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Mo, 17:18 Uhr
15.04.2019
Manfred Grund

Kinder für MINT-Fächer begeistern

Der "Tag der kleinen Forscher" Ende Mai soll Kinder für Naturwissenschaften begeistern. Deshalb wirbt Bundestagsabgeordneter Manfred Grund (CDU) dafür...


"Als Elektroingenieur weiß ich um die wichtige Funktion naturwissenschaftlicher und technischer Kenntnisse", sagt Manfred Grund, Bundestagsabgeordneter aus Thüringen. Auch die Bundesregierung hat einen MINT-Aktionsplan aufgestellt, dem als wesentlicher Punkt die Bildung von Kindern und Jugendlichen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu Grunde liegt.

Das gemeinnützige Projekt "Haus der kleinen Forscher" Berlin engagiert sich für die frühe Bildung in genau diesen Fächern: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Das bundesweite Bildungsprogramm unterstützt Erzieher und Lehrkräfte dabei, schon die ganz Kleinen beim Entdecken, Forschen und Lernen zu begleiten. "Es ist die bundesweit größte Frühbildungsinitiative", wirbt der Abgeordnete. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Am 28. Mai 2019 organisiert die Stiftung den "Tag der kleinen Forscher". In den Wochen davor und danach sind Grundschulen, Horte und Kitas eingeladen, die Kinder durch vielseitige Aktionen für die MINT-Fächer zu begeistern. Das Motto des Tages ist in diesem Jahr "Klein, aber oho!" Dabei stehen die Dinge, die oft nicht wahrgenommen werden, aber gemeinsam vieles bewirken, im Mittelpunkt.

Abgeordneter Manfred Grund ermutigt alle Kitas, Horte und Grundschulen in Nordthüringen, sich am Projekttag zu beteiligen. Auf der Website www.tag-der-kleinen-forscher.de stehen Anregungen, Materialien und Ideen für alle Teilnehmer zur Verfügung. Mit deren Hilfe sollen die Kinder lernen, die Welt mit offenen Augen selbst zu entdecken. "Beobachten, Ausprobieren, Fragen stellen und Lösungen finden - all das schult die Denkfähigkeit der Jungen und Mädchen und hilft ihnen, die Phänomene der Natur zu verstehen", fasst Manfred Grund zusammen.
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Kommentare

15.04.2019, 18.11 Uhr
N. Baxter | ran an die MINT Fächer
und weg von den Geschwätz- und Laberwisserschaften, dann klappt es auch mit dem Klimaschutz!

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15.04.2019, 19.06 Uhr
Andreas Dittmar | Bildung ist Grundpfeiler einer funktionierenden Zivilgesellschaft
MINT sollten eigentlich keine Leuchtturmprojekte sein, sondern fester Bestandteil eines jeden Lehrplanes, welcher natürlich jedem Schüler lückenlos und stressfrei zu vermitteln ist. Dazu benötigt man ein funktionierendes Bildungssystem. Bildung mag teuer sein, Dummheit aber ist nicht finanzierbar.

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16.04.2019, 07.55 Uhr
Joerg B. | Was sind „Geschwätz- und Laberwisserschaften“?
Könnten Sie die bitte näher definieren „N. Baxter“?

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16.04.2019, 09.34 Uhr
Alanin | Ich kann helfen...
... Journalistik, Soziologie, Politologie und all so Zeugs. Total in Mode und taugt nicht weiter als zu Hartz 4...

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16.04.2019, 11.08 Uhr
Leser X | MINT
An Aktionsplänen, begleitet von teils sonderlich klingenden Wortschöpfungen, mangelt es heute generell nicht. Gerade wenn es um die Bildung geht, mutet solche Phonetik mitunter etwas sonderlich an. Jedenfalls wenn man bedenkt, dass sich dahinter oftmals Banalitäten verbergen, deren Einfachheit ein offensichtlicher Kontrast zur Wortschöpfung darstellt.

Im fortschrittlicheren DDR-Bildungssystem hat man sich mit solchen Dingen schon deshalb nicht so gespreizt beschäftigt, weil sie Alltag waren und nicht extra und mit viel Lärm propagiert werden mussten.

