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Mo, 13:43 Uhr
28.05.2018
Historischer Moment

241, 72, 38, 125 und 18

In Sondershausen gab es heute Mittag einen historischen Moment. Der war denn auch mit einer Reihe von Zahlen verbunden. Wir bemühen uns um eine Aufklärung...

# Das neue Wahrzeichen von Nordhausen (Foto: nnz) Das neue Wahrzeichen von Nordhausen (Foto: nnz)
Das, was Sie auf diesem Bild hier sehen, ist das neue Wahrzeichen von Sondershausen. Etwas verzerrt durch das golden glänzende Blech einer Tuba des Bergmannsorchesters. Es zeigt das neue Fördergerüst des Schachts 5 der GSES.

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"Ja, es ist das neue Wahrzeichen von Sondershausen", sagte der Geschäftsführer der Schachtbau Nordhausen GmbH, Michael Seifert. Sein Unternehmen hatte federführend eine historische Arbeit vollbracht und um das zu erklären, müssen unter anderem die in der Überschrift aufgeführten Zahlen erklärt werden:

18: Schachtbau Nordhausen und damit auch Seifert hatten nach der Wende 18 Schächte verwahren und Fördergerüsten abbauen müsse. Aktuell das in Bischofferode. 18 mal verschwand damit die Hoffnung von Menschen einer Region, wieder unter Tage Arbeit zu finden. 18 mal endete eine Tradition. Jetzt konnte ein Fördergerüst neu gebaut werden - historisch.

125: Vor 125 Jahren, exakt am 1. Mai 1893, wurde in Sondershausen der erste Schacht getäuft und es begann damit ein ungeahnter industrieller Aufschwung der gesamten Region.

38+72+241: Das neue Fördergerüst, blauer als der strahlend blaue Himmel, ist 38 Meter hoch, es wurde auf 72 Pfählen gegründet sowie mit und in ihm wurden 241 Tonnen Stahl verbaut.

Soweit die Erläuterung zu den Zahlen, doch sie sind nur die eine Seite. Die andere war heute den Gästen der offiziellen Inbetriebnahme des Fördergerüsts anzusehen. Die Bergleute waren mächtig stolz, sozusagen vom "Pförtner bis zum Geschäftführer". GSES-Geschäftsführer Johann-Christian Schmiereck ließ in seinen Worten die Geschichte des Neubaus noch einmal kurz Revue passieren und erwähnte vor allem, dass die Stillstandszeiten während des Baus auf ein Minimum reduziert werden konnten.

Schmiereck, Glinz (Foto: nnz) Schmiereck, Glinz (Foto: nnz) Dr. Caspar Glinz drückt den symbolischen schwarzen Knopf

Mit dem neuen Gerüst wird die Arbeit am Schacht 5 noch effizienter realisiert und wird gleichzeitig die Sicherheit für die Fortsetzung der Bergbaugeschichte in Sondershausen garantiert.

Schmiereck bedankte sich bei allen am Bau beteiligten Firmen und Mitarbeitern und übergab dann das Wort an Schachtbau-Geschäftsführer Michael Seifert.

Schmiereck, Seifert (Foto: nnz) Schmiereck, Seifert (Foto: nnz) Schachtbau-Geschäftsführer Seifert (rechts) übergibt ein Modell des Fördergerüsts und meinte scherzhaft, dass diese Montage länger gedauert habe als die des Originals

Der charakterisierte diesen Tag ebenfalls als historisch und verwies unter anderem auf das exakte Zusammenspiel aller Partner, die gemeinsam mit seinem Unternehmen für einen reibungslosen und nahezu unfallfreien (eine kleine Schürfwunde) Ablauf sorgten. Auch Seifert hatte es mit Zahlen und führte aus, dass für die 61 Stunden Montage in Sondershausen insgesamt 31.500 Arbeitsstunden notwendig waren. Hinzu kommen weitere 17.500 Stunden, Planung, Statik und Konstruktion.

Das neue Wahrzeichen von Sondershausen (Foto: nnz) Das neue Wahrzeichen von Sondershausen (Foto: nnz)
Weitere Grußworte gab es vom Vertreter des Hauptgesellschafters, Dr. Caspar Glinz, vom Chef des Landesbergamtes und von dem scheidenden Bürgermeister Joachim Kreyer. Mit dem gemeinsamen Singen des Steigerliedes war der offizielle Teil dann zu Ende.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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