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Fr, 17:55 Uhr
24.04.2020
Evangelischer Kirchenkreis Südharz

Mit Abstand der beste Gottesdienst

Gottesdienste sind in Thüringen ab Sonntag unter bestimmten Bedingungen wieder möglich, verlautbarte die Landesregierung unlängst. Diese Nachricht hat natürlich auch im evangelischen Kirchenkreis Südharz große Freude ausgelöst. Außer in der Kirchengemeinde Bösenrode, die zu Sachsen-Anhalt gehört und noch keine Genehmigung erhalten hat...

Gottesdienst (Foto: R. Englert) Gottesdienst (Foto: R. Englert) Einführungsgottesdienst Pfarrehepaar Steinke in Niedergebra

Kreiskirchenrat und Mitarbeiter-Konvente tagten via Zoom-Konferenz in kurzen Abständen nachdem die Thüringer Verordnung bekannt wurde. Doch eines ist klar, das ist auch längerfristig kein Zurück zu altbekannten Gottesdienstformen, die Auflagen sprechen da eine klare Sprache. „Der größtmögliche Schutz aller muss gewährleistet werden können, das liegt unseren Gemeinden am Herzen“, betont Superintendent Andreas Schwarze.

In der Struktur der evangelischen Kirche ist fest verankert, dass die Gemeindekirchenräte die Verantwortung für ihre Gemeinden tragen. Sie entscheiden mit ihren Pfarrerinnen und Pfarrern auch über den Zeitpunkt einer Wiederaufnahme der Gottesdienste. Darum prüfen die einzelnen Kirchengemeinden jetzt vor Ort in der kommenden Woche sorgfältig, was unter den gegebenen Vorsichtsmaßnahmen und Bestimmungen machbar ist. Einer, der schon einen Beschluss des Gemeindekirchenrates in Händen hält und auch ein Hygienekonzept erstellt hat, ist Pfarrer Dr. Bodo Seidel. Er wird am kommenden Sonntag, um 9.30 Uhr der Erste im Kirchenkreis sein, der einen Gottesdienst in Niedersachswerfen unter den neuen Umständen feiern wird.

In geschlossenen Räumen dürfen nur bis zu 30 Menschen zusammenkommen, unter freiem Himmel maximal 50. Teilnehmerlisten sind zu führen, Mundschutz ist Pflicht und eine Frage zur Gesundheit muss am Eingang der Kirche erlaubt sein. „Kleine Empfangskomitees könnten mit Abstand zur Begrüßung bereit stehen, um den Kirchgängern die Regeln zu erläutern und deren Einhaltung zu gewährleisten“, schlägt Pfarrerin Sabine Wegner aus Liebenrode bei der Videokonferenz der Pfarrer am Freitag vor.

Doch nicht nur die Regelungen an sich gilt es zu bedenken, auch die Gottesdienstform wird überdacht werden müssen. Wie kann Abendmahl unter den neuen Vorgaben gefeiert werden, wie steht es mit dem Gesang? „Die Kreativität wird noch einmal richtig in Schwung kommen“, da ist sich die Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit Regina Englert sicher. Neue Andachts- und Gottesdienstformen werden entwickelt werden.

„Bis dahin bleibt uns die Buntheit der neu entstandenen Gottesdienstformen weiter erhalten. Die Vielfalt, die wir erproben mussten, erproben durften wird uns noch ein Stück des Weges begleiten“, ist sich Superintendent Andreas Schwarze sicher. Vom Radio-Gottesdienst auf Radio Enno 100.4, über YouTube-Videos aus verschiedenen Gemeinden oder von der Wohnzimmer-Familienkirche bis zu WhatsApp- sowie Briefkasten-Hausandachten, CDs und Gottesdienst- oder Musik-Dauerschleifen in offenen Kirchen hat sich vieles in der doch recht kurzen Zeit entwickelt. Es wird spannend sein zu beobachten, was in der Zukunft davon erhalten bleibt.
Autor: nnz

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