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Fr, 15:43 Uhr
10.04.2020
Autohandel in der Krise

Corona lässt Autopreise sinken

Wie AUTO BILD in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, steht der deutsche Autohandel vor einem Abstieg, wie es ihn seit Jahrzehnten nicht mehr gab. Andererseits können sich Autokäufer auf hohe Rabatte nach der Corona-Krise freuen...

Professor Ferdinand Dudenhöffer, langjähriger Beobachter der Branche: „Es wird stärker als bei der Finanzkrise 2008.“ Dudenhöffer, der aktuell am Institute of Customer Insights der Universität St. Gallen forscht, erwartet bei bestimmten Marken und Modellen Preisnachlässe von über 50 Prozent.

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Das bestätigt das Neuwagen-Verkaufsportal Meinauto.de: „Die durchschnittlichen Rabatte auf Neuwagenpreise haben sich seit Mitte März auf über 25 Prozent erhöht“, sagt Marco Steinfatt, Geschäftsführer von MeinAuto aus Köln. Zuvor lagen sie etwa ein Prozent niedriger.

Hintergrund: Durch die Kontaktsperre sind auch Autohäuser geschlossen, weder Neu- noch Gebrauchtwagen können derzeit im gewerblichen Handel den Besitzer wechseln. Nur noch Werkstätten haben geöffnet. Online-Verkaufsportale dagegen dürfen weiter betrieben werden.

Bei den deutschen Händlern stapeln sich demzufolge bereits die Neuwagen: „Die Bestände drücken“, sagt Ansgar Klein vom Bundesverband freier Kfz-Händler (BVfK). Demzufolge sind bereits mehr als 70 Prozent der Autohäuser in Kurzarbeit, meldete der Zentralverband des Kfz-Gewerbes bereits Ende letzter Woche. Die Branchen-Vertreter bemühen sich derzeit, „die Händler aus ihrer Schockstarre zu holen“, sagt Ansgar Klein vom BVfK – schließlich gebe es Möglichkeiten, Autos zu verkaufen, ohne dass Kunden in die Schauräume kommen.

Klein erwartet insbesondere bei Elektroautos große Nachlässe: „Bis Jahresende müssen möglichst viele in den Markt, um den Herstellern Strafgebühren der EU zu ersparen – es ist damit zu rechnen, dass die billiger werden.“

Wer jetzt nach einem Schnäppchen Ausschau hält, sollte geduldig bleiben: „Nicht überhastet vorgehen, ruhig zwei, drei Monate abwarten“, empfiehlt Dudenhöffer. Er glaubt, dass die Branche „deutlich länger als zehn Jahre“ benötigt, um sich von der Krise zu erholen.

Den kompletten Artikel finden Sie in der aktuellen AUTO BILD-Ausgabe 15/2020 vom 8. April 2020.
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Kommentare

10.04.2020, 17.49 Uhr
Leser X | Man kann ja von Corona halten was man will...
... aber hinterher werden in einigen Branchen die Preise wieder vom Kopf auf die Füße gestellt. Nicht nur bei Autos, mehr noch bei Immobilien.

Die Blasen aus Überbewertung werden platzen. Manch Spekulant muss sich dann wohl ein neues Geschäftsmodell ausdenken.

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10.04.2020, 18.28 Uhr
PIMI | Seit der ,,Wende" nur auf Halde produziert
Nachdem das Ossi-Land alle Gebraucht-Autos auf Halde stehend weggekauft hatte wurde immer mehr mit Jahres- und Vorführautos auf Halde hergestellt. Überall standen sich bei Autohäusern diese Neuwagen die Räder eckig, weil es nie die entsprechende Nachfrage gab. Bandarbeiter verdienten im deutschen Automobilbau für einfachste Montagearbeiten mit Bonuszahlungen mehr als ein niedergelassener Hausarzt am Monatsende hatte, im Vergleich teils 3-4 mal mehr wie eine Pflege- Fachkraft.
Jetzt werden hoffentlich diese Preise auf ein vernünftiges Niveau gesenkt, bis die Auto-Lobby-Industrie wieder bei Frau Merkel betteln wird mit Ansprüchen auf neuen Staatsprämien ? Ist auch mal vorbei mit Made im Speck...

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10.04.2020, 18.35 Uhr
M.Bergmann | Krankes Geschäftsmodell in Deutschland
Wenn ich immer höre, Deutschland wäre ein "führendes Land der Automobilindustrie" frage ich mich hinterher, warum wir deutschen Autokäufer weltweit die höchsten Preise für die fahrenden Schüsseln bezahlen müssen?

Angeblich werden hier Massen an tollsten Automobilen der Welt hergestellt. Aber wie sieht die Realität aus: Die angeblich tollsten, in Masse produzierten Autos, der Welt bekomme ich außerhalb Deutschlands für etwas mehr als die Hälfte vom deutschen Preis. Und das liegt nicht nur an der Märchensteuer.

Ich habe da kein Mitleid. Kommt mal herunter von euren Mega-Milliarden Gewinnen und euren unverschämten, zusätzlich zum Lohn gezahlten jährlichen Gewinnbeteiligungen. Allein die übersteigen mitunter das jährliche Gehalt eines schwer arbeitenden Menschen im Niedriglohn.

Bei mir gibt es erst ein neues deutsches Auto, bis dieser Missstand beseitigt ist.

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10.04.2020, 18.55 Uhr
aha222 | @M.Bergmann..
..mit ihren worten haben sie ja sowas von recht!! Danke für dieses kundtun ihrer absolut richtigen Meinung.
Allen schöne und gesunde Ostern.

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10.04.2020, 20.08 Uhr
N. Baxter | die Verbraucher
können sich auch toller Marken aus Fernost bedienen. Qualität und Preis sind hier deutlich besser.

Wer natürlich ein Statussymbol braucht....

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10.04.2020, 20.28 Uhr
Kobold2 | Vor nicht
all zu langer Zeit wurde man für solche Kommentare hier noch abgewatscht.
Otto Normalverbraucher hat die Autoindustrie doch schon lange nicht mehr auf dem Schirm. Firmen und Leasingflotten haben bisher dominiert und nun ist das Kartenhaus der Übertreibung zusammengebrochen.

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10.04.2020, 21.00 Uhr
Paul | M.Bergmann
Nun man muß ja schon lange kein deutsches Auto mehr kaufen. Was ausländische Fahrzeuge zu bieten haben, dürfte den deutschen Marken schon lange schwer im Magen liegen. Trotzdem, wie Sue schon sagten, ist von "vernünftigen" Preisen heir nichts zu merken. Und das rächt sich bei den deutschen Marken schon lange. Aber trotzdem werden günstige Preise (aller Extras inklusive) nur im Export angeboten. Die deutschen Trottel bezahlen nach wie vor für jeden popligen Extrapups saftige Aufpreise.
Wobei andere Marken schon lange all inklusive beim "normalen" Kaufpreis anbieten.

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