Do, 08:53 Uhr
28.04.2005
Im Dienst der Menschen
Nordhausen (nnz). Im Internet gibt es zahlreiche Suchmaschinen. Die finden – mehr oder weniger komfortabel – fast jeden Begriff, den man eingibt. Doch Suchdienst sind keine (Nebenbei) Erfindung des Webs. Einer von ihnen feiert in diesen Tagen seinen 60. Geburtstag.
Seit seiner Gründung im Mai 1945 führte der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mehr als 16 Millionen Menschen zusammen und klärte 1,23 Millionen Schicksale. "Die Ungewissheit über den Verbleib eines lieben Menschen ist genauso schwer zu ertragen wie physisches Leid" – seit 60 Jahren folgt der DRK-Suchdienst diesem Leitsatz. Er klärt Schicksale von Menschen, die durch bewaffnete Konflikte und Katastrophen von ihren Familien getrennt wurden und berät die Familien hinsichtlich ihrer Zusammenführung.
Die aktuelle Arbeit des DRK-Suchdienstes beschränkt sich nicht auf die Klärung von Schicksalen aus dem Zweiten Weltkrieg. "Ziel unserer Arbeit ist es, das Schicksal der infolge von Kriegen und Katastrophen Vermissten zu klären, den Kontakt zueinander wiederherzustellen und sie bei der Zusammenführung ihrer Familien über Ländergrenzen hinweg zu unterstützen", sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. Allein nach dem Tsunami in Südasien im Dezember 2004 gingen über 1.200 Anfragen nach Vermissten beim DRK-Suchdienst ein. "Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen, Gewissheit zu erhalten über den Verbleib von nahen Angehörigen," sagt Dr. Seiters.
Bei bewaffneten Konflikten und Katastrophen im In- und Ausland handelt der DRK-Suchdienst schnell und effektiv. In Zusammenarbeit mit den Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in aller Welt übermittelt der Suchdienst sogenannte Familiennachrichten von Menschen aus Konfliktgebieten an Angehörige in Deutschland und umgekehrt. Die Suchdienstmitarbeiter in den Landes- und Kreisverbänden des DRK werden von rund 4.000 ehrenamtlichen Helfern unterstützt, um bei Katastrophen Informationen zu sammeln und Auskunft über den Verbleib möglicher Opfer geben zu können. Auch bei Großveranstaltungen, wie z.B. der Fußball-WM 2006, ist der Suchdienst in erhöhter Alarmbereitschaft.
In nahezu allen DRK-Landes- und Kreisverbänden sowie im Kompetenzzentrum, dem DRK-Suchdienst Hamburg, stehen Beratungsstellen für Fragen der Familienzusammenführung zur Verfügung. Die Suchdienst-Mitarbeiter führen im Jahr rund 150.000 Beratungen für Hilfe suchende Bürger im Rahmen des komplexen Aufnahmeverfahrens nach dem Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetz, nach dem Staatsangehörigkeits- und Aufenthaltsgesetz durch.
Die Geschichte des DRK-Suchdienstes beginnt im Frühjahr 1945: Millionen Familien hat der Krieg getrennt, jeder Vierte sucht jemanden oder wird selber gesucht. Von den 2,5 Millionen Vermisstenschicksalen des Weltkrieges konnte der Suchdienst bis heute knapp die Hälfte klären. Noch immer gehen jährlich 1.000 bis 2.000 neue Suchanfragen zu Vermissten aus dem Zweiten Weltkrieg ein.
In den vergangenen 60 Jahren hat der DRK-Suchdienst
- mehr als 16 Millionen Menschen zusammengeführt,
- mehr als 500.000 Kinderschicksale geklärt und
- rund 600.000 Menschen in aller Welt über den Verbleib von Angehörigen in Konflikten und Katastrophen benachrichtigt.
Autor: nnzSeit seiner Gründung im Mai 1945 führte der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mehr als 16 Millionen Menschen zusammen und klärte 1,23 Millionen Schicksale. "Die Ungewissheit über den Verbleib eines lieben Menschen ist genauso schwer zu ertragen wie physisches Leid" – seit 60 Jahren folgt der DRK-Suchdienst diesem Leitsatz. Er klärt Schicksale von Menschen, die durch bewaffnete Konflikte und Katastrophen von ihren Familien getrennt wurden und berät die Familien hinsichtlich ihrer Zusammenführung.
Die aktuelle Arbeit des DRK-Suchdienstes beschränkt sich nicht auf die Klärung von Schicksalen aus dem Zweiten Weltkrieg. "Ziel unserer Arbeit ist es, das Schicksal der infolge von Kriegen und Katastrophen Vermissten zu klären, den Kontakt zueinander wiederherzustellen und sie bei der Zusammenführung ihrer Familien über Ländergrenzen hinweg zu unterstützen", sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. Allein nach dem Tsunami in Südasien im Dezember 2004 gingen über 1.200 Anfragen nach Vermissten beim DRK-Suchdienst ein. "Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen, Gewissheit zu erhalten über den Verbleib von nahen Angehörigen," sagt Dr. Seiters.
Bei bewaffneten Konflikten und Katastrophen im In- und Ausland handelt der DRK-Suchdienst schnell und effektiv. In Zusammenarbeit mit den Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in aller Welt übermittelt der Suchdienst sogenannte Familiennachrichten von Menschen aus Konfliktgebieten an Angehörige in Deutschland und umgekehrt. Die Suchdienstmitarbeiter in den Landes- und Kreisverbänden des DRK werden von rund 4.000 ehrenamtlichen Helfern unterstützt, um bei Katastrophen Informationen zu sammeln und Auskunft über den Verbleib möglicher Opfer geben zu können. Auch bei Großveranstaltungen, wie z.B. der Fußball-WM 2006, ist der Suchdienst in erhöhter Alarmbereitschaft.
In nahezu allen DRK-Landes- und Kreisverbänden sowie im Kompetenzzentrum, dem DRK-Suchdienst Hamburg, stehen Beratungsstellen für Fragen der Familienzusammenführung zur Verfügung. Die Suchdienst-Mitarbeiter führen im Jahr rund 150.000 Beratungen für Hilfe suchende Bürger im Rahmen des komplexen Aufnahmeverfahrens nach dem Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetz, nach dem Staatsangehörigkeits- und Aufenthaltsgesetz durch.
Die Geschichte des DRK-Suchdienstes beginnt im Frühjahr 1945: Millionen Familien hat der Krieg getrennt, jeder Vierte sucht jemanden oder wird selber gesucht. Von den 2,5 Millionen Vermisstenschicksalen des Weltkrieges konnte der Suchdienst bis heute knapp die Hälfte klären. Noch immer gehen jährlich 1.000 bis 2.000 neue Suchanfragen zu Vermissten aus dem Zweiten Weltkrieg ein.
In den vergangenen 60 Jahren hat der DRK-Suchdienst
- mehr als 16 Millionen Menschen zusammengeführt,
- mehr als 500.000 Kinderschicksale geklärt und
- rund 600.000 Menschen in aller Welt über den Verbleib von Angehörigen in Konflikten und Katastrophen benachrichtigt.

