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Do, 10:16 Uhr
14.05.2020
HERKULES IN NIEDERSACHSWERFEN VOLLBRACHTE ES:

Rund 35.000 Euro investiert: Wohnstuben für Schwalben

Der Bau- und Lebensmittelmarkt Herkules in Niedersachswerfen investiert. In eine erfrischende Optik. Außen wie innen. Er nahm aber zusätzlich noch viel Geld in die Hand – für den Schutz der Schwalben...

Schwalbennester (Foto: Kurt Frank) Schwalbennester (Foto: Kurt Frank) Mit den Schwalbenhäusern schuf der Herkules-Markt in Niedersachswerfen ein Vielfaches an Brutmöglichkeiten für durch Umbaumaßnahmen verloren gegangene Nester.

Niedersachswerfen. Schon jetzt bemerken Kunden, die es zum Einkauf in den Markt am Fuße des Harzes zieht, die optischen Veränderungen beider Märkte, die noch nicht gänzlich abgeschlossen sind. Der Auszug der Elektroabteilung schuf mehr Platz für Getränke- wie Lebensmittelsortiment. Eine übersichtlicher angeordnete Präsentation der Waren erfreut das Auge der Kundschaft.

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Gegenwärtig wird noch gewühlt, gebaggert und ausgeschachtet. Lebensmittel-, Bau -und Getränkemarkt erhält je einen separaten Eingang. Die gesamte Südfront des Objektes wird aufgefrischt und umgestaltet. Für den 29. Juni, verrät Marktleiter Torsten Zinke ist die Neueröffnung vorgesehen. Der Chef ist optimistisch, den Termin einzuhalten. Wir berichteten darüber.

Mancher Kunde, der bislang bei Herkules zugange war, wird die Mehlschwalben bemerkt haben, die in den halbrunden Öffnungen unterhalb der Überdachung neben dem Eingang zum Lebensmittelmarkt brüteten. Ihre Brutplätze fielen den Umbauarbeiten zum Opfer. Auch die für Rauchschwalben, die es sich unter dem offenen Dach im Gartenbereich gemütlich machten, dort brüteten, allerdings auch Kothäufchen hinterließen, was nicht jedem gefiel.

Doch das Unternehmen zeigte ein Herz für die Frühlingsboten und Mückenvertilger. Es erklärte sich ohne Umschweife gegenüber der Naturschutzbehörde im Landratsamt bereit, ausreichend neue Brutmöglichkeiten zu schaffen. Jedem Naturfreund und Vogelliebhaber fallen heute die auf stabilen Fundamenten stehenden Vogelhäuser für Mehlschwalben auf, die sich auf der Südostseite des Marktes befinden.

Drei an der Zahl. Jedes Haus verfügt über insgesamt 42 Brutmöglichkeiten. In unmittelbarer Nähe entstand ein Carport mit künstlich angebrachten Halbschalen für die Rauchschwalben. Die müssen sich erst noch für die neuen Wohnstuben begeistern. Das taten schon ihre Namensvetter. Mittlerweile erwarten bereits viele Jungvögel in den Kunstnestern ihre fütternden Eltern.

An die 35.000 Euro habe das Unternehmen insgesamt für die Schwalben-Wohnstuben investiert, weiß Marktleiter Zinke. Eine Erfolgsgeschichte. Darüber freuen sich vor allem Manfred Wagner, Vorsitzender des Vereins Nordhäuser Ornithologen, und Mitstreiter Herbert Buchholz, sagt Rainer Peix aus Ilfeld, Mitglied im Verein.

Eine Erfolgsgeschichte für den Schwalbenschutz. Im Landkreis bisher ohnegleichen. Erinnern wir uns: Die Vögel, einst allgegenwärtig in den Dörfern während der warmen Jahreszeit, haben es heutzutage immer schwerer. Wo sich einst Rauchschwalben in Ställen und Scheunen einfanden, finden sich heute Garagen oder Wohnungen, ist den Schwalben der Einflug versperrt. Mehlschwalben bauen gern unterm Dachfirst. Dort aber duldet sie – leider – nicht jeder Hausbesitzer oder -wart, vergrämt sie sogar.

Das Herkules-Beispiel sollte Schule machen. Vielleicht bei der WBG. Die Wohnungsbaugenossenschaft investiert für „Junges Wohnen“, baut sogar ein „Grünes Haus“. Ein Herz für „Unsere Frühlingsboten“ hat der Großvermieter noch nicht entdeckt. Möchte er nicht auch ein Zeichen setzen? Im Stadtgebiet zwischen seinen Wohnblöcken? Oder die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG)?
Kurt Frank
Autor: nnz

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Kommentare
blondchen
14.05.2020, 10:51 Uhr
bravo,
hoffentlich macht das schule.Vielen Dank! Ich wünsche mir mehr solcher Aktionen.
Conner
14.05.2020, 11:00 Uhr
Prima
Eine gute Investition in den Naturschutz.
Zebra
14.05.2020, 13:58 Uhr
Danke an den Herkulesmarkt
Heute haben wir endlich mal wieder ein positives Beispiel gegen die Gedankenlosigkeit vieler Mitmenschen. Bleibt zu hoffen, daß die Vögel das Umzugsangebot annehmen und die ganze Aktion ein gutes Beispiel für andere ist. Da könnten sich einige Unternehmen einreihen und der Natur etwas zurückgeben. Daumen hoch !
Katzengreis
14.05.2020, 20:49 Uhr
Klasse, da werd ich doch wieder Kunde
Einfach Prima, danke an alle Verantwortlichen die so was möglich gemacht haben. Die Herkulesschwalben sind ja bekannt und waren im Gartenbereich sicherlich auch anstrengend. Zieh den ganz großen Hut für so viel Herz für die Tiere.
Solche Schwalbentürme sollte es viel mehr geben. Ich würde so was gern auf dem Grundstück haben wenn es nicht so kostspielig wäre.
Gaaaaaaanz großes Dankeschön
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