nnz-tv Eichsfelder Nachrichten Kyffhäuser Nachrichten Mansfeld-Südharz-Zeitung Unstrut-Hainich Zeitung
Mi, 12:59 Uhr
06.11.2019
EILMELDUNG!

Zünder gesprengt

Bei Bauarbeiten am Nordhäuser Theater wurde ein Blindgänger entdeckt. Die nnz mit den ersten Informationen...


Update 02:38 Uhr: Nun ist auch der letzte Akt vollbracht, der Zünder wurde gesprengt. Die Evakuierung wurde aufgehoben

Update 02:19 Uhr: Nun ist es endlich vorbei, der Blindgänger konnte erfolgreich entschärft werden. Es verbleibt die Sprengung des Zünders, das Ende ist absehbar

Update 01:45 Uhr: Es nimmt kein Ende. Durch die vorherige Unterbrechung ist dem Kampfmittelräumdienst das Wasser ausgegangen, das nun erst aufwendig nachgefüllt werden muss. Der technische Hintergrund zur Erläuterung: das Schneidgerät der Firma Tauber Delaborierung nutzt ein Wasser-Sand-Gemisch um den Zünder unter Hochdruck aus der Bombe herauszuschneiden. Der Wasserzufluss war während der Unterbrechung durch den oder die ungebetenen Zaungäste nicht zu unterbrechen sodass der üblicherweise ausreichende Vorrat zur Neige ging und nun per Tanklaster aufgefüllt werden musste

Update 01:08 Uhr: Mindestens eine Person war wohl eben am Fundort der Bombe, vielleicht um sich über den Fortgang der Entschärfung vor Ort zu informieren? Die musste ob der Störung kurzzeitig unterbrochen werden und die Polizei anrücken um die Person oder Personen zu entfernen. Inzwischen konnte der Sprengmeister seine Arbeit wieder aufnehmen

Update 00:40 Uhr: Alle Evakuierungsbereiche wurden leergezogen, die Entschärfung kann beginnen.

Update 00:18 Uhr: Nach Stunden des Wartens herrscht jetzt im Lagezentrum rege Betriebsamkeit, die Polizei verlässt den Evakuierungsbereich und wir warten auf die erste erlösende Nachricht dieses Einsatzes und in hoffentlich zeitnaher Folge auch auf die zweite

Update 23:25 Uhr: Anscheinend hängt der Abschluss der Evakuierung nun wirklich nur noch an der Töpferstraße. Die obere Etage eines Blocks war vor kurzem noch einmal hell erleuchtet, Personen waren am Fenster zu sehen. Einfach unglaublich.

Update 23:13 Uhr: Anscheinend sind in der Töpferstraße (!) noch Leute in ihren Wohnungen, in der Wohnscheibe sind vor kurzem noch einmal Lichter angegangen. Nebenbei: an den Regelschulen Käthe-Kollwitz und Petersberg fällt wegen der Evakuierung morgen der Unterricht aus

Update 22:56 Uhr: Eine kurze Notiz am Rande: es sind rund 500 Rettungskräfte im Einsatz

Update 22:12 Uhr: Am Fundort ist alles vorbereitet, die Technik wurde justiert und am Blindgänger angebracht. Wenn die letzten renitenten Mitbürger die Evakuierungszone verlassen haben könnte Sprengmeister West direkt mit der Entschärfung beginnen. Wenn alles gut geht könnte knapp 30 Minuten später alles vorbei sein. Aber dafür muss die Evakuierung erst einmal abgeschlossen sein.

Update 22:00 Uhr: Wie die Polizei mitteilt haben mehrere Personen in der Uferstraße versucht in den Sperrbereich einzudringen, die Situation sei aber inzwischen geklärt worden. Es verbleibt eine Wohnung in der Hardenbergstraße die noch geräumt werden muss

Update 21:48 Uhr: Die Evakuierung wird im Moment verzögert da sich anscheinend mehrere Personen der Räumung widersetzen, die Rede ist von einer Personenzahl im zweistelligen Bereich.

