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Fr, 18:00 Uhr
18.10.2019
Die LINKE startet die heiße Wahlkampfphase

Vorwärts immer, rückwärts nimmer

Vor dem Nordhäuser Theater versammelten sich heute nachmittag die Anhänger der LINKEn, um sich auf die allerheißeste Phase des Wahlkampfes einzuschwören. Außer den Nordhäuser Spitzenkandidatinnen war auch männliche Hilfe angereist.

Wahlkampfhelfer Gysi und Ramelow mit den Kandidatinnen Mitteldorf und Keller

Das Bleicheröder Musiktrio LESS PEOPLE unterhielt die gut 200 Besucher der letzten großen Wahlkampfkundgebung der stärksten Thüringer Regierungspartei am frühen Nachmittag, ehe die beiden Nordhäuser Spitzenfrauen Birgit Keller und Katja Mitteldorf die Bühne betraten. In einer lockeren Talkrunde, die von der Fraktionsvorsitzenden ihrer Partei im Landtag, Susanne Henning-Welsow, moderiert wurde, plauderten die drei Damen über die Arbeit im Landtag und freuten sich über das Erreichte in den letzten fünf Jahren.

Birgit Keller war extra im pinken Mantel gekommen, weil der pinke Balken (der für ihre Partei steht) in den letzten Hochrechnungen der Meinungsforscher der größte ist und auf 29% zeigte. Mit einer von vergangenen Wahlkampfauftritten schon etwas angekratzten Stimme versprach die Landwirtschaftsministerin in punkto Bildungsmisere: „In den nächsten fünf Jahren haben wir das Lehrerproblem gelöst.“ Natürlich wolle niemand, dass so viele Stunden ausfallen müssen, aber in einer Legislaturperiode konnten nicht die Versäumnisse der Vergangenheit revidiert werden.

Die drei Damen vom Landtag. In der Mitte Susanne Henning-Welsow

Katja Mitteldorf freute sich über die Fördermittel zur Nordhäuser Theaterrestaurierung und für den Albert-Kuntz-Sportpark, wo dann nach Abschluss der Umbauarbeiten vor allem viele Kinder im Breitensport trainieren könnten. Im leidigen Problem mit dem ÖPNV auf dem Lande sei man auf einem guten Weg, habe bereits einige Bus-Projekte in die Spur gesetzt. Auch die ärztliche Versorgung auf dem Lande solle verbessert werden, die Sozialministerin habe gerade begonnen ein Konzept dafür zu erarbeiten.

Am Wahltag wollen die beiden Nordhäuserinnen wandern gehen und sich über unpolitische Themen unterhalten, ehe sie um 18.10 Uhr bei einem Wein den Sieg von Rot-Rot-Grün feiern wollten. Frau Henning-Welsow gab schon einmal launig den Termin für die Ministerpräsidentenwahl Bodo Ramelows bekannt: es wird der 18. Dezember sein. Damit alle ein friedliches Weihnachtsfest hätten.

Less People sorgten für ein angenehmes Ambiente

Nach einem weiteren Musikblock der Familie Kirchner (Vater Ralf und Tochter Jo-Ann) nebst EMMA-Frontmann Matthias Hirschfeld fuhr dann auch die schwarze Limousine vor, die den bereits vielfach gelobten Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow beherbergte. Er hatte zur Verstärkung die Ikone der Partei, den Bundestagsabgeordneten und grandiosen Redner Gregor Gysi, mitgebracht. Beide brachten mit ihren Ansprachen die Menge in Wallung.

Petrus indes scheint nach wie vor kein Freund des Sozialismus zu sein; er ließ es bei den Hauptrednern kräftig regnen. Der Siegesstimmung der Genossen tat das freilich keinen Abbruch. Sie sind unisono überzeugt davon, am Sonntag das vertrauen der Wählt zu gewinnen und auch die nächsten fünf Jahre für Thüringen in Regierungsverantwortung zu sein, um das Land weiter entwickeln zu können.
Olaf Schulze
Linke (Foto: Peter Blei)
Linke (Foto: Peter Blei)
Linke (Foto: Peter Blei)
Linke (Foto: Peter Blei)
Linke (Foto: Peter Blei)
Linke (Foto: Peter Blei)
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Kommentare

18.10.2019, 18.08 Uhr
Kama99 | Typisch...
....Wahlkampf. Zu solchen Veranstaltungen erinnert sich man wieder das Nordhausen zu Thüringen gehört.

14   |  2     Login für Vote
18.10.2019, 18.39 Uhr
Latimer Rex
Der Beitrag wurde deaktiviert.
18.10.2019, 21.17 Uhr
Bauherr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
18.10.2019, 21.37 Uhr
tannhäuser
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Artikels.
19.10.2019, 07.59 Uhr
geogott | Lüge
Warum wird von allen Personen immer wieder die Lüge verbreitet, dass der Umbau des AKS auch den Kindern zu gute kommt!?
Wie oft darf denn z.B der Nachwuchs den neuen Rasenplatz, der ja auch mit diesem Argument gebaut wurde, nutzen? Die meisten wird die Antwort schockieren...
Der Nachwuchs und alles was damit zu tun hat, ist für Wacker nur notwendiges Beiwerk um irgendwelche Verbandsauflagen zu erfüllen. Im Nachwuchs ist alles nur auf das Nötigste reduziert. Das betrifft Schiedsrichter, Ausrüstung und alles rund ums Spiel. Da ich das Jahre lang selbst miterlebt habe, weiß ich wovon ich rede...

4   |  0     Login für Vote
19.10.2019, 08.27 Uhr
Frank Paarmann | Kommunisten
Die ewig gestrigen in trauter Gemeinschaft mit der extremistischen Antifa. Dreißig Jahre nach der Wende, einfach unbegreiflich !!!

9   |  2     Login für Vote
19.10.2019, 08.57 Uhr
Leser X | Diese Veranstaltung...
... hebte sich intellektuell und niveaumäßig wohltuend ab von dem Gekläffe bei manch anderen Vereinen. Da ging es weniger um gestern als vielmehr um morgen. Und es wurden keine einfachen Antworten gegeben, sondern solche, die zum Mitdenken motivieren.

1   |  10     Login für Vote
19.10.2019, 09.25 Uhr
Frank Paarmann
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
19.10.2019, 09.35 Uhr
tannhäuser | Gab es Proteste...
...oder Gegenveranstaltungen?

Nein? Dann Leser X natürlich Recht. Auch wenn er es anders meint als ich.

Wenn man nicht Schreihälse und Störenfriede übertönen muss, steigert das gemeinhin das Gesamtniveau einer politischen oder Familienveranstaltung.

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