Mi, 11:45 Uhr
31.01.2018
nnz-Forum:
Nicht nur die Südharzer Bürgermeister sind sauer
Zur negativen Stellungnahme der Stadt Nordhausen hinsichtlich des Zusammengehens mehrerer Südharzer Gemeinden, hat die Redaktion eine Lesermeinung aus der Landgemeinde Harztor erreicht...
Da scheint sich der "Wolf im Schafspelz" zu outen?! Oder, um Charlie Chaplin zu zitieren: "Macht brauchst Du nur, wenn du etwas Böses vorhast. Für alles andere reicht Liebe, um es zu erledigen." Gut ein Vierteljahr "an der Macht" in der Stadt Nordhausen und schon wird, hinter den Rücken der betroffenen Bürgerinnen und Bürger versucht, deren mehrheitliches Bekenntnis, für einen Zusammenschluss der Landgemeinde Harztor mit Neustadt, Herrmannsacker und Neustadt, ignoriert und mit allen Mitteln dagegen "Politik gemacht".
Oder wie darf man die "...Androhung rechtlicher Schritte..." verstehen, "...sollte das Gesetz vom Thüringer Landtag beschlossen werden.", wohlbemerkt "...rechtliche Schritte...", gegen den mehrheitlichen Bürgerwillen, der Landgemeinde Harztor, der Gemeinden Neustadt, Herrmannsacker und Harzungen. Noch im August und September las sich das bei NNZ ganz anders, nachzulesen u. a. auch auf der FB - Seite des Oberbürgermeisters der Stadt Nordhausen, Kai Buchmann! Da wird der OB u. a. mit folgendem Wortlaut zitiert: "...Wichtig ist für mich auch, dass die Stimme der Bürger mehr Gewicht erhält..." (gepostet 17. 8. 2017) und zum Thema "Eingemeindungen" "... Ich bin dafür, wenn es Synergien bringt. Mackenrode und Klettenberg sehe ich da nicht als Kandidaten.
Welchen Zweck soll es haben, fast den gesamten Landkreis einzugemeinden? Gut fünf Monate später, scheint der Nordhäuser OB einen Zweck gefunden zu haben, Herrmannsacker, Harzungen, Neustadt und irgendwann einmal auch Harztor nach Nordhausen einzugemeinden! Und wenn man sich die Bedeutung des Wortes Synergien mal ansieht, findet man eine nicht uninteressante Interpretation, unter Wikipedia: Die zusammenarbeitetenden Subjekte sind in der Regel bestrebt, ihren Nutzen zu maximieren. Das kann dazu führen, dass einer von ihnen mehr Nutzen hat als ein anderer. Wer das im Falle einer Angliederung von Herrmannsacker, Harzungen, Neustadt und in letzter Konsequenz dann irgendwann auch Harztor, sein würde, liegt doch wohl auf der Hand!!
Weiterhin äußert sich Kai Buchmann auf seiner FB – Seite am 5. 9. 2017, 19:35 Uhr, wie folgt: …Es wird Zeit, dass wir uns als Bürger auf unseren Einfluss besinnen und wieder aktiv an der Gestaltung und wichtigen Entscheidungen teilhaben…. In einem Interview, nach dem 1. Wahlgang zur OB – Wahl in Nordhausen, findet sich am 12. 9. 2017, 04:16 Uhr, zu der Frage: Mehr Bürgerbeteiligung ist eines Ihrer Ziele. Wie wollen Sie das erreichen?, die folgende Antwort: Zu wichtigen Themen will ich Befragungen initiieren und deren Ergebnis muss im Stadtrat auch gehört werden.
Die Bürgerinnen und Bürger, die Gemeinderäte und Bürgermeister der Gemeinden Neustadt, Herrmannsacker, Harzungen und der Landgemeinde Harztor wurden befragt und haben mehrheitlich für die Gemeindefusion gestimmt! Im NNZ – Interview zur OB – Wahl, vom 18. 9. 2017, 10:00 Uhr, wird der damalige OB – Kandidat und jetzige OB der Stadt Nordhausen wie folgt zitiert: . .Bei großen und wichtigen Entscheidungen sollen zudem die Bürger direkt befragt und ihr Votum auch anerkannt werden. Das ist in der Vergangenheit viel zu selten geschehen. Wenn man fragt, muss man auch mit der Antwort leben. Genau das Gegenteil praktiziert der amtierende Nordhäuser OB jetzt, …über das Hintertürchen…Wünsche durchzusetzen., wie Harztor – Bürgermeister Klante im NNZ – Artikel zu Recht kritisiert. Wehe dem, der Böses dabei denkt.
