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Mo, 18:50 Uhr
05.03.2018
aus dem Integrationsbeirat

In den Mühlen der Demokratie

Zur ersten Sitzung des Integrationsbeirates im neuen Jahr wollte man heute über die weitere Umsetzung des Integrationsplanes und die Aufgaben für das Jahr 2018 diskutieren. Der Fahrplan für die Integrationsbemühungen in der Region sind weit gedacht, so weit das sie in der aktuellen Form wohl keine Mehrheiten finden würde...

Sitzung des Integrationsbeirates (Foto: nnz) Sitzung des Integrationsbeirates (Foto: nnz)
Sitzung des Integrationsbeirates. Archivbild

Das letzte Mal, dass sich jemand die Mühe gemacht hat einen Integrationskonzept für den Landkreis zu erarbeiten, da schrieb man das Jahr 2012. In der Zwischenzeit ist viel passiert im Land und in der Region, neue Ideen sollten her.

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Der Integrationsbeirat sollte diese Vision der Integrationsarbeit für die kommenden Jahre erarbeiten, Ende des vergangenen Jahres legte man eine erste Version des neuen Papiers vor mit dem ehrgeizigen Ziel es in den Kreistag einzubringen. Der sollte zu den Überlegungen des Gremiums beraten und am Ende auch einen Beschluss fassen, ein Weg, der bewusst gewählt wurde. "Das alte Konzept war ein schönes Papier, in das viel hineingeschrieben wurde, welches aber nicht bindend war", erklärte Radek Romanczuk, Mitglied des Beirates am Nachmittag, gute Wünsche, die leicht ignoriert werden konnten.

Mit dem neuen Plan soll das anders werden, ein Beschluss des Kreistages würde dem Papier mehr Gewicht verleihen als eine lose Erklärung. Man machte sich an die Arbeit, orientierte sich an den Ideen anderer Thüringer Städte und Kreise, wie etwa der Stadt Jena, diskutierte und entwickelte weitrechende Pläne zu Demokratiefördernung, Gewaltprävention und interkulturellem Dialog.

So weitreichend, dass die vorliegende Version des Integrationskonzeptes wohl keine Mehrheiten im Kreistag finden würde, meint man im Landratsamt. Der Beirat habe ein "umfangreiches, detailreiches Konzept vorgelegt", das als Vorlage dienen könne, erklärte Landrat Matthias Jendricke. Der Detailreichtum bringe es aber auch mit sich, dass man über diverse Punkte reden müsse, in der aktuellen Form sei das Konzept nicht beschlussfähig.

Bevor man diskutierte wurden zwei neue Mitglieder im Beirat begrüßt: Nancy Kämmerer und Daniel Pflugmacher, erhielten ihre Ernennungsurkunde von Landrat Matthias Jendricke (Foto: Angelo Glashagel) Bevor man diskutierte wurden zwei neue Mitglieder im Beirat begrüßt: Nancy Kämmerer und Daniel Pflugmacher, erhielten ihre Ernennungsurkunde von Landrat Matthias Jendricke (Foto: Angelo Glashagel)

Bevor man diskutierte, wurden zwei neue Mitglieder im Beirat begrüßt: Nancy Kämmerer und Daniel Pflugmacher, erhielten ihre Ernennungsurkunde von Landrat Matthias Jendricke beide Neuzugänge kommen aus den Reihen der SPD

Neben problematischen sprachlichen Regelungen stoße die aktuelle Version auch an rechtliche Grenzen, enthalte Punkte, für die der Kreistag gar nicht zuständig sei und sehe "Eingriffe in Strukturvorgaben" vor, die weder der Beirat noch der Kreistag beschließen dürften. Der vorliegende Text beinhalte zudem "komplexe politische Streitfragen" wie die mögliche Schaffung eines interreligiösen Kulturzentrums und der Einrichtung fakultativen Islamunterrichts. Mit Religionsfragen befasse man sich im Kreistag nicht, erklärte Jendricke, Politik habe dort keinen Regelungsbedarf und in Schulfragen habe man zwar die Gebäudehoheit, nicht aber die inhaltliche. An anderer Stelle seien die Vorschläge zu vage, etwa wenn es um die Schaffung eines Steuerungsgremiums gehe.

Aus Sicht des Integrationsbeirates mag man relevante Punkte angesprochen haben, in einer demokratischen Vertretung wären diese Positionen wohl kaum haltbar. Wird der Kreistag einbezogen müssten Teile des ausgearbeitete Plans "gestrichen, umformuliert und geändert" werden, so der Landrat.

Ob es überhaupt einen Beschluss durch den Kreistag brauche, oder ob man nicht den aktuellen Text beibehalte und diesen als Beirat beschließe wurde die Gretchenfrage des Tages. Darüber war man sich nun auch innerhalb des Rates nicht einig. Die Aufgabe des Integrationskonzeptes sei es, "einen soliden Boden für den Prozess der Integration zu schaffen", meinte etwa der Vorsitzende des Beirates, Mohamed Fayez Ahmed Sayed, diesen müsse man gemeinsam schaffen auch wenn dies bedeute das der Plan modifizert werden müsse. Andere Mitglieder würden es lieber sehen, wenn der Plan nicht in der politischen Auseinandersetzung verwässert würde, auch wenn die gemachten Vorschläge dann nicht bindend wären, sondern lediglich den Charakter eines losen Leitfadens hätten.

