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Fr, 10:12 Uhr
21.02.2020
Ein Blick in die Statistik

Mehr Gäste, mehr Übernachtungen - nur nicht im Südharz und im Kyffhäuser

Im Jahr 2019 wurden nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik in den Thüringer Beherbergungsstätten und auf Campingplätzen insgesamt 4,0 Millionen Gästeankünfte gezählt…

Das waren 5,1 Prozent mehr (+196.000 Ankünfte) als im Jahr 2018. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 5,0 Prozent auf reichlich 10 Millionen (+491.000). Damit wurden in Thüringen im Jahr 2019 erstmals seit Beginn der Erhebung der Beherbergungsstatistik im Jahr 1991 mehr als 4 Millionen Gästeankünfte und über 10 Millionen Übernachtungen registriert. Die Verweildauer pro Gast lag mit durchschnittlich 2,6 Tagen auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2018.


Die Zahl der ausländischen Gäste nahm im Jahr 2019 mit einem Plus von 1,3 Prozent leicht zu. Sie buchten insgesamt 627.000 Übernachtungen (+9,0 %). Mit Abstand am stärksten vertreten waren dabei Gäste aus den Niederlanden mit rund 35.000, reichlich 13 Prozent aller ausländischen Gäste. Mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 2,4 Tagen verweilten die ausländischen Gäste etwas kürzer in Thüringen als inländische Gäste (2,6 Tage).

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Gästeübernachtungen in Deutschland im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent auf 495,6 Millionen. Davon entfielen 89,9 Millionen Übernachtungen auf Gäste aus dem Ausland (+2,5 Prozent) und 405,7 Millionen auf inländische Gäste (+3,9 Prozent).

Von den neun Thüringer Reisegebieten verzeichneten 6 Reisegebiete im Jahr 2019 sowohl einen Anstieg der Gästeankünfte und als auch der Übernachtungen. Das beste Ergebnis erzielte der Städtetourismus (Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar) mit einem Zuwachs von 129.000 Gästeankünften und 250.000 Übernachtungen. Ein deutliches Plus gegenüber dem Jahr 2018 konnte auch das Reisegebiet Thüringer Wald verbuchen. Hier stiegt die Zahl der Gästeankünfte um 56.000 und die der Gästeübernachtungen um 193.000.

In den Reisegebieten Südharz Kyffhäuser, Thüringer Rhön und Übriges Thüringen war im Jahr 2019 hingegen ein Rückgang der Gäste- und Übernachtungszahlen zu beobachten. Differenziert nach Betriebsarten erzielte die Hotellerie, dazu gehören Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen, ein gutes Ergebnis mit einem Plus bei den Übernachtungen von 5,5 Prozent. Den höchsten Zuwachs an Übernachtungen erzielten im Jahr 2019 die Hotels garnis mit +11,5 Prozent, bei den Jugendherbergen und Hütten war hingegen ein Rückgang von 2,6 Prozent zu verbuchen.

Die knapp 64.000 Gästebetten, die im Jahr 2019 in den Thüringer Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten angeboten wurden, waren im Durchschnitt zu 41,8 Prozent ausgelastet. Zwischen den einzelnen Reisegebieten waren dabei deutliche Unterschiede zu beobachten. So schwankte die Auslastung der Gästebetten zwischen 52,4 Prozent im Reisegebiet Saaleland und 33,5 Prozent im Thüringer Vogtland.

Noch deutlicher waren Auslastungsunterschiede zwischen den verschiedenen Betriebsarten zu beobachten. Während die Auslastung der Betten beispielsweise bei Hotels (ohne Hotels garnis) 43,0 Prozent betrug, lag sie bei Gasthöfen nur bei 25,0 Prozent. Im Monat Dezember 2019 verzeichneten die Thüringer Beherbergungsbetriebe eine Steigerung der Gästeankünfte auf 281.000 (+6,8 Prozent) und einen Zuwachs der Übernachtungen um 4,2 Prozent auf 698.000.
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Kommentare

21.02.2020, 17.23 Uhr
harzwj | Interessante Statistik,...
welche auch Auskunft darüber gibt, welchen Stellenwert der Norden Thüringens, der Landkreis Nordhausen einnimmt. Gemäß Statistik nicht erwähnenswert! Wie so oft, wenn es um den nördlichsten Zipfel unseres Freistaates Thüringen geht. Ob sich das noch ändert?
W. Jörgens

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21.02.2020, 19.24 Uhr
Paulinchen | Darf man, ohne in eine Ecke...
... strafversetzt zu werden, die Frage stellen : Weshalb sollte sich eine Familie mit zwei Kindern, im Alter von 5 und 8 Jahren, in den Norden von Thüringen verirren? Nichts gegen die Traditions Brennerei, den Tabakspeicher, der Gedenkstätte Mittelblau Dora und dem Meyenburgmuseum. Aber die Kinder sind bestimmt nicht so sehr davon begeistert. Und eine Bahnfahrt zum Brocken ist bei den Preisen kaum erschwinglich. Ein Besuch der Ziegenalm wäre aber schon mal ein guter Ansatz. Aber wenn man im Anschluss im Braunen Hirsch, nach der Aufnahme der Bestellung nach 20 Minuten erst den Kaffee und weiteren 20 Minuten den Kuchen bekommt, ist das Erlebnis mit den Ziegen schon wieder eingetruebt. Dabei war die gut eingerichtete Gaststätte nur zu 50% besetzt.

Ich kann mich erinnern, als vor wenigen Wochen, jemand den Vorschlag machte, im Gewerbegebiet Goldenene Aue, doch eine Skiearena zu bauen, weil ja dort niemand je etwas bauen wird, hätte die Beispielfamilie bestimmt ihren Spaß gehabt. Ein Freibad hätte dort auch noch viel Platz. Ach ja, mein Gedanke mit dem Rasthof für die Brummi s wäre auch noch drin. Aber demnächst brauchen wir kaum noch Stellplätze für die Lkws. Denn der Tesla Chef, verhandelt gerade mit Herrn Scheuer, über das Aussetzen des Sonntagsfahrverbotes seiner E Lkw auf den Autobahnen. Musk kommt und siegt auf allen Ebenen.

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21.02.2020, 19.43 Uhr
PIMI | Wanderwege und 2 mal Preiserhöhung Therme BFR
Die Wanderwege hier sind ,,unter aller Kanone" verfallen, ungepflegt, werden von Traktoren zerfahren, Schilder zur Orientierung fehlen bzw. wurden entfernt, dann Gute Nacht als Urlauber, wenn man sich nicht auskennt und Handy- kein Empfang.
Dazu als kleine Negativbeispiele die 2 Preiserhöhungen für eine leider heruntergekommene Kyffhäuser-Therme ( wer das nicht glauben will, bitte Gast- Bewertungen dazu lesen ) und astronomische Preise für Speis und Trunk hier, da kommt man nicht wieder

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