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Mi, 22:05 Uhr
22.08.2018
Sommerfest des NUV

2018 erste Ansiedlung in der Goldenen Aue

Über 160 Unternehmerinnen, Unternehmer und Vertreter aus Politik und Kultur trafen sich heute zum Sommerfest des Nordthüringer Unternehmerverbandes im Sondershäuser Schloss. Eingeladen war auch Andreas Krey, Geschäftsführer der LEG Thüringen, von dem man sich Anregungen für das Industriegebiet „Goldene Aue“ erhoffte…

Eröffnet wurde das diesjährige Sommerfest musikalisch vom Nachwuchstalent Helene Steikert. Aktuelle Problemlagen sprach im Anschluss Niels Neu, der Vorsitzende des Verbandes an.

Sehr löblich empfand er den Einsatz des Nordhäuser Landrates Matthias Jendricke für die drei anstehenden Großprojekte in Nordhausen. „In der Stadtverwaltung holpert es ein bisschen“, sagte Neu. Als Nordthüringer Unternehmerverband hatte man sich in den letzten Tagen absichtlich nicht zur Diskussion um beispielsweise den Albert-Kuntz-Sportpark geäußert, um sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen.

„Man sollte jedoch nicht abwarten, sondern die Projekte angehen“, sagte Neu. Als befremdlich empfand der Verband die neue in Auftrag gegebene Studie. Die HABAU GmbH hat auf eigene Kosten eine Studie zum Albert-Kuntz-Sportpark erstellt, nun muss sich das Unternehmen entschuldigen, warum ihre Planungen billiger sind. „Das ist nicht hinnehmbar“, so der Verbandsvorsitzende. Er wünscht sich, das auch die Architekturbüros in der Region eine Chance bekommen, sich an den Großprojekten beteiligen zu können.

„Man muss Dinge anpacken, wenn die Türen aufgehen“, meint auch Antje Hochwind, die Landrätin des Kyffhäuserkreises. Sie hatte sich vorgenommen die Bildungslandschaft in ihrem Landkreis in Ordnung zu bringen. Eine Schulnetzplanung wurde diskutiert und beschlossen, zwei neue Schulen wurden gebaut und kürzlich eröffnet. Das Gymnasium in Bad Frankenhausen wird derzeit gebaut. „Das alles war finanziell eine große Kraftanstrengung“, sagte Hochwind, denn es handelt sich um ein Investitionsprogramm in Höhe von 50 Millionen Euro. Sie ist sich sicher: in die Zukunft zu investieren lohnt sich.

Ich verspreche Ihnen, das es 2018 eine Ansiedlung im Industriegebiet „Goldene Aue“ geben wird, rief Andreas Krey, Geschäftsführer der LEG Thüringen, in den Saal des Sondershäuser Schlosses. Das Problem sei, dass man zuerst nachweisen muss, wie strukturschwach die Region ist, um an mehr Fördermittel zu gelangen. „Wir haben uns selber kaputt geredet“, sagte Krey. Industriegebiete dauern in dieser Region so lange, weil die Bedeutung des Hamsters so groß ist, fuhr er fort. Insgesamt zwei Jahre wurden für die Umsiedlung der Hamster benötigt.

Antonia Suàrez, Sportnetzwerkkoordinatorin, stellte das Projekt „Azubi Übungsleiter“ vor, dass sich auch in Nordhausen etablieren soll. Dabei bekommen Auszubildende einen Trainerschein und sollen durch ehrenamtliche Arbeit im sportlichen Bereich die Region unterstützen. „Es gibt sowohl einen Mehrwert für die Unternehmen, als auch für die Kommunen“, warb Suàrez für das Projekt.

Zum Abschluss sprach Mike Mohring, Fraktionsvorsitzender der CDU Thüringen über wirtschaftliche Fragen und lobte zuerst die Arbeit des Nordthüringer Unternehmerverbandes, der sich stark für die Region einsetzt. Er forderte ein Ende der Sanktionen beim Handel mit Russland. „Die Thüringer Exportquote ist zwar um 5 Prozent gestiegen, jedoch immer noch unter dem Bundesdurchschnitt“, sagte Mohring. Er übte auch Kritik an der Landesregierung. „Es gibt derzeit im Freistaat so viel Geld wie nie zu vor, jedoch sinken die Investitionsausgaben und die Rücklagen werden verringert“, sagte der Fraktionsvorsitzende und bezeichnete dies als „reduzierten Politikanspruch“. Wichtig ist es, gute Rahmenbedingungen für mehr Wachstum zu schaffen und „den Laden“ zusammen zu halten.
Sandra Witzel
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
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Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
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Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
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Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
Sommerfest (Foto: Sandra Witzel)
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Kommentare

22.08.2018, 22.50 Uhr
Herr Schröder | Na da bin ich aber mal gespannt
Das Jahr ist doch bald rum!