Am Ende wurde abgestimmt. Entweder eine zu überarbeitende, abgespeckte Version mit politischem Rückhalt oder einen nicht bindenden Beschluss der aktuellen Fassung durch den Integrationsbeirat. Mit fünf Ja und zwei Gegenstimmen entschied man sich dafür, das Konzept in die Mühlen der Demokratie zu geben.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
city
05.03.2018, 19:35 Uhr
wäre schön...
Sehr schön ,viel Erfolg! Schön wäre auch wenn es einen Bildungsbeirat gäbe. Auch ... mit so viel Personal und Begeisterung....gegen Ausfallstunden und Lehrermangel...überlastete Erzieher....nur so ein Gedanke...muss ja nicht...wäre aber schön...
jens81
06.03.2018, 06:27 Uhr
Oje
Was hier wichtig ist.... scheinheilig sind Sie. Die glauben da schon selbst dran. Wollt Ihr so enden wie Erfurt, Berlin, München, Ansbach.?
Nehmt das Geld für die Schulen und Lehrer. Kümmert euch um Sachen die wichtig sind bevor Ihr euch hier scheinheilig feiern lasst. Dann habt ihr genug zu tun....
Sonntagsradler 2
06.03.2018, 07:47 Uhr
Das Thema hatten wir doch schon vor 2 Jahren
Hat der Islamismus noch nicht die Herrschaft über Nordthüringen.
Forderungen über Forderungen gegenüber der BRD stellen um Ihre Kulturelle und islamischen Gewohnheiten in Deutschland einbringen zu können. Dabei noch unter der Schutzbehauptung etwas gegen eine Radikalisierung islamischer Jugendliche zu unternehmen. Lachhaft wie sich der Deutsche so blenden lässt.
Da wollen jetzt Muslime gegen einen gemeinnützigen Verein „ Tafel“ wegen Diskriminierung klagen. Weil sie sich nicht so verhalten können wie in ihren Land .Nennt man das Integration in dem man die Hilfsorganisationen verklagt. Denkt mal nach an alle Unterstützer und Mitglieder dieses Beirates! Mal sehen was als nächstes kommt .
Heimdall
06.03.2018, 08:07 Uhr
„Gott“ sei Dank…
... haben WIR sonst keine Probleme! In den 50-er und 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bedurfte es keiner solcher Integrationsbemühungen und schon gar nicht irgendwelcher „hochqualifizierter“ Beiräte.
Ob Italiener, Spanier, Griechen, oder auch Türken. Der Grossteil der „Fremden“, die damals nach Deutschland kamen, integrierte sich freiwillig und selbstständig.
Einzig aus dem Grund, weil sie es wollten, nicht MUSSTEN. Sie waren darauf bedacht, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und sahen ihren Lebensmittelpunkt vorerst in Deutschland. Dem Land, das sie anwarb, aufnahm und als Gastland freundlich begegnete.

Die heute ankommenden sind zumeist integrationsunwillig und sehen keine Notwendigkeit, sich irgendwem anzupassen. Da helfen auch lange Diskussionsabende, oder aufgeblasene Gremien oder Beiräte nicht das Geringste, welche sich offensichtlich nicht einmal über Zuständigkeiten einig sind, bzw. wohl einfach überfordert sind, Regularien einzuhalten. Die Energie sollte Tatsache eher in die Bildung unserer Kinder, oder für die vielen anderen Probleme unseres Landes aufgewandt werden.

Diese Scheinheiligkeit und Ignoranz ist allmählich unerträglich…
Leser1
06.03.2018, 08:57 Uhr
Geld im Überfluss für Integration von Flüchtlingen?
Wird ja Zeit das man das Geld für die Integration der Flüchtlinge raushaut was man bei den Rentnern und unseren Kindern einspart. Unsere Obdachlosen bleiben auf der Strecke. Die Obdachlosen haben keinen Beirat und keine Politiker die das Geld locker machen können. In der Schule sind nichtmal genug Lehrer für deutsche Kinder. Ständig Schulausfall und damit schlechtes Wissen und den deutschen Kindern damit die Lehre versaut. Das Heucheln der Politicker immer das man Kindern aus armen Familien mehr Bildung geben muss aber nicht dafür sorgen das genug Lehrer da sind. Wer nicht lesen und schreiben kann wegen Lehrermangel dem nützen bessere Bildungsmöglichkeiten auf dem Papier nichts. Vielleicht habe ich das bisher alles falsch verstanden. Vielleicht ist mit der Bildung für Arme vorwiegend die Bildung und Integration von Flüchtlingen gemeint.
geloescht 010
06.03.2018, 09:02 Uhr
Keine Mehrheit
Man glaubt sich verlesen zu haben. ... würde keine Mehrheit im Kreistag erhalten. Ergo arbeitet man gegen die Mehrheiten. Danke für diese Selbsterkenntnis.

Vielleicht können diese Damen und Herren uns auch noch darüber informieren, das ihre Schützlinge sich rasant in die Zeitarbeitsfirmen verabschieden. Da kann man ohne Deutsch sein Geld verdienen. Dort macht man dann den vielen Arbeitnehmern (länger hier bemüht lebende) richtig Wettbewerb.

