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Di, 09:00 Uhr
29.05.2018
Stadtrat wird beschließen

Straßenbahn- und Busfahrten werden teurer

Morgen müssen sich die Nordhäuser Stadträte unter anderem mit der Anpassung der Tarife für den ÖPNV befassen. Immer, wenn die beiden Wörter "Tarif und Anpassung" in einem Kontext zu lesen sind, ist klar: es muss mehr gezahlt werden...

Straßenbahnfahren wird teurer (Foto: nnz) Straßenbahnfahren wird teurer (Foto: nnz)
Auf den ersten Blick liest sich das harmlos: der Preis für den Einzelfahrschein (Straßenbahn und Bus) soll ab dem kommenden Jahr um 10 Cent auf 1,70 Euro angehoben werden. Das aber hat Auswirkungen auf nahezu alle anderen Tarife.

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Vornweg: die letzte Erhöhung des Preises für den Einzelfahrschein hat es im Jahr 2015 gegeben. Seit dem haben sich für das kommunale Unternehmen vor allem die Kosten erhöht. Strom, Diesel, Reparaturen und natürlich auch Löhne und Gehälter der Mitarbeiter. Zudem macht die Landesregierung Druck, als Zuschussgeber drängt das zuständige Ministerium seit Jahren auf eine Erhöhung, zuletzt im vergangenen Jahr. In der Begründung zum Stadtratsbeschluss heißt es: "Mit dem letzten Bescheid wurde das Unternehmen im September 2017 aufgefordert, seine Beförderungsentgelte zu überarbeiten und rechtzeitig einen entsprechenden Tarifantrag zwecks Zustimmung bei der Genehmigungsbehörde mit Wirkung zum 01.01.2018 vorzulegen, spätestens jedoch zum Schuljahreswechsel 2018/2019. Daraufhin teilte das Unternehmen mit Schreiben vom 18.10.2017 mit, dass eine Tarifanpassung zum vorgegebenen Zeitpunkt nicht realisierbar ist. Die Geschäftsführung hat beim Thüringer Landesverwaltungsamt eine Verlängerung der Frist zur Tarifanpassung bis 01.01.2019 erwirken können. Einer weiteren Verlängerung wurde von Seiten des Landesverwaltungaamt nicht stattgegeben".

Zurück aber zu den 10 Cent, die sich nachfolgend auf die Tarifzone 1 beziehen. Die bewirken ab dem kommenden Jahr die Erhöhung der 4-Fahrtenkarte von 5,10 Euro auf 5,80 Euro. Die Wochenkarte steigt um 2 Euro auf 12,40 Uhr. Für die Monatskarte sind ab 2019 42,50 Euro statt 36,80 Euro zu berappen und die Jahreskarte solo steigt von 368 Euro auf 425 Euro. Die Jahreskarte plus von 410 Euro auf 469,40 Euro. Völlig neu im Angebot wird dann die Tageskarte zum Preis von 4,50 Euro sein.

Die Umstellung auf die neuen Tarife wird dem Unternehmen, so denn der Aufsichtsrat alles beschließt, rund 20.000 Euro kosten. Da müssen zum Beispiel neue Fahrscheine gedruckt oder die Automaten vorbereitet werden.

Soweit, so gut - interessant wird der Vergleich mit anderen Unternehmen, die im Norden des Freistaates für den öffentlichen Personennahverkehr sorgen. Da schneiden die Nordhäuser vor allem bei den Wochen- und Monatskarten gut ab, auch der Preis für die Jahreskarten kann sich sehen lassen. Was dem Beobachter aber erneut sofort ins Auge fällt ist die Tatsache, dass scheinbar im Eichsfeld nicht nur vieles anders, sondern vor allem viele optimaler gemacht wird.

