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Fr, 20:05 Uhr
19.04.2019
nnz-Forum:

Wurde da der Stöpsel gezogen?

Die SPD Mitglieder Lessner und Kübler warfen in einem nnz-Artikel anderen Wählergruppen vor, das System der Bedarfszuweisungen nicht verstanden zu haben, Geld sei genug da, die Töpfe seien geöffnet. Dazu die Wortmeldung von Kai Liebig...


Das alles scheint für die Stadt Nordhausen derzeit nicht zuzutreffen. Auf dem Topf ist ein Deckel, darauf sitzt jemand. Also erst mal keine Theatersanierung und keine Feuerwache.

Mit den Bedarfszuweisungen habe ich das so verstanden: Ein Kreis-Haushalt hat Einnahmen und Ausgaben. Übersteigen Letztere die Einnahmen muss zunächst die Solidargemeinschaft der kreiseigenen Städte und Gemeinden einspringen.

Diese tun das im Moment, indem viele für die Kreis- und Schulumlage ihre gesamten vom Land eingenommenen Schlüsselzuweisungen und noch einen Großteil ihrer Steuereinnahmen zum Landkreis überweisen. Reicht das nicht aus wird auf die Rücklagen geschaut, die aber nur zu einem bestimmten Teil angetastet werden dürfen.

Bescheinigen die Gemeinden nun glaubhaft, dass sie bei weiterer Erhöhung der Kreisumlage ihre Pflichtaufgaben nicht mehr erledigen können, greifen Haushaltssicherung und Bedarfszuweisungen des Landes. Diese sind dazu gedacht, den Fehlbedarf eines Landkreises zu decken, verpflichten ihn gleichzeitig zur Sparsamkeit. Will ein Landkreis nun eine Schule sanieren und braucht dazu Eigenmittel, kann es sein, dass er diese Mittel nur bereitstellen darf, wenn er sie übrig hat.

Hat er sie nicht, baut eben jemand anders die Schule, die Eigenmittel werden durch Verträge, die auch während der Haushaltssicherung bedient werden müssen, in eine beauftragte Gesellschaft gegeben und stehen dort zur Verfügung.

Eine Schule zu bauen ist elementar wichtig, da kann man sich schon mal etwas verbiegen. Ich selbst habe als Elternsprecher des Herdergymnasiums jahrelang für den Erhalt des Ilfelder Schulteils gekämpft und trage diese Bemühungen mit.

Irgendwie wirkt es aber im Moment, als habe jemand den Stöpsel gezogen. In Werna saniert man ein denkmalgeschütztes Gebäude, für das es noch kein Nutzungskonzept gibt, im Südharz plant man ein Netz von Qualitätswanderwegen, die errichtet, vor allen Dingen dann aber auch erhalten und betrieben werden müssen. Man liest von den Plänen, das alte Gaswerk an der Zorge zu einem Wohnpark umzubauen, aktuell geht es um die Errichtung eines Wellnesshotels, für das es schon Zusagen bezüglich der Fördersätze gäbe.

In Rothesütte soll ein Aussichtsturm entstehen, in der alten Grenzkompanie ein Bistro, das mit fest angestelltem Personal betrieben werden soll. Die Verlängerung der Straßenbahnlinie in den Harz ist im Gespräch, der Umbau des Albert Kunz Stadions sowieso. Das alles leistet der Landkreis natürlich neben seinen originären Verwaltungsaufgaben, gewissermaßen nebenher. Der Geschäftsführer der Gesellschaft, die diese Aufgaben stemmen soll ist zusätzlich noch verantwortlich für die Immobilien des Landkreises und Büroleiter des Landrates. Wie glaubhaft ist das alles?

Der Fehlbedarf im Haushalt des Landkreises wird aktuell durch die Bedarfszuweisungen des Landes gedeckt. Das ist gut so. Sollte an diesem System aber irgend etwas ins Wanken geraten, müssen andere einspringen. Die Bürgermeister und Gemeinderäte wissen wer das ist.
Kai Liebig, Sophienhof
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare

19.04.2019, 21.06 Uhr
Kilian Baltres | Was möchte Herr Liebig (nicht)?
Irgendwie ist schleierhaft, was Herr Liebig (nicht) möchte. Alle Dinge, die er aufzählt sind doch gut für die Region. Mit seiner sehr schönen Ziegenalm hat doch, auch er in den Anfangsjahren auch erheblich von öffentlichen Mitteln profitiert, warum nicht auch andere Projekte, auch, in seiner Nachbarschaft? So richtig kann ich, die Kritik nicht nachvollziehen.
K. Baltres

