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Fr, 17:00 Uhr
20.03.2020
Mitten in der Corona-Epidemie:

Thüringer Bürokratie schmettert Klinik-Angebot ab

In Zeiten einer Krise müssen auch von medizinischen Einrichtungen kurzfristig unkonventionelle Entscheidungen getroffen werden. Eine davon war die des Südharz Klinikums in Nordhausen, ab sofort eine Betreuung von Kindern der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzurichten und anzubieten (wir berichteten). Doch daraus wird nichts mehr...

Südharz Klinikum (Foto: SHK) Südharz Klinikum (Foto: SHK)
Die Etablierung des Angebotes wurde aus Sicht der Klinikleitung notwendig, da die Vorgabe, dass beide Elternteile in einem sensiblen Bereich arbeiten müssen, zu eng ist. Doch dieses Angebot, das auch sehr gut angenommen wurde, muss das Klinikum nun wieder einstellen.

digital
“Für mich ist die Anweisung der Thüringer Behörden völlig unverständlich und das Ergebnis von Konzeptlosigkeit und Nichtverantwortlichkeiten”, so ein fassungsloser Klinikum-Geschäftsführer Guido Hage. “Uns ist vom Landesverwaltungsamt ein Schreiben zugegangen, wo die Kinderbetreuung in stationären Einrichtungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus unter definierten Kriterien ermöglichte. Dann jedoch kam das Stopp aus dem Nordhäuser Landratsamt. Uns würde eine Erlaubnis zur Kinderbetreuung fehlen”, berichtet Hage. „Und das war aus Haftungsgründen ein guter Hinweis“, denn dort kannte niemand ein entsprechendes Schreiben.

Selbst dutzende Telefonate mit dem zuständigen Ministerium und dem Landesverwaltungsamt hätten keinen Erfolg gebracht. Im Gegenteil: Da wussten beide Behörden nicht, was die andere entschieden, erlaubt oder untersagt hatte. “Im Ergebnis dieses Wirrwarrs müssen wir die Betreuung von Kindern unserer Mitarbeiter leider einstellen”, so Hage, der nun davon ausgeht, dass nicht wenige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig ausfallen werden, weil sie ihre Kinder zuhause betreuen müssen.

Hage weiter: „Und das, wo wir alle Ressourcen mobilisieren sollen, um uns entsprechend vorzubereiten. Wir müssen täglich unsere Kapazitäten nach Erfurt melden. Aber wie bisher auch nützt die beste Technik und Kapazität nichts ohne die Menschen, die sie bedienen können. Ich sehe hier bewusste Lösungsverhinderung. Hauptsache formal richtig. Wir schaffen das!“
Peter-Stefan Greiner
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Kommentare

20.03.2020, 17.04 Uhr
N. Baxter
Der Beitrag wurde deaktiviert – Keine Verschwörungstheorien!
20.03.2020, 17.11 Uhr
Paulinchen | Das müsste doch zu regeln sein!
Wenn es denn stimmt, dass nicht wenige Kitas geschlossen werden mussten, dann sollten doch mit Sicherheit einige Fachkräfte für die Betreuung der Kinder vorhanden sein. Außerdem hätten die Fachbetreuerinnen/Berteuer auch keinen Lohnausfall, da sie ja wieder in Vollzeit tätig wären. Es würde sich nur die Straße ihres Arbeitsplatzes ändern, welcher mit der Straba gut erreichbar ist.

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20.03.2020, 17.24 Uhr
Pe_rle | SHK/Kinderbetreuung
da sieht man wieder was man in Erfurt gewählt hat, nicht das einfachste bekommen die auf die Reihe.
Wo jetzt im SHK jede Hand gebraucht wird

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20.03.2020, 17.37 Uhr
Fischkopp66 | Grundrechte ect
Langsam habe ich mehr Angst vor der willkürlichen Politik als vor dem Virus.
Es ist nur eine Frage der Zeit bis die ersten Bürger sich wehren werden und dann ist die Kacke hier richtig am dampfen, und dafür braucht es kein Klopapier.

