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Di, 15:40 Uhr
19.11.2019
Neues aus Hohenstein

Ärger mit den Hessen

Immer, wenn Gisela Roßmeier, die ehrenamtliche Ortsteilbürgermeisterin von Liebenrode, durch ihren Ort geht, ärgert sie sich über ein großes Grundstück entlang der Steilgasse/Ecke Obersachswerfer Straße. Hier, auf mehr als 2.000 Quadratmetern, sieht es aus wie auf einem Schlachtfeld und der Gemeinde sind die Hände gebunden...


Zur Geschichte: Den ehemaligen Bauernhof hatte 1994 eine Erbengemeinschaft an einen Investor aus den alten Bundesländern verkauft. Der allerdings verlor kurz nach dem Kauf das Interesse an dem Anwesen. 2003 verstarb der Mann in Hessen, seine Erben schlugen die Erbschaft aus und so fielen Grundstück samt Bebauung an das Bundesland Hessen.

15 Jahre lang tat sich in Liebenrode nichts. Inzwischen war im Nachbarbundesland der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen mit einer Niederlassung Ost in Fulda gegründet worden. Doch auch der trat erst in Erscheinung, nach dem der Bauzustand der Gebäude derart desolat war, dass hier Gefahr in Verzug für Nachbargrundstücke bestand. In diesem Jahr wurde eine Scheune abgerissen, allerdings der Bauschutt auf dem Grundstück belassen. Und seitdem sieht es aus, wie oben beschrieben.

Der aktuelle Zustand des Grundstückes und insbesondere das ebenfalls dem Verfall preisgegebene Wohnhaus samt Waschküche sind ob der aufkommenden Ungeziefersituation zunehmend eine Plage für die Nachbarn. Der ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Hohenstein, Andreas Gerbothe, wandte sich in diesem Jahr an die Landesbehörde in Fulda, allerdings ohne eine befriedigende Antwort zu erhalten.

“Ich wundere mich schon über das Desinteresse des Landes Hessen, denn immerhin kostete der Abriss viel Geld und auch die Miete für den aufgestellten Bauzaun wird aus Steuergeldern bezahlt. Wäre es nicht auch im Interesse des Landes Hessen, das Grundstück zu einem für Interessenten akzeptablen Preis zu verkaufen”, fragt Gerbothe bei einem Vor-Ort-Termin.

Ortsteilbürgermeisterin Gisela Roßmeier und Bürgermeister Andreas Gerbothe bei einem Vor-Ort-Termin

“Platz wäre auf jeden Fall für vier richtig attraktive Grundstücke auf diesem Areal und wir könnten endlich die Anfragen von jungen Familien nach einem Bauplatz in Liebenrode positiv beantworten”, sagt die Ortsteilbürgermeisterin und verweist unter anderem auf den ersten Adventssamstag, wenn es in ihrem Ort den historischen Adventsmarkt geben wird. Nach dem aktuellen Stand der Dinge wird sich das Grundstück entlang der Steilgasse aber dann immer noch in diesem unfreundlichen Zustand präsentieren.

PS: Wir haben beim zuständigen Landesamt in Hessen nachgefragt, dort sicherte man eine Stellungnahme in den kommenden Tagen zu.
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Kommentare

19.11.2019, 16.33 Uhr
Paulinchen | Ist da nicht eine....
...Zwangsenteignung aus Gründen des öffentlichen Interesses möglich.

bitte - ich bin keine Anwältin, aber so etwas sollte doch wohl machbar sein!

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