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Di, 09:27 Uhr
30.10.2018
Aus dem Ellricher Stadtrat

Haushaltsdebatte und Aus für Begegnungsverkehr

Neben dem Beschluss zu den Kindergartengebühren standen auf der Tagesordnung des Ellricher Stadtrates noch einige weitere spannende Themen. Hier gibt es einen Überblick über die am Montagabend gefassten Beschlüsse...

Ad acta gelegt ist der zweispurige Ausbau der Sand- und Schäferstraße. Im Rahmen des Verkehrsentwicklungskonzepts aus dem Jahr 2010 der Stadt Ellrich war vorgesehen, die enge Straße für den Begegnungsverkehr ausbauen zu lassen. Einstimmig lehnte der Rat den Grundsatzbeschluss ab, wonach die Verwaltung das Projekt weiter vorantreiben soll. Das Gremium folgte damit auch dem Votum des Bau- und Umweltausschusses.

Der Entscheidung vorausgegangen war ein Treffen im September mit Vertretern des Nordthüringer Straßenbauamtes. Dieses hatte Planunterlagen, Bestandsanalysen und Zukunftsprognosen zum momentanen und zu erwartenden Verkehrsaufkommen, Straßenlärm, zur möglichen Trassenführung sowie den zu erwartenden Kosten inklusive der Eigenanteile der Stadt Ellrich erstellt. Konkrete Ergebnisse der Studie wurden am Montagabend allerdings nicht vorgestellt.

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Weiter verfolgt wird unterdessen der mögliche Bau eines neuen Bürgerhaus‘ am Marktplatz. Mit einer Gegenstimme fasste der Rat den Beschluss mehrheitlich.

Beschlossen wurde außerdem, dass die Stadt Ellrich dem Tourismusverband Südharz-Kyffhäuser beitreten wird. Die Verwaltung erhofft sich eine größere Wertschöpfung und Öffentlichkeitsarbeit für die Stadt aus der Mitarbeit im Verband.

Darüber hinaus steht der Stadtrat in den kommenden Monaten vor einer intensiven Haushaltsdebatte. In einer ersten Lesung wurde der Haushaltsentwurf für das kommende Jahr thematisiert. Bürgermeister Henry Pasenow (CDU) zufolge beträgt das Defizit aktuell noch rund 1,6 Millionen Euro. Hierbei seien aber alle Investitionswünsche der Ortsteile und der Verwaltung mit eingearbeitet – um welche es sich konkret handelt, blieb am Montag offen. „Es war für uns erschreckend, wie hoch das Minus im Haushalt ist“, sagte Finanzausschussvorsitzender Jens Schlichting (SPD). Vor dem Rat liege ein langer Weg.

Bauausschussvorsitzender Günther Kirchner sprach von einer „roten Streichliste“, die es noch zu erarbeiten gelte.

FDP-Fraktionsvorsitzender Klaus-Dieter Drick kritisierte, dass Lokalpolitiker in Thüringen immer mehr zu Bittstellern würden. Einen ausgeglichenen Haushalt zu erstellen, sei für Kommunen immer schwieriger und das trotz guter Konjunktur und guter Steuereinnahmen im Bund. „Das Land muss die Kommunen finanziell besser ausstatten“, so Drick. Steuererhöhungen könnten immer nur der letzte Weg sein.

Frühestens im Februar sei mit einem Haushaltsbeschluss zu rechnen, so Pasenow.
Autor: ssc

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Kommentare
Familie Lehmann
30.10.2018, 11:52 Uhr
Unglaubwürdig, wütend& einfach unerklärlich
Ich glaube, ich lese grade nicht richtig.
Die Aussagen gestern, auf alle Fragen zur unzumutbaren Beitragserhöhung des Kindergartenbeitrages: "Die Stadt Ellrich ist pleite......."
Als alle Eltern, wütend weg sind- wird mit nur 1 Gegenstimme beschlossen, dass der Plan für ein Ellricher Bürgerhaus am Marktplatz voran getrieben wird!!!
?????????
mbmbo
30.10.2018, 16:24 Uhr
Die Stadt ist pleite
Aber hält an der Planung des neuen Rathauses fest, und hat trotz heftigster Kritik nicht unerhebliche Summen in die Planung eines zweispurigen Straßenausbaus gesteckt, der von vornherein offensichtlich nicht durchführbar war.


Ohne weitere Worte...
micha gerlach
31.10.2018, 08:08 Uhr
Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun
Das jetzige Rathaus dürfte gar keine Betriebserlaubnis mehr bekommen. Für gehbehinderte Menschen ist keine einzige Abteilung erreichbar, gleiches gilt für die Sprechzimmer von Polizei, Jugendamt und Forstamt, sowie den Sitzungssaal. Aber das ist nicht einmal das schlimmste, denn selbst die Mindestanforderungen des Brandschutzes sind nicht erfüllt, es gibt keinerlei Fluchtmöglichkeiten für die oberen Etagen und kein Feuerwehrfahrzeug passt durch die Einfahrt, um das hintere Gebäude zu erreichen. Dazu kommt letztlich, dass es sich um 2 Häuser handelt, also alle baulichen Maßnahmen müssten doppelt vorgenommen werden. Der zwingend erforderliche Umbau würde somit deutlich teurer, als ein Neubau, bei welchem in Folge auch noch wesentlich weniger Betriebskosten anfallen.
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