Da fragt sich der mündige Bürger der betreffenden Gemeinden doch, wie wahrhaftig ist so ein OB und wie viel Gewicht hat der Wille der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger unter so einem OB in Zukunft?! Die Argumentationen unter Grundversorgungsbereich und Verflechtungsbeziehungen; Konflikte des OB zur Rechtfertigung, dass Herrmannsacker, Harzungen, Neustadt und schlussendlich auch Harztor, nach Nordhausen angegliedert werden sollten, sind oberflächlich und an den Haaren herbei gezogen. Harztor ist, auch ohne Nordhausen, gut versorgt. Wir haben ausreichend Lebensmittelanbieter, Baumarkt, Blumenläden, Bäcker, Fleischer, Kindertagesstätten, Schulen, Ärzte, Zahnärzte, Physiotherapiepraxen u. v. m., würden auch ohne Nutzung ähnlicher Angebote in Nordhausen, sehr gut überleben!
Und wir haben noch etwas besonders Wertvolles, ein ineinander greifendes Vereinsleben, auch über die Gemeindegrenzen der einzelnen Gemeinden hinweg und damit verbunden zahlreiche kulturelle und Freizeit – Angebote. Wenn wir noch eine Kinderarztpraxis hätten, würde mich mein Weg wohl unverhältnismäßig öfter nach Nordhausen führen, wie vergleichsweise anderswohin. Auch ein Versorgungszentrum wie Nordhausen, deckt nicht allen Bedarf.
Wer (aus Harztor) in Nordhausen, außerhalb der Fahrzeiten des ÖPNV, arbeitet, muss zusehen, wie er pünktlich zur Arbeit kommt. Beteiligung an Umfragen zum Bedarf der Nutzung, insbesondere des Duo Combino, wurden bisher nicht berücksichtigt, aus meiner persönlichen Erfahrung. Wie der Anschluss der Landgemeinde Harztor, über den Abwasserzweckverband Südharz, mit Hilfe des Städtischen Entwässerungsbetriebes in das Leitungsnetz und die Kläranlage von Nordhausen erfolgte, ist sicher noch vielen Zwangsangeschlossenen in (un)guter Erinnerung. Wir alle hatten eine eigene Klärgrube, keiner von uns wollte an das Leitungsnetz des Städtischen Entwässerungsbetriebes und an damit an die Kläranlage von Nordhausen angeschlossen werden. Dies jetzt als positiven Grundversorgungsgesichtspunkt der Stadt Nordhausen gegenüber den Einwohnern der Gemeinde bzw. der Verwaltungsgemeinschaft darzustellen, ist mehr als unsachlich. Aber irgendwer musste ja die Kosten für die teure Kläranlage von Nordhausen mittragen, über die Köpfe und fernab unserer Notwendigkeit beschlossen und wir mussten zahlen, für eine Leistung, die wir nicht in Auftrag gegeben hatten und auch nicht brauchten.
Und dann wären da noch die, in die Waagschale geworfenen Pendlerbeziehungen: Wir sind in Harztor sehr gut versorgt, in vielerlei Hinsicht, eine Fusion mit Nordhausen oder besser gesagt, eine Angliederung an Nordhausen würde keine Verbesserung für die Bürgerinnen und Bürger von Harzungen, Herrmannsacker, Neustadt und Harztor bringen. Die Formulierung Nordhausen sichert die Grundversorgung der Einwohner der Gemeinde bzw. der Verwaltungsgemeinschaft., lässt vermuten, dass hier ein nicht unerhebliches Informationsdefizit des Nordhäuser OB, im Bezug auf die Versorgungsgegebenheiten in unseren Gemeinden / in der Verwaltungsgemeinschaft vorliegt. Vielleicht könnte unsere neue Sozialraumbroschüre hier Abhilfe schaffen. Wir sind und bleiben Harztor!
