eic kyf msh nnz uhz tv nt
Do, 13:50 Uhr
28.11.2019
Heute in Straßburg:

Europäisches Parlament ruft Klimanotstand aus

Als erste Amtshandlung mit neuer Kommission beschloss das Europaparlament heute, den Klimanotstand für Europa auszurufen. Besonders die Emissionen aus Schifffahrt und Luftfahrt müssen verringert werden, sagt ein Parlament, das alle drei Wochen von Brüssel nach Straßburg umzieht. Hier die gesamte Erklärung...

"Kommission soll gewährleisten, dass alle neuen Vorschläge mit dem Ziel übereinstimmen, die Erderwärmung auf 1,5° C zu begrenzen. EU soll CO2-Emissionen bis 2030 um 55% senken, damit Europa bis spätestens 2050 klimaneutral wird. Die weltweiten Emissionen aus Schifffahrt und Luftfahrt müssen verringert werden

Die EU sollte sich auf der UN-Konferenz dazu verpflichten, die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2050 auf null zu senken, so das Parlament.
Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid vom 2. bis 13. Dezember verabschiedete das Europäische Parlament am Donnerstag eine Resolution, mit der es den Klima- und Umweltnotstand ausruft.

Das Parlament fordert die Kommission zudem auf, dafür zu sorgen, dass alle relevanten Gesetzes- und Haushaltsvorschläge vollständig mit dem Ziel übereinstimmen, die Erderwärmung auf unter 1,5° C zu begrenzen.

In einer gesonderten Entschließung fordert das Parlament die EU nachdrücklich auf, ihre Strategie zur Klimaneutralität im Rahmen des Übereinkommens der Vereinten Nationen über den Klimawandel vorzulegen. Diese Strategie soll aufzeigen, wie die EU Klimaneutralität so bald wie möglich, spätestens aber bis 2050, erreichen will. Die Abgeordneten fordern die neue Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen auf, in dem von ihr angekündigten „Green Deal für Europa“ eine Vorgabe von 55 Prozent Emissionsreduzierung bis 2030 aufzunehmen.

Stärkerer und schnellerer Rückgang der Emissionen im Schiffs- und Luftverkehr
Die derzeitigen Maßnahmen zur Emissionsreduzierung im Schiffs- und Luftverkehr sind nicht ehrgeizig genug, so die Abgeordneten. Alle Länder sollten die Emissionen des internationalen Schiffs- und Luftverkehrs in ihre national festgelegten Beiträge (Nationally Determined Contribution, NDC) aufnehmen. Die Abgeordneten verlangen von der Kommission, vorzuschlagen, dass der Seeverkehr in das Emissionshandelssystem (ETS) der EU einbezogen werden soll.

Mehr Geld für die Bekämpfung des Klimawandels
Das Parlament betont die große Bedeutung des globalen Klimaschutzfonds und hält die Mitgliedstaaten dazu an, ihre Beiträge mindestens zu verdoppeln. Die EU und ihre Mitgliedstaaten sind die größten öffentlichen Geber von Finanzmitteln für den Klimaschutz, so der Text der Entschließung. Der Haushalt der EU sollte mit ihren internationalen Verpflichtungen in diesem Bereich im Einklang stehen. Die Abgeordneten stellen ebenfalls fest, dass die tatsächlichen Zusagen der Industrieländer immer noch weit hinter dem gemeinsamen Ziel von 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr ab 2020 zurückbleiben.
Schließlich fordern sie alle Mitgliedstaaten nachdrücklich auf, alle direkten und indirekten Subventionen für fossile Brennstoffe bis 2020 abzuschaffen.

Zitat
"Das Europäische Parlament hat gerade einen ehrgeizigen Standpunkt im Hinblick auf die bevorstehende COP 25 in Madrid angenommen. Angesichts der Klima- und Umweltkrise ist es unerlässlich, unsere Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren. Es ist auch eine klare Botschaft an die Kommission, einige Wochen vor der Veröffentlichung der Mitteilung zum ‚Green Deal‘ für Europa", sagte Pascal Canfin (RENEW, FR), Vorsitzender des Ausschusses für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, während der Debatte am Montag.

Hintergrund
Die Entschließung zum Klima- und Umweltnotstand wurde mit 429 Stimmen angenommen, bei 225 Gegenstimmen und 19 Enthaltungen; die Entschließung zur COP25 mit 430 Stimmen bei 190 Gegenstimmen und 34 Enthaltungen.
Eine Reihe von Staaten, lokalen Verwaltungen und Wissenschaftler*innen haben erklärt, dass auf unserem Planeten ein Klimanotstand herrscht.
Die Europäische Kommission hat bereits das Ziel vorgeschlagen, die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2050 auf null zu senken, aber der Europäische Rat hat dies noch immer nicht gebilligt, da Polen, Ungarn und Tschechien dagegen sind."
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Kobold2
28.11.2019, 19:25 Uhr
Parallel
sollte man sich auch um den geistigen Notstand im Hause kümmern.....
Es läuft so einiges schief im Hause Europa .
Kama99
28.11.2019, 20:33 Uhr
Für die....
...Klimaziele will Frau v.d.Leyen 1 Billionen Euro in den nächsten Jahren einsetzen. Ich gehe mal davon aus, das dieses Geld überwiegend dem Steuerzahler aus Deutschland aus der Tasche gezogen wird. Ganz "rund" laufen die in Brüssel nicht mehr.
geloescht.20221110
28.11.2019, 21:22 Uhr
"Frau Leyermanns" Scheingefecht !
Mit der Festlegung auf dieses "Hauptziel" muss alles andere erstmal warten. Die vielen "krachenden" Probleme der "EU" sind bis auf weiteres vertagt.
Konkrete Ergebnisse - sind bei der "Dimension" der Aufgabe- nicht (nachprüfbar) zu erwarten.