Danke SPD und Union dafür. Das ist nicht sozial, das ist A Sozial. Ihre Wähler werden es irgendwann merken.
So es denn Flüchtlinge sind und keine Einwanderer empfiehlt sich das DDR System. Die Leute ausbilden und dann zurück in ihre Heimat zum Aufbau.

Wir haben doch eine Nachfolgeorganisation der SED - erinnert sich dort niemand mehr an die „ guten alten Zeiten“. Aber lieber das Geld verschwenden für Aktionen für die Demokratie und gegen Rechts ! Immer raus mit dem Geld der Steuerzahler. Und bei der Haushaltslesung nicht das „ lange Gesucht „ vergessen - „ wir würden ja wenn wir hätten „.

Man könnte sich den ganzen Tag aufregen. Ich muss aber jetzt die National Hymne umdichten. Erster Vers : über Deutschland lacht die Welt, verschenkt es doch sein ganzes Geld ...
Jörg Prophet
PS: am Mittwoch ist Stadtratssitzung und die nächste Kreistagssitzung wird auch wieder interessant. Besucher sind immer erwünscht !
Sonntagsradler 2
06.03.2018, 11:55 Uhr
Das Thema hatten wir doch schon vor 2 Jahren
Forderungen über Forderungen gegenüber der BRD stellen um Ihre Kulturelle und islamischen Gewohnheiten in Deutschland einbringen zu können. Dabei noch unter der Schutzbehauptung etwas gegen eine Radikalisierung islamischer Jugendliche zu unternehmen. Lachhaft wie sich der Deutsche so blenden lässt.

Das wollen jetzt Muslime gegen einen gemeinnützigen Verein „Tafel“ wegen Diskriminierung klagen. Weil sie sich nicht so verhalten können wie in ihren Land .Nennt man das Integration in dem man die Hilfsorganisationen verklagt. Denkt mal nach an alle Unterstützer und Mitglieder dieses Beirates! Mal sehen was als nächstes kommt .
Mueller13
06.03.2018, 13:09 Uhr
Selbst dem Kreistag unverkäuflich
Zitat Jendricke zu diesem Plan: "Aus Sicht des Integrationsbeirates mag man relevante Punkte angesprochen haben, in einer demokratischen Vertretung wären diese Positionen wohl kaum haltbar."

-> Ich übersetze das mal: was dieser Beirat fordert, würde nicht mal den rot/rot/grünen dominierten Kreistag passieren. Daran kann mal ablesen, welches unrealistisches Gedankengut in diesem Beirat herrscht.

Wie wäre es denn mit einem effektiven Einsatz der vorhandenen Mittel: Hilfe vor Ort und Rückführung nahezu aller Flüchtlinge?

Ich spreche mich für die Gründung eines Rückführungsbeirates aus und biete meine Mitarbeit an.
Blueman
06.03.2018, 13:35 Uhr
Ich bin stolz auf Deutschland,
dass die Grenzen geöffnet wurden und die unzähligen Menschen, die an der Grenze vor sich hin vegetierten in unserem Land zu Flucht bekamen!

Ich bin stolz auf Deutschland, dass diese Menschen nicht an den Grenzen verrecken mussten!

Ich bin stolz auf Deutschland, dass eine Welle der Hilfsbereitschaft durch die Gesellschaft ging und vor allem ehrenamtliche Helfer mit angepackt haben diese MENSCHEN zu versorgen!

Ich bin stolz auf Deutschland, dass nicht der am lautesten schreit recht bekommt. Das wir in einem Rechtsstaat leben in die Regeln für alle gelten.

Und ich bin stolz auf Deutschland, dass es Menschen gibt die nicht nur rumjammern sondern an der Lösung von Problemen interessiert sind und an der Lösung aktiv mitarbeiten.

Die Mitglieder des Integrationsbeirates arbeiten ehrenamtlich. D.h. sie bekommen kein Gehalt für ihre Arbeit. Meinen sie denn wirklich, dass einem Obdachlosen damit geholfen ist, wenn es diesen Beirat nicht gibt? Meinen sie denn wirklich, dass ein Kind mehr lesen und schreiben kann, wenn es diesen Beirat nicht gibt? Meinen sie denn wirklich, dass der Beirat aus der Rentenkasse finanziert wird? Meinen sie denn wirklich das der Beirat Flüchtlinge in Zeitarbeitsfirmen vermittelt (wie übrigens die hunderttausende von Ostdeutschen nach der Wende).

Wenn es keine Ansätze zur Integration der Flüchtlinge gäbe, wären sie doch die Ersten die sich beschweren würden. Ach das machen sie ja sowieso ala "Ausländer raus".

Ich finde es sehr begrüßenswert, dass es ein Gremium gibt, dass sich mit Fragen eines friedlichen Zusammenlebens beschäftigt. Leider muss man feststellen, das wir wohl eher einen Integrationsbeirat für notorische Nörgler, Schwarzseher und Hetzer brauchen.

Der Beirat hat Vorschläge erarbeitet, wie Flüchtlinge in unsee Gesellschaft integriert werden können. Die Tatsache das nicht alle Vorschläge durch den Kreistag beshlossen werden können liegt einzig und allein daran, dass bestimmte Themen nicht in die Zuständigkeit des Kreistags fallen. Einfach mal den Artikel bis zum Ende lesen.

