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Do, 14:29 Uhr
28.04.2005

Kein Grund zum Jubeln

Nordhausen (nnz). Das Jahr 2004 war für den Thüringer Einzelhandel nicht gerade erquicklich. Der bekommt vor allem die Zukunftsängste seiner Kunden zu spüren.


Grund zum Jubeln hatten die Delegierten aus allen Thüringer Regionen zu ihrem gestern stattgefundenen 15. Verbandstag des Einzelhandelsverbandes nicht. Die lange Talfahrt im thüringischen Einzelhandel ist noch immer nicht beendet. Auch 2004 schloß der Einzelhandel mit einem durchschnittlichen Umsatzminus von 0,6 % ab. Dabei zählen die Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte mit einem Plus von real 1,4 % zu den Gewinnern, während bei fast 20 % der inhabergeführten Fachgeschäfte Einbußen im zweistelligen Bereich hingenommen werden mussten. Dennoch, der Rückgang wurde, insgesamt betrachtet, gegenüber 2003 – da waren es minus 2,5 % - etwas abgemildert.

„Einerseits erleben wir fast täglich die große Sorge unserer Kunden um die Zukunft. Wer heute angesichts hoher Arbeitslosenzahlen, Hartz IV und steigender Lebenshaltungskosten nicht weiß, wie viel er morgen noch in der Geldbörse hat, überlegt genau, wofür er den Euro ausgibt. Andererseits spüren wir, dass die Anschaffungsbereitschaft unserer Kunden in der letzten Zeit, gegenüber vielen Monaten der Kaufzurückhaltung, ganz leicht ansteigt.“ so Arnold Senft, Präsident des EHV.

Im Ergebnis sehen die Händler einer Umfrage zufolge etwas optimistischer in die Zukunft. 22 Prozent der Unternehmen rechnen mit weiteren Umsatzrückgängen (2004 waren es noch 36 Prozent), 28 Prozent hoffen auf Umsatzsteigerungen. Verabschiedet wurde von den Delegierten ein Appell an alle Handelsunternehmen in Thüringen, mehr Ausbildungsplätze zu mobilisieren. Damit wolle der Handel als einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder seinen Teil zum Erfolg des Ausbildungspaktes beitragen.
Autor: nnz

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