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Di, 14:50 Uhr
14.05.2019
Hochwind und Jendricke besuchen Leitstelle

Gemeinsame Leitstelle hat sich bewährt

Bei der Einführung des Digitalfunks sei man eine der Vorreiterregionen in Thüringen, meint Landrat Matthias Jendricke. Gemeinsam mit seiner Amtskollegin aus dem Kyffhäuserkreis Antje Hochwind-Schneider informierte er sich jetzt in der gemeinsamen Leitstelle zum aktuellen Stand...

„Wir kommen mit dieser wichtigen Investition in die Zukunft gut voran. In diesem Jahr werden weitere 120 Fahrzeuge der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes in beiden Landkreisen umgerüstet“, so Landrätin Antje Hochwind-Schneider. Die gemeinsame Leitstelle ist bereits komplett mit Digitalfunk ausgestattet. „Damit können wir alle einsatzrelevanten Daten zu den Einsatzfahrzeugen senden, empfangen und auswerten“, sagt Tobias Mielke, Leiter der Leitstelle.

„Der Rettungsdienst im Leitstellenbereich nutzt schon seit Februar nur noch Digitalfunk. Der Sanitäts- und Betreuungszug des Landkreises Nordhausen wird ab Juni digital funken. Auch der Führungskraftwagen des Landkreises Nordhausen sind schon entsprechend ausgestattet, sodass wir bei länderübergreifenden Einsätzen die Kommunikation im Digitalfunk mit den Nachbarbundesländern sicherstellen können.“ Auch die Feuerwehren sind zum Teil schon ausgerüstet. „Wir haben bei der Umrüstung -neben dem Rettungsdienst- anfangs die Stützpunktfeuerwehren Artern und Roßleben mit Digitalfunk ausgerüstet. In diesem Jahr soll der Katastrophenschutz vollständig umgestellt werden“, informiert Jonas Weller, Kreisbrandinspektor des Kyffhäuserkreises.

Bis 2021 soll die Umstellung auf Digitalfunk komplett abgeschlossen sein. Die Mitglieder der Feuerwehren werden zudem im Umgang mit der neuen Technik fortgebildet und der Digitalfunk in Übungen getestet. Beim Thema Aus- und Weiterbildung wollen beide Landkreise jetzt auch noch enger zusammenarbeiten. So werden die Landkreisverwaltungen ihre Kursangebote für Feuerwehrleute aus dem jeweils anderen Landkreis öffnen.

„Dadurch haben die Kameradinnen und Kameraden deutlich mehr Auswahl und Flexibilität“, meint Antje Hochwind-Schneider. „Wir wollen sie damit auch in ihrer Bereitschaft, sich weiterzuqualifizieren noch besser unterstützen - schließlich leisten Feuerwehrleute nicht nur viele, viele Stunden im Ehrenamt bei Einsätzen, sondern auch für umfangreiche Fortbildungen, was nicht hoch genug wertgeschätzt werden kann.“

Seit Ende 2014 arbeiten der Kyffhäuserkreis und der Landkreis Nordhausen in der Rettungsleitstelle zusammen. Rund um die Uhr koordinieren hier drei Disponenten die Einsätze des Rettungsdienstes, Brand- und Katastrophenschutzes in beiden Landkreisen, bei größeren Schadenslagen sind es bis zu acht Mitarbeiter.

Im vergangenen Jahr koordinierte die Leitstelle mehr als 40.300 Einsätze, durchschnittlich 110 am Tag. „Bis heute haben wir in diesem Jahr schon rund 15.000 Einsätze bearbeitet“, so Tobias Mielke. „Die Tendenz ist damit steigend.“ Auch über die Leitstelle hinaus arbeiten die Feuerwehren aus beiden Landkreisen je nach Einsatzlage zusammen, wie erst jetzt am Wochenende bei einem Scheunenbrand in Großfurra oder die Sanitäts- und Betreuungszüge für größere Evakuierungen bei Bombenentschärfungen. „Die Kooperation unserer Landkreise hat sich bewährt, was nicht zuletzt das Gutachten des Landes bestätigt und Nordhausen als Leitstellenstandort für Nordthüringen vorsieht“, so Matthias Jendricke. „Unser Standort wird als förderfähig erachtet - ein wichtiges Signal, um unsere Leitstelle auch perspektivisch zu sichern und technisch auf dem neuesten Stand zu halten.“
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Kommentare

14.05.2019, 23.37 Uhr
Sven Svenson
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