Wohin sollen den die Flüchtlinge zurück geführt werden? Zurück in den Krieg? Oder in etwaig befriedete Gebiete in Syrien, damit sie wenn es da wieder knallt wieder Flüchten müssen?

Ich Schäme mich für Deutschland, dass es so viele Menschen ihr Mitgefühl zu Gunsten von Menschenhass und Ignoranz aufgegeben haben.
Günther Hetzer
06.03.2018, 14:08 Uhr
Ich bin enttäuscht...
"...Wenn es keine Ansätze zur Integration der Flüchtlinge gäbe, wären sie doch die Ersten die sich beschweren würden..."
Nein da liegen Sie falsch! Die meisten beschweren sich, weil es im Jahr drei der Massenzuwanderung von Menschen aus allen möglichen Ecken dieser Welt, NUR Ansätze zur Integration gibt. Mit einer handlungsfähigen und lösungsorientierten Politik, sollten wir weiter sein. Integration scheint bei vielen Entscheidungsträgern eher ein Spiel auf Zeit zu sein, es wird darauf gewartet bis der Deutsche seine Gewohnheiten, Ansichten und sein Verhalten ändert. Dies ist offenbar der leichtere Weg und auch voll im Gange...

Mit der Integration ist es wie bei den Abschiebungen, es wird mehr geredet als gehandelt... Ich wäre bereit anzupacken...so als Abschiebungshelfer...frei nach dem Motto: "volle Containerschiffe statt halbleere Flugzeuge!- wir schaffen das!"
Günther Hetzer
06.03.2018, 14:17 Uhr
Wohin? weg...
"...Wohin sollen den die Flüchtlinge zurück geführt werden?..."
Beziehen Sie die Frage darauf, dass die wirkliche Herkunft bei einem großen Teil der sogenannten Flüchtlinge nicht zweifelsfrei belegbar ist bzw. nur auf der Aussage dieser Personen beruht? Nun, dann haben Sie recht. Es lässt sich freilich schwer sagen wohin mit denen...doch auch dafür gibt die Verordnung (EG) Nr. 343/2003 (Dublin II) eine Lösung. Und in Italien oder Griechenland herrscht kein Krieg...noch nicht...!
Ad fontes
06.03.2018, 14:39 Uhr
Nicht viel hinzuzufügen
..., hauptsächlich meinen Dank @Blueman für die sachlich stimmige und pointierte Offenlegung der immer gleichen Schwachstellen in den Beiträgen von Rechtspopulisten und Neokonservativen.
Sachkenntnis zum Thema (Organisation und Aufgaben des Integrationsbeirats) ist offensichtlich nicht vorhanden - stattdessen wird der Artikel platt als Anlass zu einem Rundumschlag gegen Flüchtlinge im Allgemeinen genommen; "'s passt scho'!".
Die vorgeschobene Sorge um (deutsche) Hilfsbedürftige und Randexistenzen in unserer Gesellschaft dient den einschlägigen Kommentatoren lediglich als Ansatzpunkt, um soziale Spaltung in "die" und "wir" zu betreiben. Als Argument rhetorisch lachhaft und dabei ekelhaft in der Intention.
henry12
06.03.2018, 15:37 Uhr
Wer eine andere Meinung hat,
betreibt also soziale Spaltung. Blueman, T.R.E. und A.F. sind hier ja die Experten für oberlehrerhafte Attitüden. Dann teilt doch bitte
eure Haushalte mit den neuen Fachkräften und erklärt euren Kindern, warum das vollkommen notwendig und unausweichlich ist. Seid stolz auf euer Deutschland und gestattet gefälligst anderen Menschen, das nicht zu sein. Soviel Selbstgefälligkeit auf einmal !
Blueman
06.03.2018, 15:43 Uhr
Soziale Spaltung?
Das Ziel von Integration ist eben eine sozialen Spaltung zu verhindern bzw. dieser entgegenzuwirken.
othello
06.03.2018, 15:54 Uhr
die Kehrseite des Humanismus
@ Blueman und @ Ad fontes ! Es ist gut, dass es endlich auch Kommentatoren gibt, die sich mehrheitlich rechten Kommentatoren in der NNZ entgegenstellen. Dieses habe ich lange vermisst.

Ihre Aussagen kann ich nur unterstützen. Doch die Kehrseite des Humanismus sollte man nicht aus den Augen verlieren. Warum haben diese Rechtspopulisten ein solchen Zulauf, sollte man sich auch fragen. Die Rechtspopulisten zeigen mit dem Finger auf eklatante Fehlentwicklungen in der deutschen Gesellschaft und bringen diese sehr populistisch mit der sogenannten Flüchtlingspolitik in Verbindung, einfach gesagt Deutsche gegen Ausländer. Dieses ist natürlich völlig falsch, wie @ Ad fontas richtig feststellte.

Aufgabe der jetzigen Politik ist es, Lösungen der großen Herausforderungen, auch in der Flüchtlingspolitik, aufzuzeigen und eine weitere Spaltung der Gesellschaft zu verhindern. Ich sage dazu, Humanismus in allen Ehren, aber so kann es nicht weitergehen. Integration ja bitte, aber nur für die Personengruppen, welche sich tatsächlich bewusst für ihre Integration einsetzen und etwas dafür tun.
Ein interreligiöses Kulturzentrum und fakultativer Islamunterricht sind völlig fehlgeleitete Ansätze zur Integration.