Sehr clever - oder leicht durchschaubar ?!
Quallensammler
28.11.2019, 21:43 Uhr
Interessant...
"Die Europäische Kommission hat bereits das Ziel vorgeschlagen, die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2050 auf null zu senken, aber der Europäische Rat hat dies noch immer nicht gebilligt, da Polen, Ungarn und Tschechien dagegen sind."

Das lese ich gerne. Sind das nicht auch die Länder, die sich eisern gegen geschenkte geflüchtete Fachkräfte abschotten?

Schade, dass die ungarische Sprache sehr schwer erlernbar ist. Tschechisch und polnisch...gleich mal schauen, ob die Volkshochschule einen Kurs im Angebot hat. Die beiden Länder haben für Deutsche keinen Liebesvorschuss und das Wetter ist in den kalten Jahreszeiten auch nicht besser, als hier - aber dort scheinen die Politiker noch ein Ohr am Volkswillen zu haben. Sehe da eine Option für den Altersruhesitz...
Jäger53
29.11.2019, 07:43 Uhr
Europaparlament
Was soll man auch von einem Parlament erwarten, wo nur dritt und viertklassige Politiker sitzen.
Kobold2
29.11.2019, 08:10 Uhr
Stimmt,
auf einem Abstellgleis ist selten 1. Wahl zu finden.
geloescht.20250302
29.11.2019, 11:08 Uhr
Sind wir Europäer...
...damit auch Klimaflüchtlinge und ist es dann nicht unverantwortlich, weiterhin Kriegsflüchtlinge in Notstandsländer einzuladen?

Und wo sollen dann die erwarteten Klimaflüchtlinge aus Afrika und Asien hin, wenn in Europa selbst Wetternotstand herrscht?

Da wird die UNO wohl einige Trilliarden locker machen müssen, damit der Mars schneller als geplant zum bewohnbaren Exilplaneten umfunktioniert werden kann.

Ich befürchte, durch diesen Notstand können Gesetze erlassen werden, die allen Menschen, also auch den heutigen Noch-FFF-Aktivisten, bald sehr weh tun werden.
Paulinchen
29.11.2019, 11:21 Uhr
Was mir aufgefallen ist,...
... das Europäische Parlament hat knapp weniger Abgeordnete, als der Deutsche Bundestag.

Was wird aber aus der EU, wo doch Herr Macron sich jetzt auch mit Herrn Putin kuschelt? Muss Deutschland nicht langsam aufpassen, den Anschluss nicht zu verlieren? Wir kümmern uns um das Klima und stellen viel später fest, die Nachbarn haben sich um ein anderes Klima gekümmert. Nämlich um das nachbarschaftliche und wirtschaftliche Klima auf unserem Kontinent.
Sonntagsradler 2
29.11.2019, 11:57 Uhr
Es bewahrheitet sich immer wieder
Kennt ihr den Zeitgenossen, der schon 1983 eine Vorahnung für die heutige Situation hatte ?

Alarmsignal, die Sonne brennt
Heißer als man sie kennt
Alarmsignal, die Steppe bebt
Die Luft vibriert, die Wüste lebt
A-H-S
29.11.2019, 12:33 Uhr
Es geht nicht um Klimaschutz!
Wer ernsthaft meint, bei der "Notstandserklärung" geht es um Klimaschutz, ist mit dem Klammerbeutel gepudert.

Ein paar Zahlen zur Thematik (Quelle ARD)

Treibhausgasemmisionen in Gigatonnen (gerundet):

China 14 (stark ansteigend)
USA 7 (konstant)
EU 4 (fallend)
Indien (4 steigend)

Es geht darum, die Freiheit der Bürger weiter einzuschränken und Ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen für sinnlose Projekte. Wie das Kind am Ende genannt wird und welche Gründe vorgeschoben werden ist zweitrangig.
Sonntagsradler 2
29.11.2019, 12:38 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
Eckenblitz
29.11.2019, 13:19 Uhr
Gerade die,....
die den größten Umweltschmutz verursachen, rufen den Notstand aus.Sie fahren die größten Dreckschleudern, ziehen alle drei Wochen von Brüssel nach Straßburg um. Und solche Personen beschließen den K-Notstand. Sind die denn allen fremdgesteuert?
geloescht.20250302
29.11.2019, 13:53 Uhr
Sonntagsradler 2!
Peter Schilling ist natürlich den Älteren ein Begriff, obwohl genau der von Ihnen erwähnte Titel im Bekanntheitsgrad leider hinter seiner von David Bowie geliehenen Major-Tom-Version (Aus "Space Oddity" machte er "Völlig losgelöst von der Erde...") heute fast in Vergessenheit geraten ist.

Fast prophetisch waren, was heutige Politik betrifft, auch Ideal ("Keine Heimat, wer schützt uns vor Amerika...Oder kommen die Chinesen?") und Fehlfarben ("Keine Atempause, Geschichte wird gemacht...Es geht voran").
Demokrit
29.11.2019, 14:10 Uhr
CO2 Emissionen weltweit bis 2016
cerina.org
In Wirklichkeit soll den Menschen nur Angst gemacht werden, sie sollen abgelenkt werden von den wahren Zielen und nebenher wird kräftig abkassiert.
petra6758
29.11.2019, 16:44 Uhr
Klimanotstand
"Manche glauben an den Urknall und manche haben einen."
Hendrik M. Broder

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Paul
29.11.2019, 20:30 Uhr
petra6758
So sehe ich das auch. Als ob dieser idiotische Schwachsinn was ändert. Aber Hauptsache einer überbietet den Anderen an Blinden Aktionen und Blödheiten.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)