Update 21:20 Uhr: Die Evakuierung schreitet zügig voran, in einer guten halben Stunde sollte auch der letzte Bereich leergezogen sein, schätzt man im Lagezentrum


So sieht es im Moment an der Fundstelle aus.

Update 20:46 Uhr: Die Evakuierung ist noch nicht abgeschlossen, geht aber ihrem Ende entgegen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt wurde der Verkehr per Shuttle-Bus bereits eingestellt und der Stadtbus fährt im Moment seine letzte Runde. Die Straßenbahn wird vorerst weiter verkehren. Drei der vier Evakuierungsabschnitte wurden zu hundert Prozent leer gezogen, beim letzten verbleibenden Abschnitt liegt man bei 60%.

Update 20:18 Uhr: Die Staatliche Regelschule Gotthold-Ephraim-Lessing, Am Salzagraben 4 steht nun ebenfalls als Notunterkunft zur Verfügung! Dieses Zentrum bedienen die Shuttlebusse in Richtung Ballspielhalle.

Um den Innenstadtbereich zu verlassen um Verwandte und Bekannte oder die Evakuierungszentren aufzusuchen, können die Bürgerinnen und Bürger den ÖPNV kostenfrei nutzen!

Die Einsatzkräfte und die Stadtverwaltung Nordhausen rufen die Bevölkerung zum Verlassen des Evakuierungsbereichs auf. Den Einsatzkräften ist unbedingt Folge zu leisten!

Update 20 Uhr: Wie die nnz von Sprengmeister Andreas West erfahren hat, sollte die Entschärfung des Blindgängers relativ geregelt vonstatten gehen. Dafür spräche unter anderem, dass die Bombe nicht bewegt wurde und der im populären Sprachgebrauch genannte "Säuere-Zünder" gut erhalten sein.

Letztlich aber ist die Entschärfung einer Bombe mit diesem Zünder auch ein Risiko, so dass alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, damit die Schäden bei einer Explosion so gering wie möglich gehalten werden. Deshalb seien Dutzende Strohballen so angelegt, dass bei einer Detonation eine Schornsteinwirkung entstehen. Positiv wirken sich auch die lagernden Container des Theaters aus. Wenn die Evakuierung weiter so wie bisher verlaufe, können eventuell gegen 21 Uhr mit der Entschärfung begonnen werden, sagt Andreas West.

Zum Stand der Evakuierung sagte Oberbürgermeister Kai Buchmann: „Die gute Nachricht ist: die Evakuierung der Pflegeheime ist nahezu abgeschlossen.“ Danach sollte der weitere Einsatz schneller vonstatten gehen. Es geht also voran, er rechne damit das die Entschärfung noch heute stattfinden werde


Update 19:46 Uhr: Kleines Detail am Rande um die Größe der heutigen Aufgabe einschätzen zu können: der Chef der Nordhäuser Leitstelle, Tobias Mielke, erinnert sich das man bei früheren Einsätzen wenigstens 3.000 Menschen, in der Regel aber eher 5.000 Menschen zu evakuieren hatte. Die höchste Zahl, an die er sich erinnern könne, habe bei rund 8.000 Menschen gelegen. Heute müssen rund 15.000 Personen evakuiert werden.

Update 19:18 Uhr: Wie Pressesprecher Lutz Fischer mitteilt wird man nun auch das "Nordhaus" in Nordhausen Nord als Evakuierungspunkt öffnen. Eine weitere Einrichtung wird derzeit noch vorbereitet, bevor eine Belegung beginnen kann müssen zunächst genügend Stühle, nach Möglichkeit Liegen und ein Grundbestand an Nahrungsmitteln herangeschafft werden. Zum Stand der Evakuierung lässt sich weiterhin nichts sagen. Da man von innen nach außen räumt und sich somit der Einsatzradius vergrößert, wird die "Front" für die Einsatzkräfte immer breiter.