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16.04.2019, 11.43 Uhr
Siegfried Werner | Manfred Grund, Bundestagsabgeordneter
Herr Grund,
was sie hier schreiben, zeigt mir sehr deutlich, wie schlecht es um die Bildung in Deutschland steht. Man muss für Fächer, die zur allgemeinen Schulausbildung gehören sollten, extra ein gemeinnützige Projekt gründen. Oder soll dieses Projekt nur privilegierenden Schülern (Kindern reicher Eltern) zur Verfügung stehen?

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16.04.2019, 14.45 Uhr
tannhäuser | Eine nächste Pisa-Studie...
...wird es nicht geben.

Verblödung, Naturwissenschaften als Feind der Intelligenz und mangelhaftes Beherrschen der Vater*Muttersprache (grins) als Resultat eines verkrachten Bildungssystems dürften kaum willkommene Ergebnisse solcher Studien sein.

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17.04.2019, 13.02 Uhr
Fönix | Sehr geehrter Herr Grund ! (Anmerkungen Teil 1)
Grundsätzlich sind aus meiner Sicht alle seriösen Aktivitäten zu begrüßen, die junge begabte Menschen für technische Berufe begeistern. Schließlich bilden die betreffenden Branchen nach wie vor das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und tragen maßgeblich zur Wertschöpfung bei.

Auch wenn weite Teile von Politik und Verwaltung diese existenziellen Charakter tragende Tatsache zunehmend ignorieren und sich zum scheinbar übermächtigen Selbstzweck erheben, Wertschöpfung ist und bleibt die Grundlage aller gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und auch politischen Aktivitäten.

Da der Fortschritt in Wissenschaft und Technik aktuell einer ungeheuren Dynamik unterliegt, bieten technische Berufe gerade für junge Menschen ein enormes Potential, zumal auch die Verdienstmöglichkeiten in den entsprechenden Berufsbildern mittlerweile konkurrenzfähig sind, und das gleichermaßen für Facharbeiter, Meister, Ingenieure, Konstrukteure und Wissenschaftler. Die zunehmende Verflechtung von Naturwissenschaft und Technik setzt darüber hinaus noch attraktive Reize und einen zusätzlichen Spannungsbogen. Warum funktioniert die Gewinnung von Nachwuchs trotzdem nicht ?

Hier muss man die Materie etwas genauer betrachten. Dabei fällt auf, dass nicht nur die Zahl der Auszubildenden und Studenten in den "MINT"-Fächern viel zu gering ist. Viele der verbleibenden Absolventen verweigern sich relativ schnell einer beruflichen Laufbahn in den produzierenden Unternehmen. Sie weichen aus und wechseln in den gewerblichen Großhandel, zu flankierenden Dienstleistern (z.B. "TÜV" und "DEKRA"), in die Verwaltung oder gleich ganz artfremd. Woran liegt das? In diesem Fall ist die Antwort ganz einfach und auch schnell formuliert: Die produzierenden Unternehmen werden mit einer unüberschaubaren Zahl von Normen und Regelwerken überhäuft, die niemand mehr überblickt und die Haftungsrisiken bei der Berufsausübung in unerträgliche Höhen schraubt. Gerade mittelständische Unternehmen mit einem breiten Leistungsspektrum sind hoffnungslos überfordert, sie können sich im Gegensatz zu den "Global Playern" keine eigenen Rechtsabteilungen leisten, die die sich ständig ändernden gesetzlichen Vorgaben" just in time" in die betrieblichen Abläufe umsetzen. EEG und Maschinenrichtlinie seien hier nur beispielhaft genannt. Aber selbst Unternehmen, die sich auf wenige Produkte oder Dienstleistungen spezialisieren, ächzen zunehmend unter dieser Last, zumindest wenn sie internationale Märkte bedienen (wollen).

Hier wäre die Politik gefordert, Abhilfe zu schaffen, aber sie befördert das ganze unselige Treiben ja sogar in maßgeblichem Umfang. Jeder mit einem Minimum an Sachkenntnis weiß, dass die Großunternehmen mit ihren Lobbyisten hier den Takt vorgeben, Politik und die Verwaltung setzen die marktsichernden Vorgaben gnadenlos um. Ich kann jeden jungen Menschen verstehen, der hier nicht zwischen die Mühlsteine geraten möchte.