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19.04.2019, 21.19 Uhr
Realist 1.0 | Herr Kai Liebig sie haben mit ihrer Kritik über den Landrat Jendricke vollkommen recht
Man kann nur hoffen das zur Landratswahl, keine Alzheimer Epidemie unter den Wähler ausbricht und unser Provinznest Jendricke, für sein Handeln und oder unterlassen, von Wähler zur Verantwortung gezogen, und endlich abgestraft wird. Er Jendricke hat ja in seiner Amtszeit genug Böcke geschossen, und in den letzten Monaten schmeißt er mit Visionen und Geld um sich, was er nicht hat. Aber vielleicht hat er ja im Keller vom Landratsamt ein paar Goldesel versteckt, von denen die Mietglieder des Landratsamtes nichts wissen.

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19.04.2019, 21.53 Uhr
Andreas Dittmar | Ganz nah dran...
@Kilian Baltres, Sie haben das System sehr schnell verstanden, nur es sollte eben nicht so umgesetzt werden. Von öffentlichen Mitteln haben die Region und die Büger zu profitieren. Die Jenigen haben diese Gelder erwirtschaftet. Wer versucht, mit Hilfe der Fördermittelvergabe Wähler zu beeinflussen oder Loyalität einzufordern, hat irgendetwas nicht richtig verstanden.
Auch wenn man auf dem Deckel eines Topfes sitzt, sollte man darauf achten, dass unter dem Topf kein Feuer brennt.


Der Redaktion und den Lesern wünsche ich ein schönes und vor allem friedliches Osterfest.

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19.04.2019, 22.35 Uhr
Hans Dittmar | Jendricke plant Kreis zahlt!
Jendricke mischt sich als Landrat aktiv in die Belange der Stadt ein. Der Kreis ist völlig überschuldet, und alles würde ich die Servicegesellschaft gepumpt. Für die Nordhäuser SPD ist es ein Glück, weil sie selbst keine Ideen haben und keine Mehrheit. Also drängt sich der Landrat über sein Amt in die Stadt und verhindert zudem auf der anderen Seite den Haushalt der Stadt. So hat es jedenfalls den Anschein. Komisch nur, das die Kreistagsmitglieder welche aus dem Landkreis kommen, dem Treiben immer zustimmen und nichts dagegen sagen?! Am Ende ist es ja auch gerecht. Nordhausen ist die Kreisstadt und da können ruhig alle im Landkreis mitbezahlen. Kritik kam in der Vergangenheit nur von FDP und CDU. Aber so ist er unser Landrat. Rot.Rot.Grün hat er hinter sich und mit Posten eingekauft.

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19.04.2019, 23.15 Uhr
murmeltier | Agieren ist besser als Stillstand
Es ist in der Politik wie in der Wirtschaft, wo andere ein Vakuum lassen, stoßen andere hinein. Was kam denn an Ideen aus dem Rathaus? Außer der Reparatur von ein paar Straßen. Bei Theater und Feuerwache wird seit Jahren und Monaten herumgedockert. Da fahren irgendwelche Amtsleiter ins Landesverwaltungsamt, um die Tücken des städtsichen Haushaltes zu besprechen und können auf Fragen nichts antworten, weil sie nicht befugt sind.

Und Jendricke mit Reuter hat nicht nur Hotel oder AKS auf der Pfanne, sondern schaut mal auf das Humboldt-Gymnasium, was das jetzt endlich passiert, auf die Schulen in NIedersachswerfen, in Ellrich (Sportplatz) oder nach Bleicherode. Politiker sind dazu da, was anzuschieben, die Gelder zu besorgen und dann zu machen, alles mit Beschlüssen der jeweiligen Gremien.

