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Do, 13:36 Uhr
12.04.2018
Forum

Ein wenig mehr Prävention, bitte!

Jetzt reicht es nicht mehr, Papiermüll und anderen Unrat in den Straßengräben zu hinterlassen. Nein, jetzt stehen offensichtlich Autofahren unter Drogen, das Beschmieren von Denkmälern und das Zerstören von Wanderstätten auf dem Programm. Wohnungseinbrüche haben zugenommen. Ein Forum-Beitrag von Cornelia Wilhelm...


Neuerdings wird sogar auf Tiere geschossen und auf den Spielplätzen treiben Exhibitionisten ihr Unwesen. Auch wenn Thüringen laut Innenministerium noch zu den sichersten Bundesländern gehört, verzeichne ich durchaus einen Anstieg der Kriminalitätsrate im Landkreis Nordhausen und eine damit einhergehende Steigerung der Gewaltbereitschaft bei einzelnen Personen oder Tätergruppen.

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Der Tourismusförderung ist das nicht gerade dienlich. Das lässt uns nicht voller Enthusiasmus über unsere Heimat sprechen, sondern mehr beschämt den Kopf nach unten senken.

Unsere Polizei- und Ordnungskräfte können nicht überall sein. Dem steht schon der durch die Gewerkschaften immer wieder beklagte Personalmangel entgegen. Mit viel Glück gehen in den nächsten Jahren genauso viele Beamte in den Ruhestand, wie neu in den Dienst tretende Polizeikräfte im Anschluss an die Ausbildung dazu kommen. Die Zahlen bleiben also, auch wenn neue Beamte eingestellt werden, voraussichtlich gleich. Aus diesem Grund ist ein personeller Zuwachs, zumindest in unserer Region, kaum realisierbar.

Die Sicherheits- und Ordnungskräfte in unserer Stadt verrichten ihren Dienst so gut es nur irgendwie geht und sind schnell zur Stelle, wenn es mal brennt. Aber die Vandalen sind schneller als die Polizei erlaubt. Ein Schritt in die richtige Richtung könnte sein, dass nun eine Beschlussvorlage zur Wiedereinberufung eines kriminalpräventiven Rates für den Stadtrat erarbeitet werden soll. Es ist von großer Bedeutung, Vertreter unserer Sicherheitsbehörden in regelmäßigen Abständen zur Lage in der Stadt anzuhören. Und zwar, bevor etwas passiert und das Kind sprichwörtlich „in den Brunnen gefallen“ ist.

Das spart nicht nur nachhaltig Kosten, die dem Staat für Opferentschädigungen und Schmerzensgeld entstehen könnten, sondern stärkt auch das subjektive Sicherheitsempfinden des Einzelnen. Jede Verwaltung, die im Interesse der Sicherheit der Bürger handelt, sollte so einen Rat installieren und regelmäßig Rücksprache halten, die im Beisein von Berufsvertretern nicht in Schwafelei endet, sondern zu kontroversen Diskussionen mit effizienten und nachhaltigen Ergebnissen führt.

Ich werde oft gefragt, was das hier für eine krasse Gegend ist in der wir wohnen, wenn Menschen von auswärts unsere Nachrichtenmeldungen lesen. An Tatsachen gibt es nichts zu beschönigen. Das wäre dann kein objektiver Journalismus mehr, sondern ein „Schön-Wetter-Beitrag“ an unangemessener Stelle. Begründet in einer nicht ausreichenden Kommunikation mit den Sicherheitskräften ist auch, dass Meldungen „augenscheinlich“ durch die Presse nicht bekannt gegeben oder sogar „vertuscht“ werden. Die Polizei gibt Meldung, wenn die Presse nachfragt. Und zwar nur dann.

Im Rahmen des kriminalpräventiven Rates können regelmäßig Rücksprachen mit den in den verschiedenen Bereichen tätigen Fachkräften von Polizei und Ordnungsamt getroffen und entsprechende vorbeugende Maßnahmen durch die Stadt umgesetzt werden.

Am Ende können wir aber vielleicht auch alle ein Stück dazu beitragen, der blinden Wut und der steigenden Gewaltbereitschaft, die sich wie eine Seuche auszubreiten scheint, Einhalt zu gebieten. Dann nämlich, wenn wir wieder zunehmend achtsamer miteinander umgehen und lernen, die Arbeit anderer Menschen zu schätzen.
Cornelia Wilhelm
Autor: red

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