Mich würde schon interessieren, welche Projekte der Integrationsbeirat bisher initiierte und wie diese von der „ Flüchtlingen „ angenommen wurden. Ein Resümee dieser Arbeit wurde bisher nicht dargelegt.
Sonntagsradler 2
06.03.2018, 16:14 Uhr
Ich lach misch kaputt
70 Jahre fersucht man ausländer zu integrieren. Mit dem erfolg das es in den Großstädten immer mehr bezierke gibt wo das Deutsche recht keine rolle Spielt und selbst die Polizei nichts zu melden hat.
@Blueman

Was hat soziale Spaltung mit dem Import und Integration von noch mehr Armut zu tun?

Da schwatzen die Hier von Integration.
Auf solche Leute haben die nur gewartet.
Ich Lach mir nen Ast.
Lachhaft.
Günther Hetzer
06.03.2018, 16:29 Uhr
henry12
Lesen und verstehen, lesen und VERSTEHEN....bitte...
Ich nehme Ihre Entschuldigung schon einmal vorab an...jeder macht mal ein Fehler....Kraft meiner alles überstrahlenden Herrlichkeit, sehe ich darüber hinweg...
geloescht.20250302
06.03.2018, 17:52 Uhr
Soziale Spaltung...
...ist ein Grundübel. Das ist schon lange bekannt und ausführlich niedergeschrieben worden.

Wenn man soziale Brennpunkte importiert, muss man sich nicht wundern, keine Antworten auf und Lösungen für diese Probleme in den Werken der grossem kommunistischen Vordenker zu finden.
Mueller13
06.03.2018, 18:27 Uhr
@ Blueman - Rechtsstaat? Ich bekomme einen Lachanfall...
Zitat Blueman: "Das wir in einem Rechtsstaat leben in die Regeln für alle gelten."

Das meinen Sie ironisch oder? Leuten wie Ihnen, die Recht mit Ihren persönlichen Moralvorstellungen verwechseln, seien folgende Zeilen ans Herz gelegt:

Art. 16 Abs. 2 S. 2 GG: „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“
-> Sie verstehen? Politisch verfolgte, dass dürften maximal 2% der Flüchtlinge sein.

Art 16a Abs 2 Satz 1 GG: „Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist.“
-> Sie verstehen?

§ 18 Abs. 2 des Asylverfahrensgesetz:
Pflicht zur Einreiseverweigerung oder Zurückschiebung
(2) Dem Ausländer ist die Einreise zu verweigern, wenn
1. er aus einem sicheren Drittstaat (§ 26a) einreist,
2. Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein anderer Staat auf Grund von Rechtsvorschriften der Europäischen Gemeinschaft oder eines völkerrechtlichen Vertrages für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig ist und ein Auf- oder Wiederaufnahme­verfahren eingeleitet wird, oder
3. er eine Gefahr für die Allgemeinheit bedeutet, weil er in der Bundesrepublik Deutschland wegen einer besonders schweren Straftat zu einer Freiheitsstrafe von mindestens drei Jahren rechtskräftig verurteilt worden ist, und seine Ausreise nicht länger als drei Jahre zurückliegt.
(3) Der Ausländer ist zurückzuschieben, wenn er von der Grenzbehörde im grenznahen Raum in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit einer unerlaubten Einreise angetroffen wird und die Voraussetzungen des Absatzes 2 vorliegen.
-> Ist doch recht eindeutig formuliert oder?

Dublin III-Verordnung - Art. 13:
„Wird auf der Grundlage von Beweismitteln oder Indizien (...) festgestellt, dass ein Antragsteller aus einem Drittstaat kommend die Land-, See- oder Luftgrenze eines Mitgliedstaats illegal überschritten hat, so ist dieser Mitgliedstaat für die Prüfung des Antrags auf internationalen Schutz zuständig.
-> Zuständigkeit geklärt!

Es gibt kein Gesetz, das Deutschland zum Einwanderungsland erklärt, und es gibt erst recht keine dahingehende Verfassungs­bestimmung. Im Gegenteil ist nach dem Grundgesetz das „Deutsche Volk“ oder das „deutsche Volk“ (Präambel, Art. 1 Abs. 2 bzw. Art. 146, auch argumentum aus Art. 20 Abs. 4) zu dem Staat Bundesrepublik Deutschland verfasst. Solange nicht eine neue Verfassung des Deutschen Volkes Deutschland zum Einwanderungsland erklärt, ist der nationale Charakter der Bundesrepublik Deutschland nicht beendet. Weder der verfassungsändernde Gesetzgeber noch gar der einfache Gesetzgeber kann diese Entscheidung treffen, weil Art. 1 und Art. 20 GG nicht zur Disposition der Staatsorgane stehen. Das stellt Art. 79 Abs. 3 GG klar. Das Land, nämlich „Deutschland“, das auch, aber nicht nur, eine geographische Bedeutung hat, ist das Land der Deutschen, des deutschen Volkes. Über dessen Bevölkerung haben ausschließlich die Deutschen zu entscheiden. Große Änderungen des Volkes bedürfen der unmittelbar demokratischen Zustimmung des deutschen Volkes, das allein Deutschland zum Einwanderungsland umwandeln kann. Gemäß Art. 146 GG kann somit nur das deutsche Volk, das durch Referendum entscheiden müsste, Deutschland zum Einwanderungsland umwandeln.