Update 18:49 Uhr: In Nordhausen Ost wird man nun auch die Schule als Unterkunft für Evakuierte öffnen. Weitere Standorte im Stadtgebiet sind im Gespräch, eine Entscheidung steht aktuell aber noch aus.


Update 18:25 Uhr: Das diese Evakuierung deutlich umfangreicher ausfällt als sonst kann man sehr deutlich in der Turnhalle in Nordhausen Ost sehen.

Rund 220 Menschen haben hier bereits Zuflucht gefunden, sehr viel mehr als zuletzt. Weitere Menschen stehen noch Schlange um sich registrieren zu lassen. Man bekomme immer wieder nachfragen ob Verwandte hier oder an anderer Stelle untergekommen sind, deswegen erfasse man die Neuankömmlinge, erklärte Martin Juckeland, Leiter des Stadtentwicklungsamtes. Zusammen mit neun weiteren Mitarbeitern der Stadtverwaltung wird die Unterbringung in der Turnhalle organisiert. Die nötigen Sitzgelegenheiten hat der Bauhof aus eigenen Beständen herangeschafft, doch die werden langsam knapp. Das Technische Hilfswerk wird zeitnah Liegen in die Turnhalle bringen, ein entsprechender Bereich wurde bereits mit Bauzäunen abgetrennt. Die meisten Anwesenden sind trotz allem guter Dinge, viele haben sich Verpflegung mitgebracht, die Nordhäuser sind und bleiben in Sachen Bombenfunde nun einmal routiniert


Update 17:45 Uhr: Die Stadt hat weitere Details zur Entschärfung bekannt gegeben. Der Fundort wird derzeit mit Stroh umgeben, um im Fall einer Detonation den Druck abzuleiten. Die Entschärfung wird mit einem Wasserschneidsystem der Firma Hammelmann durchgeführt. Eine Hochleistungspumpe erzeugt ein Wasserdruck bis zu 3.000 bar. Dem Wasser wird feiner Sand zugeführt und das Gemisch Wasser/Sand schneidet über eine spezielle Düse bis zu 12 cm Stahl. Somit müssen die Sprengmeister nicht mehr den Zünder mit Hammer, Meißel und großer Rohrzange aus der Bombe herausdrehen. Das System wird aus der Deckung heraus gesteuert. Über Kameras wird der Schneidvorgang beobachtet und gesteuert.

Update 17:10 Uhr: Zur Zeit sind 200 Einsatzkräfte im Stadtgebiet aktiv. Wie die Stadtverwaltung mitteilt sieht der Zünder "gut" aus, der Blindgänger müsse nicht verlagert werden, das Schweißgerät wird direkt angebracht werden können. Im Moment werden vor Ort Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, mit der eigentlichen Entschärfung wird erst begonnen, wenn die Evakuierung abgeschlossen ist. Wie lange das Dauern wird ist aktuell noch nicht abzuschätzen.


Lagezentrum im Regenbogenhaus

Update 16:18 Uhr: Die Stadtverwaltung hat Hinweise zur Evakuierung bekannt gegeben.

Um den Innenstadtbereich zu verlassen um Verwandte und Bekannte oder die Evakuierungszentren aufzusuchen, können die Bürgerinnen und Bürger den ÖPNV kostenfrei nutzen!

Wie muss ich meine Wohnung/mein Haus hinterlassen?
  • Bitte schalten Sie alle elektronischen Geräte aus! Es ist notwendig, eine Trafo-Station im Evakuierungsbereich abzustellen.
  • Bitte schalten Sie das Licht aus, löschen alle Kerzen und schließen sie alle Haustüren und Fenster ab.
  • Bitte lassen Sie Rollläden oder Jalousien nicht herunter. Für die Evakuierungsteams ist es wichtig, einen Blick in die Fenster werfen zu können, um hilfsbedürftige oder nicht gehfähige Personen erkennen zu können.
  • Ein Abstellen von Gas, Strom oder Wasser ist nicht notwendig.
  • Die Polizei wird während und nach den Evakuierungsmaßnahmen die Schutzzone intensiv bestreifen und absichern.