Im Stadtrat beschäftigt man sich damit, teure Konzeptionen zu beauftragen, die viel Geld kosten. wie zum Beispiel zum Einzelhandel. In Niedersalza gibt es trotzdem keinen Einkaufsmöglichkeit, weil das Marktwirtschaft ist. Und eine Museumskonzeption braucht kein Toursit, die gehen sowieso nur in die Tradi oder in das IFA-Museum, weil das Alleinstellungsdinger sind, die es nirgendwo gibt. Was wollen Menschen aus Bayern oder NRW sich Besonderes in der Flohburg ansehen? Aber auch all das hat Millionen gekostet, von einem Provinz-Theater, dass für mehr als 30 Millionen Euro für die Zukunft umgebaut werden soll, ganz zu schweigen. Habt Ihr Euch alle mal gefragt, wer in 10 oder 15 Jahren noch in das Theater geht? Schaut mal auf den aktuellen Altersuqerschnitt, dann ist das alles nur noch Statistik. Wenn ich mir die Fünfte von Betthoven anhören will, dann bestimmt nicht von einem B- oder C-Orchestern, sondern bei Prime oder Netflix... oder mit VR-Brille. Das hat dann was.

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20.04.2019, 08.42 Uhr
Sonntagsradler 2 | @murmeltier
Allzu viel Steuergen scheinen sie nicht zu zahlen. Oder?
Und wer sich die Fünfte von Betthoven anhören will, dann bestimmt nicht ....
Der kann auch für eine Eintrittskarte ruhig mal 300 - 350 €bezahlen..Die Leute vom Orchester wollen ja auch leben. Zumal man für Eintrittskarten bei Künstlern auf der Musikbühne das Doppelte oder Dreifache hinlegt.Das wehre doch gegenüber dem Steuerzahler in der heutigen Zeitangebrachter. Wer etwas haben will oder eine Dienstleistung beansprucht kann bzw. muss dafür zahlen.
Anständig bezahlen ist besser als schnurren. ;-)))

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20.04.2019, 11.54 Uhr
Fönix | Ich fasse es nicht !!
Endlich ergreift mal eine kompetente "Machertruppe" die Initiative und versucht Politik jenseits vom unsäglichen Parteiengeklüngel zu gestalten, da gibt es Menschen die darin ausgemachtes Teufelswerk zu erkennen glauben. Was steckt dahinter? Angst !!

Die kann man in den entsprechenden Kommentaren live und in Farbe sehen. Die etablierten Parteien und die handlangernde Beamtengefolgschaft versucht, den in seiner Funktionalität subtil organisierten Machtapparat mit aller Gewalt zu erhalten. Dabei haben sie schon längst den Boden unter den Füßen verloren und ihr Kartenhaus bricht gerade zusammen.

Die Politik konnte bisher mit diesem Apparat alles bestimmen bis hin zu Vorgaben, welches Hausdach welche Farbe haben darf. Das Instrument dafür sind die (also eigentlich unsere) Steuergelder, die von den oberen politischen Verwaltungsebenen eingetrieben und in erster Linie für die Absicherung des eigenen Wohlstandes verwendet werden. Die verbleibenden eher kärglichen Reste werden dann tröpfchenweise als Fördermittel, Bedarfszuweisungen, Investitionszuschüsse etc. natürlich vorrangig an die verteilt, die wie eine Marionette mit dem Bindfädchen zwischen den Beinen nach der richtigen politischen Pfeife tanzen.
Was den Kommunen dagegen immer gern und immer mehr aufgebürdet wird sind vergleichsweise einfache aber kostenintensive Aufgaben im sozialen Bereich oder auch Dienstleistungen wie Straßenunterhaltung und Winterdienst. Selbstredend ohne dass die Finanzausstattung den Aufgaben so angepasst wird, dass den Kommunen noch Spielräume für eigene Gestaltungsideen verbleiben.
Die verfassungsrechtlich garantierte Selbstverwaltung der Kommunen ist so schon längst zur Farce geraten. Am schlimmsten ist aber, dass diese ganzen politischen Steuerungsprozesse nach dem Selbstverständnis der Mächtigen entworfen, organisiert, geführt, umgesetzt, permanent überwacht, kontrolliert und nachjustiert werden müssen.
Das beinhaltet zwei gravierende Probleme: Mit dieser lückenlosen Überwachung demonstriert das politische Establishment erstens, dass es den Kommunen jegliche Kompetenz zur Selbstverwaltung abspricht und selbst einfache, sich regelmäßig wiederholende Vorgänge wie zum Beispiel individueller Haus- und Wohnungsbau (bis hin zur Gartenlaube oder zum Kleingewächshaus !) durch eine oder im Zweifelsfall auch mehrere übergeordnete Instanzen (in diesem Fall die Bauordnungsämter und ggf. das Landesverwaltungsamt) flankiert. Und diese ganzen überblähten Verwaltungsstrukturen stellen das zweite große Problem dar, die Kosten !! Belastet mit politischer Durchseuchung (dem Proporz sei Dank) und damit längst nicht in jedem Fall fachlich kompetent besetzt sind in diesem Apparat die Ausgaben für Gehälter, für Sozialleistungen, für die ganze erforderliche Infrastruktur (Bürogebäude, Kommunikationstechnik, Fuhrpark, Versorgung, Reinigung etc.) sowie natürlich für die im Vergleich zu den Renten fürstlich ausgestatteten Pensionen gewaltig. Von den im Wertschöpfungsprozess schuftenden Arbeitnehmern und Selbstständigen sind sie kaum noch zu erwirtschaften. Nicht ohne Grund hat Deutschland eine der höchsten Steuer- und Abgabenquoten weltweit!

