So, 09:19 Uhr
03.06.2018
3. Zukunftswerkstatt in der Evangelischen Grundschule zu Gast
Die Weisheit der Alten und die Flexibilität der Jungen
Herzlich Willkommen zur 3. Zukunftswerkstatt – dieser freundliche Empfang, auf eine Tafel gemalt, begrüßte die Besucher der Ev. Grundschule am Samstag in Nordhausen. Einen ganzen Tag lang arbeiteten in den Schulräumen gut 50 Teilnehmer aus den Pfarrbereichen Niedersachswerfen, Großwechsungen, Ellrich, Ilfeld und Nordhausen Salza-Niedersalza an der Zukunft der Kirche...
Von flammenden Plädoyers bis zu fast verzweifelten Fragen bot der Tag eine große Bandbreite an Emotionen und später auch Ergebnissen. Und wieder einmal waren es die jungen Menschen, die die alten Hasen an die Basis all ihres Tuns erinnerten.
Solange wir Gottes Wort bewahren, ist es ihm egal, welche Musik wir im Gottesdienst spielen, wies Dominik Ahlert aus der Gemeinde Salza seinen Zuhörern den Weg. Arvid Büntzel von der Herzschlag Jugendkirche schlug den Bogen zwischen den Generationen: Wir brauchen die Weisheit der Alten und die Flexibilität der Jungen.
Dass junge Menschen jedoch von älteren Gemeindemitgliedern immer wieder gern mit einem Das war schon immer so in ihren Aktivitäten ausgebremst würden, trug Jana Eichel aus Ellrich in einem sehr persönlichen flammenden Plädoyer für eine stärkere Einbeziehung der Jüngeren vor.
Ganz intensiv wurde am Samstag immer wieder das Thema Arbeit mit Kindern diskutiert. Im Pfarrbereich Großwechsungen ist sie das große Sorgenkind. Seit etlichen Jahren, so Pfarrer Jochen Lenz, gebe es keine Kontinuität mehr in seinen Gemeinden. Diese Arbeit mit den Jüngsten müsse vor Ort geschehen, da brauche es eigentlich mehr als eine Gemeindepädagogin.
Superintendent Andreas Schwarze konnte hier auf Modellprojekte des Kirchenkreises mit Ehrenamtlichen hinweisen, die diese Arbeit in den Gemeinden übernehmen. Teils sind sie gänzlich ehrenamtlich aktiv und teils mit einer kleinen Aufwandsentschädigung. Diese Arbeit soll gestärkt werden, indem sie von den Gemeindepädagoginnen angeleitet und begleitet wird.
Die große Gruppe der Teilnehmer aus dem Lenzschen Pfarrbereich will sich nun nach jungen Müttern oder junggebliebenen Großmüttern umsehen, die diese Arbeit gern übernehmen würden. So könnte sie vielleicht in allen Orten weiter angeboten werden. Wie wertvoll diese Kinderstunden auch für die Erwachsenen sind, wussten einige Teilnehmer zu erzählen, die vor Jahren neu hinzugezogen waren. Nicht selten ist ihr erster Kontakt zur Gemeinde aus diesen Kindergruppen erwachsen. Die Arbeit mit Kindern wird zukünftig eines der großen Themen des Kirchenkreises sein, das wurde erneut deutlich.
Neben der aktiven Suche nach Ehrenamtlichen in Großwechsungen gab es weitere konkrete Ergebnisse. Im Pfarrbereich Salza möchte man die Idee der Gebetsinformationen von Dominik Ahlert unterstützen. Es sollen regelmäßig Fürbitten-Gebete für die Arbeit an der Zukunft der Kirche zusammengetragen und an die Gemeinden zum Gebet weitergegeben werden. Eine Aufgabe an der sich alle Gemeinden beteiligen können. Pfarrer Heimrich wusste zu berichten, dass sich Ilfeld kleine Erprobungsräume schaffen möchte. Gedacht ist beispielsweise an Mittwochabend-Andachten in wechselnden Kirchen und an einen kreativen Handarbeitskreis, um einmal auf andere Gruppen zuzugehen. In Ellrich wollen die Gemeindevertreter zunächst gedanklich aufräumen, um Platz für neue Ideen zu schaffen.
Neu wird ein Button auf der Homepage des Kirchenkreises für die Arbeit des Frauenteams sein. Er soll demnächst Kontaktdaten zum Frauenteam und zu einer speziellen Frauen-Seelsorge anbieten. Auch besondere Frauen-Termine werden dort sichtbar sein.
Superintendent Andreas Schwarze nahm für sich die Idee einer Gottesdienst-Auszeit aus diesem Tag mit. Warum nicht einmal Gottesdienstpausen in den Gemeinden einlegen und stattdessen vor Ort überlegen, wie Kirche mit den Menschen wieder ins Gespräch kommen kann?, warf er in die Runde. Was noch bei der ersten Werkstatt beinahe revolutionär erschien, reift mittlerweile zu der Überlegung, dass diese Auszeit wertvoller sein könnte, als ein Weiter-so.
Trotz aller selbstverständlicher Schnittpunkte der drei bisherigen Zukunftswerkstätten, gab es auch dieses Mal wieder ganz eigene leidenschaftlich diskutierte Themen, eigene Ideen.
