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So, 17:24 Uhr
24.04.2005

nnz-Kurz-News am Wochenende (2)

Nordhausen (nnz). Die Redaktion der nnz hat sich an diesem Sonntag wieder mal in Thüringen und Deutschland umgesehen. Was dabei herausgekommen ist, das erfahren Sie mit dem bekannten Klick...


Skinhead-Konzert aufgelöst
Ein massiver Polizeieinsatz hat am Samstag ein nicht angemeldetes Skinhead-Konzert in Weimar verhindert. An den Einfallstraßen seien rund 40 Anhänger der Neonazi-Szene gestoppt und zurückgeschickt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Das Konzert sei von den Veranstaltern abgesagt worden, nachdem die Polizei deutliche Präsenz gezeigt habe. In Pößneck, wo nach dem Konzert mit 1000 Teilnehmern am 2. April ein weiteres erwartet wurde, gab es laut Polizei keine neue Veranstaltung.


Rennsteig ist „out“
Deutschlands längster und bekanntester Höhenwanderweg, der Rennsteig in Thüringen, verliert nach Ansicht von Experten zunehmend an Attraktivität. „Die Konkurrenz wird größer“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Wanderinstituts, Rainer Brämer, in einem dpa-Gespräch. Das Institut hatte dem Rennsteig vor Jahren das Zertifikat „Premium-Wanderweg“ versagt. Seither habe sich dort nicht viel verbessert. Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) hatte angekündigt, Thüringen zum „Wanderland Nummer eins“ zu machen.


In den Sommer gestartet
Das Jenaer Technik-Erlebnismuseum für Kinder „imaginata“ ist heute in die Sommersaison gestartet. Im Stationenpark können die jungen Besucher zahlreiche physikalische Experimente testen. Im ehemaligen Umspannwerk Jena-Nord können sie staunen, experimentieren, spielen und grübeln. Der Stationenpark ist bis zum 25. September an fast allen Sonntagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ein Besuch in der Woche ist nur mit Anmeldung möglich. Das Sommer-Technikmuseum in Jena gibt es seit 1995.


Aktion gestartet
Der fast 400 Jahre alte Taufstein in der Kaufmannskirche am Anger in Erfurt soll saniert werden. Der Stein, an dem einst auch zwei ältere Bürder von Johann Sebastian Bach getauft wurden, war 1608 aufgestellt worden. Bis zur Jahrhundertfeier an Ostern 2008 soll er aufwendig restauriert werden. Von heute an werden Menschen gesucht, die an dem Stein getauft wurden. Sie können sich in Listen eintragen und damit ihren Willen zur Sanierung bekunden. Die Kirche sammelt zudem Spenden für die Arbeiten.


Trittin bekommt Unterstützung
In der Feinstaub-Debatte bekommt Umweltminister Jürgen Trittin Unterstützung aus den Bundesländern. Sie begrüßen die geplante Kennzeichnungsverordnung. Trittin will Benziner und rußarme Diesel-Fahrzeuge noch in diesem Jahr mit Plaketten ausstatten. Nur diese Autos wären dann berechtigt, Feinstaub belastete Straßen oder Umweltzonen zu benutzen. Lediglich Niedersachsen hält Trittins Pläne für zu bürokratisch. Mehrere Großstädte haben das seit Jahresanfang gültige Feinstaub-Limit längst klar überschritten.


SPD lässt nicht ab
Die SPD belässt es nicht bei der Kritik ihres Chefs Franz Müntefering an Auswüchsen des Kapitalismus. Morgen berät der Fraktionsvorstand, wie den Worten Taten folgen können. Fraktionsvize Michael Müller kündigte an: „Wir werden jetzt einen ganzen Katalog von Maßnahmen zusammenstellen.” An der Reform-„Agenda 2010” soll aber nicht gerüttelt werden. BDI-Chef Jürgen Thumann räumte indes erstmals Fehler der Wirtschaft ein. Die Kritik Münteferings nannte er dennoch überflüssig.


Abstieg aussetzen
Rot-Weiß Erfurt will den Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga in dieser Saison aussetzen. Hintergrund ist der Wett- und Manipulationsskandal. Morgen wird die Deutsche Fußball-Liga auf der Vollversammlung der 36 Profivereine beraten. Sollte es für den Vorschlag eine Mehrheit geben, würde die DFL die Forderung beim DFB-Bundestag am Donnerstag in Mainz stellen. Die ebenfalls vom Abstieg bedrohten Zweitligisten Essen, Karlsruhe und Ahlen wollen die Pläne aus Erfurt unterstützen.


Immer noch keine Spur
Einen Tag nach dem filmreifen Raubüberfall auf ein Düsseldorfer Juweliergeschäft sind die Täter weiter verschwunden. Die Polizei weiß noch immer nicht, wohin sie mit der Beute geflüchtet sind. Fünf maskierte Männer hatten gestern vor allem Uhren aber auch Schmuck im Wert von mehr als zwei Millionen Euro geraubt. Möglich ist, dass sie sich in die Niederlande abgesetzt haben. Die Täter hatten mit Maschinenpistolen auf Polizisten und einen Passanten gefeuert. Eine Frau wurde durch einen Querschläger leicht verletzt.


Gespräche als Test
In Berlin haben heute Gewerkschaften und Länder über die Beilegung des Tarifstreits im Öffentlichen Dienst weiter verhandelt. Die Gespräche gelten als Test, ob eine Einigung überhaupt möglich ist. ver.di-Chef Frank Bsirske signalisierte Kompromissbereitschaft. Niedersachsens CDU-Finanzminister Hartmut Möllring glaubt dagegen nicht an eine Einigung. Die Länder wollen Abstriche bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie längere Arbeitszeiten. Das lehnt die Gewerkschaft ab. Sie will die Tarifreform zwischen Bund und Kommunen übernehmen.


Fehler eingeräumt
In der Kapitalismus-Debatte hat BDI-Chef Jürgen Thumann erstmals Fehler der Wirtschaft eingeräumt. Die Unternehmer hätten ein Glaubwürdigkeitsproblem, sagte der Industriepräsident dem „Tagesspiegel am Sonntag”. Die Kritik von SPD-Chef Franz Müntefering sei dennoch überflüssig. Sie verschrecke nicht nur die Unternehmer in Deutschland, sondern auch ausländische Investoren. NRW-Regierungschef Peer Steinbrück stärkte Müntefering den Rücken. Die Marktwirtschaft sei in Teilen zu einem „Raubtierkapitalismus” ausgeartet.


Keine Klärung
Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth erwartet von der Aussage von Außenminister Joschka Fischer morgen im Visa- Untersuchungsausschuss keine Klärung aller offenen Fragen. Sie begrüßte die Möglichkeit für den Minister, nun Rede und Antwort zu stehen. Wochenlang sei aus den Reihen von Opposition und Medien der falsche Eindruck erweckt worden, man wolle etwas vertuschen. Fischer werde berichten, wie es zum Visa-Missbrauch in der Ukraine kommen konnte und wie dieser abgestellt worden sei, erkärte Roth.
Autor: nnz

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