Da weder die etablierten noch die neu hinzu gekommenen Parteien Abhilfe versprechen wird es Zeit, dass verantwortungsbewusste Menschen ihr Herz in die Hand nehmen und sich trauen, die Politik wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen und von unten nach oben zu gestalten. Hoffentlich erkennt eine ausreichende Zahl von Wählern, wer die wahren Patrioten im Land sind! Ich drücke Herrn Liebig und seinen Mitstreitern die Daumen und hoffe, dass sie ein sattes zweistelliges Ergebnis erreichen. Es wäre ein erster Schritt, die unsägliche Lobby der Seilschaften im Kreistag endlich aufzubrechen!!

Ein zweiter Schritt wären politische Bündnisse aller alternativen Wählergemeinschaften und parteiloser Bürgermeister auf Landes- und Bundesebene. Die Parteien haben verspielt, es wird Zeit für alternative Formen der Demokratie.

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20.04.2019, 12.04 Uhr
Fönix | @ Kilian Baltres
Wenn ich Ihren Argumenten korrekt folge, dann stehen in Ihren Garagen Porsche, Mercedes und BMW. Ihr Haus hat 1,5 Mio. Euro gekostet, darüber hinaus besitzen Sie noch eine Finca auf Malle und eine große Jacht, die in Nizza vor Anker liegt. Das alles können Sie sich zwar gar nicht leisten, aber gekauft haben sie sich das trotzdem. Schließlich bekommt man heutzutage ja nahezu jeden Kredit!

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20.04.2019, 13.30 Uhr
Kilian Baltres | @fönix: Wenn keiner mehr was macht ist die Region ganz tot
Darum gehts nicht. Es geht darum, dass in NDH kompletter Stillstand herrscht vom Industriegebiet bis zum Tourismus. Man geht nur pipifax Projekte an wie den “längsten Weihnachtsmarkt Thüringens“ oder, man steckt den Roland in einen Bademantel, setzt ihm eine Plastikbrille auf und nennt das ganze Marketing. Da ist man, an der Grenze der Peinlichkeit.

Was man da vom Landratsamt aus macht, hat Hand und Fuß und Substanz, finde ich jedenfalls. Um Finanzierungsfragen usw, haben sich die gewählten Räte zu kümmern, nicht auch noch der Bürger. Daß Herr Kai Liebig gegen eine Tourismusidee Sturm läuft nur, weil sie in seiner Nachbarschaft in Rothesütte ist, halte ich für kleinlich. K. Baltres

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20.04.2019, 14.44 Uhr
Sonntagsradler 2 | Also einen Ausichsturm
auf dem Gelände der Kaserne in Rothesütte ist doch wirklich fraglich.
Der müsste mindestens die Höhe des Poppenturms haben. Ansonsten sieht man nur die Eichhörnchen an den Tannanzapfen in den Spitzen der Bäume knabbern. Und das Koooooostet.
Oder man etscheidet sich für ein Hochsitz. Von dem aus kann man das wunderbare Örtchen auch von oben betrachten.