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17.04.2019, 13.07 Uhr
Fönix | Sehr geehrter Herr Grund ! (Anmerkungen Teil 2)
Die übermäßige Regulierung/Gängelung durch Politik und Verwaltung ist übrigens nicht nur ein Problem in technischen Berufen. Die Überfrachtung mit Regeln, Vorschriften und Nachweisforderungen ist allgegenwärtig und reicht auch tief bis in den privaten Bereich hinein. Ursache hierfür ist eindeutig das grenzenlos überzogene Selbstverständnis von Politik und Verwaltung, für jede Gurke, jeden Nagel und jedes Holzscheit Größe, Gewicht, Farbe und Verwendung genauestens zu definieren und zu kategorisieren und das Ganze zur Daseinsbestätigung dann auch noch regelmäßig zu überarbeiten.

Da sich dieser Unfug in den verschiedenen Ebenen (national, EU, global) meist auch noch unkoordiniert abspielt, ist das Chaos perfekt. Nicht selten werden bestimmte Artikel bzw. Komponenten in der EU produziert und dann außerhalb "finalisiert", weil so EU-Vorgaben umgangen werden können. Das Ganze wird dann natürlich wieder in die EU eingeführt.

Seltsamerweise regt sich hier niemand über die damit verbundenen enormen Schadstoffemissionen auf, obwohl der so generierte immense Logistikaufwand ähnlich hoch ist wie beim "Kaufhaus Internet". Die Vermeidung bzw. besser das grundsätzliche Verbot solcher fragwürdigen Praktiken wäre die beste, weitreichendste, am schnellsten wirkende und nachhaltigste Null-Emission-Maßnahme überhaupt. Die Politik könnte, wenn sie denn wollte, das sofort mit einem Federstrich umsetzen. Aber unsinnige Diesel-Fahrverbote sind ja viel spannender und politisch besser zu vermarkten.

Selbst die aktuelle Feststellung der Wissenschaftler der LEOPOLDINA, dass Feinstaub ein viel größeres Gesundheitsrisiko als NOx darstellt, ist für die Politik kein Anlass, ihren abwegigen Kurs zu ändern. Dabei setzen die aktuellen EURO-6-Benziner im Vergleich zu den modernen Dieseln (auch EURO-5 !!) ein Vielfaches an Feinstaubpartikeln frei. Auf diese Tatsachen habe ich übrigens im nnz-Forum in den letzten zwei Jahren mehrfach mit Nachdruck hingewiesen. Ganz verrückt wird es, wenn man weiß, dass die Bundesregierung das betreffende Gutachten bei der LEOPOLDINA selbst in Auftrag gegeben hat, die Ergebnisse aber nun faktisch ignoriert !

Solange die Politik gerade bei einem zentralen Technikthema solche Eiertänze aufführt, braucht sie sich nicht zu wundern, dass sich die aufgeschlossene Jugend mit Grausen abwendet. Die nicht endenden Betrugsskandale der führenden, mit der Politik eng verwobenen deutschen Automobilhersteller tragen ihren Teil zur anhaltenden Misere bei.

Wohin diese Politik Deutschland letztendlich führt, ist absehbar. Schon jetzt hat Deutschland die Marktführerschaft in vielen Technikbereichen verspielt. Die kommenden Wahlen werden erste Hinweise geben, ob alle Generationen verstanden haben, dass ein "Weiter so" für Deutschland in einer Katastrophe endet. Die Jugend scheint eine erste Ahnung zu haben. Der eingeschlagene Weg ist aber fragwürdig, die viel zu oberflächliche Argumentation dazu ein eindeutiger Beleg. Die Bildungsverweigerung vieler junger Menschen macht es nicht besser, die Bildungsmisere gerade im "MINT"-Bereich sowie die demographische Entwicklung vervollständigen den Teufelskreis der deprimierenden Rahmenbedingungen.

