Mi, 09:45 Uhr
08.06.2005
Geburtstag mit Jongleur
Nordhausen (nnz). Ein Verbund feierte gestern Geburtstag, seinen zehnten. Als Ort der Geburtstagsfeier hatte sich der Vorstand eine geschichtsträchtige Stätte ausgesucht. Doch eigentlich sollte das eine ganz normale Mitgliederversammlung werden. Es kam aber alles ein wenig anders und die nnz war dabei.
Geburtstag mit Jongleur (Foto: nnz)
Seit fast zehn Jahren gibt es in Nordthüringen einen Firmenausbildungsverbund (FAV). Gegründet wurde er 21. Dezember 1995 von damals 27 Unternehmen aus dem Landkreis Nordhausen und dem Kyffhäuserkreis. Heute gehören 221 Unternehmen diesem FAV an. Allein diese Zahl ist schlicht und ergreifend Ausdruck nicht nur für eine gute Arbeit, sondern vor allem für eine ordentliche Akzeptanz dieser Verbund-Idee. Der FAV kümmerte sich bislang um rund 1.000 junge Menschen, die eine Ausbildung absolvieren. Für viele von ihnen waren die Unternehmen des Verbundes die Chance, um einen ersten wichtigen Schritt in die Arbeitswelt zu gehen.
Und so war denn auch die nunmehr 10. Mitgliederversammlung auf dem Burghof des Kyffhäuser ein wenig anders. Klar, da gab es den hochoffiziellen Teil mit Geschäfts-, Kassen- und Finanzbericht, da wurde abgestimmt und wurden 22 neue Mitglieder in den Verbund aufgenommen, aber es wurde zum runden Geburtstag auch gefeiert und es wurden Festreden gehalten. Zum Beispiel vom Staatssekretär im Thüringer Kultusministerium, Prof. Walter Bauer-Wabnegg.
Thüringen war das erste Land, das einen Ausbildungspakt abgeschlossen hat, der inzwischen bundesweit zum Vorbild geworden ist. In diesem Jahr wurde der Thüringer Pakt für Ausbildung in der letzten Woche unterzeichnet. Es wurde von den Beteiligten – der Wirtschaft, dem Handwerk, den freien Berufen, Agrarbetrieben und der regionalen Bundesagentur für Arbeit sowie der Landesregierung – vereinbart, bis zum Jahresende 34.000 Ausbildungsplätze zu schaffen, machte Bauer-Wabnegg deutlich. Auch weiterhin setze die Landesregierung auf den Dreiklang von Berufswahlpass, Berufsstart und Qualitätssiegel. Eine Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena aus dem Jahr 2002 belegt, dass die Jugendlichen in hohem Maße die Erwartungen der Wirtschaft erfüllen. Das bestärkt uns, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und in unseren Bemühungen nicht nachzulassen, so Bauer-Wabnegg.
Während der Geburtstagsfeier kamen natürlich auch Vertreter von Mitgliedsunternehmen und junge Leute zu Wort, die eine Ausbildung beim FAV durchlaufen hatten. Musikalisch umrahmt wurde die Geburtstagsfeier des FAV von der 15jährigen Katrin Anlauf, sie lernt seit sieben Jahren Violine an der Sondershäuser Musikschule. Für den nötigen Einkang von Körper, Geist und Seele sorgte Kelvin Kalvus mit seiner Kontaktjonglage.
Gestern wurde noch gefeiert auf dem Burghof, heute wird wieder gearbeitet – im Firmenausbildungsverbund mit seinen neun Mitarbeitern und in den über 200 Mitgliedsunternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten. Und letztlich eint alle ein Ziel: Jungen Menschen eine Perspektive geben – am besten hier in der Region.
Autor: nnz
Geburtstag mit Jongleur (Foto: nnz)
Seit fast zehn Jahren gibt es in Nordthüringen einen Firmenausbildungsverbund (FAV). Gegründet wurde er 21. Dezember 1995 von damals 27 Unternehmen aus dem Landkreis Nordhausen und dem Kyffhäuserkreis. Heute gehören 221 Unternehmen diesem FAV an. Allein diese Zahl ist schlicht und ergreifend Ausdruck nicht nur für eine gute Arbeit, sondern vor allem für eine ordentliche Akzeptanz dieser Verbund-Idee. Der FAV kümmerte sich bislang um rund 1.000 junge Menschen, die eine Ausbildung absolvieren. Für viele von ihnen waren die Unternehmen des Verbundes die Chance, um einen ersten wichtigen Schritt in die Arbeitswelt zu gehen.
Und so war denn auch die nunmehr 10. Mitgliederversammlung auf dem Burghof des Kyffhäuser ein wenig anders. Klar, da gab es den hochoffiziellen Teil mit Geschäfts-, Kassen- und Finanzbericht, da wurde abgestimmt und wurden 22 neue Mitglieder in den Verbund aufgenommen, aber es wurde zum runden Geburtstag auch gefeiert und es wurden Festreden gehalten. Zum Beispiel vom Staatssekretär im Thüringer Kultusministerium, Prof. Walter Bauer-Wabnegg.
Thüringen war das erste Land, das einen Ausbildungspakt abgeschlossen hat, der inzwischen bundesweit zum Vorbild geworden ist. In diesem Jahr wurde der Thüringer Pakt für Ausbildung in der letzten Woche unterzeichnet. Es wurde von den Beteiligten – der Wirtschaft, dem Handwerk, den freien Berufen, Agrarbetrieben und der regionalen Bundesagentur für Arbeit sowie der Landesregierung – vereinbart, bis zum Jahresende 34.000 Ausbildungsplätze zu schaffen, machte Bauer-Wabnegg deutlich. Auch weiterhin setze die Landesregierung auf den Dreiklang von Berufswahlpass, Berufsstart und Qualitätssiegel. Eine Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena aus dem Jahr 2002 belegt, dass die Jugendlichen in hohem Maße die Erwartungen der Wirtschaft erfüllen. Das bestärkt uns, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und in unseren Bemühungen nicht nachzulassen, so Bauer-Wabnegg.
Während der Geburtstagsfeier kamen natürlich auch Vertreter von Mitgliedsunternehmen und junge Leute zu Wort, die eine Ausbildung beim FAV durchlaufen hatten. Musikalisch umrahmt wurde die Geburtstagsfeier des FAV von der 15jährigen Katrin Anlauf, sie lernt seit sieben Jahren Violine an der Sondershäuser Musikschule. Für den nötigen Einkang von Körper, Geist und Seele sorgte Kelvin Kalvus mit seiner Kontaktjonglage.
Gestern wurde noch gefeiert auf dem Burghof, heute wird wieder gearbeitet – im Firmenausbildungsverbund mit seinen neun Mitarbeitern und in den über 200 Mitgliedsunternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten. Und letztlich eint alle ein Ziel: Jungen Menschen eine Perspektive geben – am besten hier in der Region.