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20.03.2020, 17.44 Uhr
harzwj | Ich bin zwar keine Fachkraft,...
aber ich bin Opa mit Erfahrung bei der Enkelbetreuung. Wenn meine Hilfe bei der Betreuung von Sprößlingen der Bediensteten im SHK gebraucht wird, stehe ich zur Verfügung! Meine Frau liegt im SHK und ich bin sehr dankbar für die Betreuung. Meine Tel. Nr. ist der Redaktion bekannt.
Melden Sie sich, wenn ich helfen kann.
Bleiben Sie gesund.
W. Jörgens

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20.03.2020, 17.49 Uhr
city | Unbegreiflich!!!
Die Welt versinkt im Chaos und es werden einfache und unkomplizierte Lösungen vom Tisch gewischt. Das Klinikum muss am laufen bleiben. Wann begreifen es endlich die letzten Staatsdiener? Vielleicht erst wenn sie selbst im Klinikum behandelt werden müssen....und sich mit den Auswirkungen ihres eigenen Handeln konfrontiert sehen.

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20.03.2020, 17.57 Uhr
etlam | Kinderbetreuung:
Beachtet: Dann kam das Stopp aus dem Nordhäuser Landsratamt!

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20.03.2020, 18.04 Uhr
633stern | Unverständnis
In meinem Bekanntenkreis habe ich viele Leute die ihre Kinder mit zur Arbeit nehmen müssen. Der Chef sagt mitbringen und die Produktion bzw der Verkauf läuft weiter. Das ist ganz sicher nicht im Sinne der Vorschrift Schulen und Kitas zu schließen... Aber die Menschen auf die es ankommt...die Pfleger, Ärzte und Servicekräfte die im schlimmsten Fall am dringensten gebraucht werden so vor den Kopf zu stoßen um der Bürokratie gerecht zu werden ist in meinen Augen vollkommen unverständlich . An alle Schreibtischhengste...Ich wünsche euch gesund zu bleiben und nicht in die Verlegenheit zu kommen medizinische Hilfe zu brauchen. Die die für euch da sein sollen müssen ja auf ihre Kinder aufpassen...

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20.03.2020, 18.12 Uhr
Realist 1.0 | das Landesverwaltungsamt ist halt eine Behörde,
die Empathie los nach Paragrafen und Zahlen entscheidet. Da wird der gesund Menschenverstand ausgeschalten, und sich hinter Gesetzbüchern versteckt, und so ein Hirnfreies kann einer Gesellschaft das Genick brechen. Wenn die Leute im Südharz Klinikum während der Seuche, Effektiv arbeiten sollen, muss man dafür sorgen das gewisse Bedürfnisse gedeckt sind(soziale Pyramide).Wo ist da bitte die Rot,Rot,Grüne Regierung, bei den vorletzten und letzten Wahlen großartige Versprechen von sozialer Gerechtigkeiten gemacht, und bei so einer simplen Sache, da stellt man sich quer wie Böcke.Das ist wirklich echt ein Armutszeugnis.

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20.03.2020, 18.19 Uhr
henry1966 | Werte Bürokraten.....
.....kommt endlich mal in der Realität an! Auch sie können früher oder später auf Ärzte, Schwestern, Pfleger angewiesen sein und machen ganz sicher ein riesen Theater, wenn man sie nicht so behandeln kann, wie es eigentlich sein soll. AUGEN AUF UND NACHGEDACHT, EHE SIE ENTSCHEIDUNGEN VOM SCHREIBTISCH AUS FÄLLEN!!!!

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20.03.2020, 18.21 Uhr
h3631 | Nur ein Satz.
Da kann man nur mit den Kopf schütteln.

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20.03.2020, 18.58 Uhr
Ex-post | Kindergarten Krankenhaus
Warum fragt man überhaupt?

Schmidt hat bei der Elbeflut und Kohl hat bei der Deutschen Einheit auch keinen fragen können und trotzdem gemacht.

Aber so ist eben der Zeitgeist.

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20.03.2020, 19.27 Uhr
elektriker | Sind wir in SCHILDA ?
Das Schreiben vom Landesverwaltungsamt ist doch sicher korrekt verfasst. Absender bekannt. Landratsamt bekannt. Wahrscheinlich wäre Geschichtenlektüre manchmal angebracht. Oder geht es nur um Recht zu haben. Es grüßen Don Camillo und Peppone, alles zum Wohle ihrer Bürger.