Was sollte ich beim Verlassen meiner Wohnung/meines Hauses mitnehmen?
Bitte führen Sie alle wichtigen persönlichen Dokumente, darunter Personalausweis, Führerschein oder medizinische Dokumente, mit sich.

Zu evakuierende Bewohnerinnen und Bewohner sollen unbedingt an ihre medizinische Versorgung, Versorgung mit speziellen Lebensmitteln (Diätkost, Baby-und Kleinkindnahrung, etc.) denken und diese in ausreichender Menge mitführen.

Was passiert mit Haustieren?
Wenn Sie Haustiere haben, versorgen Sie diese bitte vor verlassen Ihrer Wohnung bzw. Hauses ausreichend. Nehmen Sie sie nur mit, wenn der Verbleib in den nächsten Stunden in der Wohnung nicht möglich ist. In den Evakuierungszentren besteht keine Möglichkeit zur Unterbringung von Haustieren.

Wie lange dauert die Entschärfung?
Die Entschärfung kann erst nach Abschluss der Evakuierung beginnen. Der Sprengmeister kann noch keine genaue Zeitspanne benennen, da immer wieder etwas Unvorhergesehenes geschehen kann. Zum jetzigen Zeitpunkt geht das Lagezentrum von Entschärfungsarbeiten bis in die Abendstunden aus.

Update 16:00 Uhr: Im Stadtgebiet stehen mehrere Evakuierungspunkte für betroffene Anwohner bereit:
  • Turnhalle Nordhausen Ost
  • Ballspielhalle, Hesseröder Straße
  • Turnhalle am Südharz-Klinikum

Pflegebedürftige kommen in der Wiedigsburghalle unter. Wie die Polizei mitteilt wurde in Richtung Nordhausen Ost wurde eine Notfall-Buslinie eingerichtet. Zudem wird die Straßenbahn Anwohner so lange wie möglich kostenfrei aus dem Evakuierungsgebiet bringen. Insgesamt sind etwa 15.000 Menschen von der Evakuierung betroffen. Da es sich bei dem 225 Kilogramm schweren Blindgänger um eine Bombe mit Säurezünder handelt sei sofortiges handeln erforderlich. Der Sprengmeister wird gegen 16:30 Uhr in Nordhausen erwartet.

Update 15:43 Uhr: Wie die Nordhäuser Polizei mitteilt steht der Evakuierungsbereich fest. Evakuiert wird ein Bereich in einem Radius von 1000 Metern. Welche Straßen betroffen sind, erfährt man hier .

Die Polizei ist während und nach den Evakuierungsmaßnahmen präsent, wird die Bereiche intensiv bestreifen und sichern. Für weitere Rückfragen steht Ihnen der City-Ruf des Ordnungsamtes unter der Tel. 03631/696115 zur Verfügung.

Update 15:24 Uhr: Der Landkreis Nordhausen hat Großalarm ausgelöst und zusätzliche Einsatzkräfte aus den Nachbarlandkreisen angefordert. Üblicherweise erhalte man bei Evakuierungen Unterstützung entweder aus dem Kyffhäuserkreis oder dem Eichsfeld, erläuterte Landrat Jendricke. Angesichts des Fundorts der Bombe und der Art des Zünders sei heute aber Eile geboten. Neben den eigenen Einsatzkräften aus dem weiteren Landkreis wurden deswegen zusätzliche Züge aus beiden Nachbarlandkreisen nach Nordhausen beordert. Der Sprengmeister befinde sich derzeit auf dem Weg, man werde ihm ein Blaulichtfahrzeug entgegen schicken, um ihn möglichst schnell ins Stadtgebiet bringen zu können. "Wir sind bemüht so viele Leute wie möglich zusammenzuziehen um die Evakuierung zügig durchführen zu können", sagte Jendricke der nnz.

