Di, 17:41 Uhr
05.02.2019
Landespolitiker äußern sich
Thüringen braucht eine Landespflegekammer
Sondershausen/Harztor: Die sogenannten Wahlkreistage nutzen zahlreiche Landtagsabgeordnete um intensiv und ohne Zeitdruck mit Menschen unterschiedlicher Professionen ins Gespräch zu kommen. Babett Pfefferlein (Bündnis 90 / Die Grünen): Thüringen braucht eine Landespflegekammer...
Den 4. Februar nutzte Babett Pfefferlein, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag, um mit Verantwortlichen des 2018 gegründeten Landespflegerates Thüringen e.V. in Austausch zu treten. Das Treffen fand in der Neanderklinik in Harztor statt. Martina Röder, Leiterin der Einrichtung, engagiert sich seit vielen Jahren im Deutschen Pflegeverband und kann daher aus unterschiedlichen Blickwinkeln über die Situation in der Pflege allgemein und auch speziell in Nordthüringen berichten.
Ich bin Frau Röder sehr dankbar, dass sie in aller Deutlichkeit auf die Situation hingewiesen hat: Fakt ist, dass Pflegekräfte eine bessere Lobby brauchen – sie müssen dringend darin unterstützt werden, ihre Belange gut zu vertreten. Das kann zum Beispiel die Etablierung einer Landespflegekammer voranbringen, ist sich die Gesundheitspolitikerin sicher.
Der Landespflegerat Thüringen ist gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden bestrebt, eine Pflegekammer zu gründen. Dieses Ziel werde ich nach Kräften unterstützen. Denn eine Pflegekammer bietet Vorteile für alle an Pflege beteiligten – für die Pflegefachkräfte, für die Gepflegten und auch für die gesamte Trägerstruktur. Außerdem wird das Image des Pflegeberufes nachhaltig gestärkt, erläutert Babett Pfefferlein weiter. In Kammern organisierte Berufsgruppen – am bekanntesten ist sicherlich die Industrie- und Handwerkskammer – profitieren erheblich von dieser Einrichtung. So können die Mitglieder darauf hinwirken, die Professionalisierung und Weiterentwicklung des Berufes selbst mitzugestalten.
Leider stand während des Treffens ebenfalls die Anerkennung der Berufsabschlüsse von Pflegefachkräften aus dem Ausland auf der Agenda.
Die Anerkennungsverfahren in angemessener Zeit durchzuführen, dauert in Thüringen noch immer zu lange. Während der mehrmonatigen Wartezeit geschieht es oft, dass die Fachkräfte Thüringen verlassen und in anderen Bundesländern einen Arbeitsplatz in der Pflege finden. Das können wir uns einfach nicht mehr leisten!
Babett Pfefferlein
Autor: khhDen 4. Februar nutzte Babett Pfefferlein, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag, um mit Verantwortlichen des 2018 gegründeten Landespflegerates Thüringen e.V. in Austausch zu treten. Das Treffen fand in der Neanderklinik in Harztor statt. Martina Röder, Leiterin der Einrichtung, engagiert sich seit vielen Jahren im Deutschen Pflegeverband und kann daher aus unterschiedlichen Blickwinkeln über die Situation in der Pflege allgemein und auch speziell in Nordthüringen berichten.
Ich bin Frau Röder sehr dankbar, dass sie in aller Deutlichkeit auf die Situation hingewiesen hat: Fakt ist, dass Pflegekräfte eine bessere Lobby brauchen – sie müssen dringend darin unterstützt werden, ihre Belange gut zu vertreten. Das kann zum Beispiel die Etablierung einer Landespflegekammer voranbringen, ist sich die Gesundheitspolitikerin sicher.
Der Landespflegerat Thüringen ist gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden bestrebt, eine Pflegekammer zu gründen. Dieses Ziel werde ich nach Kräften unterstützen. Denn eine Pflegekammer bietet Vorteile für alle an Pflege beteiligten – für die Pflegefachkräfte, für die Gepflegten und auch für die gesamte Trägerstruktur. Außerdem wird das Image des Pflegeberufes nachhaltig gestärkt, erläutert Babett Pfefferlein weiter. In Kammern organisierte Berufsgruppen – am bekanntesten ist sicherlich die Industrie- und Handwerkskammer – profitieren erheblich von dieser Einrichtung. So können die Mitglieder darauf hinwirken, die Professionalisierung und Weiterentwicklung des Berufes selbst mitzugestalten.
Leider stand während des Treffens ebenfalls die Anerkennung der Berufsabschlüsse von Pflegefachkräften aus dem Ausland auf der Agenda.
Die Anerkennungsverfahren in angemessener Zeit durchzuführen, dauert in Thüringen noch immer zu lange. Während der mehrmonatigen Wartezeit geschieht es oft, dass die Fachkräfte Thüringen verlassen und in anderen Bundesländern einen Arbeitsplatz in der Pflege finden. Das können wir uns einfach nicht mehr leisten!
Babett Pfefferlein