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23.08.2018, 06.09 Uhr
N. Baxter | Hamsteraufzuchtstation
könnte ich mir dort sehr gut vorstellen.

Aber mal ehrlich, glaubt wirklich jemand, dass dort im GB noch große Ansiedlungen zu erwarten sind???

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23.08.2018, 10.34 Uhr
Rainer H. | LEG Chef Krey ein Spaßvogel?
Eine Hamsterplage sei Schuld, dass es noch keine Ansiedlung im Industriegebiet gebe. Das war 2011. Die wurden dann umgesiedelt. Im Bereich Sangerhausen gab es das Problem noch länger. Aber da sieht man mal, wie lange der Chef der LEG die Akte Goldene Aue nicht angefasst hat. Wer weiß, warum er diese so lange nicht gefunden hat.
Jetzt sind die Hamster weg, jetzt will man erst nachweisen, das wir eine ganz arme Region sind, um weitere Fördermittel zu akquirieren. Vielleicht muß ja dazu erst noch ein Gutachten in Auftrag gegeben werden? Dann gehen nochmal einige Jahre ins Land.
Ich bin gespannt, was für ein Kleingewerbe dort angesiedelt werden soll. Die Großen schiebt man ja lieber nach Arnstadt.

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23.08.2018, 14.57 Uhr
guugäl | Erste und einzige Ansiedlung im Industriegebiet
wird unsere tolle Service GmbH sein. Die können dort ihre Luftschlösser produzieren, ihre Bilanzen aufpolieren oder die Lebensläufe ihrer Betriebsleiter ohne Berufsabschluss frisieren. Die werden richtig was zu tun haben...

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25.08.2018, 09.46 Uhr
Kritiker86 | Hamsteraufzuchtstation...
finde ich nicht schlecht. Wusstet ihr das man in Nordhausen keinen Hamster kaufen kann? Ein Unding. Goldene Aue soll was gebaut werden? Das glaube ich erst wenn ich es sehe.

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25.08.2018, 11.10 Uhr
Flitzpiepe | Interessant
War am Donnerstag ein Beitrag im Thüringenjournal zum in Erschließung befindlichen Gewerbegebiet in Heiligenstadt an der A38. Da weiß man schon jetzt, dass es vom Start weg zu 70% ausgelastet sein wird.
OK, Goldene Aus ist ein Industriegebiet und kein Gewerbegebiet, aber heißt das nicht, dass wir und die LEG irgendwas falsch machen, wenn die größeren Investitionen weiterhin nach Erfurt gehen, obwohl dort bereits ein Überangebot besteht?

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10.12.2018, 11.31 Uhr
Outsider | was sind Versprechen heutzutage noch wert?
"Ich verspreche Ihnen, das es 2018 eine Ansiedlung im Industriegebiet „Goldene Aue“ geben wird, rief Andreas Krey, Geschäftsführer der LEG Thüringen, in den Saal des Sondershäuser Schlosses."

Zitat aus dem obigen Artikel!
Wir haben dieses Jahr nun noch ca. 3 Kalenderwochen, eine davon sind die Festtage, also 14 Tage.

Warum ergreift der NUV, oder die Stadt oder einzelne Parteien nicht die Initiative, Herrn Krey mal einzuladen. Wo bleibt die Ansiedlung? innerhalb von 14 Tagen wird wohl kaum viel passieren.

Es sind immer noch Beruhigungspillen, welche einem von den Vortänzern zugeworfen werden, nichts substanzielles!

Ein frohes Jahresende wünsche ich allen Hamstern, welche vielleicht wieder den Weg zurück in ihre alten Behausungen gefunden haben.

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10.12.2018, 13.42 Uhr
Flitzpiepe | Genauso
hätte ich es auch schreiben können...
Letzte Woche ist mir der Hut hoch gegangen als im mdr Thüringenjournal am 6.12. (ab 18:10 Min - 20 Sek lang)genau zu dem Thema ein nichtssagender kurzer Beitrag zu unserem Industriegebiet kam.
Link: https://odmdr-a.akamaihd.net/mp4dyn2/c/FCMS-c280a652-514c-4d16-b112-4efc3d9fc2fc-730aae549c28_c2.mp4

Angeblich soll diese Woche ein Gepräch eines Investors mit LEG und Stadt sein. Seit 2012 warte man jetzt schon auf eine Ansiedlung für diese 100 Ha.

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