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Sa, 00:03 Uhr
19.01.2019
Meldung aus der Wirtschaftswelt

1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz

In Oberspier, einem Ortsteil von Sondershausen hatten sich über 100 Unternehmensanwender, Softwareentwickler und Vertreter öffentlicher Einrichtungen aus ganz Thüringen eingefunden um über Künstliche Intelligenz und ihre Anwendung zu diskutieren und dabei ging es nicht nur um Visionen...


Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ist hoch aktuell, aber wie können sich kleine und mittlere Unternehmen auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz vorbereiten? Der Industrie-Dialog Künstliche Intelligenz brachte Vertreter von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und IT-Dienstleistern zusammen. Dabei ging es nicht nur um Visionen, sondern um konkrete Lösungen und um gegenseitiges unterstützen.

Künstliche Intelligenz (KI) ist eine Schlüsseltechnologie, die künftig mit über Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen entscheidet. Auch kleinere und mittlere Unternehmen sind wohl beraten, wenn sie sich bereits heute über diese Technologie kundig machen, Einsatzmöglichkeiten ermitteln und sich schrittweise auf den effektiven Einsatz von KI in ihrem Wirkungskreis vorbereiten. Mit dem Industriedialog sollen Angebote und Nutzung der Schlüsseltechnologie wie Big Data, Mustererkennung, maschinelles Lernen, deep learning, Robotik etc. für die Unternehmen besser sichtbar und leichter zugänglich gemacht werden.

Am letzten Donnerstag fand der 1. Thüringer Industriedialog „Künstliche Intelligenz“ in Oberspier statt. Insgesamt nahmen über 100 Teilnehmer davon ca. 60 interessierte Unternehmensanwender, 20 Herstellung und Softwareentwickler und ca. 30 Vertreter öffentlicher Einrichtungen der Verwaltung und Bildung an dem Industriedialog „KI“ teil.

1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
In mehreren Diskussionsrunden wurde das Thema aus verschiedenen Richtungen beleuchtet. Man musste die Diskutierenden regelrecht zur Pause auffordern, wie kn bemerkte.

Ziel war es, dass Unternehmen ihre KI-basierten Lösungen vorstellen, dass Einrichtungen über ihre Forschungsergebnisse informieren und dass Dienstleister ihre Angebote präsentieren. Mit den bereitgestellten Informationen, was andere können und woran sie arbeiten und im direkten Erfahrungsaustausch, vermittelten die Initiatoren des Dialogs neue Impulse und regten so zu einer interessanten Diskussion mit den Unternehmen an.

Es wurden neue Ideen für den Einsatz in Thüringer Unternehmen initiiert. Andererseits wurden Anregungen sowie Anforderungen zur anwendungsnahen Forschung und Entwicklung gezielt formuliert, aufgenommen und Kooperationen zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Dienstleister angebahnt. Damit leistete der Industriedialog einen Beitrag zur Stärkung und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit.

1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Dr. Thomas Schilling und Steffen Schöllhorn von der Fa. Sonlux Sondershausen

Der Dialog fand in dem sehr lebendigen Format des World Cafè`s statt. In 5 Themenecken, wurden unter Leitung von hochkarätigen Moderatoren verschiedene Sichtweisen und verschiedene Herangehensweisen diskutiert. Die 5 Themenecken orientierten sich an den Belangen des KI-Einsatzes in Unternehmen (KI-Einsatz in der externen Kommunikation, in der Produkt- und Prozessentwicklung, in Planung und Personaleinsatz und in der Produktion). In einer weiteren Themenecke wurden Unterstützungsbedarfe und Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutiert.

1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Matthias Weber von der Fa. Stockless, einem Dienstleiter im Bereich eCommerce, aus Sondershausen.

Initiatoren des Industriedialoges ist der Unternehmensverbund „Förderverein für Anwendung und Bildung auf dem Gebiet Industrie 4.0 (Fab-I 4.0)“ mit den Unternehmen des W.I.R.-Projektes WIN4WIN (W.I.R. Wandel durch Innovation in der Region) sowie die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH und deren Clustermanagement (LEG Thüringen) sowie RIS3-Arbeitskreis „Industrielle Produktion und Systeme“.