Ex-Verfassungsrichter Bertram: „Merkels Alleingang war ein Akt der Selbstermächtigung“

https://www.welt.de/politik/deutschland/article150947586/Merkels-Alleingang-war-ein-Akt-der-Selbstermaechtigung.html

Jetzt dürfen Sie mir nochmal etwas von Rechtsstaat erzählen! Eine Kanzlerdiktatur - nichts anderes!
Susanne Blau
06.03.2018, 20:12 Uhr
Demokratie ist anstrengend (@Mueller13)
Es ist schon beschämend, wenn hier immer wieder von Diktatur und fehlendem Rechtsstaat dahergeredet wird, nur weil die eigene Meinung nicht sofort von allen geteilt und umgesetzt wird.
Das Volk übt die Staatsgewalt über Wahlen, Abstimmungen und mittels besonderer Organe wie z.B. den Parlamenten aus. Das ist anstrengend, es erfordert Diskussionen, Abwägungen und Entscheidungen. Dafür braucht es Mehrheiten. Sind diese gefunden, können Minderheiten dies akzeptieren oder jeweils (verfassungs-)gerichtlich überprüfen. Anstrengend, aber ziemlich o.k.

Susanne
Holger18
06.03.2018, 20:26 Uhr
@Sonntagsradler 2: Auf gut doitsch ...
... wird fersucht immer noch mit "v" geschrieben!
Demokrit
06.03.2018, 21:50 Uhr
@Susanne Blau
Rechtsstaatlichkeit bedeutet, wie sie schön beschreiben , das Volk entscheidet(verkürzt). Und diese Entscheidungen werden in Gesetzen formuliert. Wenn aber sich keiner an die Gesetze hält, darf man die Rechtsstaatlichkeit schon in Frage stellen, und Müller 13 konnte das sehr gut belegen. Text lesen und begreifen ist auch nicht immer ganz einfach.
Andreas Dittmar
06.03.2018, 21:52 Uhr
Mein Beitrag zum Beirat
Für mich wären mal die Entwürfe oder die fertige Agenda im Wortlaut interressant die hier ausgearbeitet wurde . Eigentlich kann man erst dann die Arbeit des Beirates bewerten wenn man auch die Ergebnisse auf dem Schirm hat. Was hat der Beirat eigentlich bis jetzt zur Integration beigetragen ? Die Initiative zum Projekt "Peterklasse" hätte aus dieser Richtung kommen müssen. Wie bewertet der Beirat die aktuelle Situation und die Möglichkeit, Menschen im großen Stil zu integrieren ? Die Rückführung in die Heimatländer sollte auch aus meiner Sicht an erster Stelle stehen. Das geht natürlich nur, wenn auch Heimatländer vorhanden sind. Wenn (wie ich es immer noch vermute) ein Großteil der Leute aus Lagern im Libanon, in Jordanien und Nordafrika kommt, wird das schwierig mit der Rückführung bzw. ist diese eigentlich gar nicht möglich oder gewollt. Den Schuh, uns diese Leute als Kriegsflüchtlinge zu verkaufen mit all ihren Folgen, muß sich die damalige GroKo+Kanzlerin in aller Konsequenz anziehen. Da kann man noch nicht mal Befehlsnotstand gelten lassen. Dazu gehören Unterschätzung der Gefahrenlage, Probleme bei der Identitätsfeststellung, Vertuschung und die Spaltung der deutschen Gesellschaft in krass gesagt Nazis und Gastgeber. Probleme müssen dort gelöst werden, wo sie entstehen... vor Ort. Waffenexporte, Unterstützung der bewaffneten Opposition, Destabilisierung von Staaten verschärfen Probleme in dem sie Fluchtursachen erst schaffen.
Mueller13
06.03.2018, 23:24 Uhr
@ Susanne Blau - merkwürdige Argumentation
Letztendlich hat es Demokrit schon gesagt...
Ich weiß wirklich nicht, was Sie mir mit Ihrer Erwiderung sagen wollen. Ich lege Ihnen anhand diverser Gesetze und Meinungen profunder Verfassungsrechtler dar, dass wir uns jenseits von Rechtsstaat bewegen und Sie sagen mir "so ist Demokratie". Wenn das Ignorieren von gültigen Rechtsvorschriften Bestandteil Ihrer Demokratie ist, dann müssen wir Ihre Demokratie beseitigen. In meiner Demokratie gibt es sowas nicht.

Im übrigen können "Minderheiten" die Rechtmässigkeit des Verwaltungshandeln nicht mehr prüfen lassen. Das Bundesverfassungsgericht hat die Verfassungsbeschwerde gegen die Politik des Kabinetts Merkel ohne Begründung zurückgewiesen. Die Möglichkeiten die notwendige Verwirklichung des Rechts zu erreichen, sind durch die Nichtentscheidung des Gerichts für die Bürger erschöpft.

