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Do, 13:16 Uhr
24.01.2019
Hohenrode 21

Das Wasser soll zurückkehren

Auch bei Frost und Minusgraden wird im Park Hohenrode weiter gearbeitet. Bei der Restaurierung des Pavillons ist man bereits ein gutes Stück vorangekommen, nun steht das nächste Projekt in den Startlöchern: die beiden Seerosenteiche am Fuße des Parks sollen wieder in ihrem alten Glanz erstrahlen...

Die Teiche im Park Hohenrode sollen wieder Wasser führen (Foto: Angelo Glashagel) Die Teiche im Park Hohenrode sollen wieder Wasser führen (Foto: Angelo Glashagel)

Für den Herr des Hauses war es einst der liebste Rückzugsort in seinem Park. Carl Kneiff soll sie geliebt haben, die "Lindenhöhle", ein kleiner Ruheplatz am unteren Rand des Parks. Von hier fiel der Blick einst auf die beiden Seerosenteiche und ihr Wasserspiel.

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Die Linden stehen noch, die historische Wegeführung und die kleine Ausbuchtung an ihrem Rand haben die Freiwilligen und Ehrenamtlichen des Parks schon länger wieder hergestellt. Die Teiche blieben bis zu ihrer Wiederentdeckung im Jahr 2010 unter einer Schicht aus Laub und Erdreich verschollen. Heute liegen sie zwar wieder frei, bleiben aber trocken. Das Betonfundament ist undicht, das Regenwasser, das man hier aus den Abflüssen des weiteren Parks sammelt, versickert schnell.

Wenn es nach Gisela Hartmann, der Vorsitzenden der Bürgerstiftung des Parks geht, dann soll sich das bald ändern. Mit Unterstützung durch die Firmen Schachtbau und Sakret sollen die beiden Gewässer wieder in ihren alten Zustand versetzt werden. Eine einfache Plane zu verlegen wird nicht reichen, da würde die Denkmalbehörde einschreiten, darüber sei man sich seit langem im Klaren, erklärte Hartmann.

Historische Ansicht der Seerosenteiche (Foto: Sven Liss) Historische Ansicht der Seerosenteiche (Foto: Sven Liss)

Bevor die Fachleute genau wissen, womit sie es zu tun haben, braucht es einen entsprechenden Lage- und Höhenplan. Den wird Wolfgang Oschinsky zeitnah erstellen, wenn es die Witterung zulässt. Oschinsky ist von Haus aus Vermesser, betreibt sein eigenes Büro und ist seit mehreren Jahren Mitglied des Fördervereins. "Ich habe Hohenrode mit meiner Gattin bei einem Spaziergang während eines Parkfestes entdeckt. Wir haben viel für Natur und Umwelt übrig und es hat uns hier so gut gefallen das wir gedacht haben hier müssen wir selber etwas tun".

Gisela Hartmann und Wolfgang Oschinsky an den trockenen Teichen (Foto: Angelo Glashagel) Gisela Hartmann und Wolfgang Oschinsky an den trockenen Teichen (Foto: Angelo Glashagel)

Die Vermessungsarbeiten versteht Oschinsky als Sachspende und er ist, wie so oft, nicht der Einzige, der sich dieser Tage unentgeltlich für die Zukunft des Parks einsetzt. Auch die Mitarbeiter der Firma Heck Immobilien waren heute mit dem Bagger im Park. Zwischen Warttürmchen und Pavillon musste eine einsturzgefährdete Wand entfernt werden. Wahrscheinlich stand hier einmal ein Heulager, sicher weiß es niemand, der historische Wert der Ruinen hält sich in Grenzen.

Am Pavillon wurden Dach- und Bodenplatte fertiggestellt. Sobald die nächsten Fördermittel abgerufen werden können, wird man sich um Fenster, Fließen und Mauerarbeiten kümmern. "Alles was wir jetzt tun und starten dient der Vorbereitung des Parks als Außenstandort der BuGa21", sagt Gisela Hartmann, "Die Bundesgartenschau findet dann auch in Nordhausen statt. Alles was wir anfangen muss deswegen bis zum April 2021 fertig werden. Den Auftakt bereiten wir schon jetzt vor."

Auch im oberen Teil des Parks wurde heute gearbeitet (Foto: Angelo Glashagel) Auch im oberen Teil des Parks wurde heute gearbeitet (Foto: Angelo Glashagel)

Insgesamt sei der Park in einem guten Zustand. Das man in den letzten Jahren weniger Sturmschäden zu beklagen hatte als in der Vergangenheit sei ein gutes Zeichen. Sorgen bereiten den Parkfreunden hingegen die Folgen des trockenen Sommers. Die könnten sich erst in diesem oder dem nächsten Jahr zeigen, meint Hartmann, man werde sehen wie gut die "Exoten" des Arboretums die Trockenheit vertragen haben. "Der Klimawandel findet auch bei uns im Park statt", so Hartmann weiter, perspektivisch werde man darauf hinarbeiten deswegen auch die historische Bewässerungsanlage wieder weitestgehend herzurichten und den Park und seine Anlagen Klimaneutral zu gestalten.
Angelo Glashagel
Autor: red

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