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Do, 09:46 Uhr
25.04.2019
25. Spieltag NOFV-Oberliga Süd

Thüringen-Derby im AKS

Die NOFV-Oberliga Süd biegt mit langen Schritten auf die Zielgerade ein. Der 25. Spieltag steht bevor und beschert den fußballbegeisterten Fans Freitagabend ein prestigeträchtiges Duell zweier Thüringer Vereine und Tabellennachbarn im Albert-Kuntz-Sportpark. Der Sechstplatzierte Wacker Nordhausen II empfängt den Siebten BSG Wismut Gera...

Freude auf das Thüringen-Derby gegen Gera (Foto: M. Liedke) Freude auf das Thüringen-Derby gegen Gera (Foto: M. Liedke)
Letztmals standen sich beide Kontrahenten am 25.05.15 in unserem Stadion gegenüber. Damals noch zu Thüringenligazeiten konnten sich die Wackeren durch einen Doppelpack von Jindrich Pelán mit 2:1 durchsetzen. „Jinne“, sein Batman-Torjubel bis heute legendär, erinnert sich: „Das letzte Spiel gegen Gera war großartig. Wir haben gewonnen und ich habe zwei Tore gemacht. Ich erinnere mich oft daran. Und an all die großartigen Leute, die dort waren. Spieler, Fans und alle Verantwortlichen von Wacker!“

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Ein Blick in die Gegenwart offenbart, dass es unserer Zweiten aktuell scheinbar schwerfällt, sich nach einer Führung auch mit drei Punkten zu belohnen. Unentschieden gegen Hohenstein-Ernsthal (2:2) und International Leipzig (1:1) sowie die schmerzliche 2:4-Niederlage Gründonnerstag beim FC Eilenburg drücken sicher ein wenig auf die Gemütsalge. Marcus Vopel, zwei Zähler aus drei Spielen ist bestimmt nicht das, was ihr euch vorgenommen hattet.

„Nein, definitiv nicht! Das Unentschieden gegen International Leipzig geht schon so in Ordnung, aber das Spiel gegen Hohenstein-Ernstthal müssen wir einfach gewinnen! In Eilenburg hätten wir mit etwas mehr Glück auch 3:3 spielen können. Leider konnten wir dort nichts Zählbares mitnehmen.“ Gibt es eine Erklärung dafür, warum ihr in Führung liegend die Spiele derzeit nicht nach Hause bekommt?

„Ich weiß es ehrlich gesagt nicht und es fällt mir schwer, nach Gründen zu suchen. Vielleicht fühlen wir uns in manchen Situationen zu sicher oder es gelingt uns nicht, schon frühzeitig den Deckel auf ein Spiel zu machen.“ Unsere Gäste aus Ostthüringen gewannen zuletzt deutlich gegen Ludwigsfelde (4:0) und Zorbau (4:1). Während die sportlichen Resultate für einen Ligaverbleib sprechen, herrschen rund um das Stadion „Am Steg“, der Heimspielstätte der Ballsportgemeinschaft Wismut aus Gera, unruhige Zeiten.

Im Geldsäckel der BSG scheint ein Loch zu klaffen, sodass die Verantwortlichen einen Verbleib in der Fünftklassigkeit z.Zt. als gefährdet einstufen. „Finanziell ist noch alles einigermaßen im Rahmen. Trotzdem wird für die Verbandsliga geplant, wir wollen dort wieder finanziell ganz gesunden. Ziel ist wieder die Oberliga, aber die Finanzen müssen natürlich passen. Eigentlich, trotz des Abstieges, könnten wir positiv nach vorn schauen, aber Zweifel gibt es weiter“ heißt es auf der Webseite der Geraer.

Es könnte also bedauernswerterweise darauf hinauslaufen, dass sich ein Traditionsverein nicht aus sportlicher, sondern aus finanzieller Notlage aus der Oberliga verabschiedet. Zwei Youngster drückten dem Hinspiel ihren Stempel auf. Leon Gümpel gelang kurz nach der Pause das wichtige 1:0! Als wäre es gestern gewesen, hat der 19-Jährige die Torsituation noch vor Augen: „Nach einem sehr gut gespielten Ball von Sebastian Heidinger in die Tiefe ließ ich den Ball noch einmal aufspringen und konnte ihn direkt im rechten unteren Eck verwandeln.“ Gino Dörnte machte dann kurz vor Spielende den Sack endgültig zu.

Freitagabend erwartet uns in der Oberliga ein spannendes Thüringen-Duell, welches die Seeland-Elf auf jeden Fall zu ihren Gunsten gestalten will. Wacker-Coach Philipp Seeland ist guter Dinge: „Ich freue mich auf das Spiel. Es werden im Stadion an einem Freitagabend tolle Rahmenbedingungen herrschen. Nach zuletzt drei Unentschieden und einer Niederlage wollen wir auf jeden Fall wieder in die Spur zurückfinden. Ich bin mir sicher, dass wir eine gute Leistung auf den Platz kriegen und dreifach punkten werden. Zumal sich unsere Personalsituation auch weiter entspannt. Gera hat einen schwierigen März hinter sich, wo sie aus fünf Spielen nur einen Punkt geholt haben. In deren Umfeld sind weiterhin einige Entscheidungen gefallen, die sicherlich nicht ganz einfach sind. Zuletzt konnten sie jedoch gegen Ludwigsfelde und Zorbau zwei deutliche Siege eingefahren. Gera hat aktuell einen kleinen Lauf, den sie am Freitag sicher gerne fortführen möchten. Aber es liegt an uns, dass Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden!“

Auch Kapitän Marcus Vopel gibt sich optimistisch, dass gegen Gera der 6. Heimsieg möglich ist. „Wir wollen endlich wieder dreifach punkten und sind zuversichtlich, dass uns dieses im eigenen Stadion und mit wackeren Fans im Rücken auch gelingt.“ Die Begegnung steht unter der Leitung des Unparteiischen Marek Nixdorf aus Dresden. Anpfiff ist um 19:00 Uhr.
Michael Liedke
Autor: red

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