Der Landkreis ist für die Organisation regionaler und überregionaler Einsatzkräfte zuständig, Planung und Durchführung der Evakuierung liegen hingegen in der Verantwortung der Stadt.


Update 15:16 Uhr: Die Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes sind mit Blaulicht in Richtung Innenstadt unterwegs.

Update 13:52 Uhr: Da es sich um einen Langzeitzünder handelt könnte das Verfahren zur Entschärfung komplizierter ausfallen als üblich, teilte der städtische Pressesprecher Lutz Fischer der nnz mit. Man sei zur Zeit dabei den genaueren Evakuierungsbereich festzulegen und geht aktuell von einem Radius von 1000 Metern aus. Man werde aufgrund der Sachlage am Fundort komplette Straßenzüge evakuieren und sich nicht mit einzelnen Hausnummern aufhalten. Die Bekanntgabe der betroffenen Bereiche soll zeitnah erfolgen, die an das Theater angrenzenden Straßen werden sofort evakuiert.

Update 13:38 Uhr Wie die Stadtverwaltung mitteilt werden derzeit aufgrund des Langzeitzünders der gefundenen Bombe die umliegenden Bereiche sofort evakuiert. Im Moment erfolge die Abstimmung der detaillierten Evakuierungs- und Entschärfungsmaßnahmen mit dem Sprengmeister, den beteiligten Rettungs- und Sicherheitskräften und der Stadtverwaltung.

Aus diesem Grund hat die Stadt Nordhausen ein Lagezentrum im Regenbogenhaus Nordhausen (Karl-Meyer-Straße 6, 99734 Nordhausen) eingerichtet, das für die Leitung und Koordinierung der Evakuierung und der Entschärfung zuständig ist. Das Betreten des Fundgebietes ist untersagt!

Aktuelle Informationen erhalten Sie über:
  • Den City-Ruf des Ordnungsamtes telefonisch unter 03631/696115.
  • Die wichtigsten Informationen und Hinweise zur Durchführung der Evakuierung erhalten Sie auf der städtischen Homepage www.nordhausen.de.
  • Die städtische Facebook-Seite "Stadtverwaltung Nordhausen am Harz"
  • Nordhäuser Medienkanäle wie www.ta-nordhausen.de; https://www.nnz-online.de/ Stadtansichten oder Radio ENNO 100.4.
  • Regionale und überregionale Medien (Radio, Internet, Fernsehen).
  • Die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes: Warn-App NINA/Katwarn
Theater-Intendant Klajner im Gespräch mit der Polizei (Foto: nnz)
Blindgänger hinter dem Theater gefunden (Foto: nnz)
Blindgänger hinter dem Theater gefunden (Foto: nnz)
Blindgänger hinter dem Theater gefunden (Foto: nnz)
Sammelpunkt der Rettungskräfte in Nordhausen Ost (Foto: S. Dietzel)
Sammelpunkt der Rettungskräfte in Nordhausen Ost (Foto: S. Dietzel)
Sammelpunkt der Rettungskräfte in Nordhausen Ost (Foto: S. Dietzel)
Der Evakuierungspunkt in Nordhausen Ost (Foto: Angelo Glashagel)
Der Evakuierungspunkt in Nordhausen Ost (Foto: Angelo Glashagel)
Der Evakuierungspunkt in Nordhausen Ost (Foto: Angelo Glashagel)
Der Evakuierungspunkt in Nordhausen Ost (Foto: Angelo Glashagel)
Der Evakuierungspunkt in Nordhausen Ost (Foto: Angelo Glashagel)
Der Evakuierungspunkt in Nordhausen Ost (Foto: Angelo Glashagel)
→ Druckversion
← zum Nachrichtenüberblick

