Fr, 20:13 Uhr
14.12.2018
Industriegebiet in der Goldenen Aue
Erste Ansiedlung in Sicht
Wann endlich kommt es zu ersten Ansiedlung eines Unternehmens im Industriegebiet in der Goldenen Aue? Die Antwort auf diese Frage steht weiterhin aus, obwohl die Fragestellungen sich verdichten...
Noch warten die 100 Hektar auf eine erste Ansiedlung (Foto: nnz)
Der Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), Andreas Krey, bestätigt zwar intensive Gespräche mit Interessenten, dennoch kann er einen unterschriftsreifen Sachstand nicht bestätigen. Krey, der aktuell in Russland unterwegs ist, nennt auch keinerlei Namen, letztlich muss die Tinte unter den Verträgen getrocknet sein.
Insofern hat der Nordhäuser OB doch Recht, der im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Stadtratssitzung gesagt haben soll, das momentan der Stand zum Industriegebiet der gleiche sei wie vor einem Jahr.
Um hier zu spekulieren, ob es denn ein us-amerikanischer Investor aus der Logistikbranche sein könnte, der rund 400 Arbeitsplätze schaffen und sich bei Nordhausen statt bei Kassel ansiedeln wollte, ist das Thema zu sensibel. Es wird vermutlich auch keine Etablierung einer Europazentrale eines Logistikers mit der Farbe Braun in seinem Logo sein.
Kurzer Rückblick: Vor nunmehr sechs Jahren gab es die Ansiedlung des Unternehmens GSM aus Nordrhein-Westfalen an der Darre. Rund 60 Arbeitsplätze waren damals im Gespräch, die Redaktion der nnz wusste Monate zuvor von den Verhandlungen und blieb stumm. Denn: der Mann, der hinter GSM stand und steht, verhandelte auch noch mit Standorten in Sachsen-Anhalt und bat um Diskretion.
Und so wird am Montag, zur Weihnachtsfeier der NUV, wohl nicht konkret die Ansiedlung verkündet. Vielleicht aber angedeutet. Dem NUV wäre es gegönnt gewesen, hatte der wie keine andere Institution sich für das IG stark gemacht.
Die Verkündung einer solchen Investition, die behält sich, auch das deutete Krey heute an, vermutlich die Politik vor. Und höchstwahrscheinlich nicht die in Nordhausen, sondern die in Erfurt. Schließlich wird im nächsten Jahr ja eine neue Besatzung für die Staatskanzlei gewählt und die aktuelle hat bekannterweise keinen Bock auf Auszug. Da machen sich positive Nachrichten immer gut.
Bleibt also weiter das Warten auf die Verkündung, möglich wäre ein Termin in der zweiten Hälfte der zweiten Januarwoche. Wer 20 Jahre auf die erste Ansiedlung in diesem Gebiet gewartet hat, der kann sich auch einen Monat noch gedulden.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Noch warten die 100 Hektar auf eine erste Ansiedlung (Foto: nnz)
Der Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), Andreas Krey, bestätigt zwar intensive Gespräche mit Interessenten, dennoch kann er einen unterschriftsreifen Sachstand nicht bestätigen. Krey, der aktuell in Russland unterwegs ist, nennt auch keinerlei Namen, letztlich muss die Tinte unter den Verträgen getrocknet sein.
Insofern hat der Nordhäuser OB doch Recht, der im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Stadtratssitzung gesagt haben soll, das momentan der Stand zum Industriegebiet der gleiche sei wie vor einem Jahr.
Um hier zu spekulieren, ob es denn ein us-amerikanischer Investor aus der Logistikbranche sein könnte, der rund 400 Arbeitsplätze schaffen und sich bei Nordhausen statt bei Kassel ansiedeln wollte, ist das Thema zu sensibel. Es wird vermutlich auch keine Etablierung einer Europazentrale eines Logistikers mit der Farbe Braun in seinem Logo sein.
Kurzer Rückblick: Vor nunmehr sechs Jahren gab es die Ansiedlung des Unternehmens GSM aus Nordrhein-Westfalen an der Darre. Rund 60 Arbeitsplätze waren damals im Gespräch, die Redaktion der nnz wusste Monate zuvor von den Verhandlungen und blieb stumm. Denn: der Mann, der hinter GSM stand und steht, verhandelte auch noch mit Standorten in Sachsen-Anhalt und bat um Diskretion.
Und so wird am Montag, zur Weihnachtsfeier der NUV, wohl nicht konkret die Ansiedlung verkündet. Vielleicht aber angedeutet. Dem NUV wäre es gegönnt gewesen, hatte der wie keine andere Institution sich für das IG stark gemacht.
Die Verkündung einer solchen Investition, die behält sich, auch das deutete Krey heute an, vermutlich die Politik vor. Und höchstwahrscheinlich nicht die in Nordhausen, sondern die in Erfurt. Schließlich wird im nächsten Jahr ja eine neue Besatzung für die Staatskanzlei gewählt und die aktuelle hat bekannterweise keinen Bock auf Auszug. Da machen sich positive Nachrichten immer gut.
Bleibt also weiter das Warten auf die Verkündung, möglich wäre ein Termin in der zweiten Hälfte der zweiten Januarwoche. Wer 20 Jahre auf die erste Ansiedlung in diesem Gebiet gewartet hat, der kann sich auch einen Monat noch gedulden.
Peter-Stefan Greiner

