Mo, 09:07 Uhr
14.03.2005
Eröffnet und schon gelaufen
Nordhausen (nnz). Heute wird in den einschlägigen Medien dieses Landes die Besetzung der Stelle des ersten Beigeordneten der Kreisverwaltung ausgeschrieben. Da werden zwar Inhalte oder Anforderungen klar definiert, doch das wichtigste Kriterium für die Besetzung ist nicht im Text zu finden.
Ausführlich werden die Aufgaben und Verantwortungsbereiche im Ausschreibungstext formuliert. Vor allem SPD und PDS können mit dieser Variante zufrieden sein. Sie hatten sich in der Vergangenheit mehrfach kritisch zur etwaigen Verfahrensweise des Landrates geäußert. Und in der Tat, Landrat Joachim Claus (CDU) hätte die Ausschreibung auch härter formulieren können, anders als noch vor Jahren ist er hier der absolute Herr des Verfahrens. Doch nun ist alles aufgesetzt – nur eines fehlt: Die Parteizugehörigkeit. Die hätte doch reinformuliert werden können, sie ist doch das ausschlaggebende Kriterium. Ein Sozialdemokrat muß es sein, was anderes wird nicht laufen in diesem Kreistag.
Das auch noch eine Frau favorisiert wird, das wird schon eher deutlich und passt wohl auch zu den gesetzlichen Vorgaben bei derartigen Ausschreibungen. Der Landkreis Nordhausen möchte Frauen beruflich fördern. Bewerbungen von Frauen sind daher erwünscht, heißt es in dem Text. Also: alles klar für die SPD-Frau Jutta Krauth.
Es ist eigentlich schon ein merkwürdiges Verfahren, das bei der Besetzung dieser Stellen durchgezogen wird. Gewählt wird letztlich durch den Kreistag. In und mit der Ausschreibung wird aber der Eindruck vermittelt, als ob jeder mit der notwendigen Qualifikation auch eine Chance hätte. Die aber zählt nur am Rande – wichtiger ist da schon die Farbe des jeweiligen Parteibuches.
Autor: nnzAusführlich werden die Aufgaben und Verantwortungsbereiche im Ausschreibungstext formuliert. Vor allem SPD und PDS können mit dieser Variante zufrieden sein. Sie hatten sich in der Vergangenheit mehrfach kritisch zur etwaigen Verfahrensweise des Landrates geäußert. Und in der Tat, Landrat Joachim Claus (CDU) hätte die Ausschreibung auch härter formulieren können, anders als noch vor Jahren ist er hier der absolute Herr des Verfahrens. Doch nun ist alles aufgesetzt – nur eines fehlt: Die Parteizugehörigkeit. Die hätte doch reinformuliert werden können, sie ist doch das ausschlaggebende Kriterium. Ein Sozialdemokrat muß es sein, was anderes wird nicht laufen in diesem Kreistag.
Das auch noch eine Frau favorisiert wird, das wird schon eher deutlich und passt wohl auch zu den gesetzlichen Vorgaben bei derartigen Ausschreibungen. Der Landkreis Nordhausen möchte Frauen beruflich fördern. Bewerbungen von Frauen sind daher erwünscht, heißt es in dem Text. Also: alles klar für die SPD-Frau Jutta Krauth.
Es ist eigentlich schon ein merkwürdiges Verfahren, das bei der Besetzung dieser Stellen durchgezogen wird. Gewählt wird letztlich durch den Kreistag. In und mit der Ausschreibung wird aber der Eindruck vermittelt, als ob jeder mit der notwendigen Qualifikation auch eine Chance hätte. Die aber zählt nur am Rande – wichtiger ist da schon die Farbe des jeweiligen Parteibuches.