Zum Abschluss noch ein direktes Wort an den Autor des Beitrages:
Herr Grund, bitte verstehen Sie meine Ausführungen nicht als unversöhnliche Kritik an Ihrem persönlichen Wirken im Wahlkreis und im Bundestag. Ich weiß, dass Sie im Einzelfall aus Überzeugung und Sachkenntnis in den relevanten Gremien und Ausschüssen des Bundestages zu bestimmten Sachverhalten auf Probleme und notwendige Änderungen hingewiesen haben.
Aber für viele Wähler in Ihrem Wahlkreis stehen Sie nun mal für die meist CDU-geführte Bundespolitik der letzten 30 Jahre. Und da gilt: Mitgefangen, mit gehangen! Dass auch die ebenfalls überwiegend CDU-dominierte Landespolitik für das Eichsfeld ganz annehmbare Veränderungen gebracht hat, den übrigen strukturschwachen Regionen im Norden aber eher Nachteile, verstärkt den zwiespältigen Eindruck.

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17.04.2019, 13.21 Uhr
sarkaso | @alanin
Dass "Journalistik" heutzutage als "überflüssige Laberwissenschaft" bezeichnet wird, das überrascht mich kaum: in Zeiten, wo sich jeder seine persönliche Wirklichkeit auf Portalen, Gruppen, Chats, Kommentarspalten und in Medien, die nur das eigene Weltbild spiegeln, zusammensucht, und alles, was auch nur einen Hauch davon abweicht, als Falschdarstellung vermutet.

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17.04.2019, 15.41 Uhr
Jörg Thümmel | @Fönix...
dass die Studierendenzahlen in den MINT Disziplinen zu gering wären, lässt sich so nicht bestätigen. Mitte der 2000er führten im Zuge der Studiengebühren die Mehrheit der Hochschulen und Universitäten auch in diesen Fächer Numerus Clausi ein, um zum einen die Anzahl der Wartesemestler drastisch zu begrenzen und zum anderen um die Zugangsvoraussetzungen der Erstsemestler etwas besser an die Anforderungen, des durch den Bologna Prozess verkürzten Studiums, bis zum Bachelor anzupassen.

Vor kurzen hatte ich im Rahmen eines Alumnitreffens an der technischen Fakultät meiner Hochschule Gelegenheit, mit den noch verbliebenen Professoren zu sprechen. Eindeutiger Tenor war, dass die Studienbeginner pro Semester sich gegenüber den frühen 2000er fast verdoppelt haben, unter Einbeziehung von zusätzlichen Studienbeginnen in den Wintersemestern tatsächlich aber fast vervierfacht haben. Und dies unabhängig ob es sich dabei um UVT, Feinwerktechnik, Maschinenbau, Schiffsbau oder Offshore Technik handelt.

Allerdings nahm die Zahl der Absolventen pro Semester allerdings auch drastisch ab. Zu meiner Zeit waren wir 120 Studenten im Bereich Maschinenbau, die das Studium im selben Semester begannen. Bei Abschluss waren wir innert der Regelstudienzeit von damals noch 10 Semestern bis zum Diplom noch 60 Leute.

Heutzutage sind es, zumindest in der Bildungseinrichtung die ich besuchen durfte pro Semester bei per NC (2,5 für Maschbau, 2,3 für Schiffsbau) auf 250 limitierten Studienanfänger nur noch 20 bis 25 Absolventen, die das Studium innerhalb der Regelstudienzeit von jetzt 6 Semestern beenden.

Als Gründe wurden sehr häufig, neben den üblichen studentischen Tugenden, die wir wohl mehr oder minder alle genossen haben, mangelhafte Grundkenntnisse in Mathematik, Physik und Chemie genannt, die sich durchschlagend auf die Angstfächer eines jedes Maschinenbaustudenten wie Ingenieurmathematik, technische Mechanik und Werkstofftechnik auswirken. Nach Aussagen ehemaliger Professoren dünnt sich das Feld binnen der ersten zwei Semester um gut 50% aus.

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17.04.2019, 20.37 Uhr
DDR-Facharbeiter | Kinder früh für Technik begeistern
Ein kleiner Nordhäuser durfte mit grossen Bruders elektrischer Eisenbahn und seinem Märklin-Baukasten spielen.
Recht früh wusste er. dass er Ingenieur werden wollte.

