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Do, 19:00 Uhr
16.05.2019
Abriss hat begonnen

Aus für Schule mit Emotionen

Sie war fast 52 Jahre nicht zu übersehen - die ehemalige Schule in Klettenberg. Als über Jahrzehnte lang dominierendes Gebäude am Ortseingang, verfiel der Plattenbau nach und nach. Heute wurde symbolisch mit dem Abriss begonnen...

Abriss hat heute symbolisch begonnen (Foto: nnz)
Ein Bagger der Service-Gesellschaft verrichtete die ersten Arbeiten, den Rest wird eine beauftragte Firma übernehmen.

Landrat Matthias Jendricke begrüßte kommunale Politiker, vor allem aber Klettenberger, die selbst oder deren Kinder in dieser Schule unterrichtet wurden. Er verwies auf das Jahr 2003, als der Schulbetrieb aufgrund statischer Probleme eingestellt und eine Ersatzschule im ehemaligen Stabsgebäude gefunden werden musste. Die ist nun als Standort gesichert, ebenso wie die Turnhalle.

Ein Deal zwischen der Gemeinde Hohenstein und der Kreisverwaltung im Zuge von Kreisumlagestreitigkeiten macht es möglich, dass der Landkreis nicht nur die Abrisskosten in Höhe von rund 275.000 Euro übernehmen wird, sondern sich auch zur Hälfte an den künftigen Investitionen in die Turnhalle beteiligen wird.

Soweit die Fakten, nun zu den Emotionen: Schulleiterin Cornelia Grützner-Radtke sagte eingangs ihrer Rede, dass sie Kolleginnen und Kollegen gefragt hatte, die die damalige Schließung miterlebt hatten, ob sie einige Worte heute sprechen könnten. Sie selbst kam er nach der Schließung an die Schule. Keiner wollte heute reden, zu verbunden waren die Pädagogen mit diesem Plattenbau, der einst 1,6 Millionen DDR-Mark gekostet hatte. Frau Grützner-Radtke hatte am Ende ihrer Ausführungen eine Frage, warum die 270.000 Euro für den Abriss nicht zur Sanierung der Schule hätten genutzt werden können?
Die Antwort kam vom Landrat sofort. Diese Summe hätte nicht ausgereicht, um alle baulichen Mängel zu beheben.

Auch der ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Hohenstein, Andreas Gerbothe, verstand die Aufgabe der Schule im Jahr 2003 nicht, freute sich heute jedoch, dass die Grundschule des Ortes langfristig gesichert sei. Er dankte der Verwaltung und dem Kreistag für die entsprechenden Entscheidungen und Beschlüsse.

Nun wird der Abriss beginnen. Vielleicht wird der eine oder andere in Klettenberg sie vermissen, die Thomas-Müntzer-Schule. Hässlicher wird der Ortseingang von Klettenberg sicher nicht. Eher der Gegenteil wird der Fall sein, denn auch mit einer freien Fläche lässt sich viel gestalten.
Peter-Stefan Greiner
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Kommentare

16.05.2019, 19.32 Uhr
Sebastian Linsel | Langfristige Sicherung des Schulstandortes Klettenberg
Ein klares "Ja" zum Schulstandort Klettenberg, in Form einer Investition in das Gebäude der Grundschule Thomas Müntzer, wäre ein besserer Auftritt im Wahlkampf!

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