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Do, 20:58 Uhr
07.05.2020
„Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus“ ist nicht „Tag der Befreiung“

Ein kurzes Aufatmen in der Geschichte Europas

Zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung vom Nationalsozialismus äußert sich der Bundesvorsitzende der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU/CSU (OMV) – Union der Vertriebenen und Flüchtlinge, Egon Primas in der nnz...

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Am 8. Mai 1945 ging die dunkelste Phase der deutschen Geschichte zu Ende. Die Welt wurde von der Geißel des deutschen Nationalsozialismus befreit. Das unvorstellbare Grauen des Holocaust, Rassenverfolgung und Euthanasie, Vertreibungen und Zwangsarbeit, europaweite Unterdrückung und Knechtschaft im Zeichen des Hakenkreuzes waren endlich vorbei. Sich dieser dunkelsten Seite deutscher Vergangenheit immer wieder von Neuem zu stellen, der Millionen Opfer Nazi-Deutschlands zu gedenken und Verantwortung dafür zu übernehmen, dass so etwas nie wieder geschieht, bleibt notwendig für heute und alle Zeiten.

Dennoch darf dieses Gedenken nicht verkürzt werden.
Der 8. Mai 1945 war ein kurzes Aufatmen in der Geschichte Europas. Doch nach dem Luftholen füllten vielerorts andere Diktaturen das entstandene Machtvakuum. Nahezu sämtliche Länder Ostmittel-, Ost- und Südosteuropas, aber auch die Bürger der SBZ/DDR gerieten bald schon unter stalinistisch-kommunistische Knute. Mehr als vier weitere Jahrzehnte dauerte dort das Ringen um eine wirkliche Befreiung.

Ebenso gilt es, an das Schicksal der Millionen Deutschen zu erinnern, die gerade zu Kriegsende auf der Flucht waren vor der Rache der Roten Armee oder die noch bis 1949 völkerrechtswidrig aus ihrer zum Teil seit Jahrhunderten angestammten Heimat vertrieben wurden. Es gilt, derjenigen Deutschen zu gedenken, die als Zivilpersonen zu Kriegsbeginn und zu Kriegsende in unwirtliche Gegenden der Sowjetunion oder andernorts deportiert und dort über Jahre zur Zwangsarbeit herangezogen wurden. Und es gilt, sich vor Augen zu führen, dass unzählige Frauen Opfer von Massenvergewaltigungen wurden – was zynischerweise auch heute noch als „allgemeines Kriegsfolgenschicksal“ eingeordnet wird.

Der „Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus“ ist für unsere Geschichte ein wichtiger und prägender Tag. Er ist für mich jedoch nicht der „Tag der Befreiung“.
Egon Primas
Autor: red

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Kommentare
henry12
07.05.2020, 21:31 Uhr
Tolle Sprüche, Primas
Bei dem, was da passiert ist, sollten Sie lieber mal Adolf die Ohren voll nölen. Hätten Sie das vor 80 Jahren gemacht ? Ich glaube nicht . Aber im nach hinein lässt sich immer klug schwätzen. Passen Sie mal lieber auf, das nicht wieder ähnliches passiert. Die aktuelle Lage könnte dazu einiges beitragen.
kuddel1
08.05.2020, 01:39 Uhr
Sehr wohl Tag der Befreiung
Der 8. Mai ist der Tag der Befreiung - ohne wenn und aber!
Sie, Herr Primas, würden sich genauso wenig wie ich hier heute äußern können, hätte nicht die damals noch sozialistische Sowjetunion unter der Führung von Josef Stalin die Hauptlast des von Hitler angezettelten Vernichtungskrieges v.a. gegen den Sozialismus getragen. Machen Sie sich eine Vorstellung, wo wir gelandet wären, hätte sich der deutsche Faschismus in diesem Krieg durchsetzen können? Hätten nicht die Einwohner Leningrads heldenhaft die Blockade von September 1941 bis zum Januar 1944 nieder gerungen?
Und da kommen Sie mit den „unzähligen Massenvergewaltigungen“ durch die Rote Armee. Es gab im Zweiten Weltkrieg Millionen Vergewaltigungen auch durch sowjetische Soldaten. Jeder einzelne Fall ist unentschuldbar. Dazu brauchen wir keine Belehrungen aus Ihrer Richtung. In der deutschen Wehrmacht waren Vergewaltigungen eine geduldete Waffe zur Demütigung der Völker. Das dürfte auch Ihnen bekannt sein. In der Roten Armee waren solche Taten unter strengsten Strafen verboten und wurden entsprechend scharf geahndet.
Mit Ihrem Antikommunismus brauchen Sie den Tag der Befreiung noch nicht einmal eingeschränkt würdigen.
Lassen Sie einfach die Finger davon. Gemeinsam mit vielen belesenen Menschen in dieser Stadt halte ich es lieber mit den Worten von Thomas Mann: „Trotzdem kann ich nicht umhin, in dem Schrecken der bürgerlichen Welt vor dem Kommunismus, diesem Schrecken, von dem der Faschismus so lange gelebt hat, etwas Abergläubisches und Kindisches zu sehen, die Grundtorheit unserer Epoche.“
Kurt Kleffel (MLPD Nordhausen)
Leser X
08.05.2020, 07:47 Uhr
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Pe_rle
08.05.2020, 08:21 Uhr
Herr Primas
"Am 8. Mai 1945 ging die dunkelste Phase der deutschen Geschichte zu Ende."
Komisch nur ,das das deutsche Fernsehen zu Hochform aufläuft um Filme mit Hitler zu bringen und neu zu verfilmen .Und das die Bundesregierung immer neue Waffenexporte auf den Weg bringt um Unheil zu verbreiten .
Irgend etwas stimmt doch da nicht Herr Primas
Für mich ist der 8. Mai reine Heuchelei , und man hat aus 2 Weltkriegen nichts gelernt
Real Human
08.05.2020, 10:43 Uhr
Grundübel: Völkisches und totalitäres Denken
Stalin und Hitler waren BEIDE(!) Repräsentanten und Vollstrecker TOTALITÄRER Ideologien. (Reizwort: „Hufeisentheorie“)

Für Hitler, seine geistigen Vorgänger und Anhänger galt:

Du bist nichts, dein Volk ist alles!