Christian Schilling
Förderverein für Anwendung und Bildung auf dem Gebiet Industrie 4.0 (Fab-I 4.0) e.V.
Telefon: 03632 / 5227 24
E-Mail: Christian.Schilling@fab-i40.de

Dr. Martin Schilling
3D-Schilling GmbH
Geschäftsführender Gesellschafter
Telefon: 03632 / 5227 30
E-Mail: presse@eah-jena.de

1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Dr. Martin Schilling (li.) mit dem Geschäftsführer des Sondershäuser Bildungsverein Hartmut Bärwinkel.

Beim 1. Thüringer Industriedialog stellten sich in einer Ausstellung verschieden Unternehmen vor. Einige Stände hat kn in der Bildergalerie festgehalten.
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
1. Thüringer Industriedialog künstliche Intelligenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Kommentare

19.01.2019, 14.32 Uhr
Kritiker2010 | Die Büchse der Pandora
Damals, als Computer noch ganze Räume füllten, sollte uns Software lästige Arbeiten abnehmen - komplexe Berechnung ermöglichen, für die das menschliche Gehirn nicht gemacht ist. Dann kam der Austausch von Informationen hinzu, noch etwas später dann auch der Unterhaltungsfaktor, ja und natürlich das Militär, das war von Anfang an mit dabei.

(Fast) allen dieser Programme, ich meine natürlich "Äpps", ist jedoch gemein, dass sie für einen bestimmten Zweck erstellt wurden, mit mehr oder weniger festen, wenn auch immer komplexer werdenden, Regeln. Und das ist auch gut so. Auch das, was die Wirtschaft (4.0) sich wünscht oder wünschen sollte - ist nichts anderes, als neue, leistungsfähigere, besser kombinierbare Versionen vorhandener Lösungen, die Prozesse beschleunigen, Fehler reduzieren und Menschen entlasten. Dass dadurch immer wieder Arbeitsplätze verloren gehen, kann man kurzfristig ausblenden oder schönreden aber nicht verhindern.

Was ist nun aber mit der KI?

Die KI wird es richten, alles wird schneller, besser und schöner ... und nur wir haben sie ... und sie macht, was wir wollen.
Computer sagt NEIN!
Eine KI beginnt dort, wo die Kontrolle des Menschen endet! Die ach so naiv herbeigesehnte echte KI entwickelt über kurz oder lang zwangsläufig ein eigenes Bewusstsein, entscheidet selbst, welche Informationen relevant sind, welche Informationsquellen sie nutzt und definiert irgendwann auch ihre eigene Rolle neu.
Egal wie wir es drehen oder wenden: Am Ende wird es für eine echte KI nur einen Störfaktor geben - den Menschen. Er ist ineffizient, chaotisch und gefährlich.
Den Rest kann sich jeder selbst ansehen - Hollywood hat uns über Jahrzehnte Lehrfilme präsentiert, jedoch scheinbar ohne Wirkung.

Status Quo:

Schon heute überlassen wir immer häufiger wichtige Entscheidungen der Software - ohne Widerspruch, wäre auch zwecklos, denn da ist ja niemand.
Wir stehen an der Schwelle zur Entwicklung einer oder vieler solcher KI. Das Ökosystem ist bereits fertig - das Internet. Die KI wird es nutzen, uns mit Milliarden Kameras und Sensoren auf der ganzen Welt beobachten und im Ernstfall eliminieren.

Die Frage ist nicht mehr, wie es endet, sondern wann!
20.01.2019, 14.27 Uhr
Joerg B. | Ach, Kritiker2010 ;), Sie sind doch
nur ein besserwisserischer Panikmacher, nicht mehr als ein ganz kleiner moderner Nostradamus! Vielleicht sind Sie schon an Ihrem Lebensabend angelangt und trösten sich mit Schauergeschichten über eine schreckliche Zukunft darüber hinweg, dass sie diese nicht mehr erleben können!