Was wird wohl die nächste 4. Werkstatt am 23. Juni im St. Marien-Hospital in Bleicherode bringen, wenn sich die Pfarrbereiche Niedergebra, Wipperdorf, Sollstedt, Bleicherode und Lipprechterode treffen? Wer Lust hat mitzudenken, ist herzlich eingeladen.
Anmeldung im Büro des Superintendenten (Tel. 03631-6099-15) wäre nett, da das Mittagessen geplant werden muss.
Regina Englert
Autor: nnzVon flammenden Plädoyers bis zu fast verzweifelten Fragen bot der Tag eine große Bandbreite an Emotionen und später auch Ergebnissen. Und wieder einmal waren es die jungen Menschen, die die alten Hasen an die Basis all ihres Tuns erinnerten.
Solange wir Gottes Wort bewahren, ist es ihm egal, welche Musik wir im Gottesdienst spielen, wies Dominik Ahlert aus der Gemeinde Salza seinen Zuhörern den Weg. Arvid Büntzel von der Herzschlag Jugendkirche schlug den Bogen zwischen den Generationen: Wir brauchen die Weisheit der Alten und die Flexibilität der Jungen.
Dass junge Menschen jedoch von älteren Gemeindemitgliedern immer wieder gern mit einem Das war schon immer so in ihren Aktivitäten ausgebremst würden, trug Jana Eichel aus Ellrich in einem sehr persönlichen flammenden Plädoyer für eine stärkere Einbeziehung der Jüngeren vor.
Ganz intensiv wurde am Samstag immer wieder das Thema Arbeit mit Kindern diskutiert. Im Pfarrbereich Großwechsungen ist sie das große Sorgenkind. Seit etlichen Jahren, so Pfarrer Jochen Lenz, gebe es keine Kontinuität mehr in seinen Gemeinden. Diese Arbeit mit den Jüngsten müsse vor Ort geschehen, da brauche es eigentlich mehr als eine Gemeindepädagogin.
Superintendent Andreas Schwarze konnte hier auf Modellprojekte des Kirchenkreises mit Ehrenamtlichen hinweisen, die diese Arbeit in den Gemeinden übernehmen. Teils sind sie gänzlich ehrenamtlich aktiv und teils mit einer kleinen Aufwandsentschädigung. Diese Arbeit soll gestärkt werden, indem sie von den Gemeindepädagoginnen angeleitet und begleitet wird.
Die große Gruppe der Teilnehmer aus dem Lenzschen Pfarrbereich will sich nun nach jungen Müttern oder junggebliebenen Großmüttern umsehen, die diese Arbeit gern übernehmen würden. So könnte sie vielleicht in allen Orten weiter angeboten werden. Wie wertvoll diese Kinderstunden auch für die Erwachsenen sind, wussten einige Teilnehmer zu erzählen, die vor Jahren neu hinzugezogen waren. Nicht selten ist ihr erster Kontakt zur Gemeinde aus diesen Kindergruppen erwachsen. Die Arbeit mit Kindern wird zukünftig eines der großen Themen des Kirchenkreises sein, das wurde erneut deutlich.
Neben der aktiven Suche nach Ehrenamtlichen in Großwechsungen gab es weitere konkrete Ergebnisse. Im Pfarrbereich Salza möchte man die Idee der Gebetsinformationen von Dominik Ahlert unterstützen. Es sollen regelmäßig Fürbitten-Gebete für die Arbeit an der Zukunft der Kirche zusammengetragen und an die Gemeinden zum Gebet weitergegeben werden. Eine Aufgabe an der sich alle Gemeinden beteiligen können. Pfarrer Heimrich wusste zu berichten, dass sich Ilfeld kleine Erprobungsräume schaffen möchte. Gedacht ist beispielsweise an Mittwochabend-Andachten in wechselnden Kirchen und an einen kreativen Handarbeitskreis, um einmal auf andere Gruppen zuzugehen. In Ellrich wollen die Gemeindevertreter zunächst gedanklich aufräumen, um Platz für neue Ideen zu schaffen.
Neu wird ein Button auf der Homepage des Kirchenkreises für die Arbeit des Frauenteams sein. Er soll demnächst Kontaktdaten zum Frauenteam und zu einer speziellen Frauen-Seelsorge anbieten. Auch besondere Frauen-Termine werden dort sichtbar sein.
Superintendent Andreas Schwarze nahm für sich die Idee einer Gottesdienst-Auszeit aus diesem Tag mit. Warum nicht einmal Gottesdienstpausen in den Gemeinden einlegen und stattdessen vor Ort überlegen, wie Kirche mit den Menschen wieder ins Gespräch kommen kann?, warf er in die Runde. Was noch bei der ersten Werkstatt beinahe revolutionär erschien, reift mittlerweile zu der Überlegung, dass diese Auszeit wertvoller sein könnte, als ein Weiter-so.
Trotz aller selbstverständlicher Schnittpunkte der drei bisherigen Zukunftswerkstätten, gab es auch dieses Mal wieder ganz eigene leidenschaftlich diskutierte Themen, eigene Ideen.
Was wird wohl die nächste 4. Werkstatt am 23. Juni im St. Marien-Hospital in Bleicherode bringen, wenn sich die Pfarrbereiche Niedergebra, Wipperdorf, Sollstedt, Bleicherode und Lipprechterode treffen? Wer Lust hat mitzudenken, ist herzlich eingeladen.
Anmeldung im Büro des Superintendenten (Tel. 03631-6099-15) wäre nett, da das Mittagessen geplant werden muss.
Regina Englert





