Mi, 15:01 Uhr
22.08.2018
GEDANKEN ORDNEN
Notlösungen vermeiden
Eine alte Binsenweisheit sagt: Wer billig baut, repariert und ergänzt teuer. Was braucht denn Nordhausen immer? Das fragt Jürgen Wiethoff...
1. Intakte Brücken und Straßen
Ohne diese kommt keine Feuerwehr schnell genug an den Brandherd und zum schlechten Schluss kein Zuschauer mehr zu irgendwelchen Veranstaltungen.
2. Unter allen Bedingungen voll einsatzfähige Feuerwehr
Ohne diese kann auch der schönste Sportpark und das neueste Theater abbrennen, fehlt die Hilfe bei Unfällen.
Was fehlt in Nordhausen seit mehr als 20 Jahren?
Ein Stadion mit wettkampfgerechtem Bad. Zur Erinnerung: Im alten Stadion gab es Leichtathletik bis zu nationalen Meisterschaften, Bahnradsport, Fußball, Feldhandball, Schwimmwettkämpfe, Wasserball, Tennis, Schulsportfeste. Dieses in Stand zu setzen, zu erhalten und zu bewirtschaften, so dass im Sommer dort immer was los war, ist sogar der sozialistischen Planwirtschaft gelungen.
Was hat Nordhausen?
Dauerdiskussionen um die Höhe von Fördergeldern, verschiedenen Fördertöpfen und zu wenig Geld, um alle Probleme sinnvoll zu beheben. Eine Lokalpolitik, die ein Projekt gegen das Andere ausspielt und eine sinnvolle Verwendung der zugesicherten und vorhandenen Finanzen angeblich nicht organisieren kann, weil man an Vorgaben vom Land gebunden ist. Das muss vom Bürger als Perfektionierung der sozialistischen Planwirtschaft mit modernen Mitteln empfunden werden. Es bleibt jeweils nur die Notlösung. In manchen Fällen hilft die nicht einmal mittelfristig.
Das in einem reichen Land zu erkennen und der Landesregierung solange zu erläutern, bis sie es verstanden hat, ist die Aufgabe von Kommunalpolitikern. Alles andere bleiben Beschwichtigungsversuche für die Einwohner, die irgendwann auch die gerade erst Beschwichtigten nicht mehr erreichen, weil sie das Unverständnis der Nicht-Beschwichtigten verstehen können.
Jürgen Wiethoff
Autor: red1. Intakte Brücken und Straßen
Ohne diese kommt keine Feuerwehr schnell genug an den Brandherd und zum schlechten Schluss kein Zuschauer mehr zu irgendwelchen Veranstaltungen.
2. Unter allen Bedingungen voll einsatzfähige Feuerwehr
Ohne diese kann auch der schönste Sportpark und das neueste Theater abbrennen, fehlt die Hilfe bei Unfällen.
Was fehlt in Nordhausen seit mehr als 20 Jahren?
Ein Stadion mit wettkampfgerechtem Bad. Zur Erinnerung: Im alten Stadion gab es Leichtathletik bis zu nationalen Meisterschaften, Bahnradsport, Fußball, Feldhandball, Schwimmwettkämpfe, Wasserball, Tennis, Schulsportfeste. Dieses in Stand zu setzen, zu erhalten und zu bewirtschaften, so dass im Sommer dort immer was los war, ist sogar der sozialistischen Planwirtschaft gelungen.
Was hat Nordhausen?
- Eine mäßig besuchte Kulturbibliothek, gebaut auch für die Rückholung der Himmelgartenbibliothek, die dann doch in der Flohburg untergebracht werden musste.
- Genug Museen.
- Ein Theater, dem der gute Ruf zum Verhängnis wurde, so dass Modernisierung und auch die Instandhaltung Jahrzehnte verschleppt wurden.
- Einen AKS, dessen gutem Ruf zu DDR-Zeiten das gleiche Schicksal beschieden war, wie dem Theater.
Dauerdiskussionen um die Höhe von Fördergeldern, verschiedenen Fördertöpfen und zu wenig Geld, um alle Probleme sinnvoll zu beheben. Eine Lokalpolitik, die ein Projekt gegen das Andere ausspielt und eine sinnvolle Verwendung der zugesicherten und vorhandenen Finanzen angeblich nicht organisieren kann, weil man an Vorgaben vom Land gebunden ist. Das muss vom Bürger als Perfektionierung der sozialistischen Planwirtschaft mit modernen Mitteln empfunden werden. Es bleibt jeweils nur die Notlösung. In manchen Fällen hilft die nicht einmal mittelfristig.
Das in einem reichen Land zu erkennen und der Landesregierung solange zu erläutern, bis sie es verstanden hat, ist die Aufgabe von Kommunalpolitikern. Alles andere bleiben Beschwichtigungsversuche für die Einwohner, die irgendwann auch die gerade erst Beschwichtigten nicht mehr erreichen, weil sie das Unverständnis der Nicht-Beschwichtigten verstehen können.
Jürgen Wiethoff