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21.04.2019, 00.32 Uhr
Fönix | Nochmal @ Kilian Baltres
Doch genau darum geht es. Warum hängen die Landkreise NDH, SDH und UH seit Jahren am Tropf ohne Aussicht auf Genesung ? Weil die Schwarzkittel es verstanden haben, Ihren politischen Einfluss gnadenlos geltend zu machen und alle Vorteile, die man dem Eichsfeld nur irgendwie zuschachern kann, auch haben zukommen lassen. Mit einem Ministerpräsidenten an der Spitze der Landesregierung und einem Gerold, der nicht nur mit den Pfennigen wucherte, wenn es im Eichsfeld um schwergewichtige Investitionen ging, hatte man vergleichsweise leichtes Spiel. Internationale Schwergewichte wie Magna haben ihre Zelte in Heiligenstadt aufgeschlagen. Der ehemalige eichsfeldische Thüringer Ministerpräsident verdient nach der politischen Demission seine Brötchen als Lobbyist für diese Firma. Noch Fragen? Wenn ja, dann noch folgende Hinweise:

Das Industriegebiet "Goldene Aue" steht noch heute leer. Ganz leer, so leer, dass es mich nicht wundern würde, wenn die EU Nordhausen nachträglich verklagt, weil ohne Not wertvolle Feldhamsterhabitate zerstört wurden. Auch die A 38 als "Lebensader" unserer Region ist ein sehr anschauliches Beispiel, wie die Prioritäten letztendlich gesetzt werden. Die aus der Präsenz dieser Autobahn resultierenden infrastrukturellen Einnahmequellen (Tank und Rast, Autobahnmeisterei) stehen allesamt im Eichsfeld. So ein Zufall aber auch.
Diese Aufzählung nahezu bis in's Unendliche auszudehnen, wäre keine Kunst. Nur die Limitierung der Zeichen pro Kommentar setzt hier (gottseidank) Grenzen.

Dieses für die Nordthüringer Strukturen existenzielle, aber eigentlich sehr durchschaubare Spiel war für die Eichsfelder auch deswegen so leicht zu gewinnen, weil die Gegenwehr aus den politischen Kreisen der drei vorsätzlich benachteiligten Nordthüringer Landkreise gegen Null ging. Ein Herr Primas (nur ein Beispiel von vielen) aalt sich noch heute in seinem Landtagsmandat, unternommen gegen die offensichtlichen Benachteiligungen der drei nicht katholisch dominierten Landkreise hat er bis heute nichts.

Deshalb hilft nur ein radikaler Schnitt. Ein "weiter so wie bisher, nur ein bisschen besser" wie Sie es letztendlich propagieren, macht alles nur noch schlimmer. Denn damit bestätigen Sie die Regionallobbyisten in ihrem unseligen Treiben. Der etablierten Regional-, Landes- und Bundespolitik muss endlich Druck gemacht werden, ich meine wirklich Druck und nicht nur ein bisschen den Zeigefinger erheben. Wenn wir unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung auch nur ansatzweise erhalten wollen, ist ein radikaler Paradigmenwechsel in der Politik der demokratischen Parteien unumgänglich. Sonst übernehmen die radikalen Demagogen schneller das Zepter, als es allen friedliebenden Menschen lieb sein kann. Wachen Sie endlich auf und kommen Sie aus Ihrer Komfortzone heraus. Das ist zugegebenermaßen unbequem und mit Risiken behaftet, aber allemal besser als alles, was sonst eher über kurz als über lang auf uns zukommt.

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21.04.2019, 08.40 Uhr
Kilian Baltres | @fönix Im Eichsfeld geht das nächste Industriegebiet ans Netz
Viele Worte, phönix, denen ich nur entgegne, dass gerade in diesen Tagen, im Eichsfeld die nächste Gewerbefläche in Betrieb geht. Und, wenn ich nicht irre regiert in Thüringen seit etlichen Jahren nicht mehr die CDU. Im Eichsfeld hat man, halt die besseren Politiker.
Was war vor der letzten OB Wahl nicht getönt wurden von “Aufbruch“, “frischer Wind“, “Ende des Konflikts mit dem Landratsamt“, Fachkompetenz statt Parteikarriere“ “Bürgerbeteiligung“ usw?

Vom frischen Wind ist nicht mal ein laues Lüftchen geblieben!!!

NDH, stagniert, die Stadtführung hat keinen Plan. Ausbaden müssen diese Konzeptlosigkeit die Bürger. Das durch Parteilosigkeit allein schon der Beweis der Kompetenz gegeben ist , das wiederlegt der Nordhäuser OB. Er ist wohl in der Geschichte der Kandidaten der, der am meisten versprochen hat und NICHTS gehalten.
So sticht eben Jendricke heraus, das mag gefallen oder nicht. Er hat Konzepte, ist vernetzt und ist aktiv auch am Wochenende unterwegs. Man hört auch von ihm kein ständiges Jammern über seinen Job und das er mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten muss.