So werden viele jetzt über Sie urteilen ich nicht! Ich denke, ich weiß, wovon ich schreibe, denn ich habe mich selbst mit diesem Themenkomplex beschäftigt. Am 3. November 2016 hielt ich bei der Urania Bildungsgesellschaft in Leinefelde einen Vortrag zum Thema: „Was ist Transhumanismus?“
(https://www.eichsfelder-nachrichten.de/news/news_lang.php?ArtNr=200293)

Für den technischen Transhumanismus ist „ALLGEMEINE Künstliche Intelligenz“ eine Grundvoraussetzung. Wer glaubt, der Weg zur (relativen) Unsterblichkeit führe über Biologie und Medizin, wird sich wohl einfrieren lassen müssen. KÜNSTLICHE Intelligenz ist also in Abgrenzung zum gentechnischen Enhancement nicht nur eine Schreckensvision, sondern gibt auch Anlass zu einer mindestens vagen aber realisierbaren(!) Hoffnung auf relative Unsterblichkeit.

{Religionen, wie das Christentum, versprechen das Ewige Leben seit nunmehr fast 2.000 Jahren. Aber niemand(!) ist wirklich von den Toten auferstanden nichts als leere Versprechen, Gehirnwäsche, geistiger Kindesmissbrauch und großkotzige Quacksalberei! Siehe die einschlägigen Mitteilungen der Südharzer Kirchen!}

Allerdings wird es wohl kaum durch sogenanntes Uploading in einen Androiden wie in einigen SF-Filmen möglich sein. Der SF-Klasiker „A.I.“ von Steven Spielberg deutet an, wie der Übergang von natürlicher Dummheit zu künstlicher, auf Elektronik basierender Intelligenz friedlich verlaufen könnte, wären da nicht die religiös motivierten Fortschrittsfeinde mit ihren „Fleischfesten“, bei denen sie mehr oder weniger intelligente Haushaltsroboter rituell zerstören.

In diesem Hollywood-Lehrfilm, „Kritiker2010“, ist es tatsächlich eine bestimmte Gruppe von Menschen, die „ineffizient, chaotisch und gefährlich“ agieren, von deren Existenz am Ende des Films aber nur noch im steigenden Meer untergegangene Ruinen Zeugnis ablegen. Es lohnt sich, diesen Film im Internet zu bestellen.

Selbstverständlich gehen von den Silicon Valleys der Welt und erst recht nicht von Oberspier akut solche Gefahren aus, denn die sogenannte starke KI steckt noch in den Kinderschuhen, sie ist noch am Booten. Die „schwache“ KI ist aber schon gefährlich genug:

Stanislaw Petrow musste sich am 26. September 1983 als diensthabender Offizier im Serpuchow-15-Bunker (ungefähr 50 Kilometer südlich von Moskau) einer solchen vergleichsweise noch sehr schwachen KI widersetzen. „Kurz nach Mitternacht meldete der Computer den Start einer auf die Sowjetunion gerichteten Atomrakete im US-Bundesstaat Montana. Ab einem feindlichen Raketenabschuss hatte die sowjetische Führung 28 Minuten Zeit, um unwiderruflich über einen Gegenschlag zu entscheiden. Petrow blieb eine Viertelstunde für die Unterrichtung seines Vorgesetzten. (Wikipedia)

Hätte er nach Vorschrift gehandelt, wären wir alle mehr oder weniger qualvoll an den sofortigen oder indirekten Folgen eines weltweiten Atomkriegs verreckt. (Außer den damals noch Ungeborenen)

Heute lässt der „liebe“ Staatschef Putin Überschall-Raketen bauen und unterläuft die INF-Verträge. Sein Gegenstück in den USA will nachziehen. Damit verkürzen sich die Bedenkzeiten, die Petrow noch hatte, auf den Bereich von Sekunden, mit der Folge, dass die Entscheidungen „schwachen“ KI's überlassen werden müssen. Die Vorentscheidungen aber haben wir mit Verlaub natürlichen, von uns zuvor gewählten, Dummheiten überlassen.

Da ist mir die alsbaldige Weltherrschaft durch eine Allgemeine „starke“ KI vergleichsweise lieber. Vielleicht hat eine solche ja Mitleid und killt uns z.B. mit einem Designervirus, das in unsere Körpern Überdosen von Endorphinen produzieren und uns damit sanft einschlafen lässt.

Georgius Betulacampus (Nostradamus ;)
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