Die dortigen Eichsfeldwerke, die nahezu alle Facetten der öffentlichen Vorsorge abdecken, transportieren ihre Fahrgäste zu tatsächlichen Spitzentarifen und liegen in allen Belangen unter denen im Landkreis Nordhausen, aber auch anderer Verkehrsunternehmen in Thüringen. Bei der Jahreskarte Plus im Abo müssen 77 Euro, bei der Monatskarte 3,30 Euro weniger bezahlt werden und der Einzelfahrschein kostet im Eichsfeld auch nur 1,40 Euro.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
Pöbel_Ralle
29.05.2018, 09:20 Uhr
Und alles für das Stadion
Damit ist klar wie die Stadt mit leeren Kassen den Neubau des Stadions finanzieren will.

Also: Alle die ein neues Stadion haben wollen, müssen jetzt vermehrt Straßenbahn fahren, aus Solidarität.
Blueman
29.05.2018, 09:29 Uhr
Waaaaas?
Für das neue Stadion zahle ich gerne ein paar cent mehr in der Straßenbahn. Außerdem sichert das nebenbei den Betrieb und Erhalt einer von Europas Straßenbahnen mit dem steilsten und engsten Kurvennetz. Aber was ist wenn das neue Stadion dann nicht gebaut wird? Gibts dann einen neuen Dienstwagen für den OB?
pumpnC
29.05.2018, 10:07 Uhr
Ohje
Manche Leute sollten es wirklich vermeiden ihre geistigen Ergüsse hier zum besten zu geben. Die Erhöhungen haben wohl absolut nichts mit dem "evtl." Stadionneubau bzw. Sanierung zu tun. Hier kommt der Löwenanteil vom Land und nicht von der Stadt. Erst nachdenken dann schreiben...
muendh
29.05.2018, 10:16 Uhr
Ich denke, das wird doppelt teuer.
Erst mal für die Fahrgäste, die nun mehr bezahlen müssen für ihre Fahrten.

Und dann auch für den ÖPNV, denn manch einer wird sich nun überlegen (müssen) ob er noch fährt oder doch lieber läuft. Bei diesen Tarifen wird nun sogar mit dem Auto fahren billiger.

Es wäre zu überlegen mal zu erkunden, wie es die Verantwortlichen im Eichsfeld hinbekommen, die mit so niedrigen Tarifen auszukommen.

Nur kann man es jetzt schon voraussagen:
Selbst wenn gute Erkenntnisse gewonnen werden, werden diese im Nordhäuser politischen Gewusel und Parteienstreiterein sowas von kaputt gemacht, zerschossen und zerissen, bis sie nicht mehr auf die hiesigen Verhältnisse und Gegebenheiten anwendbar sind. Und diesen Streitereien will man aus dem Wege gehen - man will ja schließlich effektiv arbeiten. Also beschließt man gleich eine Tariferhöhung. Das erspart Zeit und Nerven.

Bezahlen tut es der Bürger.
Bodo Bagger
29.05.2018, 11:11 Uhr
das tatsächlich Erheiternde ist,
wenn sich Etatisten mit Etastisten unterhalten, wo sie gern Geld ausgeben würden, was sie

a) nicht haben
b) aus welchem leeren Topf dieses Geld kommen soll
c) und wer dafür verantwortlich sein soll

Die ganzen linksdrehenden, achso sozialen Genossen Umverteiler schreien immer nach sozialer Gerechtigkeit, steigenden und fairen Löhnen und Gehältern und allerlei anderem sozialen Beiwerk und wenns an die Finanzierung der ganzen Angelegenheit geht, dann werden die Taschen zugenäht und gern der nächste leere Topf gesucht, den man dafür angraben kann.

in diesem Sinne
Libertin
Wie Bitte
29.05.2018, 11:54 Uhr
straßenbahnfahrscheine
Ich kenne mich mit Betriebslehre nicht aus, aber denke mir, je teuer, je weniger fahren auch. Und je weniger fahren, je teurer muss das Ticket sein.
Warum nicht anders rum. Die Fahrscheine billiger machen. Ich stelle mir vor, dann würden auch mehr Leute Straßen bahn fahren. Dann bringt der einzelne Fahrschein zwar weniger Gewinn. Aber insgesamt nimmt der Betrieb mehr ein.