Kommentare

06.11.2019, 15.39 Uhr
Andreas Dittmar | Blindgänger in Nordhausen
Mal wieder Zeit der Firma Tauber fest die Daumen zu drücken, sich bei den vielen Helfern zu bedanken, aber auch Zeit, Denen herzlich Danke zu sagen, die es nicht für nötig halten, Gelder für die proaktive Kampfmittelräumung bereitzustellen und diese panikartige Räumaktion zu verantworten haben. Danke, den Politikern, die dafür sorgen, dass Nordhausen in Erfurt nicht vergessen wird. Frau Keller und Frau Mitteldorf, sie haben das Direktmandat, zeigen Sie doch mal was Sie drauf haben. Machen sie es besser aber warten Sie nicht 30 Jahre.

3   |  3     Login für Vote
06.11.2019, 19.09 Uhr
47Monty | Evakuierung
Es ist schon ein wenig makaber, wenn man liest, dass pflegebedürftige Menschen in der Wiedigsburghalle untergebracht werden, aber die Grimmelallee in diesem Bereich zum Evakuierungsgebiet gehört???
Ich weiß nicht wer sich dies ausgedacht hat und ob dahinter ein System steckt.

2   |  4     Login für Vote
06.11.2019, 23.31 Uhr
Paulinchen | Renitente Bürger,...
... sind das etwa die, welche für die herbeigeführte Verzögerung einer dringenden Sprengstoffbergung, mit einer Geldstrafe von 1200 Euro pro Person belegt werden?
Finde ich nicht so schlecht, die Rettungskraefte wirds freuen, bei der nächsten Vereinssitzung/Lagebesprechung ist die Luft nicht so trocken.

1   |  0     Login für Vote
07.11.2019, 01.26 Uhr
matze81 | Ohne Worte
Vollpfosten die die Arbeit der Helfer stören und auch noch die Entschärfung. Hohe Bußgelder wären nur fair gegenüber den 15000 evakuierten müden Bürgern

6   |  0     Login für Vote
07.11.2019, 02.02 Uhr
Paulinchen | Wenn Dummheit...
... Pickel auf dem Körper verursachen würde, dann liefen diese Idioten wie Streuselkuchen durch die Straßen. Oder wollten die zum Berufsberatungsgespaech kommen? Hatte die Polizei keine vierbeinigen Helfer dabei? Die hätten denen die Neugier schon genommen.

3   |  0     Login für Vote
07.11.2019, 03.21 Uhr
Heimathistoriker
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
07.11.2019, 07.25 Uhr
Herr Schröder | 47Monty
Na das sollten sie schon mal näher erklären. Welches System vermuten sie denn. Das man absichtlich die Leute aus ihren Wohnungen treibt. Was für ein Blödsinn. Der Radius beträgt 1000 m Luftlinie. Es ist doch bei jeder Entschärfung hier das selbe Gejammer.

Bleibt nur allen ein großes Dankeschön auszusprechen! Allen voran den vielen Freiwilligen Helfern die heute Morgen schon wieder auf Arbeit müssen.

2   |  2     Login für Vote
07.11.2019, 08.08 Uhr
Andreas Dittmar | Ergänzung zu meinem ersten Kommentar
Ein großes Dankeschön an Herrn West und sein Team von der Firma Tauber und natürlich das geniale Schneidgerät.

Ich hatte im ersten Kommentar den Begriff "panikartige Räumaktion" verwendet. Das war in keinster Weise an die Akteure vor Ort addressiert. Es ist eine logistische und organisatorische Höchstleistung 15000 Menschen in kürzester Zeit in Sicherheit zu bringen. Das verdient natürlich höchsten Respekt.

Es ist wichtig Möglichkeiten zu suchen und zu finden, so etwas planbar zu machen, um den Menschen ein ausreichendes Zeitfenster zu geben, sich in Sicherheit zu bringen.

