eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Mi, 12:42 Uhr
30.05.2018
Matthias Jendricke klagt gegen die Stadt

Es geht auch um ideelle Wiedergutmachung

Das Jahr 2013 war nicht das Beste in der beruflichen Karriere von Matthias Jendricke. Beurlaubung, Disziplinarverfahren, Ermittlung wegen sexuelle Nötigung. Alles vergessen? Nein, denn die Nachwirkungen gibt es noch bis heute...

Es waren Äußerungen in Sitzungen des Hauptausschusses, es waren Pressemitteilungen, in denen sich Jendricke aufgrund seiner Meinung nach fehlerhafter Angabe diffamiert sah. Er musste Anwälte bemühen, das kostete. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu den strafrechtlichen Vorwürfen wurden eingestellt, ein Disziplinarverfahren gewann der jetzige Landrat.

Doch die, die ihn damals öffentlich angeklagt hatten, die auf ihn fünf Anwälte "angesetzt" hatten, die wollte er vermutlich nicht so einfach davonkommen lassen. Auf Anraten seines Anwaltes, auch um der Verjährung zu entgehen, wurde 2016 Klage beim zuständigen Gericht eingereicht. Er wollte sich seine Anwaltskosten zurückholen und den ideellen Schaden per Schmerzensgeld erstatten lassen. Einen ersten Termin gab es gestern am Landgericht in Mühlhausen.

Ohne Ergebnis. Die städtische Seite soll, so Jendricke im Gespräch mit der nnz, schon im Vorfeld immer wieder angesetzte Termine verschoben haben. "Ich hatte insgeheim ja auf einen Vergleich gehofft, der dann auch in der Intention des Gerichts zu liegen schien. Doch die Beklagte, die Stadt, lehnte ab."

Nun wird es an dem Richter liegen, wie dessen Vorschlag auf gütliche Einigung aussieht. Wird der nicht von beiden Seiten akzeptiert, dann wird es einen Richterspruch geben. "In zwei Verfahren musste mir die Stadt Nordhausen bereits entstandene Kosten erstatten", sagte Jendricke. Vielleicht sind auch diesmal aller guten Dinge drei?
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Herr Schröder
30.05.2018, 13:25 Uhr
Sollte Jendricke gegen die Stadt
gewinnen würde ich an Buchmanns Stelle mir das Geld von Dr. Zeh wiederholen. Der hat doch den Mist in seiner naiven Art und Weise angezettelt.
Kartoffelschäler
30.05.2018, 14:47 Uhr
Falsche Beschuldigung
So eine falsche Beschuldigung, wie sie sich zuletzt herausgestellt hat, ist auch keine Lappalie. Das wird den Herr Jendricke noch durch seine ganze Karriere verfolgen. Da kann ich seine Wut auch nachvollziehen. Ich selber hätte es wahrscheinlich ruhen lassen. Jetzt wird nochmal darüber gesprochen.
Wolfi65
30.05.2018, 17:06 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
Andreas Dittmar
30.05.2018, 17:36 Uhr
Vollstes Verständnis, aber.....
Wenn die Stadt dem Herrn Jendricke einen Schaden zugefügt hat, ist es richtig wenn er sich juristisch dagegen zur Wehr setzt. Wenn das Ansehen einer Person in der Öffentlichkeit geschädigt wurde dann sollte man sich natürlich auch dort erklären. Es ist jedoch grundsätzlich falsch, diese Dinge in die kommunale Arbeit reinfließen zu lassen. Das ist nicht professionell. Auf Grund meiner persönlichen Wahrnehmung, habe ich leider bei manchen seiner Aktionen das Gefühl, das es so ist. Es muß auch nicht unbedingt immer eine böse Absicht dahinter stecken. Man kann Kritik üben aber man sollte nicht gewisse Dinge wiederholen oder gar versuchen, jemanden vorzuführen. Darunter haben letztendlich auch die Bürger zu leiden. Ich will das auch nicht weiter ausmalen, würde mir jedoch wünschen, dass er das unbedingt nochmal deutlich macht. Ich persönlich bewerte Kommunalpolitiker grundsätzlich an ihrer Arbeit und an den Ergebnissen.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)