Warum nicht mal für eine oder zwei Woche versuchen, Verkehrs Betriebe?
Oder fahren mit der Straßenbahn ohnehin nur noch jene, die MÜSSEN, egal was kostet, und deshalb kann man denen auch immer tiefer und noch tiefer in die Taschen greifen?

G. König
Herr Schröder
29.05.2018, 12:03 Uhr
Was schreiben Sie da für einen Müll @Pöbel_Ralle
Nirgends im Beitrag steht etwas darüber. Die Stadt wird regelmäßig vom Land zur Tarifanpsssung aufgefordert. Das hat rein gar nicht mit irgendwelchen Investitionen in der Stadt zu tun. Absoluter Müll den sie da schreiben!
Eigentlich eine Frechheit und gehört gelöscht.
LithiumTim
29.05.2018, 12:23 Uhr
Struktur und Investoptionen (geförderte)
Will der Autor im Hinblick auf das Eichsfeld Kritik üben? Wo sind denn die Unterschiede, die ins Gewicht fallen? Könnte das auf Nordhausen mit Erfolg übertragen werden?
Weiterer Aspekt:
Und, war nicht die Gründung der elektromobilen Straßenbahn seinerzeit und nachhaltig innovativ in der Stromversorgung ? Gab es nicht Vorschläge, heutige sich etwa aus der Energiewende resultierenden Optionen für Nordhausen zu nutzen. Ich denke schon. Nun, hat man dies denn verfolgt? Möglicherweise sollte man hier nochmal ansetzen. Oder?
h3631
29.05.2018, 13:24 Uhr
@Pöbel_Ralle
Hat Ihr Kommentar mit der derzeitigen Hitze zu tun?
arixtra
29.05.2018, 13:50 Uhr
@könig_gerhard, Fahrpreise senken statt erhöhen
Jedes mal, wenn die Tarife erhöht werden, habe ich GENAU DIESEN GEDANKEN! und bin ziemlich überzeugt davon, dass DAS funktionieren würde!
Ich kenne einige, die diesen Versuch mit häufigerem Strassenbahn- und Busfahren begrüßen würden, wenn zur Abwechlung der Fahrpreis mal SINKEN würde!
Aber so...kann man auch öfter mal das Auto nehmen.

Ich fände es ausgesprochen zukunftsorientiert, so einen Versuch zu wagen. Vielleicht könnte die NNZ im Vorfeld eine Umfrage dazu starten?
Psychoanalytiker
29.05.2018, 13:56 Uhr
Das verstehe ich nicht
Wenn ich es richtig verstehe, drängt "das zuständige Ministerium" auf die Fahrpreiserhöhung. Wenn im Eichsfeld ähnliche Beförderungsbedingungen vorhanden sind, müssten ja dort auch ähnliche Preise genommen werden. Wieso sind die Fahrpreise also nicht "in Etwa" gleich hoch? Drängt das Ministerium auch auf die Angleichung der Preise in allen anderen thüringischen Städten und Landkreisen oder nur bei uns?

Ich halte trotz aller zu beachtenden Umstände die Preise für viel zu hoch für unsere Straßenbahn, zumal die Entfernungen zwischen den Haltestellen hier sehr kurz sind. In Großstädten sind die Preise höher, dafür bekommt man aber auch einiges geboten (zB. eine 1-Stunden-Fahrt).

Außerdem bin ich bei König Gerhard. Ich sehe in unseren Straßenbahnen meist Leere. Geringere Fahrpreise dürften mehr Fahrgäste anlocken und so die Kosten angleichen ......
Leser X
29.05.2018, 14:02 Uhr
könig gerhard
So wie Sie denken, so denkt man heute nicht mehr. Profit ist das Maß aller Dinge, und da muss auch wenig schon richtig teuer sein.

Bei dieser Entwicklung sehe ich tatsächlich schwarz für unsere "Elektrische". Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie in zehn oder zwanzig Jahren noch profitorientiert zu betreiben ist unter den vielgepriesenen marktradikalen Bedingungen.