Die rassisch Deutschen/Germanen sollten als ein „Herrenvolk“ andere „Völker“ versklaven, sie wie Sklaven („Sprechende Tiere“) oder – vielleicht aus heutiger Sicht – sie wie biologische Roboter behandeln. „Sex mit Tieren“ („Fremdrassigen“) war übrigens strafbare „Rassenschande“. Tatsächlich wurde sie trotzdem verübt – auch durch die „ehrenhafte“ Wehrmacht – aber eben kaum so systematisch wie z.B. im Jugoslawienkrieg!

Auch in der „ruhmreichen“ Sowjetarmee war Vergewaltigung EIGENTLICH;–) geächtet. Siehe das Vorbild, Pawel Kortschagin!

Im Gegensatz zum „ewigen Ringen der Völker“ entwickelte der Marxismus/Leninismus die Theorie vom Klassenkampf und die Erlösungs-Utopie einer klassenlosen Gesellschaft. (Allerdings war diese Utopie sehr viel seriöser als die Vertröstung durch religiöse Scharlatane auf ein himmlisches Paradies für alle Gottgefälligen nach ihrem Tode.)

Doch schon Marx selbst führte sich wie ein Papst auf und ließ keine Zweifel zu. Als Einparteiensystem umgesetzt, entstand eine Diktatur von Parteifunktionären. Die praktische Ausführung ähnelte einem Insektenstaat mit gottgleichen Königinnen wie Lenin, Stalin, Mao, Kim usw..

„Die (rote) Fahne ist niemals gefallen, so oft auch ihr Träger fiel ...“ Und wie sagte schon „Väterchen“? "Ein Mensch ein Problem, kein Mensch kein Problem!" (wikiquote)

Fazit:
Wenn überhaupt, so sollte der 8.Mai ein NACHDENK-Tag aber keinesfalls ein besoffener Feiertag sein.
Franziskus
08.05.2020, 13:10 Uhr
Für meine Familie
und mich, war der 10. November 1989 ein auser ordentlicher Tag der Befreiung !
Mr0815
08.05.2020, 13:41 Uhr
Stimmt..
Genauso haben die Herren und Damen der Horch-und-Guck-Institution auch argumentiert, um ihre Machenschaften vor Mitmenschen, Freunden und, nicht ausgeschlossen, auch vor der eigenen Familie zu verschleiern. Ein Einblick bei der entsprechenden Unterlagen Behörde brachte dann die Wahrheit zutage.
Capone
08.05.2020, 16:56 Uhr
Herr Primas hat unter der "sozialistischen Knute" gelitten!!!
Schlimm wie vergesslich manche geworden sind.
Franziskus
08.05.2020, 18:03 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red: Keine Links bitte
Psychoanalytiker
08.05.2020, 18:20 Uhr
Sehr geehrter Herr Primas ...
... halten Sie doch einmal einen x-beliebigen ca. 15-17jährigen jungen Menschen auf der Straße an und fragen Sie ihn/sie, wer Erich Honnecker, wer Helmut Kohl und wer Adolf Hitler war. Sie werden staunen, was Sie für Antworten erhalten. Und das liegt nicht an den "Corona-Ferien".

Und dann fragen Sie sich bitte auch, warum Sie diese Antworten bekommen ...
Manni
08.05.2020, 19:04 Uhr
Kein guter Beitrag Herr Primas
Sehr geehrter Herr Primas,

Ihren Artikel hätten Sie lieber in der Schublade lassen sollen. Das Thema "Tag der Befreiung oder nicht" kann man nicht in diesen kurzen Gedanken erörtern. Das hätten Sie als politisch organisierter Mann eigentlich wissen müssen.
Jeder betrachtet die Problematik aus seiner Sicht. Und da gibt es viele Sichten. Ich teile Ihre Sicht auch nicht. Aber da müsste man viele Seiten beschreiben, um alle Sichten zu erfassen. Vielleicht können Sie sich doch freuen, dass Sie die deutsche Geschichte nach dem schrecklichen Krieg mit seinen schlimmen Folgen für viele doch gut überstanden haben und gesund Ihr Alter genießen können!
Leser X
09.05.2020, 09:05 Uhr
OMV
Diese Organisation, die immer noch reaktionären und revanchistischen Gedanken huldigt, ist nun wirklich nicht die Institution, die sich unbefangen zu einem solchen Thema äußern sollte. Deren Vertreter tun vor allem eines: Geschichtsklitterung, gern auch unter Zuhilfenahme eines strammen Russenhauses.
Wer aus der Geschichte so gar nichts lernen will, sollte wenigstens bei einem solchen Gedenktag lieber mal die Klappe halten.
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