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Do, 12:47 Uhr
23.05.2019
Blumenhochbeet-Insektenhotel-Kombinationen

Dreimal in Nordhausen

Heute Nachmittag werden offiziell die drei Blumenhochbeet-Insektenhotel-Kombinationen eingeweiht. Dabei handelt es sich um ein Projekt des Kinder- und Jugendstadtrates...

Blumenhochbeet-Insektenhotel-Kombination am Lesser-Platz (Foto: nnz) Blumenhochbeet-Insektenhotel-Kombination am Lesser-Platz (Foto: nnz)
Am 20. Mai 2019 wurde in den unentgeltlich zur Verfügung gestellten Werkstätten des Berufsbildungszentrums Nordhausens (BBZ), unter fachlicher Anleitung des BBZ Natur- und Umweltpädagogen Herrn Jakschik, gebohrt, gesteckt und getackert, um die insgesamt drei „Blumenhochbeet-Insektenhotel-Kombinationen“ fertigzustellen.

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Die Rohbau-Fertigstellung und das Befüllen der „Insektenhotels“ waren Teile des Projektes „Nordhausen blüht auf“. Gemeinsam mit dem BBZ konnte die Realisierung mit dem Bau der Hochbeete und Insektenhotels erst möglich gemacht werden.

Mit dem Projekt „Nordhausen blüht auf“ möchten die Kinder im Alter von neun bis elf Jahren einen Beitrag zur Stadtverschönerung, aber auch zu mehr Vielfalt und Artenreichtum leisten. Neben dem Lesserplatz sind diese Kombinationen auch an der Blasii-Linde und an der Ecke Barfüßerstraße/Kranichstraße. Bleibt zu hoffen, dass den drei "Kombis" ein langes Leben beschert ist.

Die Projektliste der jugendlichen Parlamentarier enthält neben dem aktuellen Projekt, „Nordhausen blüht auf“, auch Themen wie Projekte gegen Rassismus, Freies W-Lan oder Toiletten für den Stadtpark.
Autor: red

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Kommentare
Fönix
23.05.2019, 17:01 Uhr
Hier drücke ich die Daumen, strecke aber
auch den Zeigefinger nach oben ! Diesen Projektansatz hatte ich ja ausdrücklich gelobt und dazu stehe ich auch nach wie vor, gerade, was die Arbeit mit den Kindern angeht. Aber gleichzeitig verdeutlicht das in diesen Beitrag eingebettete Foto das ganze Dilemma: Da sollen 0,8 Kubikmeter Erde, die ca. 2 Quadratmeter Beetfläche ergeben, nun in NDH das Klima retten. Wenn ich mir das Umfeld des Aufstellortes betrachte, sehe ich etliche 100 Quadratmeter mehr oder weniger hart versiegelte Fläche nahezu ohne jegliches Grün. Besser kann man den berühmten "Tropfen auf dem heißen Stein" nicht darstellen. Tropfen ist ein weiteres gutes Stichwort, hier ist unter den gegebenen Umständen sehr viel Gießaufwand zu betreiben, selbst wenn die Kästen mit Sukkulenten bepflanzt werden sollten. Hoffentlich hat man das hinsichtlich des Pflegeaufwandes bedacht. Solche Maßnahmen können an solchen Standorten nur ein erster zarter Anfang sein, für eine nachhaltige Wirkung braucht es da einen ganzheitlichen Ansatz.

Noch ein weiterer Hinweis: Die Geometrie der Schlitze auf der Holzplatte des Insektenhotels ist für große Faltenwespen wie z.B. Hornissen durchaus interessant. Die genauen Abmessungen des Schlitzes und des Innenraumes hinter der Platte kann ich anhand des Foto's zwar nicht erkennen, aber es würde mich nicht überraschen, wenn die lieben und schützenswerten, aber eben auch sehr wehrhaften Tierchen hier Brutnester anlegen. In diesem Fall wären erstens die gewählten Aufstellorte zu hinterfragen. Ein das Nest und die Brut mit aller Konsequenz verteidigender Schwarm greift alles an, was sich im Umfeld des Nestes bewegt, auch wenn die auslösende Aktion auf einem Missverständnis beruht. Außerdem stehen Bienen durchaus auf dem Speiseplan von großen Wespen, auch in dieser Hinsicht sind dann Konflikte vorprogrammiert.

So oder so sind für die Aufstellung rückwärtige Bereiche mit eingeschränkter Zugänglichkeit stark frequentierten Wegen, Plätzen und Treppen unbedingt vorzuziehen. Denn gerade Wildbienen, die ja die Hauptzielgruppe solcher Insektenhotels darstellen, sind oft recht scheu und meiden diese gut gemeinten aber dann oft nicht so optimal ausgeführten Anlagen, wenn sie zu sehr dem aktiven oder passiven Publikumsverkehr ausgesetzt sind.

Die Kinder haben es verdient, dass ihr Engagement von Erfolg gekrönt wird. Nichts wäre schlimmer als enttäuschte Gesichter, wenn Beete und Insektenhotel nach kurzer Zeit verwaist ein kümmerliches Dasein fristen oder gar ein schmerzender Wespenstich den Elan für geraume Zeit erlöschen lässt. Ich will hier natürlich kein Menetekel heraufbeschwören, aber vielleicht kann eine Prüfung der Anlagenkonzeption Misserfolge vermeiden, falls relevantes Konfliktpotential im Vorfeld nicht ausreichend beachtet wurde.
Gudrun1974
23.05.2019, 17:44 Uhr
Eine sehr schöne Aktion für unsere Stadt!
Eine schöne, sinnvolle und geschmackvolle Idee.
Echter-Nordhaeuser
23.05.2019, 21:19 Uhr
Blumenhochbeet-Insektenhotel-Kombinationen
Es ist ein sehr schönes Projekt aber wer weiß wie lange es so da steht wie es jetzt ist. Bin ja mal gespannt wann es in der NNZ steht wenn es zerstört wurde.
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