Petra Gerlach, Harztor
Autor: redDa scheint sich der "Wolf im Schafspelz" zu outen?! Oder, um Charlie Chaplin zu zitieren: "Macht brauchst Du nur, wenn du etwas Böses vorhast. Für alles andere reicht Liebe, um es zu erledigen." Gut ein Vierteljahr "an der Macht" in der Stadt Nordhausen und schon wird, hinter den Rücken der betroffenen Bürgerinnen und Bürger versucht, deren mehrheitliches Bekenntnis, für einen Zusammenschluss der Landgemeinde Harztor mit Neustadt, Herrmannsacker und Neustadt, ignoriert und mit allen Mitteln dagegen "Politik gemacht".
Oder wie darf man die "...Androhung rechtlicher Schritte..." verstehen, "...sollte das Gesetz vom Thüringer Landtag beschlossen werden.", wohlbemerkt "...rechtliche Schritte...", gegen den mehrheitlichen Bürgerwillen, der Landgemeinde Harztor, der Gemeinden Neustadt, Herrmannsacker und Harzungen. Noch im August und September las sich das bei NNZ ganz anders, nachzulesen u. a. auch auf der FB - Seite des Oberbürgermeisters der Stadt Nordhausen, Kai Buchmann! Da wird der OB u. a. mit folgendem Wortlaut zitiert: "...Wichtig ist für mich auch, dass die Stimme der Bürger mehr Gewicht erhält..." (gepostet 17. 8. 2017) und zum Thema "Eingemeindungen" "... Ich bin dafür, wenn es Synergien bringt. Mackenrode und Klettenberg sehe ich da nicht als Kandidaten.
Welchen Zweck soll es haben, fast den gesamten Landkreis einzugemeinden? Gut fünf Monate später, scheint der Nordhäuser OB einen Zweck gefunden zu haben, Herrmannsacker, Harzungen, Neustadt und irgendwann einmal auch Harztor nach Nordhausen einzugemeinden! Und wenn man sich die Bedeutung des Wortes Synergien mal ansieht, findet man eine nicht uninteressante Interpretation, unter Wikipedia: Die zusammenarbeitetenden Subjekte sind in der Regel bestrebt, ihren Nutzen zu maximieren. Das kann dazu führen, dass einer von ihnen mehr Nutzen hat als ein anderer. Wer das im Falle einer Angliederung von Herrmannsacker, Harzungen, Neustadt und in letzter Konsequenz dann irgendwann auch Harztor, sein würde, liegt doch wohl auf der Hand!!
Weiterhin äußert sich Kai Buchmann auf seiner FB – Seite am 5. 9. 2017, 19:35 Uhr, wie folgt: …Es wird Zeit, dass wir uns als Bürger auf unseren Einfluss besinnen und wieder aktiv an der Gestaltung und wichtigen Entscheidungen teilhaben…. In einem Interview, nach dem 1. Wahlgang zur OB – Wahl in Nordhausen, findet sich am 12. 9. 2017, 04:16 Uhr, zu der Frage: Mehr Bürgerbeteiligung ist eines Ihrer Ziele. Wie wollen Sie das erreichen?, die folgende Antwort: Zu wichtigen Themen will ich Befragungen initiieren und deren Ergebnis muss im Stadtrat auch gehört werden.
Die Bürgerinnen und Bürger, die Gemeinderäte und Bürgermeister der Gemeinden Neustadt, Herrmannsacker, Harzungen und der Landgemeinde Harztor wurden befragt und haben mehrheitlich für die Gemeindefusion gestimmt! Im NNZ – Interview zur OB – Wahl, vom 18. 9. 2017, 10:00 Uhr, wird der damalige OB – Kandidat und jetzige OB der Stadt Nordhausen wie folgt zitiert: . .Bei großen und wichtigen Entscheidungen sollen zudem die Bürger direkt befragt und ihr Votum auch anerkannt werden. Das ist in der Vergangenheit viel zu selten geschehen. Wenn man fragt, muss man auch mit der Antwort leben. Genau das Gegenteil praktiziert der amtierende Nordhäuser OB jetzt, …über das Hintertürchen…Wünsche durchzusetzen., wie Harztor – Bürgermeister Klante im NNZ – Artikel zu Recht kritisiert. Wehe dem, der Böses dabei denkt.
