der Rotary Club zu Gast im Sonnenhof (Foto: Danny Kais)

Auch die Ilfelder Ortsteilbürgermeisterin Petra Gerlach sowie ihr Stellvertreter Matthias Mügge waren im Namen des Ortschaftsrates Illfed vor Ort, um den beiden Musikern ein kleines Dankeschön zu überbringen. Auch wir bedanken uns ganz herzlich für diese tolle Idee und das gelungene Konzert der beiden Musiker in unserem Garten!

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen
Da, schau! Da ist es schon wieder. Flink und hektisch springt das Eichhörnchen im Garten des Innenhofs im saftig grünen Rasen umher bevor es spiralförmig den Kirschbaum hinauf klettert. Mit einem vorsichtigen Lächeln im Gesicht und lebendigem Blick in den Augen, beobachtet eine Bewohnerin das Schauspiel, welches sich manchmal nur durch Zufall ergibt. Ablenkung vom Alltag, der seit einigen Wochen nun durch „Corona“ verstärkt, getrübt wird.

Besucher im Sonnenhof (Foto: Danny Kais) Besucher im Sonnenhof (Foto: Danny Kais)

Vielfältige Beschäftigungsangebote und Videotelefonie lindern nur wenig den Sehnsuchtsschmerz, lenken stattdessen nur ab. Nun sind erste Lockerungsmaßnahmen der vom Land verhangenen Kontaktsperre aufgrund des „Corona- Virus“ in Kraft getreten. So auch im Seniorenpflegeheim Sonnenhof in Ilfeld. Das generelle Besuchsverbot seit Mitte März, wurde nun in ein eingeschränktes Besuchsrecht umgewandelt. Dies bedeutet, dass alle Bewohner nun Besuch empfangen dürfen, wenn dies unter bestimmten Voraussetzungen geschieht. Zeitliche Koordinierung sowie Hygiene und Abstandsregelungen sind hierbei das A und O eines solchen Arrangements. Lange hat man auf seinen familiären Besuch warten müssen, die Grenze eines „strapazierten Nervenkostüms“ wurde erreicht. Nun aber stehen die Besuche ganz oben an erster Stelle.

Hotel Mama und Bewohner- Mobilé
Hotel California oder das Adlon? Nein, in diesem Falle handelt es sich ausschließlich um ein Insektenhotel. Nicht nur eins, sondern viele. So wurde aus einstigen großen Konservendosen ein Zufluchtsort für vielerlei „Gekrabbel“ im heimischen Garten. In vielen Beschäftigungsrunden, die gemeinsam mit den Bewohnern des geschützten Bereiches sowie Ergotherapie und sozialer Betreuung gestaltet wurden, entstanden so, bunte und kreativ gestaltete Hotels im Tierdesign. Nach dem bemalen, drapieren und befüllen mit Reisig und Tannenzapfen, wurden die ersten „bezugsfertigen“ Hotels in den Gärten des Sonnenhofes gemeinsam mit den Bewohnern aufgehängt.

Beim „Bewohner- Mobilé“ geizten die Bewohner nicht mit Eigeninitiative (Foto: Danny Kais) Beim „Bewohner- Mobilé“ geizten die Bewohner nicht mit Eigeninitiative (Foto: Danny Kais)

Auch bei der Gestaltung des Tages- und Speiseraumes mit einem selbsthergestellten „Bewohner- Mobilé“ geizten die Bewohner nicht mit Eigeninitiative. Unter betreuerischer Anleitung wurden hier Ressourcen genutzt und gefördert, im Naturellen sowie im bewohnerorientierten Arbeiten. So wurde beispielsweise alles dafür benötigte mit dem Bewohner zusammengetragen, wurden kleine Baumscheiben geschnitten, Fotos (mit den Bewohnern in einer an sich schon lustigen Fotosession) gemacht, welche dann wiederum mittels Transferfolie und Bügeleisen auf die Holzscheiben übertragen wurden. Sprichwörtlich hängen also die Bewohne in der Luft, welches aber im Sinne eines Mobilé gerne gesehen wird.
Danny Kais
Seniorenpflegeheim Sonnenhof Ilfeld
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