Wenn es technisch machbar ist, unbebaute Flächen in der Innenstadt nach Blindgängern abzusuchen, um diese sicher zu lokalisieren und zu entschärfen, sollte man sich dem nicht verschließen und Gelder bereitstellen.

Herr Iffland hatte ja dazu schon einmal diesen Beitrag geschrieben. https://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=264354 Das sollte man unterstützen.

2   |  1     Login für Vote
07.11.2019, 09.35 Uhr
Paulinchen | Einspruch Euer Ehren, Herr Dittmar,...
... was tun oder nutz ein Areal, welches nach Blindgängern abgesucht und für sicher erklärt wurde, wenn es am Ende doch im 1000 m Sicherheitsbereich liegt?
Es gibt aber offenbar keine Inventurliste über die Blindgänger in unserer Stadt. Somit sind wir nicht das letzte Mal, auf die fachgerechte Hilfe der Mitarbeiter der Firma Tauber und der unzähligen freiwilligen Helfer angewiesen. Auf diesem Weg, mein großer Dank an den genannten Personenkreis.

3   |  1     Login für Vote
07.11.2019, 11.43 Uhr
47Monty | Andreas Dittmar
Welchen Hintergrund ich dahinter vermute kann man sicher nur verstehen, wenn man selbst betroffen ist. Der Evakuierungsradius ist mir schon klar, aber wieso nutzt man nicht freie verfügbare Lokalitäten, z. Bsp. Sporthalle am Salzagraben, um gerade die pflegebedürftigen Bürger/-innen unterzubringen. Die Wiedigsburghalle aber befand sich im Evakuierungsradius.
Die Personen die nach erfolgter Evakuierung den Gefahrenbereich betreten haben, müssten eine empfindliche Geldstrafe zahlen, denn die Mitbürger, die wegen ihnen bis in die Nacht in den Notunterkünften ausharren mussten, konnten über deren Aktionen bestimmt nicht lachen.
Großen Dank an alle Einsatzkräfte, besonders Herrn West und der Firma Tauber.

1   |  0     Login für Vote
07.11.2019, 11.44 Uhr
47Monty | Andreas Dittmar
Welchen Hintergrund ich dahinter vermute kann man sicher nur verstehen, wenn man selbst betroffen ist. Der Evakuierungsradius ist mir schon klar, aber wieso nutzt man nicht freie verfügbare Lokalitäten, z. Bsp. Sporthalle am Salzagraben, um gerade die pflegebedürftigen Bürger/-innen unterzubringen. Die Wiedigsburghalle aber befand sich im Evakuierungsradius.
Die Personen die nach erfolgter Evakuierung den Gefahrenbereich betreten haben, müssten eine empfindliche Geldstrafe zahlen, denn die Mitbürger, die wegen ihnen bis in die Nacht in den Notunterkünften ausharren mussten, konnten über deren Aktionen bestimmt nicht lachen.
Großen Dank an alle Einsatzkräfte, besonders Herrn West und der Firma Tauber.

0   |  0     Login für Vote
07.11.2019, 12.40 Uhr
Andreas Dittmar | Wenn so eine Bombe zufällig
bei Schachtarbeiten freigelegt wird, muss natürlich schnell gehandelt werden. Dieses "zufällig" ist für den Baggerfahrer und die Baufirma natürlich auch ein erhebliches Risiko. Das könnte letztendlich in einem Himmelfahrtskommando enden.

Wenn es technisch möglich wäre ohne aufzuschachten, zb. mit Metall-Detektoren solche Blindgänger sicher zu lokalisieren, hat man mehr Zeit Evakuierungsmaßnahmen zu planen. Als Grundlage dafür könnte man auch Luftaufnahmen verwenden. Wenn natürlich keine Inventarisierung stattgefunden hat, wird das schwieriger.

