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Mi, 10:30 Uhr
09.02.2005

Mediatoren gesucht

Mediatoren gesucht (Foto: nnz) Mediatoren gesucht (Foto: nnz) Urbach (nnz). Ab und zu finden selbst EU-Parlamentarier den Weg in den Landkreis Nordhausen. Gisela Kallenbach von den Grünen war gestern sogar in Urbach. Vor Ort wollte sie sich über das geplante Industriegebiet in der Goldenen Aue informieren. Heute sprach die nnz mit der Leipzigerin.


Bevor Kallenbach an einer Sitzung der Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“ teilnahm, hatte sie sich im Nordhäuser Stadtplanungsamt über den Standpunkt des Planungsverbandes informiert. In Urbach freute sich die Europa-Abgeordnete nicht nur über die große Interessiert der Menschen an diesem strittigen Thema, sind fand auch eine hochmotivierte und fachlich informierte BI vor. Für Kallenbach ist nach den Gesprächen klar, daß es sich um eine verfahrene Situation handele. Sie erfuhr von den Form- und Rechtsfehlern seit der „ersten“ Gründung des Planungsverbandes, sie machte heute aber auch auf den wohl entscheidenden Fehler im Verlaufe des Verfahrens aufmerksam. Es fehlte bislang an der notwendigen Kommunikation.

Sicher, da stehen auf der einen Seite Fragen nach den wertvollen Ackerböden, die zubetoniert werden sollen, auf der anderen Seite stehe aber auch die Politik angesichts der Arbeitslosenzahlen unter Druck. Da gebe es jetzt die Auslegung der Planungsunterlagen, aber es gebe nach wie vor bedrohte Tierarten, die auf der roten Liste stehen würden, und es gebe ein geschütztes Biotop. Gisela Kallenbach geht davon aus, daß nicht sorgfältig genug nach alternativen Flächen gesucht worden sei.

Der Bürgerinitiative gibt sie die Empfehlung, die Unterlagen genauestens zu studieren und eventuelle Einwände zu formulieren. Ein Verwaltungsrechtler soll sich darüber hinaus die gesamte „neue“ Satzung ansehen. Hier vor allem die Passagen, wo es um die Enteignung von Grundstücksbesitzern geht.

Kallenbach gibt weiter zu bedenken, daß vielleicht erneut ein Komunikationsprozeß angeschoben werden solle. Der sei für die Verwaltung und den Planungsverband nicht so einfach, da es in der Bürgerinitiative ausgewiesene Fachleute gebe, die sich in den vergangenen Jahren jeden Schritt ihres Handelns schwer erkämpfen mußten.

Es müsse ein Mediator die künftigen Foren begleiten, der müsse professionelle Erfahrung haben, weil eben die Bürgerinititaive fachlich gut sei. Wenn das nicht der Fall gewesen wäre, so vermutet die Europa-Abgeordnete, „dann wäre das Ding schon längst durch“.
Autor: nnz

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