Mo, 09:55 Uhr
14.03.2005
Ab in die Pilze!
Nordhausen (nnz). Bald ist es soweit, die Freunde der lautlosen Jagd zieht es wieder mit Pilzkorb, Lupe und Messer in die Wälder. Kenner wissen, wo sie die Morcheln und Maipilze, später die Rotfüßchen, Steinpilze u. a. suchen müssen. Doch Vorsicht ist angesagt und Hilfe gibt es bei Pilzsachverständigen im Landkreis Nordhausen. Wo man die findet, das hat Ihre nnz erfahren.
Auch im Landkreis Nordhausen werden die Pilzsammler losmarschieren und damit nichts schief geht, bevor die gesammelten Schwämme im Kochtopf landen, stehen auch in diesem Jahr wieder vom Gesundheitsamt des Landratsamtes eingesetzte Pilzsachverständige zur Verfügung: Nordhausen (Salza): Dr. Wolfgang Heinig, Flurstraße 5, Tel. 0 36 31 / 97 15 51, Bleicherode: Wolfgang Schulz, Friedrich-Naumann-Straße 9, Tel. 03 63 38 /4 27 88, Sülzhayn: Christine Hübner, Siegenweg 8, Tel. 03 63 32/ 387. Vor dem Aufsuchen einer der Beratungsstellen wäre ein telefonischer Kontakt empfehlenswert.
Außerdem sollten die Ratsuchenden im Interesse einer sicheren Pilzbestimmung noch Folgendes beachten: Alle gesammelten Pilze von Schmutz befreit vorlegen. Nur vollständige Pilze können einwandfrei bestimmt werden, d. h. Hut, Stiel und Stielbasis (Knolle, Scheide) müssen noch erkennbar sein. Zur Bestimmungserleichterung könnte auch die Standortbeschreibung des gefundenen Pilzes beitragen. Aber an dieser Stelle soll keine Pilzberatung stattfinden. Vielmehr geht es um Fragen, die beim Pilzsammeln und -verzehren interessant sein könnten.
Da wäre zum einen eine zweckmäßige Anzugsordnung, denn: Achtung Zecken! Festes Schuhwerk, langärmlige Oberbekleidung und Kopfbedeckung sind empfehlenswert, vor allem, wenn man hier und da in Erdbodennähe arbeitet oder Gebüsche durchstreift. Zum anderen gibt es einige wichtige Grundregeln zum Sammeln und Aufbewahren von Pilzen, wie z. B. keine Kunststoffbeutel verwenden, Pilze schonend ernten, nicht das Myzel zerstören, Pilze an Ort und Stelle säubern, madige Teile entfernen, überalterte, durchwässerte oder gefrorene Pilze stehen lassen, Pilze nicht roh essen, Pilze, die am nächsten Tag zubereitet werden sollen, bitte kühl und trocken, flach ausgebreitet auf einer Papierunterlage aufbewahren.
Schön aussehende Pilze müssen keine Speisepilze sein. Schneckenfraßstellen oder nicht schwärzende Zwiebeln bzw. Silberlöffel im Kochtopf als Essbarkeitskriterien zu werten, kann Lebensgefahr bedeuten! Die einzig zuverlässige Methode, Giftpilze auszuschließen, ist das Erkennen ihrer botanischen Merkmale. Empfehlenswert wäre dazu auch die Teilnahme an Exkursionen, das Selbststudium in einem seriösen Pilzbuch oder das Aufsuchen einer Pilzberatungsstelle...
Autor: nnzAuch im Landkreis Nordhausen werden die Pilzsammler losmarschieren und damit nichts schief geht, bevor die gesammelten Schwämme im Kochtopf landen, stehen auch in diesem Jahr wieder vom Gesundheitsamt des Landratsamtes eingesetzte Pilzsachverständige zur Verfügung: Nordhausen (Salza): Dr. Wolfgang Heinig, Flurstraße 5, Tel. 0 36 31 / 97 15 51, Bleicherode: Wolfgang Schulz, Friedrich-Naumann-Straße 9, Tel. 03 63 38 /4 27 88, Sülzhayn: Christine Hübner, Siegenweg 8, Tel. 03 63 32/ 387. Vor dem Aufsuchen einer der Beratungsstellen wäre ein telefonischer Kontakt empfehlenswert.
Außerdem sollten die Ratsuchenden im Interesse einer sicheren Pilzbestimmung noch Folgendes beachten: Alle gesammelten Pilze von Schmutz befreit vorlegen. Nur vollständige Pilze können einwandfrei bestimmt werden, d. h. Hut, Stiel und Stielbasis (Knolle, Scheide) müssen noch erkennbar sein. Zur Bestimmungserleichterung könnte auch die Standortbeschreibung des gefundenen Pilzes beitragen. Aber an dieser Stelle soll keine Pilzberatung stattfinden. Vielmehr geht es um Fragen, die beim Pilzsammeln und -verzehren interessant sein könnten.
Da wäre zum einen eine zweckmäßige Anzugsordnung, denn: Achtung Zecken! Festes Schuhwerk, langärmlige Oberbekleidung und Kopfbedeckung sind empfehlenswert, vor allem, wenn man hier und da in Erdbodennähe arbeitet oder Gebüsche durchstreift. Zum anderen gibt es einige wichtige Grundregeln zum Sammeln und Aufbewahren von Pilzen, wie z. B. keine Kunststoffbeutel verwenden, Pilze schonend ernten, nicht das Myzel zerstören, Pilze an Ort und Stelle säubern, madige Teile entfernen, überalterte, durchwässerte oder gefrorene Pilze stehen lassen, Pilze nicht roh essen, Pilze, die am nächsten Tag zubereitet werden sollen, bitte kühl und trocken, flach ausgebreitet auf einer Papierunterlage aufbewahren.
Schön aussehende Pilze müssen keine Speisepilze sein. Schneckenfraßstellen oder nicht schwärzende Zwiebeln bzw. Silberlöffel im Kochtopf als Essbarkeitskriterien zu werten, kann Lebensgefahr bedeuten! Die einzig zuverlässige Methode, Giftpilze auszuschließen, ist das Erkennen ihrer botanischen Merkmale. Empfehlenswert wäre dazu auch die Teilnahme an Exkursionen, das Selbststudium in einem seriösen Pilzbuch oder das Aufsuchen einer Pilzberatungsstelle...