Es ist ja auch einfacher, eine Stadt wie Nordhausen an einem Sonntag zu räumen als an einem Werktag.

0   |  1     Login für Vote
07.11.2019, 14.00 Uhr
Bodo Schwarzberg | Nordhäuser Zeit-Bomben werden verdrängt...
...Wohlgemerkt über bis zu 700 Bomben wohnen, oder fahren und gehen wir jeden Tag in Nordhausen.

Die Zahl 700 stammt von keinem Geringeren, als dem Nordhäuser Ehrenbürger Helmut "Max" Zinke, der mit 246 Bomben ca. ein Drittel seiner Lebensleistung von 800 Bomen in Nordhausen entschärft hat - übrigens noch ohne Roboter sondern stets mit Hautkontakt zur Bombe.

Es sollte uns schon zu denken geben, dass in einem nach dem Krieg wieder bebauten Areal auch heute noch Blindgänger gefunden werden. Man denke nur: Gestern wurden 15.000 Personen evakuiert. Diese 15.000 aber lebten bis zum 6.11. ohne es zu wissen mit dem Langzeitzünder und ein paar Hundert Kilo Sprengstoff praktisch Tür an Tür.

Man sollte schon die Frage aufwerfen, ob die Stadt ihrer uneingeshränkten Pflicht zum Bürgerschutz angesichts des aktuellen Fundes und der noch hunderten weiteren Blindgänger irgendwo unter uns mit allen heute zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nachkommt?

Das Entsetzen wären genauso groß und es würden sich genau diese Fragen auftürmen, wenn eine solche alte Bombe plötzlich vor einem nach dem Krieg genauten Supermarkt oder unter einer Kneipe detonieren würde.

Bekanntlich ging ein Blindgänger erst vor wenigen Monaten in den alten Bundesländern ohne Vorwarnung und ohne ihn zuvor überhaupt zu kennen, urplötzlich in die Luft.

Sollte das nicht den Verantwortlichen in der am meisten zerstörten Stadt Thüringens zu denken geben?

Und schießlich beschäftigen mich die heutigen Bomben mit atomarem Sprengkopf. Der frühere Kanzlerberater von Helmut Kohl Teltschik, beklagte jüngst in einem Interview die Sorglosigkeit und die Ignoranz, mit der die Öffentlichkeit die sich seit dem IWF-Aus munter drehende Rüstungsspirale betrachtet. Es gäbe zwar eine Bewegung Fridays for Future, aber angesichts der Tatsache, dass die Explosion von ein paar Atombomben ausreichten, um unseren Wohlstand und unser Klima in die letzte Eiszeit zurückzufeuern, wäre doch eine neune Friedensbewegung zumindest genauso dringend.

Teltschik ist mit 79 Jahren der wohl letzte lebende Diplomat, der den heutigen Umgang des Westens mit Russland noch aus eigener Erfahrung mit dem einst normalen, respektvollen Umgang der 80er Jahre vergleichen kann. Leider nur wird auch er zu wenig gehört. - Und das kann irgendwann im Spannungsfall eine Evakuierung, wie gestern, vollkommen überflüssig machen.

3   |  1     Login für Vote
07.11.2019, 20.12 Uhr
47Monty | Herr Schröder
Das es zu einer Evakuierung kommen musste steht außer Frage und war auch nicht das Thema. Es ging um den Evakuierungsradius und das Menschen innerhalb dieses Radius in vermeintliche Sicherheit gebracht werden. Einfach mal richtig lesen.

0   |  0     Login für Vote
08.11.2019, 23.18 Uhr
KarinS | Andreas Dittmar
Mit Verlaub hat Frau Mitteldorf fünf Personen Unterschlupf gewährt und bis in die frühen Morgenstunden mit uns ausgeharrt . Also mal schön den Ball flach halten.

0   |  0     Login für Vote
→ Kommentar hinzufügen



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.

 
Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.