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20.03.2020, 19.39 Uhr
Kelly | SHK / Kinderbetreuung
Wenn eine Kinderbetreuung im SHK keine
Genehmigung findet, könnte man doch eine
diesbezügliche Nutzung des Kindergartens
"Kleine Strolche" vom Jugendsozialwerk
in Betracht ziehen.
Dieser befindet sich in unmittelbarer Nähe
des SHK. Soweit mir bekannt ist, war dieser
früher eine so genannte "Kiko", eine
Kombination aus Kinderkrippe (bis 3 Jahre)
und Kindergarten (3 Jahre bis Schuleintritts-
alter).

Und besonders an @Pe_rle und @Realist 1.0,
@etlam hat richtig gelesen:
"Dann kam das Stopp aus dem Nordhäuser
Landratsamt".
Außerdem geht es hier um die Sache
und nicht um die Parteizugehörigkeit.
Ein wenig nachdenken, wie man vielleicht
selbst zur Lösung beitragen kann
wie z.B. Herr Jörgens, ist um ein Vielfaches
besser als nur über politische Verhältnisse
zu fabulieren.

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20.03.2020, 19.43 Uhr
Horst und Inge | An alle die sich langweilen - Beitrag Herr Jörgens (oben)
Statt die ewigen Kommentare ohne Lösungen diesmal ein echter Betrag von Herr Jörgens der es Wert ist bis zum Schluss zu lesen!!!! Daumen hoch mehr von ihnen!!!

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20.03.2020, 19.55 Uhr
Psychoanalytiker | Wieder der Förderalismus
Wieder entscheidet ein "Papierhengst" in der Provinz, wie er/sie es für richtig hält. Es nutzt nichts, wenn nur Appelle an die Menschen gerichtet werden, es muss ein "Machtwort" her, von ganz, ganz oben und nicht auf Länder-, Kreis- oder Gemeindeebene. Aber Angela Merkel sagt nur "Bitte, Bitte", beschwichtigt, appelliert, setzt auf Freiwilligkeit. Nein "auf den Tisch hauen" muss sie. Warum prescht Bayern vor und andere Bundesländer tun so, als würde es Bayern übertreiben. Wie ich an anderer Stelle schon schrieb: Ich war in einem Baumarkt, dort "spazierten" Mama und Papa nebeneinander, jeweils mit einem eigenen Einkaufswagen. Drin saß jeweils ein stark hustendes Kind. Nun kann es freilich nur eine Erkältung sein, aber weiß man's? Spazuergang im Baumarkt. Und ich kenne hoch intelligente, studierte Menschen, die den Ernst der Situation noch immer nicht einsehen und sich auch noch beschweren, weil man ihre "Freiheit" einschränkt. Sie gefährden andere, weil sie sich nicht an einfachste hygienische Vorsorge halten, und lieber Party machen wollen.

Soeben schloss sich das Saarland den Forderungen Bayerns an. Warum nicht der Rest Deutschlands? Förderalismus ist da kontraproduktiv oder zu gut Deutsch: SCHEIßE ...

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20.03.2020, 19.59 Uhr
rienchen27 | Neue Strukturen sind nicht günstig
Hat eigentlich jemand bei den ganzen Kommentaren mal nachgedacht?
Kindertagesstätten und Schulen schließen, um um "social distancing" einzuhalten.
Mit dem Angebot des Klinikums werden neuen Strukturen geschaffen, wo viele Kinder zusammenkommen, die den Virus neu mit einbringen können. Diese tragen es dann weiter an ihre Familien bzw an die arbeitende Gesellschaft des Klinikums , ...weiter muss ich es wohl nicht erklären.
So entgegenkommend wie das Angebot auch ist, umso gefährlicher ist es auch.
Und nochmal :
Auch wenn die Gruppen klein gehalten werden sollen, kommen neue strukturen , d.h. neue Infektionsherde und -Möglichkeiten.
Da hätten auch gleich die Einrichtungen geöffnet bleiben können ......

