Di, 14:04 Uhr
14.04.2020
ANTON ADLERAUGE WÜNSCHT:
Begrünung der Deponie
Von der Höhe des Tierheims schweifte mein Blick am Sonntag beim Osterspaziergang zur nahe gelegenen Deponie Am Holungsbügel. Der jahrelang gewohnte Anblick war ein völlig anderer geworden: Von den einst allgegenwärtigen Bergen an Bauschutt und Erdaushub war nichts mehr zu sehen. Statt der Schuttberge zeigte sich das Areal fein säuberlich einplaniert...
Vor acht Jahren kaufte die Rekultivierungsgesellschaft die Fläche von einem Energieunternehmen ab, erfuhr ich von Geschäftsführer Bernd Sondermann. Die Stadt, der sie vordem unter anderem als Ascheplatz diente, hatte sie veräußert. Was sich danach vollzog, glich einer Abraumhalde, der alles Buschwerk zum Opfer fiel. Ein unsäglicher Anblick, der sich dem Betrachter bot.
Jetzt nähern sich die Arbeiten der Rekultivierungsgesellschaft ihrem Ende. Bis auf Kleinstmengen keine Schutt-Einlagerungen mehr. Stattdessen ließ Sondermann 200 000 Kubikmeter Erde anfahren und auftragen. Die Aktion läuft noch. Die Menge an Bauschutt und anderem Dreck, der in den zurückliegenden Jahren die Deponie füllte, liegt um ein Vielfaches höher. Eine genaue Zahl wollte der Geschäftsführer nicht nennen.
Das Bild der Deponie Am Holungsbügel ist ein völlig anderes geworden. Einplaniert sind Bauschutt und Erdaushub. Jetzt ist alles einplaniert, liegt unter mehreren Schichten verborgen. (Foto: A. Adlerauge)
Das Bild der Deponie Am Holungsbügel ist ein völlig anderes geworden. Einplaniert sind Bauschutt und Erdaushub. Jetzt ist alles einplaniert, liegt unter mehreren Schichten verborgen.
Aller Schutt liegt nun unter mehreren Schichten verborgen. Jedweden Umweltschäden will man damit vorbeugen. In ein bis zwei Jahren hätten sich die unterschiedlichen Lagen gesetzt, erklärt Sondermann. Er könne sich danach eine Begrünung mit Sträuchern und Bäumen im Sinne der Umwelt vorstellten. Wie das Areal später aber genutzt würde, liege nicht bei ihm. Entscheidend werde sein, wessen Interessen an der Fläche sich durchsetzten.
Wo man doch heutzutage nicht müde wird, die Umwelt zu beschwören, wäre an dieser Stelle eine grüne Lunge vor den Toren der Stadt zu wünschen. Sie sollte vor einer Entscheidung ihr Gewicht in die Waagschale werfen.
Anton Adlerauge
Autor: redVor acht Jahren kaufte die Rekultivierungsgesellschaft die Fläche von einem Energieunternehmen ab, erfuhr ich von Geschäftsführer Bernd Sondermann. Die Stadt, der sie vordem unter anderem als Ascheplatz diente, hatte sie veräußert. Was sich danach vollzog, glich einer Abraumhalde, der alles Buschwerk zum Opfer fiel. Ein unsäglicher Anblick, der sich dem Betrachter bot.
Jetzt nähern sich die Arbeiten der Rekultivierungsgesellschaft ihrem Ende. Bis auf Kleinstmengen keine Schutt-Einlagerungen mehr. Stattdessen ließ Sondermann 200 000 Kubikmeter Erde anfahren und auftragen. Die Aktion läuft noch. Die Menge an Bauschutt und anderem Dreck, der in den zurückliegenden Jahren die Deponie füllte, liegt um ein Vielfaches höher. Eine genaue Zahl wollte der Geschäftsführer nicht nennen.
Das Bild der Deponie Am Holungsbügel ist ein völlig anderes geworden. Einplaniert sind Bauschutt und Erdaushub. Jetzt ist alles einplaniert, liegt unter mehreren Schichten verborgen. (Foto: A. Adlerauge)
Das Bild der Deponie Am Holungsbügel ist ein völlig anderes geworden. Einplaniert sind Bauschutt und Erdaushub. Jetzt ist alles einplaniert, liegt unter mehreren Schichten verborgen.
Aller Schutt liegt nun unter mehreren Schichten verborgen. Jedweden Umweltschäden will man damit vorbeugen. In ein bis zwei Jahren hätten sich die unterschiedlichen Lagen gesetzt, erklärt Sondermann. Er könne sich danach eine Begrünung mit Sträuchern und Bäumen im Sinne der Umwelt vorstellten. Wie das Areal später aber genutzt würde, liege nicht bei ihm. Entscheidend werde sein, wessen Interessen an der Fläche sich durchsetzten.
Wo man doch heutzutage nicht müde wird, die Umwelt zu beschwören, wäre an dieser Stelle eine grüne Lunge vor den Toren der Stadt zu wünschen. Sie sollte vor einer Entscheidung ihr Gewicht in die Waagschale werfen.
Anton Adlerauge