Da fragt sich der mündige Bürger der betreffenden Gemeinden doch, wie wahrhaftig ist so ein OB und wie viel Gewicht hat der Wille der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger unter so einem OB in Zukunft?! Die Argumentationen unter Grundversorgungsbereich und Verflechtungsbeziehungen; Konflikte des OB zur Rechtfertigung, dass Herrmannsacker, Harzungen, Neustadt und schlussendlich auch Harztor, nach Nordhausen angegliedert werden sollten, sind oberflächlich und an den Haaren herbei gezogen. Harztor ist, auch ohne Nordhausen, gut versorgt. Wir haben ausreichend Lebensmittelanbieter, Baumarkt, Blumenläden, Bäcker, Fleischer, Kindertagesstätten, Schulen, Ärzte, Zahnärzte, Physiotherapiepraxen u. v. m., würden auch ohne Nutzung ähnlicher Angebote in Nordhausen, sehr gut überleben!
Und wir haben noch etwas besonders Wertvolles, ein ineinander greifendes Vereinsleben, auch über die Gemeindegrenzen der einzelnen Gemeinden hinweg und damit verbunden zahlreiche kulturelle und Freizeit – Angebote. Wenn wir noch eine Kinderarztpraxis hätten, würde mich mein Weg wohl unverhältnismäßig öfter nach Nordhausen führen, wie vergleichsweise anderswohin. Auch ein Versorgungszentrum wie Nordhausen, deckt nicht allen Bedarf.
Wer (aus Harztor) in Nordhausen, außerhalb der Fahrzeiten des ÖPNV, arbeitet, muss zusehen, wie er pünktlich zur Arbeit kommt. Beteiligung an Umfragen zum Bedarf der Nutzung, insbesondere des Duo Combino, wurden bisher nicht berücksichtigt, aus meiner persönlichen Erfahrung. Wie der Anschluss der Landgemeinde Harztor, über den Abwasserzweckverband Südharz, mit Hilfe des Städtischen Entwässerungsbetriebes in das Leitungsnetz und die Kläranlage von Nordhausen erfolgte, ist sicher noch vielen Zwangsangeschlossenen in (un)guter Erinnerung. Wir alle hatten eine eigene Klärgrube, keiner von uns wollte an das Leitungsnetz des Städtischen Entwässerungsbetriebes und an damit an die Kläranlage von Nordhausen angeschlossen werden. Dies jetzt als positiven Grundversorgungsgesichtspunkt der Stadt Nordhausen gegenüber den Einwohnern der Gemeinde bzw. der Verwaltungsgemeinschaft darzustellen, ist mehr als unsachlich. Aber irgendwer musste ja die Kosten für die teure Kläranlage von Nordhausen mittragen, über die Köpfe und fernab unserer Notwendigkeit beschlossen und wir mussten zahlen, für eine Leistung, die wir nicht in Auftrag gegeben hatten und auch nicht brauchten.
Und dann wären da noch die, in die Waagschale geworfenen Pendlerbeziehungen: Wir sind in Harztor sehr gut versorgt, in vielerlei Hinsicht, eine Fusion mit Nordhausen oder besser gesagt, eine Angliederung an Nordhausen würde keine Verbesserung für die Bürgerinnen und Bürger von Harzungen, Herrmannsacker, Neustadt und Harztor bringen. Die Formulierung Nordhausen sichert die Grundversorgung der Einwohner der Gemeinde bzw. der Verwaltungsgemeinschaft., lässt vermuten, dass hier ein nicht unerhebliches Informationsdefizit des Nordhäuser OB, im Bezug auf die Versorgungsgegebenheiten in unseren Gemeinden / in der Verwaltungsgemeinschaft vorliegt. Vielleicht könnte unsere neue Sozialraumbroschüre hier Abhilfe schaffen. Wir sind und bleiben Harztor!
Petra Gerlach, Harztor
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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