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20.03.2020, 20.42 Uhr
Anneliese | Nicht zu Ende gedacht.
Trotz allem Verständnis für den "Aufschrei der Empörung", wie das Nordhäuser Landratsamt hier reagiert, kann ich mich rienchen27 nur anschließen. Nicht umsonst werden die Kinder deren Eltern einen Anspruch auf Notbetreuung haben eben nicht einfach in einem zentralen Kindergarten "gesammelt", sondern nur in der Stammkita betreut. Man will vermeiden, dass es zu Kontakten kommt, die vorher nicht bestanden haben. Angesichts der derzeitigen Lage und Forderungen macht das Vorgehen des Landratsamt also durchaus Sinn. Nun ist die Frage, wie können wir all die Pflegekräfte und sonstig Tätige im medizinischen Bereich unterstützen? Sollte man an oberer Stelle eventuell die Kriterien zur Notbetreuung überdenken? Bisher haben nur Eltern Anspruch, welche BEIDE in einem sog."systemrelevanten" Beruf arbeiten. Wenn nur EIN Elternteil bspw. In der Pflege tätig ist, heisst es, das der andere Erziehungsberechtigte die Betreuung des Kindes übernehmen muss. Wenn nun aber, wie nicht selten, eben genau der andere Elternteil der Hauptverdiener ist, lässt es sich eben nicht einfach so umsetzen. Und somit stehen viele Kräfte nicht zur Verfügung und man kommt als Klinik auf solche, durchaus nachvollziehbaren, Ideen wie das SHK aktuell. Aber so geht der Schuss definitiv nach hinten los. Die ErzieherInnen in den Kitas stehen sowieso bei Bedarf zur Notbetreuung bereit. Man sollte hier Rücksicht auf alle Familien nehmen, auch wenn nur einer der beiden Eltern im medizinischen Bereich arbeitet.

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20.03.2020, 20.44 Uhr
D. D. | Ernsthaft...?!
Die Erlaubnis befugt zur Betreuung von bis zu fünf gleichzeitig anwesenden, fremden Kindern. ... Dabei darf die Anzahl der Kinder nicht höher sein als in einer vergleichbaren Gruppe einer Kindertageseinrichtung (Kita, Krippe). Die Erlaubnis wird vom Jugendamt auf Basis einer Eignungsfeststellung erteilt.

Es sind genügend KiTa's geschlossen worden und es gibt keine paar Erzieher die dafür in Frage kommen die Kinder zu betreuen?
....

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20.03.2020, 21.32 Uhr
Waldemar Ceckorr | das ist das problem,
es wird erstmal monatelang diskutiert, ob hier oder da ein komma oder punkt hin muss.
man muss auch mal was durchziehen, vor gericht kann man sich dann später rumstreiten.
nur es will ja keiner verantwortung übernehmen, besser man versteckt sich hinter buchstaben und paragrafen.
dem shk knüppel zwischen die beine werfen...

der waldi

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20.03.2020, 21.53 Uhr
unpolitisch47 | Es gibt Notbetreuung bei den Kleinen Strolchen
In jeder Nordhäuser Kita gibt es eine Notbetreuung. Diese wird gewährleistet, wenn beide Elternteile in der "kritischen Infrastruktur" arbeiten. Wenn also Mitarbeiterinnen des Klinikums keine Betreuung für ihre Kinder erhalten, liegt das wahrscheinlich daran, dass ihre Partner eigentlich zu Hause bleiben müssten und das offenbar nicht tun.
Dafür kann es bestimmt Gründe geben. Aber Ziel ist es, vermeidbare Kontakte zu reduzieren. Deshalb ist die Notbetreuung so streng definiert.
Wenn also die Partner des Klinikpersonals Verantwortungsvoll sind, bleiben sie mit den Kindern zu Hause.

Die Erlaubnis des Landesverwaltungsamtes verstößt übrigens klar gegen die Weisung des Bildungsministeriums.

Würden alle Pflegeeinrichtungen Kinderbetreuung anbieten, könnten wir doch gleich Corona-Partys in Seniorenheimen und Krankenhäusern anbieten.

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20.03.2020, 23.39 Uhr
tofa | Keine kluge Entscheidung
Nur kurz meine zwei Gedanken zu dem Thema:
1) Obwohl unser SHK ein kommunales Haus ist, wird das gesamte medizinische und Pflegepersonal noch immer nicht mal annähernd nach dem Tarif des Öffentlichen Dienstes bezahlt - es ist also tatsächlich mehr als wahrscheinlich, dass der Partner der z.B. Krankenschwester das höhere Gehalt hat und deswegen eben nicht zu Hause bleiben kann. Also was ist dann zu erwarten? Eben... Und im Angesicht einer möglichen Krise wird einfach jeder im KH gebraucht...
2) Was wohl noch keiner der Kommentatoren bedenkt: es ist sehr wahrscheinlich, dass wie bei jeder anderen Infektionswelle auch, irgendwo ein „Leck“ entsteht und sich auch das Personal infiziert. Die Keime nimmt dann jeder mit nach Hause. Möglicherweise wäre es deswegen auch aus Sicht der Hygiene sinnvoll, wenn die Kinder des medizinischen Personals unter sich bleiben...?