Und Elan, Fachkompetenz und Optimismus kommen bei Investoren und den Ministerien in EF allemal besser an als Griesgrämigkeit und Passivität und Überforderung. Das zeigt der Blick auch der Blick ins Eichsfeld.

Dass Sie, phönix, in einem anderen Kommentar den NDH OB einer “Machertruppe“ zuordnen das dürfte mehr als eine kühne Behauptung sein. Bei aller Ergebenheit gegenüber Herrn Kai Buchmann sollte man doch realistisch bleiben.

Fazit: Das Eichsfeld hat alles richtig gemacht (siehe Ihre Aufzählung. Dort hat man weiterhin die eindeutig besseren Leute.)
K.Baltres

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21.04.2019, 09.57 Uhr
Fönix | @ Kilian Baltres die 3.
Das der aktuelle Nordhäuser OB die Liste der "Macher" anführt, hat mich ehrlich gesagt auch überrascht. In seiner Amtsführung besticht er zumindest nach außen nicht gerade durch übersprudelnde Informationspolitik. Für mich bleibt er deshalb vergleichsweise schwer einschätzbar. Vielleicht ist diese Zurückhaltung, die durchaus an das Agieren von OB Zeh erinnert, der politischen Situation in unserer Region geschuldet. Und die ist, da bin ich ganz bei Ihnen, nicht unwesentlich von Jendricke geprägt. Allerdings bewerte ich dessen Arbeit nicht so euphorisch wie Sie, ganz im Gegenteil. In meinen Augen hat er die Spaltung zwischen Stadt und Landkreis ganz entscheidend vorangetrieben und somit die ganze Region endgültig in's Abseits gestellt. Mit ein Grund dafür dass das Eichsfeld bis zum heutigen seine Entwicklung in aller Ruhe weiter voran treiben kann. Nicht trotz, sondern wegen Jendricke !

Gerade als die Entwicklung des Eichsfeldes unter MP Althaus so richtig in's Rollen kam, betrat Jendricke die politische Bühne und hat sich nach meiner Wahrnehmung vor allen Dingen in den ersten Jahren dadurch hervorgetan, dass er den gesamten Landkreis mit Zank und Streit überzogen hat. Beginnend mit dem Versuch, den Bau der Dreifelderhalle in Bleicherode noch zu verhindern bis hin zu der "Kriegsführung" gegen OB Zeh, im Ergebnis seines unseligen Treibens sind Stadt und Landkreis substanziell tief zerstritten und dadurch bis zum heutigen Tag handlungsunfähig. Ich würde mich nicht wundern, wenn der überraschende Rücktritt des damaligen Landrates in weiser Voraussicht geschah, was mit der Inthronisierung von Jendricke in der SPD-Führung auf Stadt und Landkreis Nordhausen zukommt. Und wenn die ehemalige Landrätin von den Linken nicht mit einem Anflug von Verantwortungsbewusstsein und Mitleid dem Landkreis einige Brosamen zukommen lassen würde, sähe die Bilanz von LR Jendricke noch viele düsterer aus. Wenn Politiker vom Schlage eines Jendricke Ihre Favoriten sind, dann gute Nacht. Auf jeden Fall können wir uns unseren verbalen Schlagabtausch dann ersparen. Auch wenn er aus meiner Sicht erfreulich sachlich geführt werden kann, was in der nnz ja nicht unbedingt zur Tagesordnung gehört.

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21.04.2019, 12.19 Uhr
Kilian Baltres | @fönix 4: Herr Kai Buchmann und Herr Jendricke
Es bleibt bei diesem ganzen Provinztheater nur, die eine mysteriöse Frage: Warum haben sich Herr Kai Buchmann und Herr Jendricke im Wahlkampf zum OB gegenseitig, mit Lob überhäuft? Beide kennen sich seit vielen Jahren und haben ebenfalls intensiv und lange Herrn Buchmanns Wahlsieg gefeiert? Und nach eigenem Bekunden aus dem Umfeld des OB wollte dieser doch eigentlich für die SPD kandidieren. Wird hier nur Theater gespielt?
Damit verabschiede ich mich ins Osterfest. Vielleicht, gibt es ja auch für NDH nach dem jahrelangen Karfreitag auch mal wieder den Ostersonntag, der Auferstehung. K. Baltres

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21.04.2019, 14.49 Uhr
Realist 1.0
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
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