Aber es ist Licht am Ende des Horizontes: Bis dahin fliegen wir ja längst in Flugtaxis in, um und über die Stadt...)))
Kritiker86
29.05.2018, 15:04 Uhr
Wie immer...
wird alles teurer und das betrifft nicht nur die Straßenbahn. Die Spritpreise hoch wie nie. Briefe bei der Post werden schon wieder teurer. Preisnachlaß wäre eine super Idee bei der Straßenbahn, leider leben wir im Kapitalismus, da heißt es Preise steigen jedes Jahr. Das man mehr Leute anlocken würde wenn die Preise sinken würden daran denkt das Land leider nicht. Mir ist es egal ich fahre keine Straßenbahn und werd das in Zukunft auch nicht tun. Wir hatten Glück das das Bürgerticket nicht gekommen ist da hätten wir alle bezahlen müssen. Die Idee für den Klimaschutz ganz auf Kosten zu verzichten bei den öffentlichen Verkehrsmitteln fand ich übrigens sehr gut.
icke58
29.05.2018, 16:41 Uhr
Zu Fahrpreise
Schön wenn mann die Artikel liest wie mann sich gegeneinander beschimpft es ist wie es ist ändert nix daran es wird erhöht ist wie bei der Tageszeitung wird immer erhöht und steht immer weniger drin...Und immer sind die Lohnerhöhungen schuld..Also wenn ich das richtig verstehe bezahle ich vom Rathaus bis zum Theater 1.70 ab nächstes Jahr da sage ich nur das schaffe ich noch zu Fuß!!!!Bin der Meinung Straßenbahn fährt viel zu oft könnte mehr zeit dazwischen liegen die Stadt erstickt schon weil unsere geliebte Staßenbahn den ganzen Verkehr in der Stadt regelt...Seht Euch die Rautenstraße an bis zu Hagen stehen Sie!!!!
Kartoffelschäler
29.05.2018, 17:01 Uhr
Anpassung
Tarife müssen halt angepasst werden. Das ist nun mal so. Da wird immer gemeckert, dass in Deutschland die Gehälter nicht angepasst werden. Jetzt werden die Gehälter angepasst wodurch die Tarife teurer werden und nun wird darüber geschimpft.
Kama99
29.05.2018, 18:10 Uhr
Teurer...
Vielleicht sollte man das Geld mal in die Strassensanierung stecken. Sonst fahren bald alle Strassenbahn, oder ist das vielleicht so gewollt.
Realist 1.0
29.05.2018, 18:53 Uhr
Beim ÖPNV gibt es genug Einsparungsmöglichkeiten
da braucht man doch nicht die Preise erhöhen. Bestes Beispiel sind doch die Straßenbahnen, diese besitzen eine Klimaanlage und trotzdem werden die Fenster angekippt damit die Klimaanlage schön hochheizen kann. Jeder der ein Auto mit Klimaanlage weiß, das die Klimaanlage hochheizt, wen man während der fahrt die Fenster öffnet. Das ist sinnlose Energieverschwendung, wen man es genau betrachtet.
h3631
29.05.2018, 20:12 Uhr
@Ihmchen
Mit Zahlen, nehme ich an, haben Sie bestimmt Ihre Probleme.
50 Leute in der Straßenbahn und mehr. Wann?
Am Tag ca. 20% Schwarzfahrer und Abends ca. 80%.
Fahren Sie den ganzen Tag Straßenbahn das Sie sooo gut Bescheid wissen?
Morpheus
01.06.2018, 22:50 Uhr
@ Realist 1.0
Bevor Sie so etwas schreiben, sollten Sie sich lieber informieren. Sonst stehen Sie recht dumm da, denn die Fahrgasträume der Bahnen sind nicht klimatisiert. Nur beheizt in der kalten Jahreszeit.
arixtra
08.06.2018, 19:09 Uhr
Schwarzfahrer
Nicht jeder, der keine Karte knipst ist ein Schwarzfahrer! Wochenkarten und Jahreskarten beispielsweise brauchen nur auf Verlangen vorgezeigt zu werden, heisst, wenn kontrolliert wird. Auch wer vom Bus in die Bahn umsteigt oder eine Tageskarte gelöst hat, braucht nicht knipsen.
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