Art 20 IV (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Und nun? Die Bundesregierung ignoriert die bestehende Rechtsordung, Abhilfe gewähren die von den Parteien ernannte Gerichte nicht mehr. Was ist denn Ihr Vorschlag? Auf der Stelle tanzen?
geloescht.20250302
07.03.2018, 08:01 Uhr
Volk und Parlament!
Seit dem Einzug der AfD in den Bundestag ist das ehemals Hohe Haus endgültig zum Tummelplatz verrohter intoleranten Schreihälse verkommen.

Das liegt nicht an der Diskussionskultur derer Abgeordneter, sondern an ihren unangenehmen Themen und Redebeiträgen. Tja, Pippilotta Nahles und Co., auf die Fresse gibt's wirklich.

Aber viel niveauvoller von der AfD als von Dunkelrot, Grün und den Umfallersozis praktiziert.

Und es soll Bürger geben, die glauben, sie hätten dort eine Lobby und Ihre Interessen würden in diesem selbstgerechten realitätsentfernten Irrenhaus vertreten?

Wer jetzt, ein halbes Jahr der Tragikkomödie, die sich Bundestagswahl nannte, immer noch nicht aufgewacht ist, sollte mal seine Vitalfunktionen überprüfen lassen und aus seiner Teemischung die Realitätstrüber entfernen.
I.H.
07.03.2018, 08:33 Uhr
In die chinesische Ablage
"...Was ist denn Ihr Vorschlag? Auf der Stelle tanzen?" Nein, um Gottes Willen. Mein Vorschlag ist @Mueller13, dass man Leute wie Sie, denen Entscheidungen des BVerfG nicht passen, zur Kenntnis nimmt und über die Reintegration in demokratische Prozeße nachdenkt. Ist ja jetzt nicht wirklich eine Gefahr für die Demokratie, wenn am linken oder rechten Ende des Spektrums geirrlichtert wird. Es soll sogar Leute geben, die halten unser schönes Land zwar für eine GmbH, berufen sich aber auf "Gesetze". Auch die muss man ertragen.
Blueman
07.03.2018, 09:40 Uhr
@Mueller13: Rechtsstaat und Asylverfahrensgesetz
Ein Rechtsstaat ist auch dadurch gekennzeichnet, dass Gesetzte nicht nur partiell angewendet werden. Es sind nicht nur die Artikel oder wie in diesem Fall einzelne Absätze anzuwenden.

Lieber @Mueller13 in Absatz vier ist klar geregelt, dass die Bundesregierung die Einreise aus humanitären Gründen, also aus Gründen der Menschlichkeit, zulassen kann:

"(4) Von der Einreiseverweigerung oder Zurückschiebung ist im Falle der Einreise aus einem sicheren Drittstaat (§ 26a) abzusehen, soweit

1. die Bundesrepublik Deutschland auf Grund von Rechtsvorschriften der Europäischen Gemeinschaft oder eines völkerrechtlichen Vertrages mit dem sicheren Drittstaat für die Durchführung eines Asylverfahrens zuständig ist oder
2. das Bundesministerium des Innern es aus völkerrechtlichen oder humanitären Gründen oder zur Wahrung politischer Interessen der Bundesrepublik Deutschland angeordnet hat."

Ob es einem passt oder nicht.
Blueman
07.03.2018, 09:47 Uhr
Das muss natürlich Asylgesetz heißen.
Das Asylverfahrensgesetz wurde vom Asylgesetz abgelöst. Paragraf 18 ist mit "Aufgaben der Grenzbehörde" überschrieben. Nur der Vollständigkeit halber.
Andreas Dittmar
07.03.2018, 10:08 Uhr
Durchführung eines Asylverfahrens ist eigentlich klar definiert
Das busseweise durchwinken von Leuten teilweise ohne Papiere und der gleichzeitige Verzicht auf eine Identitätsfeststellung auch aus einem sicheren Drittstaat wie Österreich, wie es in Wegscheid und Freilassing passierte, ist kein Asylverfahren..... Auch im Jahre 3 nach dieser Aktion stellt sich kein Innenminister vor die Presse und sagt : Wir wissen jetzt genau wer bei uns im Land ist.
Blueman
07.03.2018, 10:34 Uhr
Elbeflut 1962
Das war eine Extremsituation. Heute wird meines Wissens nach, gem. §18 (5) jeder nach dem Asylgesetz Einreisende Erkennungsdienstlich behandelt. Diese Verfahrensweise wurde meines Wissens nach auch so schnell wie Möglich angewendet. Weil es temporär nicht möglich war diese Maßnahme anzuwenden, liegt aus meiner Sicht noch kein Beleg vor das wir in keinem Rechtsstaat leben.