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21.03.2020, 03.50 Uhr
alex300800 | So einfach ist es nicht
Richtig ist, dass mit der Schaffung einer eigenen Betreuung ggf. ein neuer Ort für die Übertragung von Infektionen geschaffen werden könnte... Richtig ist aber auch, dass jeder Arzt /Ärztin und jeder Pflegekraft gebraucht wird. Problem ist auch, dass nicht jeder einen Partner hat, der die Kinder betreuen kann. Ich kenne persönlich zwei Fälle, einmal wo die Mutter praktisch alleinerziehend ist, weil sich der Vater nicht kümmert, aber das Sorgerecht hat und einmal, wo Papa 300 km weit weg wohnt.... Das der neue Partner auch in der "kritischen" Infrastruktur arbeitet, ist übrigens nicht relevant... Die Regelung, wie sie zur Notbetreuung jetzt ist, ist nicht ausreichend und geht häufig an der Lebenswirklichkeit vorbei. Die Einrichtungen sollten hier selbst entscheiden dürfen, wenn ein Elternteil in kritischen Infrastrukturen arbeitet. Besonders, wenn die Betreuung aktuell z. B. nur für ein oder zwei Kinder läuft, da kann man auch noch zwei weitere betreuen. Fakt ist, es müssen Lösungen her.....

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21.03.2020, 08.44 Uhr
Jäger53 | Kinderbetreuung am SHK
Da wird immer viel von Selbsthilfe und Unterstützung geredet, aber wenn man sich dann was einfallen lassen tut um schnell zu helfen macht ein schlauer Mensch in einem Büro alles zunichte.
Diesen schlauen Herrn oder Dame sollte man feuern.

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21.03.2020, 21.32 Uhr
Krankeschwester | @unpolitisch 47
Die Notbetreuung bieten, soweit ich weiß, alle Kita's an. Und richtig: es gibt strenge Kriterien dafür! Uns trifft es ebenso : mein Lebensgefährte ist Mitarbeiter in einem Nicht-Systemrelevanten Betrieb. Dieser produziert trotzdem weiter. Er kommt den Mitarbeitern zwar entgegen mit Gleitzeiten aber freigestellt wurde bisher niemand der Arbeitnehmer. Ich bin in der Pflege tätig, einem momentanen systemrelevanten Beruf. Die Notbetreuung greift bei uns nicht und wir sind in der Zwickmühle!!!Mein Lebensgefährte kann nun auch nicht einfach seiner Arbeit fern bleiben, ohne mit Abmahnungen zu rechnen. Und hier wäre meines Erachtens unsere Regierung gefragt : Eine angeordnete Freistellung der Elternteile in einem Nichtsystemrelevanten Beruf bei staatlich unterstütztem Lohnausgleich. Ich glaube das Problem haben viele Familien momentan aber nur so wäre auch die Versorgung unserer Gesellschaft abgesichert ohne finanzielle Einbußen.

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22.03.2020, 20.55 Uhr
arixtra | Landratsamt handelt nach RKI Vorgaben
Laut Vorgaben des RKI sollen nach Schliessung von Schulen und Kindergärten keine neuen Gruppenverbände zur Betreuung der Kinder gebildet werden. Es soll ja auch nicht die Mutter X auf alle Kinder der Nachbarschaft aufpassen. Kinder aus bisher verschiedenen Einrichtung in neuen Gruppen zusammenzufügen ergibt doch wieder neue Kontakte und Ansteckungsmöglichkeiten.
Ausserdem... soweit ich weiss, wurde vor ein paar Jahren der Wunsch der Mitarbeiter nach einem klinikeigenen Kindergarten abgeschmettert, wäre dem damals stattgegeben worden, gäbe es das Problem gar nicht... !

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