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Do, 20:40 Uhr
14.03.2019
Landtagswahl 2019

SPD-Genossen schicken Kandidatin in den „Kampf“

Nach der CDU schickte sich heute die Nordhäuser SPD an, um die Kandidaten für den Landtag und den Stadtrat zu nominieren. Und da gab es durchaus eine Überraschung…

Gewählt (Foto: nnz) Ortsvorsitzender Müller mit Kandidatin Nancy Kämmerer

Nach der Bekanntgabe der Formalien, die bei diesen Wahlen strikt einzuhalten sind, wurde es gleich spannend. Die 30 anwesenden und wahlberechtigten Mitglieder sollen Vorschläge für Kandidaten abgeben. Und natürlich hatte auch der Vorstand einen Vorschlag: Nancy Kämmerer.

Die 36jährige stammt aus Berga, ist Niederlassungsleiterin bei einem Personaldienstleister und wohnt seit mehr als einem Jahr in Nordhausen und ist seit eineinhalb Jahren Mitglied der SPD. Sie habe bewusst noch keine Kinder, sie habe sich für die Karriere entschieden. Auch deshalb sei sie Mitglied der SPD geworden. Außerdem habe sie sich aktiv für die Belange des Nordhäuser Tierheim eingesetzt. Sie will die Nordhäuser Region in Erfurt hör- und sichtbar machen, so wie das jeder andere Kandidat auch angegeben hätte.

Fragen an die Kandidatin gab es dann nicht mehr, es konnte gewählt werden. 30 Stimmen wurden abgegeben, davon votierten 16 für die Kandidatin, 13 dagegen und es gab eine Enthaltung. Frau Kämmerer nahm die Wahl an und will nun vor allem den Genossen, die sich gegen sie ausgesprochen hatten, zeigen, dass sie für die SPD und deren Ziele kämpfen werde.

Anschließend wurden die Kandidaten zur Stadtratswahl nominiert. Fraktionsvorsitzender Andreas Wieninger zog eingangs ein kurzes Resümee der zurückliegenden Legislaturperiode. Er erinnerte an Verhältnisse im Stadtrat, als sich nahezu alle anderen Fraktionen gegen die SPD wandten. Man erinnere sich an die sogenannte Stepel-Koalition, an Untersuchungsausschüsse, Kritik an die Ex-OB Barbara Rinke. Mit der Wahl von Buchmann zum OB habe sich die Situation im Stadtrat spürbar entspannt. Landrat Matthias Jendricke verteidigte seinen Listenplatz, den er nach seiner Wahl nicht antreten kann. Schließlich wolle er unterstützen und wohne ja auch in Nordhausen. Winfried Theuerkauf kritisierte dieses Verhalten und sprach von einem Glaubwürdigkeitsverlust.

Vor dem Wahlgang erinnerte Hans-Georg Müller daran, dass sich unter den 36 Kandidaten sechs parteilose Kandidaten und acht Mitglieder der Jusos befinden. Wieder war es Winfried Theuerkauf, der Bewegung in den Listenvorschlag brachte und Maximilian Schröter auf den Listenplatz 3 sehen wollte. Dem schloss sich Helga Uhl an, Dominik Rieger hingegen war dagegen wie Matthias Jendricke. Aber: Schröter nimmt die Kampfkandidatur an. Und nun wird es spannend.

Für Schröter und Wieninger stimmten jeweils die gleiche Anzahl der Mitglieder. Maximilian Schröter geht auf Platz 5, dafür geht Dr. Schönfelder auf Platz 10 und Matthias Jendricke rutscht auf Platz 13 und alle waren zufrieden. Es gab Applaus für dann beschlossene Die aktuelle Liste .
Peter-Stefan Greiner
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Kommentare

14.03.2019, 21.52 Uhr
Realist 1.0 | Das ich nicht lache
Eine Frau die Karriere bei Leiharbeitsfirmen gemacht hat und noch mehr machen will, wird nach eineinhalb Jahren Mitgliedschaft in der SPD auf die Wahlliste gesetzt.Daran kann man sehen wie tief die Sozialdemokraten gesunken sind.Das ist für mich ein Grund garantiert nicht, die SPD zu wählen.

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14.03.2019, 23.52 Uhr
Luftikus | SPD ohne Zukunftspläne
wenn man den Ablauf liest, klingt es eher traurig.
Keine Ziele werden benannt, keine Visionen! Man beschäftigt sich nur mit sich selbst. Redet über Probleme die Jahre zurück liegen. Man macht sich Gedanken über Angriffe Auf die SPD und Spricht von einer guten Zeit seit Buchmann. Duch glaubt man den Medien so hatte Buchmann in den letzten Monaten mehr Probleme als Freude mit der SPD.
Seit Jahren hört man nichts von der SPD und setzt nun auf einige Bekannte parteilose Akteure, was gut ist, denn die Anzahl der wenigen guten Mitglieder ist gering.

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15.03.2019, 09.21 Uhr
Jörg Thümmel | Karriere in der SPD?
"..Die 36jährige stammt aus Berga, ist Niederlassungsleiterin bei einem Personaldienstleister und wohnt seit mehr als einem Jahr in Nordhausen und ist seit eineinhalb Jahren Mitglied der SPD. Sie habe bewusst noch keine Kinder, sie habe sich für die Karriere entschieden. Auch deshalb sei sie Mitglied der SPD geworden..."

liest sich so, als habe sie sich gegen Kinder entschieden um Karriere in der SPD zu machen? Na ob das so zukunftsträchtig ist, bei den zu erwartenden Prozentsätzen, die die SPD derzeit so erzielt?

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15.03.2019, 15.58 Uhr
Realist 1.0 | @Luftikus
Das die SPD von einer guten Zeit seid Herrn Buchmann spricht, ist einfach nur zum schießen, wenn man bedenkt das ein möchte gern Klein Fürst Namen Matthias Jendricke(SPD), der auch noch Nordhausen wohnt, ständig versucht der Stadt Nordhausen eins reinzuwürgen.

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