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Di, 12:20 Uhr
17.03.2020
Corona-Epidemie:

Südharz-Klinikum mit Vernunft und Bedacht

Im Nordhäuser Südharz Klinikum gibt es bislang keine bestätigten Fälle von Patienten mit einer Corona-Infektion. Das sagte heute Geschäftsführer Guido Hage und führt weiter aus...

Klinikum (Symbolbild) (Foto: pixabay.com) Klinikum (Symbolbild) (Foto: pixabay.com) Bild von Darko Stojanovic auf Pixabay

“Wir müssen jedoch den allgemeinen Besucherverkehr ab sofort einstellen. Ausnahmen sind die Palliativmedizin und Patienten, in deren Therapieverlauf komplexe Entscheidungen mit Angehörigen zu treffen sind. Das sind neben der bereits erwähnten Klinik für Palliativ-Medizin die Intensiv-Therapie-Stationen sowie unsere Klinik für Kinder- und Jugendmedizin”, so Hage. Allerdings müssen Besuche hier im Vorfeld mit den behandelnden Stationen abgestimmt werden, um entsprechende Schutzmaßnahmen zu organisieren.

Ebenfalls für den externen Besucherverkehr wird die Cafeteria gesperrt, die Versorgung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleibt jedoch gesichert. Für die Patienten wird weiterhin das gesamte Angebot der Cafeteria zur Verfügung stehen, jedoch nur zum Mitnehmen also im Kioskbetrieb.

Noch heute werde es eine Lösung für die Kinderbetreuung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben, kündigte Hage an. Vorbereitet werden die zum Klinikum gehörende Schule sowie die Turnhalle, um Kinder im Alter bis zu 12 Jahren in der Zeit von 7 bis 17 Uhr zu betreuen. Damit soll die Arbeitsfähigkeit aller Kliniken und Stationen des Hauses gesichert werden.

Guido Hage betont darüber hinaus, dass im Südharz Klinikum alle regulären Behandlungen sowie auch die Notversorgung (Notaufnahme) aufrecht erhalten werden. „Wir beobachten und besprechen täglich die aktuelle Situation, um auf Veränderungen im Verlaufe der Pandemie-Entwicklung mit entsprechenden und dann erforderlichen Maßnahmen reagieren zu können. Notwendige Therapien werden nicht abgesagt. Ich kann an dieser Stelle versichern, dass wir alle notwendigen Maßnahmen mit Vernunft und Bedacht geplant haben und entsprechend auch so umsetzen werden. Dazu ist unser Haus mit seiner komplexen Leistungsfähigkeit aktuell in der Lage und wir werden auch mit der gleichen Vernunft auf eventuelle Veränderungen reagieren”, so Hage abschließend.
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Kommentare

17.03.2020, 18.45 Uhr
Paulinchen | Es ist schon ein gutes Gefühl,...
... zu wissen, dass sich im Hintergrund Menschen darüber Gedanken machen, was von Nöten sein könnte, wenn der Ernstfall eintritt. Dazu gehört auch das Südharz Klinikum NDH.
Unverständnis aber habe ich, dass bis jetzt noch die Einreise nach Deutschland nur auf dem Papier steht. Die italienischen Behörden, werfen Deutschland heute vor, die Gefahr zu spät erkannt zu haben und bis heute dem Virus die Möglichkeit zu geben, dass er sich nahezu ungehindert ausbreiten kann. Sie werfen erneut die Frage auf, weshalb es bis jetzt, für die deutsche Bevölkerung keine Ausgangssperre gibt. Nahezu alle umliegenden Länder haben diese Sperre verfügt. Nur die (so wird diese Nachricht kommentiert) Klugscheißer in Deutschland, gehen den Weg des höchsten Risikos.

Wenn ich mir die Worte des Prof. Kekule, aus Halle, in Erinnerung rufe, so stelle ich fest, genau das ist es, was er sich zur Eindämmung der Infektionskette vorstellt. Ich bin ja gespannt, was uns die Kanzlerin heute Abend noch zu sagen hat. Mein Gefühl ist, sie ist im Moment der Schatten des Ministerpräsidenten M. Söder. Alles, was er sagt, sagt sie einen Tag später. Haben wir in dieser Krise nur eine getriebene Kanzlerin?

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17.03.2020, 19.01 Uhr
Usch | Da beißt sich die Katze in den Schwanz
Hatte nicht erst heute der Herr Holter von neu organisierten Gruppen abgeraten, bzw. es verboten. Da es dann wieder neue Infektionsketten gibt. Man kann nur hoffen, das es nicht mehr als 15 Kinder sind... Es gibt doch eine Notfallbetreuung im Kiga und entspr. Schulen.
Jeder Betrieb macht sein eigenes Süppchen und setzt sich über die Bestimmungen der Regierung hinweg. Soll doch jeder machen was er will, und dann heulen sie rum weil es viele Tote zu beklagen gibt....
Die Menschen lernen leider nicht aus Erfahrungen, siehe Italien und China

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17.03.2020, 23.47 Uhr
Oberlehrer | Vernünftig...
... wie die das Südharzkrankenhaus reagiert. So werden Personal und Patienten geschützt.

Was Italiener (die selbst viel zu spät auf ihre hohen infektionszahlenen reagiert haben) , söder oder die Kanzlerin damit zu tun haben sollen, erschließt sich mir nicht...

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