Mathematik , Physik und Chemie waren nicht seine Stärke, aber gute Lehrer wie Steinacker und Chemielehrer Kullik an der Wiedisburg- Berufsschule und Hafermalz und Lemke an der Humbold-Oberschule brachten ihm einige Gebiete näher. Ganz wichtig wurde für ihn die Sphärische Trigonometrie im Abitur und
bei der Ingenieur-Mathematik zum Vorexamen. Ein hervorragender Repetitor an der Berliner Technischen Universität - er verfügte über eine Sammlung von früheren Prüfungsfragen - bereitete die Studenten erfolgreich auf das Vorexamen der Maschinenbauer und Elektriker vor.

Heute wie damals dünnte sich die Lerngruppe der ersten Vorlesungen Semester für Semester aus. Prozentzahlen kann ich nicht nennen. Angeblich haben etwa 70 % aufgehört oder wechselten das Studienfach.

Einer von den Abbrechern verdiente den Unterhalt für seine Familie als Maler und Tapezierer. Ein anderer wurde Immobilien-Makler. Jonny, Erbe eines Maschinenbau- Unternehmen, stand frühmorgens am Briefkasten, in den wir bis spätestens 7:00 Uhr Übungen in Physik, Mathematik oder Mechanik einwerfen mussten.
Er kupferte " tempo teufel" die Lösungen unserer Gruppenarbeit ab. Irgendwann hat er aufgegeben.
Ein Hoch- Adliger ist in unserm Kielwasser bis zu den Diplom-Prüfungen dabei geblieben. Beim 50. Semestertreffen haben wir gemerkt, dass er kein Diplom erworben hat.Ist vorher nicht aufgefallen, weil seine Adelstitel die Lücke überdeckten...
Unsere Lerngruppe mit einer Frau und sieben Männern blieb bis zum Diplom trotz unterschiedlicher Vertiefungsfächer zusammen. Ohne unsere gegenseitige Unterstützung mit Vorlesungsmitschriften, häuslicher Gruppenarbeit und - auch gutes Zureden in Schwächephasen- hätten wir das Riesen-Pensum nicht innerhalb der durch das Stipendienwesen Bafög gesetzten Grenzen geschafft.

Einmal mehr muss ich das damalige einheitliche DDR- Schul- und Berufsbildungs-System loben. Gegenüber den westdeutschen Kommilitonen habe ich kaum Lücken füllen müssen..
Das damalige Politik-Gelabere in der DDR haben wir mit minimaler Beteiligung über uns ergehen lassen.
Das war wahrscheinlich in den 50er Jahren auch noch nicht so umfassend wie später zu Honneckers Zeiten.
In der Schweiz hat man nach dem Krieg die Hürden für eine akademische Ausbildung zu hoch gesetzt.
In der Schweizer Chemischen Industrie kommen - bis heute- 50 % der Akademiker aus dem Ausland.

Jörg Thümmel und Manfred Grund , ich hoffe, dass unsere Erfahrungen
den Jungen helfen.

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17.04.2019, 23.01 Uhr
Alanin
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18.04.2019, 08.40 Uhr
Alanin | @sarkaso
Da ich leider keine Links zu anderen Seiten (Twitter, YouTube) posten darf, müssen Sie sich wohl selbst auf die Suche begeben.

Schauen Sie sich mal den Fall von Katrin Huß im Bezug auf das Interview mit Hans-Joachim Maaz an.

Oder die Äußerungen von Nicole Diekmann auf Twitter vom 1.1.2019 an. Dort postuliert die "Korrespondentin im ZDF-Hauptstadtstudio" auf ihrem offiziellen Account, erst 'Nazis raus' und auf Rückfrage wer alles Nazis seien, dass dies alle sind, die nicht Grün wählen.