Im übrigen würde keiner auf den Gedanken kommen Helmut Schmidt vor den Kadi zu zerren, weil er 1962 den Einsatz der Bundeswehr im Inland angeordnet hat. Geschweige denn im Vorwerfen, dass er die Verfassung missachtet hat.
Sonntagsradler 2
07.03.2018, 11:07 Uhr
@ Blueman : zu Ihren letzten Absatz
Ich sag nur "Nichts ist Unmöglich "
Demokrit
07.03.2018, 11:16 Uhr
die wesentlichen Aufgaben eine Staates
Die Hauptaufgaben eines Staates sind:
Sorge für ein sicheres und möglichst reibungsloses Zusammenleben der Bürger, Förderung des Gemeinwohls
Schutz vor inneren und äußeren Gefahren seines Staatsvolkes.
Wie die Sicherheitslage sich zum schlechteren verändert hat, kann man täglich in den regionalen Zeitungen lesen.
Das Aufnehmen von Menschen aus aller Welt ist eben nicht die Aufgabe des Staates. Auch der wissenschaftliche Dienst hat sich dazu geäussert.
"Zwar wird einerseits auf den „Rechtsrahmen der DublinIII
Verordnung“ verwiesen, was die Anwendung des § 18 Abs. 4
Nr. 1 AsylG (vorrangige Dublin-Zuständigkeit) nahelegt.
Andererseits wird die genaue Rechtsgrundlage des § 18 Abs. 4 AsylG in Bezug auf die Nr. 1 oder Nr. 2 gerade nicht benannt und das Vorliegen einer Anordnung des Bundesministeriums des Innern trotz der konkreten Fragestellung nicht ausdrücklich zurückgewiesen.
Soweit vorrangige Dublin-Zuständig-keiten
angenommen worden sein sollte n,
bliebe zu klären, ob und inwieweit die Bundesregierung
vom Recht des Selbsteintritts Gebrauch gemacht hat oder von einer unionsrechtlichen Verpflichtung ausgegangen ist"
Kurz gesagt, die Bundesregierung konnte keine Rechtsgrundlage für ihr Tun bennen.
Mueller13
07.03.2018, 11:21 Uhr
@ Blueman - ein Moralist
Humanitäre Gründe? Sie verwechseln Humanität mit Moral, das zieht sich durch all Ihre Kommentare. In erster Linie ist eine Regierung ihrem Volk verpflichtet und das sind im Falle der Deutschen Regierung keinen Araber und Afrikaner.

Wenn Moral über Recht steht, hat der Staat fertig.

Humanitär war es vielleicht, unseren ungarischen Freunden zu helfen und die Gestrandeten aufzunehmen. Danach hätte zwingend die Europäische Außengrenze gesichert werden müssen. Falls das nicht möglich gewesen wäre, der Brenner bzw. die deutsche Grenze. Dazu war alles vorbereitet, das wäre sofort möglich gewesen. Die Dokumente liegen vor. Nur hat sich Mutti Merkel vor hässlichen Bildern gefürchtet. Wer sich vor hässlichen Bildern fürchtet, sollte Kindergärtner werden und nicht Kanzler.

Wenn ich lese, dass Sie eine Naturkatastrophe mit der Flüchtlingskrise gleichsetzen, wende ich mich nur noch lachend ab. Sind Sie noch in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen?
Mueller13
07.03.2018, 11:27 Uhr
@ Emanuel - Polemik
Ihre Aussagen sind reine Polemik - kein Inhalt.

Zitat E: "Es soll sogar Leute geben, die halten unser schönes Land zwar für eine GmbH, berufen sich aber auf "Gesetze"
-> Für was halten Sie AGB? Gesetze einer Firma, die man gerichtlich durchsetzen kann.
Blueman
07.03.2018, 11:39 Uhr
@Demokrit
bliebe zu klären heißt nicht kurz gesagt es liegt keine Rechtsgrundlage vor. Das heißt es müsste geprüft werden. Außerdem ist der wissenschaftliche Dienst letztlich keine Instanz des Rechtsstaats.
Mueller13
07.03.2018, 11:43 Uhr
@ Othello's neue Freunde
Zitat O: "@ Blueman und @ Ad fontes ! Es ist gut, dass es endlich auch Kommentatoren gibt, die sich mehrheitlich rechten Kommentatoren in der NNZ entgegenstellen. Dieses habe ich lange vermisst."

-> Ihre neuen Freunde sind reine Ideologen. Sie werden Ihre Freude an Ihnen haben.
Mich freut es auch, kann man doch an solchen Exemplaren noch leichter aufzeigen, wie fern vom Leben Ihre Weltanschauungen sind.

Zurück zum Thema:

Zitat O: "Die Rechtspopulisten zeigen mit dem Finger auf eklatante Fehlentwicklungen in der deutschen Gesellschaft und bringen diese sehr populistisch mit der sogenannten Flüchtlingspolitik in Verbindung, einfach gesagt Deutsche gegen Ausländer."

-> Ich muss Sie enttäuschen. Die "neuen Nazis" haben mit Ausländerhass nichts am Hut. So etwas geht uns komplett ab. Mein Problem sind SIE! Ihre Denke und Ihr Handeln hat uns diese Situation beschert.
Ihre Analyse ist falsch. Der Riss geht nicht zwischen Deutschen und Ausländern (in meinem Bekannten/Freundeskreis bewegen sich überdurchschnittlich viele Ausländer). Der Riss ist zwischen Ihrer und meiner Denke.
Und jetzt werden wir rein demokratisch ausfechten, welche Gesinnung gewinnt. Ich wünsche Ihnen alles Gute für die nächsten Wahlen ;-).
Blueman
07.03.2018, 11:45 Uhr
@Mueller13
hab ich nicht verwechselt, ich meine Humanität nicht Moral.
zugezogener Patriot
07.03.2018, 14:07 Uhr
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