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Mi, 15:14 Uhr
25.03.2020
Einheitliche Regelung für Nordhausen

Entlastung bei Kita- und Hortbeiträgen

Die Stadt Nordhausen hat als Kita-Träger auf Grundlage der Landesvorgabe eine einheitliche Regelung gefunden, die die Eltern in dieser schwierigen Phase unbürokratisch entlasten soll. Wie die Regelung aussieht, erklärte jetzt Nordhausens Bürgermeisterin und zuständige Dezernentin Jutta Krauth...

„Die Stadt Nordhausen wird in den eigenen Kita-Einrichtungen den Einzug der Kitagebühren zum ersten April, die durch die Eltern selbst entrichtet werden, stornieren. Ebenso wird der Einzug der Hortgebühren zum 1. April storniert bzw. der Lastschrifteinzug automatisch durch die Stadtverwaltung gestoppt. Die Eltern von Kita- und/oder Hortkindern, die selbst einzahlen und nicht am Lastschriftverfahren teilnehmen, bitten wir, die Zahlungen für April selbstständig auszusetzen bzw. einen bestehenden Dauerauftrag anzupassen,“ so Jutta Krauth zum Prozedere.

Den Kita-Trägern in der Stadt Nordhausen wurde das gleiche Verfahren empfohlen. Der größte freie Träger, das JugendSozialwerk Nordhausen, wird dieses Verfahren analog anwenden. Holger Richter, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, ergänzt: „Auch wir werden im April die Lastschriften für die Elternbeiträge der Kindertagesbetreuung für alle Standorte in Thüringen und Sachsen aussetzen. Eine genaue Rückrechnung und Verrechnung mit eventuell schon zurückgebuchten Beiträgen aus März erfolgt dann zu einem späteren Zeitpunkt mit der gebotenen Sorgfalt.“

Um die rasche Ausbreitung des Coronavirus, das die Krankheit COVID-19 auslösen kann, einzudämmen, sind alle staatlichen sowie privaten Bildungseinrichtungen vorläufig bis zum Ende der Osterferien am 17. April geschlossen. Konkret betroffen sind Schulen, Ausbildungseinrichtungen, Kindertageseinrichtungen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Thüringen. Gemeinsam mit den Trägern und entsprechend der Landesvorgaben hat die Stadt Nordhausen eine Notfallbetreuung organisiert. In zwölf Nordhäuser Kindertageseinrichtungen werden derzeit rund 60 Kinder betreut.

Die Thüringer Landesregierung hatte gestern die Grundsatzentscheidung getroffen, dass die Elternbeiträge für Kindergärten und Horte für die Zeit der derzeitigen Schließungen den Kommunen und freien Trägern erstattet werden. In diesem Zusammenhang regt Bürgermeisterin Jutta Krauth an, seitens des Landes auch die Kosten für die Eltern zu übernehmen, deren Kinder derzeit aus Systemrelevanz in der Notbetreuung sind.
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