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18.04.2019, 15.17 Uhr
Joerg B. | „Das Haus der (künftigen) kleinen Fachidioten“...
… ist wohl hoffentlich nicht gemeint. Gerade den Nachgeborenen im Südharz sollte gerade im Monat April eigentlich bewusst sein, dass einseitige Technikbegeisterung sehr heftige Folgen nach sich ziehen kann. Ein schönes Beispiel dafür ist ein gewisser

Wernher Magnus Maximilian Freiherr von Braun (ein damaliger Bildungsprivilegierter),

der entgegen eigener Schutzbehauptungen sehr wohl die Zustände im Lager Dora Mittelbau kannte. Letztlich war er bereit, für seine Technikbegeisterung und Mondsüchtigkeit von anderen Menschen jedes Opfer zu fordern. Und – nebenbei – mit seinem Patriotismus war es 1945 auch nicht mehr weit her, als er sich den früheren Feinden zur Verfügung stellte. Jetzt fehlt nur noch das Gegenargument, dass er damit verhindern wollte, dass deutsche Spitzentechnologie in die Hände der „russischen Bolschewisten“ fallen könnte. (Das wäre harter Tobak für die ehemaligen Stasis und „Russenknechte“ in der AfD.)

Wer – wie hier – MINT-Wissenschaften einseitig über „Geschwätz- und Laberwisse[n]schaften“ wie „Journalistik, Soziologie, Politologie und all so Zeugs“ stellt, der muss sich fragen lassen, in welchen Land er eigentlich lebt. Dabei liebe ich MINT – „Linux Mint“!

Schon die angeblich so primitiven Neandertaler wussten, dass man einen Faustkeil sowohl zum Zerlegen von lebenswichtiger tierischer Beute, als auch z.B. zum Töten eines Nebenbuhlers verwenden konnte.

Von der alten BRD haben wir auch die oft tiefsitzende Antipathie zwischen Naturwissenschaftlern/Technikern und „Geistes“-Wissenschaftlern geerbt. Wer dagegen in der DDR z.B. Theologie studiert hat, war – dank der polytechnischen Ausbildung – durchaus in der Lage (auch ohne Bohrmaschine) einen Dübel (notfalls auch einen selbstgeschnitzten Holzdübel) für sein Bücherregal in der Wand zu befestigen. Im Westen gab es vor der „Akademikerschwemme“ dafür noch genügend Handwerker. Aber: "Reinhard Mey - Ich bin Klempner von Beruf 1974"(!).

In der „DDR“ galt dagegen: „Eine sozialistische Persönlichkeit kann alles!“ – analog zu, „Ein deutscher Offizier kann alles!“ So konnte es schon mal vorkommen, dass ein Bewerber für ein Lehrerstudium in der Fachkombination Geografie/Geschichte wegen zu schlechter Noten in Mathematik und Physik abgelehnt wurde, ihm/ihr aber geraten wurde sich doch für die noch freien Fächer Mathe/Physik/Chemie zu bewerben. Klar, ein sozialistischer Biobot lässt sich für alles programmieren!

Das wird den hier vertretenen realen Neonazis und Poststalinisten nicht gefallen. Manfred Grund sollte aufpassen, aus welcher politischen Richtung er Beifall bekommt. Viele von denen, die 1990 NACH dem Fall der Mauer „Helmut, Helmut!“ gegrölt haben, grölen heute „Merkel nach Sibirien!“ Viele wünschen sich einen Bundeskanzler wie Putin. Auch die Einordnung der Journalistik unter die „Geschwätz- und Laberwisse[n]schaften“ sollte eigentlich alarmieren ...

Da ist es fast schon tröstlich, dass die Allgemeine Natürliche Dummheit hoffentlich bald von mehreren Allgemeinen Künstlichen INTELLIGENZEN abgelöst wird. Allerdings nur, wenn wir es zuvor durch das Dangerous military Cyber-Valley schaffen. (Werden chinesische KI's eigentlich ein rotes Parteibuch haben müssen?–)

Zur Vertiefung:
„Paradies oder Robokalypse - Fluch und Segen der künstlichen Intelligenz“ Aber bitte nicht gleich nach dem verrückten(?) Japaner wegklicken! Die richtig harten provokanten Überlegungen werden erst etwa ab der Mitte angestellt.

Einen nachdenklichen Karfreitag wünscht

Jörg Birkefeld

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